Perserteppich Kashan 425×300 cm Wolle handgeknüpft

4243$

Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 425×300 cm | Muster: klassisches florales Medaillon-Muster, rot | Zustand: sehr gut, unbenutzt

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Inventarnummer: A9BBC129

Beschreibung

Kashan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Schurwolle. Die Kette ist aus 100% Baumwolle gefertigt. Damit sind die beiden zentralen Materialien des Teppichs klar benannt: Schurwolle prägt die Oberfläche und Baumwolle bildet die Kette, in die der Flor eingearbeitet ist. Die Florhöhe beträgt etwa 10 mm. Durch die handgeknüpfte Herstellung entsteht kein industriell identisches Produkt, sondern ein einzelnes Stück mit der für diese Technik typischen handwerklichen Ausführung.

Beim Knüpfen wird jedes Florsegment einzeln in die Kette eingebunden und anschließend verdichtet. Die angegebene Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt die feine Struktur des Teppichs. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Ausarbeitung von Linien, Konturen und floralen Formen. Die Schurwolle ist zugleich das Material, das den Flor bestimmt und dem Teppich seine textile Oberfläche gibt. Baumwolle in der Kette sorgt im traditionellen Aufbau für die Grundlage, auf der die Knoten befestigt werden.

Die Herstellung von Hand verbindet Material und Muster unmittelbar miteinander. Kleine Unterschiede in der Ausführung sind Teil der handwerklichen Entstehung und unterscheiden einen handgeknüpften Teppich von einem maschinell gefertigten Erzeugnis. Bei diesem Stück treffen eine klassische Kashan-Anmutung, ein florales Medaillon-Muster und eine dichte Knüpfung aufeinander. Die angegebene Florhöhe macht die Struktur des Flors auch bei der Nutzung spürbar, ohne dass dadurch die Gestaltung in den Hintergrund tritt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien und wird als Kashan bezeichnet. Kashan ist eine Stadt im zentralen Iran und gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt verfügt über eine lange textile Tradition, die bis in die Safawidenzeit des 16. Jahrhunderts zurückreicht. In dieser Entwicklung entstand ein eigenständiges Verständnis für den Aufbau von Teppichen, für die Verbindung von Ornament und Fläche sowie für die sorgfältige Ausarbeitung handgeknüpfter Arbeiten.

Persische Teppiche aus Kashan werden traditionell mit einer klar gegliederten Komposition verbunden. Häufig steht ein Medaillon im Mittelpunkt, während florale Ornamente die Innenfläche und die Umrahmung strukturieren. Diese Gestaltung ordnet die vielen Einzelmotive zu einem zusammenhängenden Bild. Blüten, Ranken und Blätter werden dabei nicht nur als einzelne Dekorationen eingesetzt, sondern als wiederkehrende Elemente, die den Blick über die gesamte Fläche führen. Die Benennung Kashan verweist deshalb nicht allein auf ein Muster, sondern auf eine gewachsene Teppichtradition.

Die Teppichkultur Persiens entwickelte über Jahrhunderte eigene Formen für die Darstellung von Natur, Geometrie und symmetrischer Ordnung. In Kashan wurden diese Einflüsse in fein ausgearbeiteten Stadtteppichen weitergeführt. Ein Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen, während florale Details die Übergänge zwischen Zentrum, Feld und Bordüre herstellen. Die Wirkung beruht auf dem Zusammenspiel von Wiederholung, Balance und präziser Zeichnung. Das klassische florale Medaillon-Muster dieses Teppichs steht in dieser Tradition, ohne dass daraus eine andere Herkunft abzuleiten ist.

Auch die handwerkliche Organisation ist Teil der regionalen Geschichte. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht in vielen einzelnen Arbeitsschritten: Die Kette wird eingerichtet, Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, und die Oberfläche wird im Verlauf der Arbeit kontrolliert und ausgearbeitet. Die Knüpfdichte beeinflusst dabei, wie fein ein Ornament gezeichnet werden kann. Kashan-Teppiche werden daher häufig mit einer sorgfältigen, detailorientierten Gestaltung in Verbindung gebracht. Die Kombination aus Schurwollflor, Baumwollkette und handgeknüpfter Technik gehört zu den sachlichen Merkmalen, die den Aufbau dieses Stücks bestimmen.

Die lange Geschichte Kashans erklärt, weshalb der Name in der Teppichkunde sowohl für einen Ort als auch für eine Stilrichtung verwendet wird. Überlieferte florale Kompositionen wurden in unterschiedlichen Zeiten und Ausführungen fortgeführt. Dabei blieben die Grundgedanken einer geordneten Mitte, einer ausgearbeiteten Ornamentik und einer klaren Einfassung erhalten. Der vorliegende Teppich verbindet diese traditionelle Bildsprache mit einer roten Farbgebung und einer handwerklich dichten Ausführung.

Design und Muster

Das Muster ist klassisch und floral aufgebaut. Im Zentrum steht ein Medaillon, das die Komposition bündelt und dem Feld eine erkennbare Mitte gibt. Um dieses Zentrum ordnen sich florale Formen. Ranken, Blüten und weitere pflanzliche Ornamente bilden visuelle Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen. Dadurch entsteht kein zufälliges Nebeneinander einzelner Motive, sondern eine zusammenhängende Zeichnung mit einer klaren Hierarchie.

Die rote Grundwirkung gehört zu den ausdrücklich genannten Farbmerkmalen dieses Teppichs. Rot verändert die Wahrnehmung eines floralen Musters, weil die pflanzlichen Formen vor einem warmen, kräftigen Hintergrund erscheinen. In der persischen Teppichgestaltung werden Farben traditionell nicht unabhängig vom Ornament betrachtet. Der Farbgrund, die Konturen und die Binnenmotive müssen gemeinsam lesbar bleiben. Bei einem Medaillon-Teppich unterstützt diese Beziehung die Trennung zwischen zentralem Feld und umgebenden floralen Bereichen.

Florale Muster gehören zu den prägenden Gestaltungsmitteln vieler Kashan-Teppiche. Ihre Wirkung entsteht durch Wiederholung und Variation: Ein Motiv kann in ähnlicher Form erneut erscheinen, während seine Ausrichtung oder Einbindung in eine Ranke wechselt. So bleibt das Muster geschlossen, ohne vollkommen starr zu wirken. Die symmetrische Ordnung des Medaillons gibt der Komposition Halt; die botanischen Details verleihen ihr eine differenzierte Oberfläche.

Die dichte Knüpfung unterstützt die Darstellung feiner Konturen. Bei vielen Knoten pro Fläche können kleine Formen und schmale Linien genauer voneinander abgegrenzt werden als bei einer groben Struktur. Das betrifft insbesondere die Zeichnung von Blüten, Blattspitzen, Ranken und den Übergang zwischen verschiedenen Ornamentzonen. Die Knotendichte ist damit nicht nur eine technische Angabe, sondern steht auch in Beziehung zur Lesbarkeit des floralen Designs. Die Musterwirkung bleibt dennoch vom Zusammenspiel aus Zeichnung, Farbe und handwerklicher Ausführung abhängig.

Ein klassisches Medaillon-Muster ist vielseitig innerhalb der persischen Teppichkunst. Es kann streng zentriert, weich von Ranken umspielt oder mit zahlreichen Nebenmotiven ergänzt werden. Beim Kashan-Typ wird die florale Ausarbeitung häufig so angelegt, dass das Auge vom Zentrum in die Fläche und anschließend zu den begrenzenden Ornamenten geführt wird. Diese gestalterische Logik macht das Muster sowohl in traditionell eingerichteten als auch in sachlicheren Räumen verständlich, ohne die regionale Herkunft des Designs zu verändern.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in sehr gutem, unbenutztem Zustand. Sein Alter wird mit 15 bis 20 Jahren angegeben. Außerdem ist er für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Diese Information betrifft die vorgesehene Nutzung und ergänzt die Angaben zu Herstellung, Material und Zustand. Die rote Farbgebung sowie das klassische florale Medaillon-Muster prägen seine sichtbare Erscheinung.

Für die Erhaltung eines handgeknüpften Wollteppichs wird im Beschreibungstext regelmäßiges Absaugen empfohlen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Bei einzelnen Flecken können feuchte Tücher verwendet werden. Eine professionelle Reinigung im Abstand von einigen Jahren wird ebenfalls empfohlen. Diese Pflegehinweise sind besonders auf den Erhalt von Oberfläche, Farbwirkung und allgemeinem Zustand ausgerichtet.

FAQ

Wie pflege ich den Kashan Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei Flecken können Sie ein feuchtes Tuch verwenden. Für eine gründliche und materialgerechte Pflege empfiehlt sich außerdem eine professionelle Reinigung alle paar Jahre. So lassen sich Verschmutzungen fachgerecht entfernen, ohne die handgeknüpfte Oberfläche unnötig zu belasten.

Wo kann der Kashan Perserteppich eingesetzt werden?

Der Teppich eignet sich für Wohnzimmer, Flure und Essbereiche. Sein klassisches florales Medaillon-Muster und die rote Farbgebung lassen ihn sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Einrichtungsstilen verbinden. Da er für Fußbodenheizung geeignet ist, kann er auch in entsprechend ausgestatteten Räumen eingesetzt werden.

Warum einen handgeknüpften Teppich wählen?

Ein handgeknüpfter Teppich ist ein Einzelstück, weil seine Oberfläche in vielen einzelnen Arbeitsschritten von Hand entsteht. Die Knüpftechnik ermöglicht eine sorgfältige Ausarbeitung von Ornamenten und verbindet den Teppich mit einer langen handwerklichen Tradition. Bei diesem Stück kommen die dichte Knüpfung, der Flor aus Schurwolle und die klassische Kashan-Gestaltung zusammen. Dadurch erhält es neben seiner Funktion als Bodenbelag auch eine eigenständige textile und kulturelle Bedeutung.

Zusätzliche Informationen
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