









Perserteppich Kashan 360 x 243 cm Wolle handgeknüpft
1953$
Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: ca. 300.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle, Kette und Schuss Baumwolle | Größe: 360 x 243 cm | Zustand: Neu
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Beschreibung
Kashan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle. Für Kette und Schuss wird 100% Baumwolle verwendet. Die Baumwolle bildet den textilen Grundaufbau, während die Schurwolle die sichtbare Oberfläche bildet. Schurwolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer weichen Haptik und ihrer widerstandsfähigen Eigenschaften geschätzt. Der Flor fühlt sich angenehm an und trägt zu einer warmen Wirkung der Oberfläche bei.
Die Knotendichte beträgt ca. 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotendichte ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Konturen, Linien und kleineren Ornamenten. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Die Herstellung erfolgt daher schrittweise und erfordert Geschicklichkeit, Geduld sowie eine gleichmäßige Arbeitsweise. Das Muster entsteht nicht nachträglich auf der Oberfläche, sondern wird mit der Knüpfarbeit in die textile Struktur integriert.
Kette und Schuss bilden das stabile Gerüst des Teppichs. In dieses Gerüst werden die Knoten eingesetzt, aus denen der Flor entsteht. Die sichtbaren Wollfäden tragen die Farbwirkung und die Zeichnung des Entwurfs. Die Verbindung von Baumwollgrund und Wollflor ist eine traditionelle technische Lösung bei handgeknüpften Teppichen. Die Verarbeitung unterscheidet sich damit von maschinell gefertigten Bodenbelägen, bei denen das Muster und die Oberfläche auf andere Weise hergestellt werden.
Herkunft und Tradition
Der Kashan Teppich steht in der Tradition der gleichnamigen Stadt Kashan im Iran. Kashan liegt in der Provinz Isfahan und ist für eine jahrhundertealte Teppichknüpftradition bekannt. Die Stadt nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte der persischen Teppichkunst ein. Ihre Teppiche werden mit einer ausgearbeiteten Ornamentik, einer geordneten Flächengliederung und einer sorgfältigen handwerklichen Ausführung verbunden.
Persische Teppiche werden in verschiedenen Regionen hergestellt. Jede Region entwickelt und bewahrt dabei eigene Formen, Muster und handwerkliche Gewohnheiten. Kashan ist mit Entwürfen verbunden, in denen florale Anordnungen und stilisierte geometrische Formen eine wichtige Rolle spielen. Solche Muster werden über Generationen weitergegeben, in Werkstätten weiterentwickelt und an die jeweilige Komposition angepasst. Die regionale Tradition zeigt sich daher nicht nur in einzelnen Motiven, sondern auch in deren Anordnung und im Verhältnis von Feld und Bordüren.
Die Geschichte der persischen Teppichkunst ist eng mit der Herstellung kunstvoller Textilien verbunden. Ein handgeknüpfter Teppich wird in dieser Tradition sowohl als Gebrauchsgegenstand als auch als gestaltete textile Fläche verstanden. Das Grundgewebe bietet den technischen Rahmen, in den die einzelnen Knoten eingearbeitet werden. Die Musterung entsteht während dieses Arbeitsprozesses. Dadurch sind Material, Konstruktion und Gestaltung unmittelbar miteinander verbunden.
Bei der Herstellung wird ein Entwurf in eine Folge einzelner Arbeitsschritte übertragen. Der Knüpfer oder die Knüpferin arbeitet dabei nach einer festgelegten Musterordnung und setzt die Knoten in die vorbereitete Struktur. Die Dichte der Knoten beeinflusst, wie fein Linien und Ornamente ausgearbeitet werden können. Eine sorgfältige Ausführung verlangt Aufmerksamkeit über die gesamte Fläche hinweg. Die Handarbeit ist deshalb ein wesentlicher Teil der Tradition, nicht nur ein technisches Detail.
Kashan steht außerdem für eine Kultur, in der überlieferte Entwürfe mit handwerklicher Erfahrung verbunden werden. Die Muster können floral, geometrisch oder aus einer Verbindung beider Formen aufgebaut sein. Wiederholungen, Symmetrie und klar begrenzte Bereiche helfen dabei, eine zusammenhängende Komposition zu schaffen. Die Teppichkunst der Stadt ist dadurch in der persischen Kulturgeschichte verankert und bleibt zugleich eine praktische Form textiler Gestaltung.
Die Bezeichnung Kashan verweist auf die Stadt und die mit ihr verbundene Gestaltungstradition. Die Bezeichnung Perserteppich verweist auf den iranischen beziehungsweise persischen Ursprung. Zusammen beschreiben diese Begriffe den kulturellen und handwerklichen Rahmen dieses Teppichtyps. Seine Herstellung beruht auf einer überlieferten Verbindung aus sorgfältiger Knüpfarbeit, regionaler Musterkenntnis und einer auf die gesamte Fläche abgestimmten Komposition.
Design und Muster
Mit Kashan Teppichen werden häufig florale Arrangements und stilisierte geometrische Formen verbunden. Florale Motive können als Blüten, Blätter, Ranken oder miteinander verbundene Ornamente erscheinen. Geometrische Elemente schaffen klare Linien, abgegrenzte Formen und eine erkennbare Ordnung. Die beiden Formensprachen lassen sich innerhalb eines Entwurfs miteinander verbinden. So entsteht ein Wechsel zwischen organisch wirkenden Pflanzenmotiven und strukturierten geometrischen Bereichen.
Eine traditionelle Teppichkomposition wird häufig in ein Mittelfeld und umlaufende Bordüren gegliedert. Das Mittelfeld trägt den wesentlichen Entwurf, während die Bordüren den äußeren Abschluss bilden und die Fläche rahmen. Andere Entwürfe arbeiten mit wiederkehrenden Motiven, die über die gesamte Oberfläche verteilt sind. Entscheidend ist in beiden Fällen die bewusste Anordnung der Formen. Abstände, Wiederholungen und Symmetrien bestimmen den Rhythmus der Zeichnung.
Die florale Ornamentik persischer Teppiche ist keine naturgetreue Abbildung. Blüten, Blätter und Ranken werden stilisiert, vereinfacht und in die Geometrie der Gesamtfläche eingepasst. Linien können Motive miteinander verbinden oder einzelne Bereiche voneinander trennen. Geometrische Formen geben den Pflanzenornamenten Halt und sorgen für eine klare Lesbarkeit. Die Mustertradition beruht damit auf einer Verbindung aus dekorativer Zeichnung und systematischer Flächenaufteilung.
Für diesen Teppich wird eine kirschrote Farbgebung genannt. Außerdem wird eine Farbpalette aus satten Rottönen, tiefem Blau und goldenen Akzenten beschrieben. Farben übernehmen dabei mehrere Aufgaben. Sie können einzelne Ornamente hervorheben, den Verlauf von Bordüren betonen und unterschiedliche Bereiche des Entwurfs voneinander absetzen. Die Wirkung eines persischen Teppichmusters entsteht deshalb aus dem Zusammenspiel von Linie, Ornament, Wiederholung und Farbe.
Die symbolische Ebene der persischen Mustertradition verbindet florale und geometrische Motive häufig mit Vorstellungen von Glück, Frieden und Wohlstand. Diese Bedeutungen gehören zur kulturellen Einordnung der Ornamentik. Sie sind Teil der überlieferten Bildsprache, ohne die praktische Funktion des Teppichs als Bodenbelag aufzuheben. Ein Kashan Entwurf kann dadurch zugleich dekorativ geordnet und kulturell bedeutungsvoll gelesen werden.
Die Farb- und Mustertradition ermöglicht eine Gestaltung, die mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbunden werden kann. Dabei bleibt die regionale Herkunft in der Anordnung der Motive und in der klassischen persischen Formensprache erkennbar. Das Design wird nicht durch ein einzelnes Ornament bestimmt, sondern durch die Beziehung zwischen Feld, Bordüren, floralen Elementen, geometrischen Formen und der abgestimmten Farbpalette.
Besonderheiten
Die handgeknüpfte Herstellung ist eine zentrale Besonderheit dieses Teppichs. Die Technik verlangt Geschicklichkeit, Geduld und Hingabe. Jeder Knoten wird von Hand gesetzt, wodurch die Herstellung unmittelbar mit der Arbeit der knüpfenden Person verbunden ist. Die Kunst des Teppichknüpfens wird über Generationen weitergegeben und ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Kashan.
Der Flor aus 100% Schurwolle wird als langlebig und unempfindlich gegenüber Abnutzung beschrieben. Schurwolle ist von Natur aus schmutzabweisend und kann gereinigt werden, ohne dass die Qualität des Teppichs beeinträchtigt wird. Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet und befindet sich in neuem Zustand. Sein Gewicht beträgt 24 kg.
FAQ
Wie reinige ich den Kashan Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, Schmutz und Staub aus dem Flor zu entfernen. Bei Flecken kann ein feuchter Lappen mit milder Seifenlauge verwendet werden. Die Behandlung sollte gezielt und schonend erfolgen. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich ein Fachmann, der auf Teppichreinigung spezialisiert ist. Eine professionelle Reinigung berücksichtigt die handgeknüpfte Verarbeitung und den Flor aus Schurwolle. So lässt sich der Teppich sachgerecht behandeln, ohne die textile Oberfläche unnötig zu beanspruchen.
Kann der Kashan Perserteppich in beheizten Räumen verwendet werden?
Ja, der Kashan Perserteppich ist für beheizte Räume geeignet und kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Der Flor aus Schurwolle sorgt für eine angenehme Wärme und trägt zu einem gemütlichen Raumklima bei. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht verblassen. Für die Nutzung auf einer Fußbodenheizung ist außerdem eine fachgerechte Verlegung wichtig. Die Eignung bezieht sich auf den Einsatz in Verbindung mit einem entsprechend ausgestatteten Boden.
Welches Zubehör benötige ich für den Teppich?
Eine rutschfeste Unterlage ist empfehlenswert. Sie sorgt für einen sicheren Stand des Teppichs und schützt den Boden darunter. Gleichzeitig kann sie den Teppich selbst vor zusätzlichem Verschleiß bewahren. Eine passende Unterlage unterstützt damit die sichere Nutzung im Alltag und trägt dazu bei, die Lebensdauer des handgeknüpften Kashan Perserteppichs zu verlängern. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn der Teppich auf einem glatten Boden liegt oder regelmäßig betreten wird.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















