








Perserteppich Kashan 350 x 245 cm Wolle handgeknüpft
1891$
Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 350 x 245 cm | Muster: Floralmotiv mit Medaillon | Zustand: Sehr gut, neuwertig
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Beschreibung
Kashan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Die klare Materialangabe beschreibt den Aufbau des Teppichs: Die Schurwolle bildet die sichtbare und begehbare Oberfläche, während die Baumwolle als Kettmaterial die Grundlage der Knüpfarbeit bildet. Eine Florhöhe von etwa 10 mm ist ebenfalls angegeben. Dadurch besitzt der Teppich eine wahrnehmbare, zugleich alltagstaugliche Florstruktur.
Mit 350.000 Knoten pro Quadratmeter weist der Teppich eine hohe Knotendichte auf. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die gespannte Kette eingearbeitet. Anschließend werden die Schussfäden eingelegt und die Knotenreihen verdichtet. Dieses Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von maschineller Herstellung, da die Fertigung Schritt für Schritt am Knüpfstuhl erfolgt. Die dichte Ausführung unterstützt eine genaue Darstellung von Linien, Blüten und der zentralen Medaillonordnung.
Schurwolle wird bei Orientteppichen wegen ihrer belastbaren Faser und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. Sie kann Farbe gut aufnehmen und verleiht einem Flor eine matte, natürliche Tiefe. Die Baumwollkette sorgt für eine gleichmäßige Basis, auf der die Knoten befestigt werden. Bei einem handgeknüpften Teppich sind Material, Knotendichte und Florhöhe gemeinsam für Griff, Oberfläche und Erscheinungsbild verantwortlich. Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet.
Der Zustand ist als sehr gut und neuwertig bezeichnet. Sein Alter wird mit 15 bis 20 Jahren angegeben. Damit verbindet der Teppich eine traditionelle Fertigungsweise mit einem Erhaltungszustand, der nur geringe Gebrauchsspuren erwarten lässt. Eine sachgerechte Nutzung und regelmäßige, schonende Pflege tragen dazu bei, die Wolloberfläche und die Bindung langfristig zu erhalten.
Herkunft und Tradition
Kashan gehört zu den bekannten Teppichzentren Persiens und liegt im Iran. Die Stadt und ihre Umgebung verfügen über eine lange Tradition der Teppichherstellung, die bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückreicht. Kashan-Teppiche stehen in der persischen Knüpfgeschichte für eine ausgearbeitete Entwurfskultur, in der zentrale Kompositionen, florale Ornamente und ausgewogene Bordüren miteinander verbunden werden. Die Bezeichnung Kashan verweist dabei auf eine regionale Teppichtradition und nicht lediglich auf eine Farbgebung.
Die persische Teppichkunst entwickelte sich in unterschiedlichen Städten und Regionen zu jeweils eigenen Gestaltungsformen. In Kashan wurde die Herstellung von Teppichen über Generationen weitergegeben. Entwürfe wurden überarbeitet, Motive verfeinert und Farbkombinationen an die jeweilige Komposition angepasst. Die Handarbeit verlangt dabei nicht nur Geduld, sondern auch ein genaues Verständnis von Proportion, Knotenzählung und Farbverteilung. Ein gezeichneter Entwurf kann als Orientierung dienen, doch die eigentliche Umsetzung entsteht Knoten für Knoten am Webstuhl.
Historisch sind Kashan-Teppiche eng mit der persischen Ornamenttradition verbunden. Florale Ranken, Blätter, Blüten und Palmetten werden häufig in ein geordnetes Feld eingefügt. Ein Medaillon kann als optischer Mittelpunkt dienen und die übrigen Motive um sich herum strukturieren. Die Bordüre fasst die Innenfläche ein und schafft einen Übergang zwischen dem zentralen Muster und dem Rand. Diese klare Gliederung macht den Kashan-Typ in der persischen Teppichkunde gut erkennbar.
Die Region ist außerdem für Farbstellungen bekannt, in denen kräftige und zurückhaltende Töne miteinander ausbalanciert werden. Für diesen Teppich ist Beige als Grundfarbe angegeben. Beige und erdige Nuancen gehören zu einer Farbwelt, die sich in unterschiedliche Raumkonzepte einfügen lässt. Allgemein wurden in der persischen Färbetradition sowohl pflanzliche als auch andere dauerhaft haltbare Farbstoffe eingesetzt. Entscheidend ist nicht nur der einzelne Farbton, sondern sein Verhältnis zu Konturen, Ornamenten und der umgebenden Bordüre.
Teppiche aus Kashan können unterschiedliche Kompositionen zeigen. Neben floralen Medaillonmustern gibt es auch durchgehend gemusterte Entwürfe, Gebetsmotive und strengere ornamentale Anordnungen. Gemeinsame Merkmale liegen häufig in der sorgfältigen Ordnung des Musters und in der Betonung einer harmonischen Gesamtfläche. Die regionale Tradition ist daher nicht auf ein einziges Motiv beschränkt. Sie umfasst vielmehr ein Spektrum persischer Entwürfe, die durch handwerkliche Präzision und eine strukturierte Ornamentik geprägt sind.
Die Knüpftechnik bewahrt dabei eine Verbindung zwischen kultureller Überlieferung und praktischer Herstellung. Jede Knotenreihe entsteht in direkter Handarbeit. Unterschiede in der Spannung der Kette, in der Wollfaser oder in der individuellen Ausführung gehören zum Charakter handgeknüpfter Teppiche. Die hohe Knotendichte dieses Stücks ermöglicht eine differenzierte Wiedergabe kleiner Formen. Seine Herkunft aus Persien und seine Zuordnung zu Kashan ordnen ihn in eine traditionsreiche iranische Teppichlandschaft ein.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Floralmotiv mit Medaillon beschrieben. Damit verbindet die Gestaltung zwei klassische Elemente persischer Teppiche: eine von Pflanzenformen geprägte Ornamentik und einen zentralen Mittelpunkt. Das Medaillon gibt dem Innenfeld eine erkennbare Achse. Florale Ranken und weitere Naturformen können sich darum gruppieren und den Blick vom Zentrum zu den Seiten führen. Die Komposition bleibt dadurch als zusammenhängende Fläche lesbar.
Die Grundfarbe Beige bestimmt den ersten Eindruck der Gestaltung. Beige gehört zu den neutralen Farbbereichen und kann mit hellen sowie dunkleren Einfassungen kombiniert werden. In einem persischen Muster übernimmt ein heller Grund nicht nur eine dekorative Funktion. Er lässt Konturen und einzelne Ornamente deutlicher hervortreten und gibt dem Innenfeld optische Ruhe. Erdtöne können die floralen Formen miteinander verbinden, ohne die Struktur des Medaillons aufzulösen.
Florale Motive beruhen in der persischen Teppichkunst auf stilisierten Darstellungen von Blüten, Blättern, Ranken und Palmetten. Sie sind keine naturgetreue Abbildung eines einzelnen Gartens, sondern eine ornamentale Sprache. Formen werden wiederholt, gespiegelt, rhythmisch angeordnet oder entlang gebogener Linien geführt. So entsteht ein Muster, das zugleich organisch und geordnet wirkt. Die Linienführung kann den Blick über das gesamte Feld leiten und die zentrale Anordnung mit den Randzonen verbinden.
Ein Medaillonmuster arbeitet meist mit einem deutlichen Zentrum und einer darauf bezogenen Umgebung. Je nach Entwurf kann das Medaillon rund, oval, gezackt oder aus miteinander verbundenen Ornamenten aufgebaut sein. Für dieses Stück ist nur das Vorhandensein eines Medaillons mit floraler Gestaltung angegeben; eine genauere geometrische Form wird nicht behauptet. Fest steht, dass die Musteridee auf einer zentralen Gliederung beruht und mit pflanzlichen Ornamenten verbunden ist.
Die Bordüre übernimmt bei solchen Entwürfen eine ordnende Aufgabe. Sie rahmt das Innenfeld und schafft einen visuellen Abschluss. Hauptbordüre und schmalere Nebenbordüren können durch unterschiedliche Linien oder wiederkehrende Kleinstmotive voneinander getrennt sein. Welche konkrete Bordürenzeichnung dieses Stück besitzt, ist nicht angegeben. Allgemein trägt die Rahmung dazu bei, das Medaillonfeld als eigenständige Komposition zu fassen und die rechteckige Teppichform mit dem Muster zu verbinden.
Die feine Auflösung eines floralen Entwurfs hängt eng mit der Knüpfung zusammen. Bei einer hohen Knotendichte lassen sich kleine Blüten, schmale Ranken und differenzierte Konturen genauer ausführen als bei einer groben Konstruktion. Das Muster entsteht dennoch nicht allein durch die Knotenzahl. Ebenso wichtig sind der Entwurf, die Auswahl der Farben und die sorgfältige Ausrichtung der Reihen. Bei diesem Teppich treffen die dichte Handknüpfung, die wollene Floroberfläche und die florale Medaillonkomposition aufeinander.
In der Raumwirkung kann ein beiger Kashan mit Medaillon eine Verbindung zwischen klassischer persischer Ornamentik und zurückhaltender Farbgestaltung herstellen. Diese Aussage beschreibt die Wirkung der genannten Gestaltungselemente, nicht eine bestimmte Einrichtung. Der Teppich kann in einem hellen Raum ebenso gelesen werden wie in einer Umgebung mit natürlichen Materialien. Maßgeblich bleiben seine beige Farbgebung, das florale Muster und die zentrale Medaillonstruktur.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die angegebene Knotendichte von 350.000 Knoten pro Quadratmeter und die Florhöhe von etwa 10 mm. Diese Daten beschreiben die Konstruktion und die Oberflächenwirkung des Stücks, ohne seine Gestaltung von den genannten Merkmalen zu trennen.
Der Zustand wird als sehr gut und neuwertig ausgewiesen. Das Alter beträgt 15 bis 20 Jahre. Außerdem ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet. Bei der Nutzung auf beheizten Böden sind eine fachgerechte Verlegung, eine ebene Unterlage und eine angemessene Raumtemperatur sinnvoll. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden; stärkere Verschmutzungen können durch eine geeignete Teppichreinigung behandelt werden.
Die Kombination aus persischer Herkunft, Kashan-Zuordnung, hoher Knotendichte und floralem Medaillon macht die Eigenschaften dieses Einzelstücks klar nachvollziehbar. Angaben zu einer Signatur, zu einer besonderen Provenienz oder zu einer Wertsteigerung liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
FAQ
Wie sollte ich diesen Perserteppich pflegen?
Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürste entfernt losen Schmutz, ohne die Wollfasern unnötig zu beanspruchen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden, damit die Farbwirkung gleichmäßig bleibt. Bei größeren Flecken ist ein spezieller Teppichreiniger oder eine professionelle Reinigung sinnvoll. Reiben, Durchnässen und aggressive Haushaltsreiniger können die Oberfläche und die Farben belasten. Eine geeignete Unterlage kann den Teppich zusätzlich stabilisieren und vor starkem Verrutschen schützen.
Wo finde ich gute Orientteppiche?
Orientteppiche werden unter anderem in spezialisierten Teppichgeschäften, auf Kunst- und Antiquitätenmessen sowie direkt bei Kunsthandwerkern in Ländern mit langer Knüpftradition angeboten. Beim Kauf sind nachvollziehbare Angaben zu Herkunft, Material, Technik, Knotendichte und Zustand wichtig. Qualitätssiegel und Zertifikate können zusätzliche Informationen zur Authentizität liefern, sollten aber inhaltlich geprüft werden. Bei einem Einzelstück ist außerdem eine genaue Beschreibung der Ausführung hilfreicher als eine pauschale Bezeichnung.
Was sind typische Merkmale eines Kashan-Teppichs?
Kashan-Teppiche sind häufig durch feine florale Entwürfe, eine geordnete Komposition und Medaillonmotive geprägt. Natürliche und erdige Farbbereiche kommen in der regionalen Gestaltung vor, wobei einzelne Stücke unterschiedlich gefärbt sein können. Eine dichte Knüpfung unterstützt die Wiedergabe komplexer Ornamente. Traditionell werden für Kashan-Teppiche Wolle und teilweise auch andere Materialien verwendet; bei diesem Stück besteht der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Typisch für die Musterwelt sind Übergänge zwischen floralen, geometrischen und medaillonbezogenen Formen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
















