






Perserteppich Kashan 222 x 136 cm Wolle handgeknüpft
2624$
Handgeknüpfter Kashan Perserteppich | Knotendichte: 350.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 222 x 136 cm | Muster: Florales Medaillon | Zustand: Perfekt, unbenutzt
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Beschreibung
Kashan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kashan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus hundert Prozent Schurwolle, die Kette aus hundert Prozent Baumwolle. Der Flor bildet die sichtbare Oberfläche des Teppichs, während die Kette das tragende Grundgerüst für die eingeknüpften Reihen bildet. Die Kombination aus Wollflor und Baumwollkette ist in der persischen Teppichherstellung verbreitet, weil sie die Eigenschaften beider Materialien miteinander verbindet. Wolle eignet sich für eine strapazierbare, griffige Oberfläche, Baumwolle für eine gleichmäßige und formstabile Grundlage.
Die Knotendichte beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die Kette eingearbeitet. Die Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, anschließend wird die Reihe verdichtet und der Flor in die entstehende Fläche eingebunden. So entsteht das Muster nicht durch einen nachträglichen Druck, sondern durch die Anordnung der farbigen Florfäden innerhalb der Konstruktion. Eine höhere Knotendichte kann bei der Gestaltung feinere Konturen und kleinere ornamentale Einzelheiten ermöglichen. Sie ist deshalb ein technisches Merkmal, das eng mit der Lesbarkeit eines Teppichmusters verbunden ist.
Die Florhöhe wird mit etwa acht Millimetern angegeben. Schurwolle besitzt natürliche Elastizität und kann sich nach einer Belastung teilweise wieder aufrichten. Ihre Oberfläche fühlt sich anders an als eine synthetische Faser und nimmt Farbstoffe auf eine für Wollteppiche typische Weise auf. Die Baumwollkette liegt überwiegend im Inneren der Konstruktion und hält die geknüpften Reihen zusammen. Bei einem handgeknüpften Teppich sind Material, Knoten und Muster daher nicht voneinander getrennt, sondern bilden gemeinsam den Aufbau der Oberfläche.
Herkunft und Tradition
Kashan liegt im zentralen Iran und zählt zu den bekannten Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt befindet sich am Übergang zwischen der zentraliranischen Hochebene und den trockenen Landschaften des Landes. Ihre Geschichte ist von Handel, städtischem Handwerk und Textilproduktion geprägt. In der Teppichkunde bezeichnet Kashan deshalb sowohl einen Herkunftsort als auch eine eigenständige regionale Gestaltungstradition.
Die textile Geschichte Kashans reicht weit zurück. In Persien entwickelten sich Weberei, Stickerei und Teppichknüpferei in Verbindung mit höfischen, religiösen und städtischen Kunstformen. Ornamente wurden aus Buchmalerei, Architektur und anderen Textilien übernommen, verändert und an die jeweilige Technik angepasst. Kashan wurde im Laufe der Zeit zu einem Ort, an dem solche Formen in Werkstätten weitergeführt und zu geordneten Teppichkompositionen ausgearbeitet wurden. Die Bezeichnung Kashan verweist somit auf einen gewachsenen Formenschatz und nicht lediglich auf eine moderne Handelsklassifikation.
Nach dem Rückgang vieler klassischer Hofwerkstätten spielten regionale Städte eine wichtige Rolle bei der Bewahrung persischer Knüpftechniken. Kashan gewann im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert erneut Bedeutung als Produktionsort. Werkstätten fertigten Teppiche für unterschiedliche Märkte und verbanden überlieferte Zeichnungen mit den Anforderungen des zeitgenössischen Handels. Dabei blieben die Grundprinzipien der Handarbeit erhalten: Die Kette wurde vorbereitet, der Flor Knoten für Knoten aufgebaut und das Muster während des Knüpfens in die Fläche übertragen.
Mit Kashan werden häufig klar gegliederte Innenfelder, zentrale Medaillons, florale Ranken und umlaufende Bordüren verbunden. Diese Merkmale beschreiben die allgemeine Sprache der Kashan-Tradition und nicht automatisch jedes Detail eines einzelnen Teppichs. Ein klassischer Aufbau kann aus einem Innenfeld, vier Eckzwickeln und einer oder mehreren Bordüren bestehen. Die einzelnen Zonen werden so aufeinander bezogen, dass das Zentrum erkennbar bleibt und die Randbereiche die Komposition abschließen.
Die urbane Werkstatttradition unterscheidet sich von regionalen Nomadenmustern vor allem durch die geplante Zeichnung und die häufig komplexe Gliederung der Ornamente. In einer Werkstatt konnten Entwürfe, Vorlagen und erlernte Musterkenntnisse über längere Zeit weitergegeben werden. Knüpferinnen und Knüpfer mussten die Zeichnung in Knoten umsetzen und dabei Proportion, Wiederholung und Symmetrie berücksichtigen. Die technische Ausführung war deshalb ebenso wichtig wie die Auswahl des Motivs.
Persische Teppiche werden in der Fachkunde durch das Zusammenspiel von Herkunft, Material, Knüpftechnik und Gestaltung verstanden. Kashan steht in diesem Zusammenhang für eine zentraliranische, städtische Tradition mit kontrollierter Ornamentik. Die regionale Bezeichnung erklärt, in welchem kulturellen und handwerklichen Umfeld ein bestimmter Formenschatz entstanden ist. Sie bedeutet nicht, dass alle Kashan-Teppiche identisch aussehen. Vielmehr gehören unterschiedliche Entwürfe zu einer gemeinsamen historischen und technischen Entwicklung.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als florales Medaillon bezeichnet. Ein Medaillon ist in der persischen Teppichgestaltung ein zentrales Motiv, das den Schwerpunkt des Innenfeldes bildet. Es kann als runde, ovale, längliche oder mehrfach gegliederte Form erscheinen. Bei einem floralen Medaillon wird die zentrale Gestalt durch Blüten, Blätter, Ranken oder andere pflanzliche Ornamente geprägt. Die genaue Farbverteilung und die individuelle Zeichnung dieses Teppichs sind nicht näher beschrieben und werden daher nicht ergänzt.
Das Medaillon schafft eine erkennbare Mitte und ordnet die übrige Fläche um diesen Schwerpunkt herum. In vielen persischen Entwürfen stehen die seitlichen Bereiche, die Eckzwickel und die Bordüre in einem Verhältnis zum Zentrum. Die Ränder können die Bewegung der Ranken aufnehmen oder die zentrale Form durch einen ruhigen Rahmen hervorheben. Bei Kashan-Kompositionen wird häufig auf Ausgewogenheit, Wiederholung und eine kontrollierte Verteilung der floralen Elemente geachtet. Das sind allgemeine Eigenschaften der Tradition, keine zusätzlichen Angaben zu einzelnen Details dieses Stücks.
Florale Ornamente sind in der persischen Kunst meist stilisiert und nicht als botanisch genaue Abbildungen gedacht. Eine Blüte wird auf charakteristische Linien reduziert, Blätter werden rhythmisch wiederholt und Ranken verbinden voneinander entfernte Motive. Durch diese Abstraktion können pflanzliche Formen in ein rechteckiges Feld eingepasst werden. Die Zeichnung folgt dabei den Bedingungen des Materials und der Knüpftechnik. Gerade Linien, geschwungene Konturen und kleine Füllmotive müssen so angeordnet werden, dass sie sich in den Knotenreihen ausführen lassen.
Das Medaillonprinzip findet sich auch in anderen Bereichen der persischen Kunst, etwa in der Buchmalerei, in architektonischen Ornamenten und in textilen Entwürfen. Im Teppich wird es auf eine horizontale Fläche übertragen. Deshalb muss die Gestaltung nicht nur einen Mittelpunkt, sondern auch die Übergänge zu den Ecken und zu den Längsseiten lösen. Ein ausgewogenes Muster vermittelt zwischen der zentralen Form und dem äußeren Abschluss. Florale Elemente können diese Verbindung herstellen, indem sie das Zentrum rahmen oder die Fläche zwischen Medaillon und Bordüre beleben.
Bei einem handgeknüpften Teppich wird die Zeichnung durch einzelne Knoten aufgebaut. Eine Kontur entsteht aus vielen nebeneinanderliegenden und übereinanderliegenden Farbpunkten. Die Knotendichte beeinflusst, wie fein solche Konturen wiedergegeben werden können. Kleine Blüten, schmale Blätter und geschwungene Linien erfordern eine genaue Umsetzung der Vorlage. Das Muster ist daher ein Teil der technischen Struktur und keine unabhängig aufgebrachte Dekoration. Die sichtbare Wirkung hängt mit dem Garn, der Knotenverteilung, der Florhöhe und der Bearbeitung der Oberfläche zusammen.
Die Bezeichnung florales Medaillon beschreibt den grundsätzlichen Aufbau, nicht jede einzelne botanische Form. In der persischen Mustertradition können Pflanzenmotive symbolisch, ornamental oder rein kompositorisch eingesetzt werden. Ihre Aufgabe besteht häufig darin, die Fläche zu gliedern, Übergänge zu schaffen und den Blick zwischen Zentrum und Rand zu führen. Die Kombination aus einem geordneten Mittelpunkt und stilisierten Pflanzenformen gehört zu den wiederkehrenden Prinzipien persischer Teppichgestaltung.
Besonderheiten
Der Teppich wird als perfekt und unbenutzt beschrieben. Damit ist für dieses Stück ein ungebrauchter Zustand angegeben. Außerdem wird es als für Fußbodenheizung geeignet bezeichnet. Bei der Nutzung auf einer Fußbodenheizung sollte der Teppich plan liegen, damit keine Stolperstellen entstehen. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung und eine Pflege, die auf die Eigenschaften von Wolle abgestimmt ist, gehören zu den allgemeinen praktischen Bedingungen für einen solchen Einsatz.
Das Alter wird mit fünfzehn bis zwanzig Jahren angegeben. Zusammen mit der Herkunft Persien, der Einordnung als Kashan Perserteppich, der handgeknüpften Verarbeitung, dem Schurwollflor, der Baumwollkette und dem floralen Medaillon ergibt sich das beschriebene Profil dieses Stücks. Angaben zu einer Signatur, zu einer bestimmten Werkstatt, zu einzelnen Farben oder zu Restaurierungsarbeiten liegen nicht vor und werden nicht ergänzt.
FAQ
Was zeichnet einen Kashan Perserteppich aus?
Kashan bezeichnet eine persische Teppichtradition aus der gleichnamigen Stadt im zentralen Iran. Mit ihr werden häufig klar organisierte Innenfelder, florale Ornamente, zentrale Medaillons und umlaufende Bordüren verbunden. Die Tradition entstand in einem städtischen Werkstattumfeld, in dem Zeichnungen, Knüpfkenntnisse und textile Techniken über längere Zeit weitergegeben wurden. Kashan ist deshalb sowohl eine regionale Herkunftsbezeichnung als auch ein Hinweis auf eine bestimmte Art, ein Teppichfeld zu gliedern. Bei diesem Teppich wird ein florales Medaillon genannt. Er ist handgeknüpft, der Flor besteht aus hundert Prozent Schurwolle und die Kette aus hundert Prozent Baumwolle.
Was bedeutet ein florales Medaillon?
Ein florales Medaillon ist ein zentrales Teppichmotiv, das mit stilisierten Pflanzenformen verbunden ist. Das Medaillon bildet den Mittelpunkt des Innenfeldes. Blüten, Blätter und Ranken können seine Kontur betonen, den Mittelpunkt umgeben oder von ihm ausgehend in die Fläche führen. In der persischen Ornamentik werden solche Formen meist rhythmisch vereinfacht und an die rechteckige Teppichfläche angepasst. Das Motiv verbindet dadurch eine klare zentrale Ordnung mit einer dekorativen, pflanzlich geprägten Zeichnung. Für diesen Kashan Teppich ist die Musterart als florales Medaillon angegeben; konkrete Farben oder einzelne Pflanzenarten sind nicht benannt.
Wie ist dieser Teppich verarbeitet?
Der Teppich ist handgeknüpft. Die einzelnen Florfäden werden in die Kette eingearbeitet und Reihe für Reihe zu einer zusammenhängenden Oberfläche verdichtet. Als Material ist für den Flor hundert Prozent Schurwolle angegeben, für die Kette hundert Prozent Baumwolle. Die Knotendichte beträgt 350.000 Knoten pro Quadratmeter, die Florhöhe etwa acht Millimeter. Der Teppich wird als perfekt und unbenutzt beschrieben und als für Fußbodenheizung geeignet bezeichnet. Diese Angaben beschreiben Material, Aufbau, Zustand und vorgesehene Nutzung, ohne weitere Eigenschaften zu ergänzen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |















