
















Perserteppich Kaschan 350 x 270 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$923$Aktueller Preis ist: 923$
Handgeknüpfter Kaschan Perserteppich | Knotendichte: ca. 250.000-300.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 350 x 270 cm | Muster: Lachak-Toranj Kaschan Medaillon | Zustand: Sehr gut mit normalen Gebrauchsspuren, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000370
Beschreibung
Kaschan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kaschan Perserteppich ist handgeknüpft. Bei dieser traditionellen Technik wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Anschließend werden die Knotenreihen verdichtet und der Flor gleichmäßig ausgearbeitet. Auf diese Weise entsteht ein textiles Gewebe, dessen Muster nicht aufgedruckt oder maschinell eingeprägt ist, sondern aus der Anordnung der einzelnen Knoten hervorgeht. Die handwerkliche Herstellung verlangt Zeit, Erfahrung und eine sorgfältige Führung des Musters über die gesamte Fläche.
Der Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Wolle wird bei orientalischen Teppichen traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich elastischen Faser verwendet. Sie kann die für den täglichen Gebrauch typische Beanspruchung aufnehmen und vermittelt eine griffige, textile Oberfläche. Baumwolle wird als Kettenmaterial eingesetzt, weil sie ein stabiles Gerüst für die Einbindung der Knoten bildet. Bei diesem Stück verbindet sich damit ein Wollflor mit einer Baumwollkette.
Die angegebene Knotendichte liegt bei ca. 250.000-300.000 Knoten/qm. Eine solche Angabe beschreibt, wie dicht die einzelnen Knoten innerhalb einer Fläche gesetzt wurden. Mit zunehmender Dichte können geschwungene Linien, Medaillonformen und kleinere Musterpartien differenziert ausgearbeitet werden. Die Knotendichte ist jedoch immer gemeinsam mit der Qualität der Wolle, der Gleichmäßigkeit der Ausführung und der Gestaltung des Musters zu betrachten. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht die Wirkung des Designs aus dem Zusammenspiel dieser handwerklichen Faktoren.
Die Ausführung als handgeknüpfter Teppich macht die Arbeitsweise sichtbar, die hinter einem orientalischen Teppich steht. Kette, Schuss und Flor bilden dabei unterschiedliche Bestandteile des Gewebes, die gemeinsam für Stabilität und Musterbildung sorgen. Die Wolle im Flor nimmt die Farbgestaltung auf, während die Baumwollkette die Grundlage für die Knotenreihen bildet. Der Teppich ist professionell gewaschen und kann dadurch sauber in den Wohnbereich integriert werden.
Herkunft und Tradition
Kaschan zählt zu den bekannten Teppichzentren Irans. Die Stadt liegt im zentralen Iran und ist seit langer Zeit mit der Herstellung fein gestalteter Perserteppiche verbunden. In Kaschan entwickelte sich eine eigenständige Teppichtradition, in der ein klar aufgebautes Zentrum, florale Ornamente und eine sorgfältige Ausarbeitung häufig miteinander verbunden werden. Der Name Kaschan bezeichnet dabei eine gewachsene Herkunfts- und Gestaltungstradition innerhalb der persischen Teppichkunst.
Die Teppichherstellung in Kaschan steht in einer langen kulturellen Geschichte. Persische Teppiche wurden nicht nur als Gebrauchsgegenstände gefertigt, sondern auch als textile Formen, in denen Zeichnung, Farbe und handwerkliche Ordnung zusammenwirken. Werkstätten überlieferten Musteraufbauten und Arbeitsweisen über Generationen hinweg. Dabei konnten bekannte Entwürfe weitergeführt, an örtliche Vorlieben angepasst und in ihrer Detailzeichnung neu interpretiert werden. Die Tradition ist deshalb nicht auf ein einziges unveränderliches Muster beschränkt, sondern umfasst verschiedene Formen der Ornamentik.
Charakteristisch für viele Kaschan-Teppiche ist die Verbindung einer geordneten Gesamtkomposition mit einer reichen Binnenzeichnung. Ein zentrales Medaillon kann die Fläche gliedern, während Ranken, Blüten und weitere Ornamente den Übergang zum Feld und zur Bordüre vermitteln. Diese Struktur schafft eine lesbare Mitte, ohne dass die übrigen Musterbereiche unabhängig voneinander wirken. Die einzelnen Elemente werden so angelegt, dass sie sich über die Fläche fortsetzen und einen zusammenhängenden dekorativen Rhythmus ergeben.
Die persische Knüpftradition beruht auf der präzisen Übertragung eines Entwurfs in Knoten, Farben und Reihen. Das Muster wird nicht als flache Grafik auf das fertige Gewebe aufgebracht. Stattdessen entsteht es während des Knüpfens Schritt für Schritt. Die Knüpferinnen und Knüpfer müssen dabei die Abfolge der Farben, die Konturen der Ornamente und die Proportionen der Komposition beachten. Gerade bei einem Medaillonmuster ist die Abstimmung zwischen Mittelpunkt, seitlichen Partien und umlaufender Rahmung entscheidend für den Gesamteindruck.
Kaschan-Teppiche werden häufig mit floralen Formen und fein gegliederten Ornamenten verbunden. Solche Motive greifen auf die Bildsprache persischer Garten- und Pflanzenornamentik zurück, ohne eine konkrete natürliche Ansicht abzubilden. Ranken können als verbindende Linien dienen, Blüten als Akzente erscheinen und symmetrische Anordnungen der Fläche Ordnung geben. In der persischen Kunst stehen diese Formen zugleich für eine Vorliebe für ausgewogene Proportionen, Wiederholung und rhythmische Gestaltung.
Die handwerkliche Tradition zeigt sich auch in der Beziehung zwischen Material und Entwurf. Wolle lässt sich in unterschiedlichen Farbtönen verarbeiten und kann sowohl flächige Partien als auch kleinteilige Konturen tragen. Die Dichte der Knoten beeinflusst, wie fein ein Muster gegliedert werden kann. So sind Herkunft, Technik und Dekor nicht voneinander getrennte Eigenschaften: Sie bilden gemeinsam die Grundlage dafür, wie ein Kaschan-Teppich gestaltet und wahrgenommen wird.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als Lachak-Toranj Kaschan Medaillon bezeichnet. Der Begriff Toranj steht in der persischen Teppichgestaltung für ein Medaillon, das als bestimmendes Zentrum der Komposition angelegt ist. Lachak bezeichnet die von den Ecken ausgehenden beziehungsweise auf die Ecken bezogenen Eckzwickel. Zusammen beschreiben diese Begriffe einen Musteraufbau, bei dem die zentrale Form und die vier Eckbereiche aufeinander abgestimmt sind.
Ein Medaillon gibt einem Teppich eine klare innere Ordnung. Es lenkt den Blick auf die Mitte und schafft zugleich einen Bezug zu den seitlichen und äußeren Musterzonen. Die Eckmotive ergänzen die zentrale Form, indem sie deren Linien und Proportionen aufnehmen. Dadurch entsteht keine zufällige Verteilung einzelner Ornamente, sondern eine Komposition mit einer deutlich erkennbaren Achse. Das Lachak-Toranj-Prinzip gehört zu den klassischen Strukturformen der persischen Teppichgestaltung.
Die Kaschan-Ausprägung dieses Musters verbindet die Medaillonordnung mit einer detailreichen ornamentalen Zeichnung. In der Tradition solcher Entwürfe werden florale und geometrisch geordnete Elemente häufig miteinander kombiniert. Ranken können die Fläche zwischen Medaillon und Bordüre füllen, während Blüten und Blattformen den Konturen Lebendigkeit geben. Geometrische Bezüge sorgen gleichzeitig für Ausrichtung und Wiederholung. So entsteht ein Wechsel zwischen klarer Ordnung und fein ausgearbeiteter Verzierung.
Die Farbgestaltung wird in der Beschreibung als farbenfroh und von tiefen Rottönen, sanften Blautönen und erdigen Tönen geprägt dargestellt. Diese Farbgruppen können im Zentrum, in den Eckzwickeln und in den Rahmungen unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Tiefe Rottöne geben einer Fläche visuelles Gewicht, Blautöne setzen kühlere Gegenpunkte, und erdige Töne verbinden die einzelnen Bereiche miteinander. Entscheidend ist dabei nicht nur die einzelne Farbe, sondern ihre Verteilung über das gesamte Muster.
Florale Motive und geschwungene Linien erzeugen innerhalb eines Medaillonentwurfs einen fließenden Rhythmus. Sie führen von der Mitte zu den Randbereichen und können den Übergang zwischen Feld und Bordüre begleiten. Wiederkehrende Formen schaffen Verbindungen zwischen den einzelnen Partien. Gleichzeitig bleibt die zentrale Medaillonform als Orientierungspunkt erhalten. Diese Balance aus Mittelpunkt, Eckornamenten und umlaufender Zeichnung erklärt die anhaltende Bedeutung solcher Muster in der persischen Teppichkunst.
Ein klassischer Medaillonteppich lässt sich in unterschiedliche Einrichtungsumgebungen einordnen, weil seine Gestaltung auf einer klaren Grundstruktur beruht. Der ornamentale Reichtum verweist auf die persische Tradition, während die symmetrische Anlage für visuelle Ruhe sorgt. Die Muster werden beim Betrachten aus der Nähe über ihre Details und aus größerer Entfernung über ihre Gesamtordnung wahrgenommen. Der Lachak-Toranj-Aufbau verbindet daher kleinteilige Zeichnung mit einer gut lesbaren Komposition.
Bei handgeknüpften Mustern entstehen Konturen aus einzelnen Knoten und nicht aus vollkommen gleichförmigen industriellen Drucklinien. Das verleiht der Zeichnung ihre textile Eigenart. Kleine Unterschiede in der Handarbeit gehören zur Herstellung solcher Teppiche und stehen im Zusammenhang mit der Übertragung des Entwurfs in das Gewebe. Das Design bleibt dabei durch die wiederkehrenden Formen, die zentrale Anlage und die farbliche Gliederung eindeutig erkennbar.
Besonderheiten
Der Teppich wird als semi-antik bezeichnet. Diese Bezeichnung verweist auf einen älteren Charakter, ohne eine genaue Jahreszahl oder ein bestimmtes Herstellungsdatum anzugeben. Sein Zustand ist sehr gut mit normalen Gebrauchsspuren. Die Gebrauchsspuren gehören zum beschriebenen Zustand und stehen zugleich für die Nutzung, die ein Teppich im Laufe seiner Zeit erfahren hat. Sie sind nicht mit einer schweren Beschädigung gleichzusetzen.
Das Stück wurde professionell gewaschen. Eine fachgerechte Wäsche ist bei einem handgeknüpften Teppich eine eigenständige Behandlung, bei der Material, Flor und Färbung berücksichtigt werden müssen. Sie unterscheidet sich von einer einfachen Reinigung im Haushalt. Für die weitere Pflege empfiehlt sich ein schonender Umgang, damit die Wolle und die handgeknüpfte Struktur erhalten bleiben. Bei stärkeren Verschmutzungen sollte erneut eine professionelle Teppichreinigung gewählt werden.
Die Kombination aus Kaschan-Herkunft, Lachak-Toranj-Medaillon, Wollflor und Baumwollkette fasst die wesentlichen Merkmale dieses Einzelstücks zusammen. Der Teppich trägt dabei sowohl die ornamentale Ordnung eines klassischen persischen Entwurfs als auch die Spuren seiner bisherigen Nutzung. Da jeder handgeknüpfte Teppich einzeln gefertigt wird, bilden Material, Muster, Ausführung und Erhaltungszustand bei diesem Stück eine nicht wiederholbare Verbindung.
FAQ
Wie pflege ich einen handgeknüpften Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen auf der niedrigsten Stufe hilft, losen Schmutz und Staub aus dem Flor zu entfernen. Die Düse sollte ohne harte Bürsten arbeiten und nicht ruckartig über Fransen oder empfindliche Kanten gezogen werden. Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst rasch mit einem feuchten Tuch aufgenommen werden. Dabei ist es sinnvoll, nicht stark zu reiben, weil Reiben die Fasern beanspruchen und einen Fleck tiefer in das Gewebe drücken kann. Für eine gründliche Behandlung oder bei stärkerer Verschmutzung ist eine professionelle Reinigung die passende Lösung.
Bei diesem Teppich ist eine professionelle Wäsche bereits erfolgt. Trotzdem sollte er vor anhaltender Feuchtigkeit, aggressiven Reinigungsmitteln und unnötiger mechanischer Belastung geschützt werden. Eine regelmäßige, vorsichtige Pflege unterstützt den guten Zustand und berücksichtigt die handgeknüpfte Struktur des Teppichs.
Woran lässt sich die Qualität eines Perserteppichs erkennen?
Zur Beurteilung gehören mehrere Merkmale. Die Knotendichte gibt Hinweise darauf, wie fein ein Muster aus dem Gewebe herausgearbeitet werden kann. Ebenso wichtig sind die verwendeten Materialien, die Gleichmäßigkeit der Knüpfung, die Klarheit der Konturen und die sorgfältige Ausführung der Gesamtkomposition. Bei diesem Stück bestehen Flor und Kette aus unterschiedlichen, ausdrücklich genannten Materialien: Der Flor ist aus Wolle, die Kette aus Baumwolle gefertigt.
Eine hohe Knotendichte allein ist kein vollständiges Qualitätsurteil. Auch die Beschaffenheit der Wolle, die Stabilität des Grundgewebes und der Erhaltungszustand müssen berücksichtigt werden. Bei einem gebrauchten Teppich kommen normale Gebrauchsspuren als Teil seiner Geschichte hinzu. Die fachgerechte Betrachtung verbindet deshalb technische Merkmale wie die Knüpfung mit Material, Muster und Zustand.
Sind handgeknüpfte Teppiche nachhaltig?
Handgeknüpfte Teppiche können über lange Zeit genutzt werden, weil ihre Herstellung auf einem stabilen Grundgewebe und einer einzeln ausgeführten Knotenstruktur beruht. Bei diesem Teppich besteht der Flor aus Wolle und die Kette aus Baumwolle, also aus Materialien, die in der traditionellen Teppichherstellung vielfach verwendet werden. Eine lange Nutzungsdauer reduziert den Bedarf an einem schnellen Austausch und ist ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Nutzung.
Nachhaltigkeit umfasst außerdem die Pflege und Reparaturfähigkeit eines Teppichs. Ein schonender Umgang, rechtzeitige fachkundige Reinigung und die Beachtung des Materials können dazu beitragen, seine Nutzungsdauer zu verlängern. Handgeknüpfte Teppiche stehen zudem für überlieferte Fertigkeiten, bei denen das textile Stück nicht in einem kurzen industriellen Produktionsschritt entsteht, sondern durch wiederholte handwerkliche Arbeit aufgebaut wird.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








