













Perserteppich Isfahan ca. 340x250cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 9941$2024$Aktueller Preis ist: 2024$
Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: ca. 200.000-250.000 Knoten/qm | Material: Flor Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: ca. 340x250cm | Muster: Lachak-Toranj Medaillon im Abbasi-Muster | Zustand: frisch gewaschen, mit Mottenschutz, Patina am Flor, keine Löcher und keine Risse
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000214
Beschreibung
Isfahan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser antike Perserteppich aus Isfahan besteht im Flor aus Schurwolle. Die Wolle bildet die sichtbare und belastbare Oberfläche des Teppichs. Schurwolle wird für handgeknüpfte Teppiche wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer angenehmen Haptik verwendet. In diesem Stück erscheinen die Farben als Naturfarben. Dadurch gehört die Farbgebung unmittelbar zur überlieferten Material- und Verarbeitungstradition persischer Teppiche.
Als Grund trägt der Teppich Baumwolle. Das handgemachte Garn wurde auf diesem Baumwollgrund verarbeitet. Die Verbindung von Wollflor, handgemachtem Garn und Baumwollgrund beschreibt den Aufbau dieses Teppichs, ohne die Materialien miteinander zu verwechseln: Die Schurwolle liegt im Flor, während Baumwolle den Grund bildet. Diese Konstruktion verbindet eine textile Oberfläche mit einem stabilen Träger.
Die Knüpftechnik wird als Azeri-Doppelknüpfung bezeichnet. Sie war in der damaligen Zeit nicht die einheitliche Knüpfung wie heute. Bei einer Doppelknüpfung werden die Knoten so in die Grundstruktur eingebunden, dass eine geschlossene, tragfähige textile Fläche entsteht. Die handwerkliche Ausführung verlangt eine kontrollierte Spannung von Kette, Schuss und Garn sowie eine gleichmäßige Folge der Knoten.
Handgeknüpfte Teppiche entstehen nicht in einem einzigen Arbeitsgang. Das Muster wird schrittweise aus einzelnen Knoten aufgebaut, während die Grundstruktur die Form des späteren Designs hält. Die angegebene Azeri-Doppelknüpfung gehört damit zu den wesentlichen Verarbeitungseigenschaften dieses Teppichs. Zusammen mit dem handgemachten Garn und dem Baumwollgrund erklärt sie den strukturellen Charakter des Stücks, ohne über seinen konkret sichtbaren Zustand hinauszugehen.
Herkunft und Tradition
Isfahan zählt zu den bedeutenden Zentren der persischen Teppichkunst. Die Stadt ist für eine ausgeprägte Werkstatttradition bekannt, in der Entwurf, Zeichnung und sorgfältige Ausführung eng miteinander verbunden sind. Persische Teppiche aus Isfahan werden häufig über ihre klare Komposition, die kontrollierte Linienführung und die Verbindung von zentraler Ordnung mit floralen Einzelmotiven verstanden. Herkunft bezeichnet dabei nicht nur einen Ort, sondern auch ein kulturelles Umfeld des Entwerfens und Knüpfens.
Die Teppichtradition Persiens entwickelte Muster nicht unabhängig von ihrer Herstellung. Ein Entwurf musste in eine Knotensprache übertragen werden, die Konturen, Blüten, Blätter und Medaillons präzise wiedergeben konnte. In den Werkstätten wurden hierfür Vorlagen und überlieferte Gestaltungsregeln genutzt. Der Knüpfer setzte die Bildordnung Knoten für Knoten um. So entstand ein textiles Bild, dessen Wirkung aus dem Zusammenspiel von Grund, Flor, Farbe und rhythmischer Wiederholung hervorgeht.
Die Azeri-Doppelknüpfung verweist auf eine besondere handwerkliche Ausprägung innerhalb dieser persischen Tradition. Sie war in der damaligen Zeit nicht die einheitliche Knüpfung wie heute. Gerade deshalb ist die Technik als Verarbeitungshinweis wichtig: Sie beschreibt, wie die Knoten in die Grundstruktur eingebunden wurden, und nicht, welches Motiv im Feld zu sehen ist. Die Bezeichnung Azeri-Doppelknüpfung ergänzt somit die Herkunftsangabe Isfahan, ersetzt sie aber nicht.
Isfahanische Teppiche stehen in einer langen Geschichte städtischer Textilproduktion. In diesem Umfeld wurden florale Formen, Medaillonaufteilungen und symmetrische Kompositionen zu einer eigenständigen Bildsprache verbunden. Die Orientierung an einer Mittelachse und die sorgfältige Verteilung der Ornamente schaffen eine lesbare Ordnung. Gleichzeitig bleibt die handwerkliche Arbeit sichtbar, weil die Gestaltung aus vielen einzelnen Knoten und Farbübergängen aufgebaut ist.
Die persische Teppichkunst ist außerdem von der Weitergabe von Mustern über Generationen geprägt. Ein Muster kann in unterschiedlichen Werkstätten aufgenommen, verändert und an die jeweilige Knüpfweise angepasst werden. Deshalb sind Bezeichnungen wie Lachak-Toranj oder Abbasi zunächst Beschreibungen der Gestaltung. Sie geben Auskunft über die Bildordnung und die ornamentale Tradition, nicht automatisch über den Herstellungsort. Bei diesem Teppich ist Isfahan als Herkunft genannt, während Lachak-Toranj und Abbasi das Design beschreiben.
Die Verwendung von Naturfarben gehört ebenfalls in den Zusammenhang traditioneller persischer Textilgestaltung. Natürliche Farbstoffe wurden aus pflanzlichen, mineralischen oder anderen natürlichen Ausgangsstoffen gewonnen und nach überlieferten Verfahren eingesetzt. Ihre Wirkung hängt von der Vorbereitung des Garns, dem Färbevorgang und der späteren Nutzung ab. Hier werden Naturfarben als Material- und Farbangabe dieses Teppichs ausdrücklich genannt.
Design und Muster
Das zentrale Motiv ist ein Lachak-Toranj-Medaillon. Lachak und Toranj bezeichnen in der persischen Ornamentik eine Komposition, bei der ein Medaillon im Zentrum von Eck- oder Randformen begleitet werden kann. Das Medaillon bündelt die Aufmerksamkeit und gibt dem gesamten Entwurf eine klare Achse. Seine Funktion ist daher nicht nur dekorativ: Es organisiert die Fläche und schafft eine Verbindung zwischen Zentrum, Feld und umlaufender Gestaltung.
Der Entwurf wird zusätzlich als Abbasi-Muster bezeichnet. Abbasi-Motive gehören zur klassischen persischen Formensprache und sind durch florale Ornamente geprägt. Blüten, Ranken und Blattformen können ineinandergreifen und den Übergang zwischen einzelnen Bildzonen vermitteln. In einer Medaillonkomposition ergänzen solche Formen die geometrische Ordnung durch organische Linien. So entsteht ein Muster, das Symmetrie und pflanzliche Bewegung miteinander verbindet.
Die Bezeichnung Lachak-Toranj beschreibt die Anordnung des Medaillons, während Abbasi die ornamentale Ausarbeitung näher bestimmt. Beide Angaben sind deshalb gemeinsam zu lesen. Das Medaillon bildet den kompositorischen Mittelpunkt, die floralen Abbasi-Elemente bereichern seine Umgebung und führen die Gestaltung in die angrenzenden Flächen weiter. Die Wirkung des Musters entsteht aus dieser Verbindung von zentraler Form, Wiederholung und ausgewogenem Verhältnis der Ornamente.
Bei persischen Medaillonteppichen spielt die Symmetrie eine wichtige Rolle. Sie erleichtert die Orientierung im Muster und sorgt dafür, dass die Seiten aufeinander bezogen bleiben. Zugleich wird eine solche Ordnung nicht allein durch grobe Flächen erzeugt. Kleine Blüten, Blätter und Linien müssen in den Entwurf eingepasst werden, damit die Komposition trotz ihrer Detailfülle geschlossen bleibt. Die handgeknüpfte Umsetzung überträgt diese Zeichnung in eine textile Oberfläche.
Florale Muster in der persischen Kunst sind nicht als naturgetreue botanische Abbildungen zu verstehen. Sie werden stilisiert, rhythmisiert und an die Geometrie des Teppichs angepasst. Eine Ranke kann eine Fläche verbinden, eine Blüte kann einen Blickpunkt markieren, und ein Blatt kann die Richtung einer Linie aufnehmen. Das Abbasi-Muster nutzt diese ornamentale Sprache, um die zentrale Medaillonordnung zu ergänzen, ohne die klare Struktur des Entwurfs aufzulösen.
Die Naturfarben unterstützen die textile Wirkung des Designs, ohne dass ihnen hier bestimmte Farbtöne zugeschrieben werden. Sicher ist, dass der Teppich mit Naturfarben gefertigt wurde und dass die Musterbezeichnung seine Bildordnung als Lachak-Toranj-Medaillon im Abbasi-Muster festlegt. Die Kombination aus zentralem Medaillon und floraler Ornamentik gehört zu den wiedererkennbaren Gestaltungsmitteln persischer Teppiche aus der Isfahaner Tradition.
Besonderheiten
Der Teppich ist antik und zeigt Patina am Flor. Diese Patina gehört zu seiner sichtbaren Geschichte und bezeichnet die durch Gebrauch und Zeit geprägte Oberfläche. Sie wird ausdrücklich als Eigenschaft des Flors genannt. Gleichzeitig wurde der Teppich frisch gewaschen und mit Mottenschutz behandelt. Damit sind sowohl sein aktueller Pflegezustand als auch eine Schutzbehandlung dokumentiert.
Es gibt keine Löcher und keine Risse. Diese Angaben beziehen sich auf die erhaltene Substanz des Teppichs und ergänzen die Beschreibung der Patina. Die Oberfläche trägt also sichtbare Altersspuren, während die genannten Beschädigungen nicht vorhanden sind. Weitere Aussagen zum Zustand werden nicht hinzugefügt. Die Naturfarben, das handgemachte Garn und die Azeri-Doppelknüpfung gehören zu den ausdrücklich genannten Merkmalen dieses Einzelstücks.
FAQ
Woher stammt der Perserteppich?
Der Teppich stammt aus Isfahan in Persien. Isfahan ist als Herkunft des Stücks genannt. Die Bezeichnung Lachak-Toranj und das Abbasi-Muster beschreiben dagegen die Gestaltung und sind keine zusätzliche Herkunftsangabe. Die Verarbeitung wird als Azeri-Doppelknüpfung bezeichnet.
Welche Materialien wurden verwendet?
Der Flor besteht aus Schurwolle und ist mit Naturfarben gefärbt. Verarbeitet wurde handgemachtes Garn auf Baumwolle. Damit sind sowohl das Material der sichtbaren Oberfläche als auch der Baumwollgrund benannt. Die Materialangaben beziehen sich auf dieses handgeknüpfte Einzelstück.
Wie ist der Zustand des Teppichs?
Der antike Teppich wurde frisch gewaschen und mit Mottenschutz behandelt. Am Flor ist Patina vorhanden. Zugleich weist das Stück keine Löcher und keine Risse auf. Die Patina ist daher als sichtbare Altersspur beschrieben, während die ausdrücklich genannten Schäden nicht vorhanden sind.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








