








Perserteppich Isfahan 150 x 90 cm Kaschmir handgeknüpft
1323$
Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: 700.000 Knoten/m² | Material: Kaschmir, Wolle, Baumwolle | Größe: 150 x 90 cm | Muster: Elegant und traditionell, warmes Alt Rot | Zustand: gebraucht
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Beschreibung
Isfahan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Isfahan Perserteppich besteht aus Kaschmir, Wolle und Baumwolle. Die Kombination dieser Materialien gehört zu einer textilen Ausführung, bei der unterschiedliche Fasereigenschaften zusammenwirken. Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen, elastischen und angenehm warmen Oberfläche verwendet. Kaschmir steht für eine feine textile Faser, während Baumwolle in der Teppichherstellung häufig für tragende und stabile Gewebestrukturen eingesetzt wird. Für diesen Teppich sind Kaschmir, Wolle und Baumwolle als Materialien angegeben.
Die Herstellung als handgeknüpfter Teppich bedeutet, dass die Knoten einzeln von Hand in die vorbereitete Grundstruktur eingearbeitet werden. Der Knüpfer orientiert sich dabei an einem Entwurf und baut das Muster Reihe für Reihe auf. Anders als bei maschinell gefertigten Bodenbelägen entsteht so eine textile Fläche, deren Details aus vielen einzelnen Arbeitsschritten hervorgehen. Die Handarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der persischen Teppichtradition und prägt sowohl die Konstruktion als auch die individuelle Ausführung eines jeden Stücks.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 700.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotenzahl erlaubt grundsätzlich eine feinere Darstellung von Konturen, kleinen Blüten, Ranken, Bordüren und geometrischen Übergängen. Sie ist deshalb ein wichtiger technischer Hinweis auf die Feinheit einer Knüpfarbeit. Die Knotendichte allein beschreibt jedoch nicht jedes Qualitätsmerkmal eines Teppichs; auch Faser, Bindung, Farbgebung, Entwurf und die sorgfältige Ausführung der einzelnen Reihen gehören zur technischen Betrachtung.
Der Flor ist mit 5 mm angegeben. Der Flor bezeichnet die sichtbare, aufrecht stehende Oberfläche aus den eingearbeiteten Fasern. Seine Höhe beeinflusst, wie sich ein Teppich unter den Füßen anfühlt und wie deutlich die Struktur der Oberfläche wahrgenommen wird. Bei einem handgeknüpften Teppich stehen Flor, Knoten und Grundgewebe in einem direkten Zusammenhang. Die angegebene Florhöhe ist daher eine konkrete technische Information über die Ausführung dieses Stücks.
Herkunft und Tradition
Dieser Teppich ist ein Perserteppich aus Isfahan, auch Esfahan genannt, und gehört damit zur iranischen Tradition der Teppichknüpferei. Iranische Teppiche werden in zahlreichen Regionen hergestellt. Jede dieser Regionen entwickelte im Lauf der Zeit eigene Vorlieben für Entwurf, Farbstellung, Ornament, Knüpftechnik und Proportion. Die Herkunftsbezeichnung Isfahan verweist auf eine Stadt und ein kulturelles Umfeld, das für eine ausgearbeitete textile Gestaltung bekannt ist.
Isfahan war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum iranischer Kultur. Besonders während der Safawidenzeit gewann die Stadt als politischer, religiöser und künstlerischer Mittelpunkt an Bedeutung. In dieser Zeit wurden Teppiche für Höfe, repräsentative Räume und wohlhabende Auftraggeber gefertigt. Zeichner entwickelten Entwürfe, die von spezialisierten Werkstätten in geknüpfte Flächen übertragen wurden. Aus dieser Verbindung von Planung und manueller Ausführung entstand eine Tradition, in der Symmetrie, ausgewogene Flächenaufteilung und eine sorgfältige Zeichnung einen hohen Stellenwert besitzen.
Die Isfahaner Teppichkunst wird häufig mit fein gezeichneten floralen Kompositionen, zentralen Medaillons, geschwungenen Ranken und klar aufgebauten Bordüren verbunden. Diese Merkmale bilden keine starre Vorschrift für jedes einzelne Stück. Vielmehr beschreiben sie einen regionalen Formenschatz, aus dem Werkstätten und Entwerfer unterschiedliche Varianten entwickelten. Auch die Wahl der Farben kann sich stark unterscheiden. Helle, kontrastreiche oder gedämpfte Farbtöne werden je nach Entwurf miteinander verbunden und geben dem jeweiligen Teppich seine eigene Wirkung.
Die iranische Knüpftradition beruht auf umfangreichem praktischem Wissen. Dazu gehören das Vorbereiten der Kette, das Einsetzen der Knoten, das Führen der Schüsse, das regelmäßige Verdichten der Reihen und das genaue Lesen eines Entwurfs. Bei fein geknüpften Teppichen müssen kleine Farb- und Formwechsel über viele Reihen hinweg kontrolliert umgesetzt werden. Die Arbeit verlangt deshalb Geduld, Erfahrung und ein gutes Verständnis für die Beziehung zwischen Zeichnung und Gewebe.
In vielen Werkstätten wurde dieses Wissen innerhalb von Familien oder über längere Lehrverhältnisse weitergegeben. Ein Teppich entsteht nicht in einem einzigen Arbeitsschritt, sondern aus einer Folge wiederholter Handgriffe. Knoten, Schuss und Kette bilden gemeinsam die textile Struktur; die sichtbare Zeichnung entwickelt sich aus ihrer regelmäßigen Verbindung. Diese Herstellungsweise erklärt, weshalb handgeknüpfte Perserteppiche als Zeugnisse einer lebendigen Handwerkstradition gelten. Sie verbinden eine praktische Nutzung mit regionaler Kulturgeschichte.
Isfahan steht dabei für eine städtische Werkstatttradition, in der Entwurf und Ausführung eng aufeinander abgestimmt werden. Die Muster können von historischen Vorbildern, floralen Studien, architektonischen Formen oder geometrischen Ordnungen beeinflusst sein. Über Generationen veränderten sich Farben, Materialien und stilistische Vorlieben, während die grundlegende Technik des Handknüpfens erhalten blieb. Der zeitliche Rahmen dieses Teppichs liegt im späten 20. Jahrhundert, also in einer Phase, in der traditionelle iranische Muster weiterhin für Wohnräume und den internationalen Handel gefertigt wurden.
Design und Muster
Das Design dieses Teppichs wird als elegant und traditionell beschrieben. Als prägende Farbe ist warmes Alt Rot angegeben. Die Bezeichnung Alt Rot weist auf einen gedämpften, gereiften Rotton hin. Im Unterschied zu einem sehr leuchtenden Rot wirkt eine solche Farbgebung ruhiger und stärker in die Gesamtkomposition eingebunden. Rote Grundflächen haben in der persischen Teppichkunst eine lange Tradition, weil sie Ornamente deutlich tragen und einem Raum eine warme farbliche Basis geben können.
Die Gestaltung persischer Teppiche beruht häufig auf einer klaren Ordnung der Fläche. Ein Innenfeld wird von einer oder mehreren Bordüren begleitet, während kleinere Nebenbordüren den Übergang zwischen den Bereichen vermitteln. Florale Ornamente können aus Blüten, Blättern, Stängeln und Ranken bestehen. Geometrische Elemente schaffen Wiederholung, Rhythmus und Abgrenzung. Ein Medaillon kann den Mittelpunkt bilden, während eine durchgehende Musterung die Fläche gleichmäßig ausfüllt. Welche dieser Möglichkeiten verwendet wird, hängt vom jeweiligen Entwurf und der Werkstatt ab.
Isfahaner Entwürfe sind für eine sorgfältige Zeichnung und eine oft ausgewogene Symmetrie bekannt. Symmetrie kann Ruhe und Ordnung erzeugen, während geschwungene Linien eine fließende Bewegung in die Fläche bringen. Kleine Details werden durch abgestufte Farbtöne und präzise Konturen voneinander unterschieden. Die hohe Knotendichte unterstützt bei solchen Gestaltungsweisen grundsätzlich die Wiedergabe feiner Linien. Sie ermöglicht es, Übergänge differenziert anzulegen, ohne dass die Musterbereiche zwangsläufig grob wirken.
Ornamente erfüllen in der persischen Teppichkunst mehrere Aufgaben. Sie schmücken die Fläche, gliedern den Raum und bestimmen die Blickführung. Eine Bordüre rahmt das Innenfeld und verleiht ihm einen Abschluss. Wiederkehrende Blätter oder Blüten können eine Verbindung zwischen verschiedenen Bereichen herstellen. Geometrische Formen geben dem Entwurf ein Maß und eine erkennbare Ordnung. Die Bedeutung einzelner Motive kann historisch, religiös, botanisch oder rein dekorativ geprägt sein; nicht jedes Ornament besitzt eine einheitliche oder eindeutig festgelegte Symbolik.
Die Farbe warmes Alt Rot wirkt in diesem Zusammenhang als verbindendes Element. Sie kann größere Flächen zusammenhalten und zugleich als Hintergrund für kontrastierende Konturen dienen. Gedämpfte Farbtöne lassen Muster häufig geschlossen und traditionell erscheinen, während fein gesetzte Farbwechsel die Zeichnung differenzieren. Die Stilbeschreibung elegant und traditionell ordnet das Erscheinungsbild in eine klassische persische Formensprache ein. Sie bezeichnet die gestalterische Richtung dieses Teppichs, ohne ein nicht ausdrücklich genanntes Einzelmotiv festzulegen.
Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Design aus der materiellen Struktur selbst. Jeder Knoten ist Teil der Zeichnung und trägt zur Form von Linien, Flächen und Ornamenten bei. Dadurch können kleine Abweichungen in der manuellen Ausführung sichtbar bleiben. Sie sind ein typisches Ergebnis der handwerklichen Herstellung und unterscheiden einen handgeknüpften Teppich von einer vollständig maschinell reproduzierten Oberfläche. Das Zusammenspiel von Farbe, Flor, Knotendichte und regionaler Formensprache bildet den gestalterischen Charakter dieses Isfahan Perserteppichs.
Besonderheiten
Der Teppich ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Diese Eigenschaft verbindet seine traditionelle handgeknüpfte Herstellung mit einer modernen Haustechnik. Bei einer Fußbodenheizung wird Wärme über die Bodenfläche abgegeben; ein geeigneter Teppich kann dabei als textiler Belag über dem Heizsystem genutzt werden. Die angegebene Eignung macht den Teppich für Wohnsituationen interessant, in denen klassische Teppichkunst und zeitgemäße Raumtechnik zusammenkommen.
Das Stück stammt aus dem späten 20. Jahrhundert und wird dem Zeitraum von 1970 bis 1999 zugeordnet. Sein Zustand ist als gebraucht angegeben. Diese Einordnung bezieht sich auf den konkreten Teppich und sollte bei der Verwendung und Pflege berücksichtigt werden. Als handgeknüpftes Einzelstück ist er nicht mit einem industriell identischen Serienprodukt gleichzusetzen. Die manuelle Anordnung der Knoten verleiht jedem Stück eine eigene Ausführung.
Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen empfohlen. Frische Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Für eine gründliche Reinigung ist eine Fachreinigung empfehlenswert. Eine vorsichtige Behandlung ist besonders bei handgeknüpften Teppichen sinnvoll, weil Flor, Farben und Gewebestruktur gemeinsam die Oberfläche bilden. Die Pflegeempfehlungen unterstützen eine sachgerechte Nutzung, ohne den gebrauchten Zustand des Teppichs zu verändern.
FAQ
Wie pflege ich diesen Perserteppich richtig?
Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit lose Verschmutzungen nicht dauerhaft in der Oberfläche verbleiben. Frische Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch aufgenommen. Starkes Reiben sollte vermieden werden, da es den Flor und die textile Oberfläche unnötig beanspruchen kann. Für eine gründliche Reinigung wird eine Fachreinigung empfohlen. Da dieser Teppich handgeknüpft ist und sich in gebrauchtem Zustand befindet, ist eine behutsame und materialschonende Pflege angemessen.
Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?
Ja. Dieser Perserteppich ist für die Nutzung in Räumen mit Fußbodenheizung geeignet. Die angegebene Materialkombination und die handwerkliche Verarbeitung lassen eine Verwendung über einem solchen Heizsystem zu. So kann die traditionelle Knüpftechnik mit einer modernen Form der Raumbeheizung verbunden werden. Die Eignung für Fußbodenheizung ergänzt die beschriebenen Eigenschaften des Teppichs und ändert nichts an seiner iranischen Herkunft, seiner Isfahan-Bezeichnung oder seiner handgeknüpften Ausführung.
Woher stammt der Perserteppich?
Der Teppich stammt aus Iran und ist als Isfahan beziehungsweise Esfahan Perserteppich bezeichnet. Isfahan gehört zu den bekannten Zentren iranischer Teppichkunst und besitzt eine lange Tradition in der Gestaltung und Herstellung handgeknüpfter Teppiche. Perserteppiche werden in verschiedenen iranischen Regionen gefertigt, deren Muster, Farben und Knüpftechniken sich unterscheiden. Für dieses Stück sind Isfahan als Herkunftsbezeichnung, das späte 20. Jahrhundert als zeitliche Einordnung sowie eine elegante und traditionelle Gestaltung angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
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| Material |
















