Perserteppich Hamedan 223 x 112 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 994$Aktueller Preis ist: 320$

Handgeknüpfter Hamedan Perserteppich | Knotendichte: 160000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 223 x 112 cm | Muster: Symmetrischer Fisch in seltener Farbe | Zustand: Sehr gut, Patina an den Fransen, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000359

Beschreibung

Hamedan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamedan Perserteppich ist handgeknüpft. Der Flor besteht zu 100% aus Wolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurden. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zu den überlieferten Grundlagen vieler handgeknüpfter Perserteppiche: Die Kette bildet das tragende Gerüst des Teppichs, und der Wollflor bestimmt die sichtbare Oberfläche. Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer natürlichen Elastizität und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Sie kann die gebundenen Knoten kompakt aufnehmen und ergibt eine Oberfläche, die bei entsprechender Pflege dauerhaft genutzt werden kann.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 160000/Qm. Jeder handgeknüpfte Teppich entsteht Knoten für Knoten auf dem Webstuhl. Die Arbeit verlangt eine gleichmäßige Spannung der Kette, eine sorgfältige Führung der Schussfäden und eine kontrollierte Ausrichtung des Flors. Anders als bei industriell gefertigten Bodenbelägen wird das Muster beim Knüpfen schrittweise aufgebaut. Kleine Arbeitsabschnitte werden wiederholt geprüft, damit Konturen, Flächen und Farbwechsel in der vorgesehenen Ordnung erscheinen.

Bei einem Hamedan-Teppich verbindet sich die Wolloberfläche mit einer Baumwollkette zu einer klar aufgebauten, handwerklich gefertigten Konstruktion. Die Materialangaben beziehen sich auf den Flor und die Kette dieses Stücks. Seine Ausführung zeigt die traditionelle Arbeitstechnik des Knüpfens und nicht die Herstellung eines maschinell reproduzierten Teppichs. Der Charakter der Oberfläche wird durch die Wolle, die Knotung und die handwerkliche Bearbeitung bestimmt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hamedan in Persien. Hamedan gehört zu den traditionsreichen Teppichregionen des Landes und ist zugleich ein historisch bedeutender Ort im westlichen Persien. Die Stadt liegt in einer Region, in der städtische Werkstätten, dörfliche Webtraditionen und die Bedürfnisse eines weitläufigen Umlands miteinander verbunden waren. Diese Mischung hat eine vielseitige Teppichkultur entstehen lassen, in der praktische Gebrauchseigenschaften und eine ausgearbeitete Ornamentik nebeneinanderstehen.

Hamedan-Teppiche werden mit einer regionalen Handwerkstradition verbunden, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Das Wissen umfasst den Aufbau des Webstuhls, die Vorbereitung der Kette, die Auswahl und Verarbeitung der Wolle, das Lesen von Musterfolgen und die abschließende Behandlung der Oberfläche. Ein Muster wird dabei nicht einfach auf eine fertige Fläche gedruckt. Es wächst während des Knüpfens aus einer Folge einzelner Entscheidungen. Die Knüpferinnen und Knüpfer müssen Proportionen, Wiederholungen und Farbverhältnisse während der Arbeit im Blick behalten.

Die Geschichte Hamedans reicht weit über die Teppichherstellung hinaus. Als alte Stadt und regionales Zentrum war Hamedan ein Ort des Handels und des kulturellen Austauschs. Waren, Materialien, Ideen und Gestaltungselemente konnten über Verkehrswege zwischen verschiedenen Orten zirkulieren. In der Teppilchkunst zeigt sich dieser Austausch in der Vielfalt möglicher Grundrisse und Motive. Hamedan wird deshalb nicht nur mit einer einzigen starren Zeichensprache verbunden. Regionale Teppiche können geometrisch gegliedert sein, Blütenformen aufnehmen oder stärker an stilisierten Naturmotiven orientiert sein.

Die handwerkliche Herstellung steht im Mittelpunkt dieser Tradition. In einer geknüpften Arbeit werden Material und Gestaltung nicht getrennt voneinander produziert. Die Wolle wird zum sichtbaren Flor, die Baumwolle hält die Grundstruktur, und die Knoten setzen das geplante Motiv Abschnitt für Abschnitt um. Diese Arbeitsweise erklärt, warum ein handgeknüpfter Hamedan-Teppich als textiles Kulturgut und zugleich als Gebrauchsgegenstand verstanden werden kann. Seine Herkunft verweist auf Hamedan, seine Ausführung auf die überlieferte persische Knüpftechnik.

Hamedan-Teppiche sind in unterschiedlichen Formaten und mit unterschiedlichen Musterordnungen bekannt. Dazu gehören kleinere, längliche Teppiche ebenso wie größere Stücke für Räume. Die regionale Tradition ist dadurch an verschiedene Wohnsituationen und Nutzungsbereiche angepasst. Auch die Farbwirkung kann variieren. Häufig werden warme und erdige Farbbereiche mit regionalen Teppichen in Verbindung gebracht, doch die konkrete Farbwahl bleibt vom jeweiligen Entwurf und von der Arbeit der Werkstatt abhängig. Bei diesem Stück ist das Fischmotiv ausdrücklich als symmetrisch und die Farbe als selten bezeichnet.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als symmetrischer Fisch beschrieben. Das Fischmotiv gehört zu den stilisierten Bildzeichen, die in der orientalischen und persischen Ornamentik auf unterschiedliche Weise erscheinen können. Es muss dabei nicht als naturalistische Darstellung eines Tieres gelesen werden. In der Teppichzeichnung wird ein Motiv vereinfacht, rhythmisiert und in eine Fläche eingefügt. Linien, Haken, Gegenformen und Wiederholungen können die Grundidee eines Fisches aufnehmen, ohne eine naturgetreue Abbildung anzustreben.

Die Symmetrie gibt dem Muster eine erkennbare Ordnung. Entsprechende Formen können sich an einer Achse spiegeln oder in ausgewogenen Paaren angeordnet sein. Dadurch entsteht ein kontrollierter Aufbau, bei dem die beiden Seiten des Motivs aufeinander reagieren. Symmetrische Ornamentik wird in der Teppichgestaltung häufig genutzt, um eine Fläche zu gliedern und dem Auge einen klaren Bezugspunkt zu geben. Das Motiv bleibt dabei Teil eines größeren Gesamtentwurfs: Einzelne Formen können sich wiederholen, ineinandergreifen oder durch Zwischenräume voneinander getrennt werden.

In der persischen Mustertradition stehen Fischformen oft für eine stilisierte Naturbeobachtung. Je nach Region und Entwurf können solche Zeichen mit Wasser, Bewegung, Fruchtbarkeit oder einem lebendigen Gartenbild verbunden werden. Diese allgemeine Symbolik beschreibt die kulturelle Sprache des Motivs und nicht eine zusätzliche Aussage über die konkrete Geschichte dieses Teppichs. Entscheidend ist hier, dass der vorliegende Entwurf als symmetrischer Fisch ausgeführt ist und seine Farbwirkung als selten bezeichnet wird.

Hamedan-Teppiche können eine breite Palette an Musterideen zeigen. Geometrische Formen, Blüten, Ranken und abstrahierte Naturmotive gehören zum überlieferten Formenschatz. Geometrische Zeichnungen schaffen klare Begrenzungen und wiederkehrende Rhythmen. Florale Elemente lockern eine Fläche auf und können in Bordüren, Feldern oder kleinen Streumotiven auftreten. Bei einem Fischmotiv wird die Naturform in eine textile Ordnung übertragen. Gerade diese Verbindung von erkennbarer Anregung und stilisierter Geometrie ist für viele orientalische Muster charakteristisch.

Farben wirken in einem Teppich nicht isoliert, sondern im Verhältnis zu benachbarten Flächen. Ein warmer Farbton kann durch einen dunkleren Rand gefasst, durch helle Akzente belebt oder in mehreren Abstufungen wiederholt werden. Die Bezeichnung „seltene Farbe“ weist bei diesem Stück auf eine ungewöhnliche Farbwirkung des Musters hin. Sie wird hier nicht durch eine erfundene Farbliste konkretisiert. So bleibt die Beschreibung bei dem, was für diesen Teppich benannt ist, und erklärt zugleich, wie Farbe und Ornament in der persischen Teppichkunst zusammenarbeiten.

Besonderheiten

Der Zustand dieses Teppichs wird als sehr gut angegeben. An den Fransen ist eine minimale Patina vorhanden; die Bilder zeigen diesen Bereich. Patina bezeichnet in diesem Zusammenhang sichtbare Spuren an einem gebrauchten Textil und ist nicht mit einem allgemeinen Hinweis auf Schäden gleichzusetzen. Die Fransen gehören konstruktiv zum Randabschluss des Teppichs und können durch Nutzung, Bewegung und Pflege eine eigene Oberflächenwirkung entwickeln.

Der Teppich wurde professionell gewaschen. Eine fachgerechte Teppichwäsche dient dazu, Schmutz und Ablagerungen aus dem Flor und aus den tieferen Bereichen der Textilkonstruktion zu lösen. Bei handgeknüpften Teppichen müssen dabei Material, Farben, Fransen und die Spannung des Gewebes berücksichtigt werden. Die Kombination aus sehr gutem Zustand, professioneller Wäsche und minimaler Patina an den Fransen fasst die besonderen Zustandsangaben dieses Stücks zusammen.

Als weitere Besonderheit sind die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor, die Baumwollkette und das symmetrische Fischmuster in seltener Farbe zu nennen. Diese Merkmale gehören zusammen: Die Konstruktion entsteht durch die Knüpftechnik, die sichtbare Oberfläche durch den Wollflor, und die optische Wirkung durch die Anordnung des Motivs und seine Farbgebung.

FAQ

Welche Stadt ist für die Herstellung der Hamedan-Teppiche bekannt?

Hamedan-Teppiche stammen aus der Stadt Hamedan in Persien. Hamedan ist für eine lange Geschichte und eine ausgeprägte Tradition der Teppichherstellung bekannt. In der regionalen Arbeit verbinden sich handgeknüpfte Fertigung, überlieferte Kenntnisse der Materialverarbeitung und unterschiedliche Musterformen. Die Bezeichnung Hamedan verweist bei diesem Teppich auf seine angegebene Herkunft und nicht lediglich auf ein allgemeines persisches Muster.

Was sind typische Merkmale der Muster in Hamedan-Teppichen?

Die Muster von Hamedan-Teppichen können vielfältig sein. Zum regionalen Formenschatz zählen geometrische Figuren ebenso wie florale und stilisierte Naturmotive. Dieser Teppich zeigt einen symmetrischen Fisch und wird mit einer seltenen Farbe beschrieben. Symmetrische Formen erzeugen eine ausgewogene Ordnung, während Naturmotive eine bildhafte Anregung in eine textile, wiederholbare Zeichnung übertragen. Warme und erdige Farbbereiche werden häufig mit Hamedan-Teppichen verbunden, die konkrete Farbwirkung dieses Stücks ist jedoch durch seine seltene Farbe gekennzeichnet.

Warum gelten Hamedan-Teppiche als erschwingliche Option?

Hamedan-Teppiche werden im Vergleich zu einigen anderen persischen Teppichen häufig als erschwinglichere Wahl eingeordnet. Diese Einordnung bedeutet nicht, dass auf handwerkliche Ausführung oder gestalterische Vielfalt verzichtet wird. Die regionale Tradition umfasst handgeknüpfte Teppiche mit unterschiedlichen Materialien, Formaten und Musterordnungen. Dadurch können Hamedan-Teppiche Menschen ansprechen, die persische Handwerkskunst suchen und zugleich ein bestimmtes Budget beachten. Der konkrete Teppich verbindet diese regionale Einordnung mit einem Wollflor, einer Baumwollkette und einer handgeknüpften Ausführung.

Zusätzliche Informationen
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