Perserteppich Hamadan 314×114 cm Wolle Handgeknüpft

1117$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 150.000 Knoten/m² | Material: Wolle und Baumwolle | Größe: 314×114 cm | Muster: geometrisch in Schwarz | Zustand: gebraucht, gut erhalten

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Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser antike Hamadan Perserteppich wurde handgeknüpft und verbindet Wolle und Baumwolle in seiner Ausführung. Die handwerkliche Fertigung macht jedes Exemplar zu einem eigenständigen Stück, bei dem die Knoten einzeln von Hand gesetzt werden. Der Teppich besitzt einen Wollflor und eine Baumwollkomponente. Seine Verarbeitung steht damit in der Tradition handgeknüpfter Perserteppiche, bei denen Material, Bindung und Muster in einem aufwendigen Arbeitsprozess zusammengeführt werden.

Die Knotendichte beträgt 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt die Anzahl der von Hand eingearbeiteten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und gehört zu den technischen Merkmalen eines Teppichs. Eine solche Angabe hilft dabei, die Konstruktion sachlich einzuordnen, sagt jedoch allein nichts über die Herkunft eines Musters oder über den Erhaltungszustand aus. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel aus Knoten, Flor, Garn und Grundgewebe.

Der Flor ist niedrig ausgeführt und hat eine Höhe von 8 mm. Dadurch bleibt die Oberfläche vergleichsweise flach und das geometrische Muster klar erkennbar. Die handgeknüpfte Struktur verleiht dem Teppich seine charakteristische textile Dichte. Wolle wird bei orientalischen Teppichen häufig für den Flor eingesetzt, während Baumwolle als textiles Material im Aufbau Verwendung finden kann. Bei diesem Stück sind Wolle und Baumwolle als Materialien angegeben.

Die Fertigung von Hand erfordert ein gleichmäßiges Arbeiten über die gesamte Fläche. Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, anschließend wird der Flor bearbeitet und die Oberfläche kontrolliert. Anders als bei maschinell hergestellten Bodenbelägen entsteht so ein Stück mit eigener handwerklicher Struktur. Dieses Exemplar stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist gebraucht, zugleich aber gut erhalten.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird als Hamadan Perserteppich bezeichnet und gehört damit in die persische Teppichtradition Irans. Hamadan liegt im westlichen Iran und ist seit langer Zeit ein bedeutendes Zentrum für die Herstellung von Teppichen. Unter dem Namen Hamadan werden sowohl Arbeiten aus der Stadt als auch aus zahlreichen Orten der umliegenden Region zusammengefasst. Die dortige Teppichkultur ist durch eine große Vielfalt an Formaten, Farben und Zeichensystemen geprägt.

Die Landschaft rund um Hamadan war historisch von zahlreichen kleineren Web- und Knüpfzentren geprägt. Teppiche wurden in städtischen Werkstätten ebenso wie in dörflichen Haushalten hergestellt. Diese dezentrale Struktur erklärt, warum Hamadan Teppiche nicht nur ein einziges, unveränderliches Muster besitzen. Vielmehr begegnen unterschiedliche Medaillons, Rauten, Streifen und Feldaufteilungen, die je nach Ort, Werkstatt und Zeit variieren können.

Persische Teppiche entstehen traditionell auf einem Knüpfstuhl. Die Kette bildet die tragende Längsstruktur, während Schussfäden und Knoten den Teppichkörper aufbauen. Der Flor wird nach dem Knüpfen geschoren, damit eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. Danach werden Kanten und Enden gesichert. Dieser Ablauf verlangt Erfahrung, Geduld und eine präzise Abstimmung zwischen Entwurf und Ausführung.

Die persische Teppichkunst ist nicht auf eine einzige Epoche oder eine einzige Stilrichtung beschränkt. Stadtteppiche können fein gegliedert und ornamental angelegt sein, während dörfliche Arbeiten oft mit stärker vereinfachten Formen und einer unmittelbaren Bildsprache arbeiten. Hamadan steht in diesem Zusammenhang für eine regionale Tradition, in der Gebrauchstauglichkeit und dekorative Ordnung miteinander verbunden werden.

Die Bezeichnung Perserteppich verweist auf die Herkunft aus dem iranischen Kulturraum, nicht auf eine bestimmte Farbe oder ein einzelnes Ornament. Auch geometrische Muster gehören zur persischen Gestaltungsgeschichte. Sie können aus älteren symbolischen Formen hervorgegangen sein, aus lokalen Vorbildern stammen oder als freie Anordnung von Linien und Flächen erscheinen. Bei diesem Teppich ist die Herkunft als Hamadan angegeben; weitergehende Aussagen zu einer einzelnen Werkstatt werden nicht gemacht.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist geometrisch und in Schwarz ausgeführt. Geometrische Gestaltung arbeitet mit klaren Linien, Winkeln, Rauten, Feldern oder wiederkehrenden Formen. Anders als ein rein naturalistisches Blumenmotiv entsteht die Wirkung vor allem durch Kontur, Rhythmus und die Beziehung zwischen den einzelnen Flächen. Die schwarze Farbgebung gibt den Formen eine deutliche optische Präsenz.

In der persischen Teppichgestaltung werden geometrische Elemente häufig durch Symmetrie oder durch regelmäßige Wiederholung geordnet. Eine Bordüre kann ein Mittelfeld einfassen, Streifen können die Richtung der Komposition bestimmen, und einzelne Zeichen können als Blickpunkte dienen. Nicht jedes geometrische Muster folgt jedoch einem streng zentralen Aufbau. Regionale und dörfliche Teppiche zeigen oft eine freiere Reihung oder eine stärker abstrahierte Formensprache.

Schwarz kann in einem Teppichmuster als Konturfarbe, als Feldfarbe oder als Kontrast innerhalb einer Zeichnung eingesetzt werden. Dadurch lassen sich benachbarte Formen voneinander abgrenzen. Die dunkle Tonlage wirkt besonders dort strukturierend, wo geometrische Linien und Flächen aufeinandertreffen. Die Beschreibung dieses Stücks nennt ein geometrisches Muster in Schwarz, ohne weitere Farben oder einzelne Ornamentnamen festzulegen.

Geometrische Teppiche lassen sich kunstgeschichtlich nicht auf eine einzige Bedeutung reduzieren. Rauten, Haken, Linien und abstrahierte Pflanzenformen können je nach Region und Zusammenhang unterschiedlich gelesen werden. Manche Zeichen beruhen auf überlieferten Motiven, andere dienen vor allem der Gliederung des Teppichfeldes. Eine sachliche Betrachtung konzentriert sich deshalb auf die erkennbare Form: Bei diesem Hamadan Teppich stehen geometrische Strukturen und die schwarze Gestaltung im Vordergrund.

Die niedrige Florhöhe unterstützt die Lesbarkeit der Zeichnung, weil die Oberfläche die Konturen nicht stark verdeckt. Das Muster bleibt dadurch als zusammenhängende Komposition erfassbar. Gleichzeitig eignet sich eine geometrische Gestaltung für unterschiedliche Einrichtungskontexte, da sie nicht an eine naturalistische oder figürliche Darstellung gebunden ist. Der traditionelle persische Ursprung verbindet sich hier mit einer klaren, ordnenden Formensprache.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften gehört die Eignung für Fußbodenheizungen. Damit kann der Teppich in Räumen eingesetzt werden, in denen eine solche Heiztechnik vorhanden ist. Die Verwendung auf beheizten Böden sollte dennoch immer mit der jeweiligen Boden- und Heizungsanlage abgestimmt werden. Der Teppich bleibt ein handgeknüpftes textiles Erzeugnis, dessen Untergrund ausreichend trocken und eben sein sollte.

Eine weitere Besonderheit ist der niedrige Flor von 8 mm. Er trägt zu einer flacheren Oberfläche bei und lässt das geometrische Muster deutlich hervortreten. Die Kombination aus handgeknüpfter Fertigung, Wolle und Baumwolle sowie der angegebenen Eignung für Fußbodenheizungen verbindet traditionelle Herstellung mit einer praktischen Nutzung im heutigen Wohnumfeld.

Das Stück ist antik, stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und befindet sich in gebrauchtem, gut erhaltenem Zustand. Zur Pflege empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Staubsaugen. Staub kann zusätzlich vorsichtig entfernt werden. Bei stärkeren Verschmutzungen sollte eine professionelle Reinigung durch einen Fachbetrieb erfolgen, der Erfahrung mit handgeknüpften Teppichen besitzt. Eine Reinigung in der Waschmaschine ist nicht vorgesehen.

FAQ

Wie viel wiegt der antike Hamadan Perserteppich?

Das genaue Gewicht ist für dieses Stück nicht angegeben. Es hängt bei handgeknüpften Teppichen unter anderem von den verwendeten Materialien, der Knotendichte und dem Format ab. Wolle und Baumwolle, die Dichte der Knüpfung sowie die Ausführung des Teppichkörpers beeinflussen das Gesamtgewicht. Für eine verbindliche Gewichtsangabe ist daher eine direkte Bestimmung des einzelnen Teppichs erforderlich.

Kann der Teppich gewaschen werden?

Der Teppich sollte nicht in einer Waschmaschine gereinigt werden. Handgeknüpfte Perserteppiche benötigen bei einer gründlichen Reinigung ein Verfahren, das auf ihre Materialien und ihre Konstruktion abgestimmt ist. Für stärkere Verschmutzungen empfiehlt sich deshalb ein Fachbetrieb mit Erfahrung in der Reinigung handgeknüpfter Teppiche. Im Alltag kann die Oberfläche schonend abgesaugt werden.

Ist der Teppich für Allergiker geeignet?

Wollteppiche können Staub binden und werden deshalb häufig als für Allergiker geeignet betrachtet. Das gilt nicht unabhängig von der Pflege: Regelmäßiges, schonendes Saugen hilft dabei, Staub und mögliche Allergene zu reduzieren. Betroffene Personen sollten die eigene Empfindlichkeit berücksichtigen und auf einen guten Pflegezustand achten. Eine besondere medizinische Eignung dieses konkreten Teppichs wird nicht zugesichert.

Zusätzliche Informationen
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