Perserteppich Hamadan 201 x 140 cm Wolle handgeknüpft

1030$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 201 x 140 cm | Muster: vielfältiges Design | Herkunft: Nordwestpersien

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Inventarnummer: 38F1EBF9

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Handarbeit verbindet das Material mit einer festen, belastbaren Teppichstruktur. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die sich durch ihre dichte Ausarbeitung und ihre klare Musterwiedergabe auszeichnet. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ermöglicht eine differenzierte Darstellung vielfältiger Ornamente und unterstützt zugleich die robuste Beschaffenheit des Teppichs.

Wolle wird in der persischen Teppichherstellung seit langer Zeit verwendet, weil sie eine widerstandsfähige und zugleich angenehm griffige Faser ist. Bei einem Hamadan-Teppich bildet sie die Grundlage für eine strapazierfähige Floroberfläche. Die Faser kann bei sorgfältiger Verarbeitung eine gleichmäßige Struktur und eine charakteristische Haptik hervorbringen. Die robuste Wolle dieses Stücks passt damit zur traditionellen Ausrichtung der Hamadan-Knüpfkunst, bei der Alltagstauglichkeit und eine ausgearbeitete Zeichnung miteinander verbunden werden.

Die handgeknüpfte Herstellung unterscheidet den Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Sie setzt geübte Arbeitsschritte voraus und erlaubt es, Musterpartien, Linien und Farbfelder unmittelbar in der Knüpfarbeit aufzubauen. Die dichte Struktur unterstützt die Formstabilität und trägt dazu bei, dass der Teppich auch bei intensiver Nutzung seine Wirkung behält. Im Mittelpunkt stehen dabei die im Angebot genannten Eigenschaften: widerstandsfähige Wolle, eine hohe Bandbreite der Knotendichte und ein vielseitiges Design.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und gab dieser Teppichgruppe ihren Namen. Die Stadt zählt zu den alten Städten Persiens und ist als Zentrum der Teppichknüpferei bekannt. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf eine gewachsene regionale Tradition, in der sowohl in der Stadt als auch in zahlreichen umliegenden Orten Teppiche hergestellt werden. Diese Verbindung zwischen städtischer Produktion und ländlichen Knüpfzentren erklärt die große Bandbreite, die mit Hamadan-Teppichen verbunden ist.

Zur weiteren Region gehören Orte wie Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte steht innerhalb der nordwestpersischen Teppichlandschaft für eigene Ausprägungen in Zeichnung, Farbzusammenstellung und handwerklicher Ausführung. Die gemeinsame regionale Herkunft bedeutet daher nicht, dass alle Hamadan-Teppiche gleich aussehen. Vielmehr bildet sie den Rahmen für unterschiedliche Musterfamilien und verschiedene Grade der Detailausarbeitung.

Die Teppichtradition Nordwestpersiens ist eng mit der Nutzung im Alltag verbunden. Teppiche wurden als wärmende und belastbare Bodenauflagen gefertigt, zugleich aber mit Ornamenten versehen, die den jeweiligen Geschmack und die überlieferte Formensprache sichtbar machen. Bei Hamadan findet sich deshalb eine Verbindung von praktischer Konstruktion und dekorativer Vielfalt. Die Handknüpfung überträgt diese Tradition in jedes einzelne Stück, ohne dass daraus eine vollkommen einheitliche Gestaltung entstehen muss.

Hamadan steht außerdem in Beziehung zu anderen bekannten Teppicharten der Region. Bidjar-Teppiche werden mit einer schweren, dichten Struktur und häufig auffälligen Mustern verbunden. Sarouk-Teppiche sind für leuchtende Farben und florale Zeichnungen bekannt. Beide gehören wie Hamadan zur reichen persischen Knüpftradition, weisen jedoch eigene gestalterische und konstruktive Schwerpunkte auf. Der Vergleich macht deutlich, dass Nordwestpersien keine einzelne, unveränderliche Stilform hervorbrachte, sondern eine vielseitige Teppichkultur.

Auch Tabriz und Isfahan gehören zu den bekannten Zentren persischer Teppichkunst. Ihre Namen stehen für meisterhafte Knüpfarbeit und elegante Entwürfe. Hamadan besitzt daneben ein eigenes Profil, das von einer robusten Wollverarbeitung, einer dichten Knüpfstruktur und einer breiten Mustervielfalt geprägt ist. Der hier beschriebene Teppich steht innerhalb dieser Tradition für die Herkunft aus Nordwestpersien und für die handwerkliche Verbindung von Gebrauchstauglichkeit und ornamentaler Gestaltung.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Hamadan-Teppiche können geometrische Formen ebenso aufnehmen wie florale Motive. Geometrische Zeichnungen arbeiten häufig mit klaren Linien, Winkeln, Rauten, Feldern oder wiederkehrenden Bordüren. Florale Muster bringen dagegen Blüten, Blätter und stilisierte Pflanzenformen in die Komposition ein. Beide Richtungen gehören zur überlieferten persischen Formensprache und können innerhalb eines Teppichs miteinander verbunden werden.

Die Muster entstehen nicht als beliebige Dekoration, sondern folgen einer geordneten Bildaufteilung. Ein zentrales Feld kann von einer oder mehreren Bordüren eingefasst werden. Wiederholungen schaffen Rhythmus, während kleinere Ornamente Übergänge und Zwischenräume ausfüllen. Bei einer vielfältigen Gestaltung können einzelne Musterpartien unterschiedlich stark hervortreten. Die dichte Knüpfstruktur unterstützt dabei die Abgrenzung von Linien und Flächen und lässt auch feinere Details erkennbar werden.

In der Hamadan-Tradition finden sich sowohl streng aufgebaute als auch freier wirkende Entwürfe. Manche Kompositionen betonen die Symmetrie, andere setzen auf die Wiederholung kleiner Motive über die gesamte Fläche. Boteh-Formen, florale Elemente, Rauten und stilisierte Zweige gehören zu den Ornamenten, die in der persischen Teppichkunst allgemein eine wichtige Rolle spielen können. Für dieses Stück ist das Design als vielfältig angegeben; eine einzelne konkrete Musterfamilie wird nicht festgelegt und wird deshalb nicht näher bestimmt.

Die Farbwelt der Hamadan-Teppiche reicht traditionell von tiefen Rottönen über sanfte Blautöne bis zu erdigen Nuancen. Solche Farbbereiche können als Grund, als Kontrast oder als Akzent innerhalb einer Bordüre erscheinen. Die persische Teppichkunst nutzt Farben nicht nur zur Abbildung einzelner Formen, sondern auch zur Gliederung des gesamten Entwurfs. Ein dunkler Grund kann ein helleres Ornament hervorheben, während erdige Töne einen ruhigeren Übergang zwischen verschiedenen Musterpartien schaffen.

Traditionelle Färbetechniken und die Verwendung natürlicher Farbstoffe gehören zum kulturellen Hintergrund persischer Teppiche. Sie tragen zur charakteristischen Farbwirkung und zur Unterscheidbarkeit regionaler Entwürfe bei. Gleichzeitig bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein eigenes Stück, weil die genaue Verteilung von Farbe, Ornament und Knüpfarbeit nicht vollständig identisch wiederholt wird. Beim Hamadan-Design steht daher nicht ein einziges starres Motiv im Vordergrund, sondern die Verbindung von regionaler Formensprache und gestalterischer Vielfalt.

Besonderheiten

Die Besonderheiten dieses Teppichs liegen in seiner handgeknüpften Ausführung, der widerstandsfähigen Wolle und dem vielseitigen Design. Die hohe Knotendichte unterstützt die detailreiche Darstellung und gehört zu den Merkmalen, die Hamadan-Teppiche für den täglichen Gebrauch geeignet machen. Die robuste Struktur ist auf eine lange Nutzung ausgerichtet und kann dazu beitragen, dass der Teppich seine Form und Farbwirkung auch bei intensiver Beanspruchung bewahrt.

Hamadan-Teppiche werden traditionell als pflegeleicht beschrieben. Regelmäßiges Absaugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen. Flecken sollten unmittelbar mit einem feuchten Tuch abgetupft werden; bei Bedarf kann ein mildes Reinigungsmittel verwendet werden. Eine sachgemäße, schonende Pflege unterstützt die Lebensdauer der Wolloberfläche. Der Teppich kann in Wohnräumen, Schlafzimmern oder Fluren eingesetzt werden und lässt sich mit modernen ebenso wie mit traditionellen Einrichtungsstilen verbinden.

FAQ

Welche Merkmale zeichnen einen Hamadan-Perserteppich aus?

Typisch sind die Herkunft aus dem Raum Hamadan im Nordwesten Irans, die handgeknüpfte Herstellung und die Verwendung widerstandsfähiger Wolle. Hamadan-Teppiche werden außerdem mit einer Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und einer großen Vielfalt an Designs verbunden. Geometrische Formen und florale Motive gehören zu den möglichen Gestaltungselementen. Die Kombination aus belastbarer Struktur und differenzierter Musterarbeit macht diese Teppichgruppe für den täglichen Gebrauch geeignet.

Wie pflege ich einen Hamadan-Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich Staub und Schmutz nicht dauerhaft in der Wolloberfläche festsetzen. Bei einem frischen Fleck wird die betroffene Stelle mit einem feuchten Tuch abgetupft, nicht kräftig gerieben. Wenn eine zusätzliche Reinigung nötig ist, kann ein mildes Reinigungsmittel eingesetzt werden. Eine schonende Behandlung bewahrt die Oberfläche und unterstützt die lange Nutzbarkeit der robusten Wolle.

Wo kann ein Hamadan-Perserteppich eingesetzt werden?

Ein Hamadan-Perserteppich eignet sich für Wohnräume, Schlafzimmer und Flure. Seine robuste Wollstruktur ist auf regelmäßige Nutzung ausgerichtet, während die vielfältige Gestaltung unterschiedliche Einrichtungskonzepte ergänzt. Geometrische und florale Muster können sowohl in einem traditionellen als auch in einem modernen Umfeld eingesetzt werden. Dadurch lässt sich der Teppich als funktionaler Bodenbelag und als dekoratives Element in verschiedenen Wohnbereichen verwenden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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