Perserteppich Hamadan 200 x 145 cm Wolle handgeknüpft

748$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: ca. 160.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 200 x 145 cm | Muster: traditionell orientalisch/persisch | Zustand: neu, unbenutzt

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Inventarnummer: 959A6528

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus 100% Schurwolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Damit sind die beiden im Produkt angegebenen Bestandteile klar voneinander unterschieden: Die Schurwolle bildet den sichtbaren Flor, während die Baumwolle als Kettmaterial die Grundlage der Knüpfarbeit bildet. Die Ausführung verbindet einen natürlichen Wollflor mit einer Baumwollkette und folgt damit einem in der persischen Teppichherstellung verbreiteten Aufbau.

Die Schurwolle ist ein traditionelles Material für handgeknüpfte Teppiche. Ihr Flor lässt sich dicht anlegen und besitzt eine natürliche, griffige Oberfläche. Wolle wird in der Teppichherstellung eingesetzt, weil sie bei sorgfältiger Verarbeitung eine belastbare Faserstruktur mit einer angenehmen Haptik verbindet. Zugleich nimmt ein Wollflor Farbstoffe gut auf, wodurch bei traditionellen Teppichen differenzierte Muster und Farbübergänge ausgearbeitet werden können.

Die Kette aus Baumwolle bildet ein regelmäßiges Gerüst für die einzelnen Knotenreihen. Beim Handknüpfen werden die Knoten einzeln in dieses Gerüst eingebracht und anschließend durch Schussfäden gesichert. Dieser Ablauf unterscheidet handgeknüpfte Teppiche von maschinell hergestellten Bodenbelägen. Jeder Arbeitsgang verlangt eine gleichmäßige Spannung der Kette und eine kontrollierte Folge der Knoten.

Die angegebene Knotendichte beträgt ca. 160.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer Fläche und gibt einen Hinweis auf den Aufbau sowie auf den Arbeitsaufwand der Knüpfung. Sie ist nicht mit der Florhöhe oder mit der Stärke des Teppichs gleichzusetzen. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster aus der Folge einzelner Knoten und nicht aus einem aufgedruckten Dekor.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird als Hamadan-Perserteppich beziehungsweise als Hosseinabad bezeichnet. Hamadan liegt im westlichen Iran und ist das Zentrum einer weit verzweigten Teppichregion. Unter dem Namen Hamadan werden deshalb sowohl Teppiche aus der Stadt als auch Arbeiten aus umliegenden Orten und Dörfern zusammengefasst. Hosseinabad gehört zu den bekannten Bezeichnungen innerhalb dieses regionalen Umfelds.

Die Teppichkultur der Provinz Hamadan ist durch eine große Vielfalt an lokalen Knüpftraditionen geprägt. Anders als bei einer einzigen streng standardisierten Hofmanufaktur entstanden in dieser Region zahlreiche unterschiedliche Dorf- und Werkstattstile. Sie können sich in der Zeichnung, in der Farbwahl, in der Knotung und in der Ausführung der Bordüren unterscheiden. Der regionale Name verweist daher auf einen kulturellen und handwerklichen Zusammenhang, nicht auf ein einziges verbindliches Muster.

Westiranische Teppiche werden traditionell in einem Umfeld gefertigt, in dem textile Handarbeit über Generationen weitergegeben wurde. Das Wissen umfasst die Vorbereitung der Wolle, das Spinnen und Färben, den Aufbau des Webstuhls, das Setzen der Knoten und die spätere Ausarbeitung des Flors. Die Arbeitsschritte greifen ineinander: Die Beschaffenheit des Garns beeinflusst die Zeichnung, die Spannung der Kette beeinflusst die Form und die Knotung bestimmt, wie genau ein Muster umgesetzt werden kann.

Hamadan ist historisch ein wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt. Dadurch konnten Teppiche aus unterschiedlichen Orten der Region gesammelt, gehandelt und unter einem gemeinsamen Namen bekannt werden. Diese Handelsgeschichte erklärt, warum die Bezeichnung Hamadan eine breite Gruppe persischer Teppiche umfasst. Bei Hosseinabad steht zusätzlich der Name eines bestimmten regionalen Teppichstils im Vordergrund.

In der westiranischen Knüpftradition spielen robuste, klar lesbare Konstruktionen eine wichtige Rolle. Teppiche wurden nicht ausschließlich als repräsentative Einrichtungsgegenstände gefertigt, sondern auch als Gebrauchsobjekte für den Alltag. Das zeigt sich in der Bedeutung einer stabilen Kette, einer sorgfältigen Sicherung der Schussfäden und eines widerstandsfähigen Flors. Gleichzeitig konnten Knüpferinnen und Knüpfer innerhalb dieser praktischen Tradition eigenständige Zeichnungen und lokale Varianten entwickeln.

Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs ist zeitintensiv. Zunächst wird der Webstuhl eingerichtet und die Kette gespannt. Danach entstehen Reihe für Reihe die Knoten, während Schussfäden eingetragen und verdichtet werden. Das Muster wird entweder nach einer Vorlage oder aus einem überlieferten Gestaltungswissen heraus aufgebaut. Nach dem Knüpfen folgen je nach Ausführung das Egalisieren des Flors, das Abschließen der Kanten und weitere Schritte zur Vorbereitung des Teppichs.

Hamadan-Teppiche stehen damit für eine regionale persische Tradition, in der handwerkliche Zweckmäßigkeit und dekorative Gestaltung miteinander verbunden werden. Die Bezeichnung Perserteppich beschreibt hier die iranische Herkunft. Sie ist von Musterbezeichnungen anderer Regionen zu unterscheiden: Ein florales oder geometrisches Motiv kann in verschiedenen persischen Teppichgebieten erscheinen, ohne den Herkunftsnamen des jeweiligen Teppichs zu verändern.

Design und Muster

Der Teppich ist im Produkt als traditionell orientalisch beziehungsweise persisch eingeordnet. Die Gestaltung orientiert sich an traditionellen persischen Motiven. Da keine einzelnen Farben oder ein konkretes Medaillon, keine bestimmte Bordüre und kein einzelnes Ornament angegeben sind, werden diese Merkmale nicht näher festgelegt. Sicher beschrieben ist die Einordnung in die traditionelle orientalisch-persische Formensprache.

Persische Teppichmuster arbeiten häufig mit einer klaren Gliederung der Fläche. Ein Innenfeld kann durch eine Bordüre gefasst werden, während kleinere Ornamente die Übergänge ordnen. Je nach regionaler Tradition stehen dabei ein zentrales Medaillon, eine durchgehende Musterung oder eine stärker geometrische Aufteilung im Mittelpunkt. Diese Gestaltungsprinzipien sind allgemeine Merkmale persischer Teppichkunst und stellen keine zusätzliche Aussage über die konkrete Zeichnung dieses Einzelstücks dar.

In Hamadan und den umliegenden Orten finden sich sowohl geometrische als auch floral interpretierte Formen. Rauten, Hakenformen, stilisierte Blüten, Blattranken und wiederkehrende Rosetten gehören zu den möglichen Bausteinen regionaler Entwürfe. Ihre genaue Ausführung kann von Ort zu Ort und von Werkstatt zu Werkstatt wechseln. Gerade diese Variantenvielfalt gehört zur Struktur der Hamadan-Tradition.

Traditionelle Motive werden beim Knüpfen nicht wie ein Bild auf die Oberfläche gedruckt. Sie entstehen aus farbigen Knoten, die in einer festgelegten Folge gesetzt werden. Kleine Veränderungen der Knotung, der Garnstärke oder der Spannung können die Linien leicht beeinflussen. Dadurch besitzt jeder handgeknüpfte Teppich eine eigene textile Ausführung, auch wenn eine überlieferte Musteridee als Grundlage dient.

Die Bordüre erfüllt in der persischen Teppichgestaltung eine ordnende Funktion. Sie grenzt das Innenfeld ab und führt den Blick entlang der Seiten. Mehrere Nebenbordüren können den Übergang zwischen dem zentralen Muster und der Hauptbordüre vermitteln. Bei regionalen Teppichen wird diese Gliederung oft mit wiederkehrenden, einfach lesbaren Formen verbunden. Welche Bordüren dieses Stück genau zeigt, ist in den Produktangaben nicht näher beschrieben.

Die Farbwirkung eines persischen Teppichs hängt neben der Auswahl der Farbtöne auch von der Wolle, der Garnvorbereitung und der Färbung ab. Naturfasern nehmen Farben nicht völlig gleichförmig auf; dadurch können innerhalb einer Fläche feine Unterschiede entstehen. In der traditionellen Teppichsprache werden solche Veränderungen unter anderem mit der handwerklichen Entstehung und der Bewegung des Flors verbunden. Für diesen Teppich ist lediglich die traditionelle orientalisch-persische Stilzuordnung angegeben, nicht eine vollständige Farbbeschreibung.

Das Muster eines Hamadan-Teppichs ist deshalb sowohl als Dekor als auch als Ausdruck einer regionalen Knüpfweise zu verstehen. Die Wiederholung von Ornamenten schafft Ordnung, während die handwerkliche Umsetzung kleine individuelle Abweichungen zulässt. So verbindet die Gestaltung eine überlieferte Bildsprache mit der konkreten Arbeit am Webstuhl.

Besonderheiten

Der Teppich ist als neu und unbenutzt angegeben. Er ist ein Unikat beziehungsweise Einzelstück. Diese Bezeichnung bedeutet, dass genau dieses handgeknüpfte Exemplar einmalig angeboten wird und nicht als identische Serienware beschrieben ist.

Als weitere Produkteigenschaft ist die Eignung für Fußbodenheizung angegeben. Die natürliche Wolle besitzt temperaturregulierende Eigenschaften und kann dadurch zu einem ausgeglichenen Nutzungsempfinden beitragen. Für die technische Nutzung mit einer Fußbodenheizung sind zusätzlich die jeweiligen Vorgaben des Heizungs- und Bodenaufbaus zu beachten.

Zum Lieferumfang gehört ein Teppich-Zertifikat. Außerdem werden schnelle Lieferzeiten von ein bis zwei Werktagen sowie eine vierjährige Garantie von Moni Sonne genannt. Diese Angaben beziehen sich auf das Angebot und ergänzen die Beschreibung des handgeknüpften Einzelstücks.

FAQ

Wie reinige ich den Hamadan-Perserteppich richtig?

Für die gründliche Reinigung eines handgeknüpften Perserteppichs empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Fachbetriebe können die Reinigung auf den Wollflor, die Färbung und die textile Konstruktion abstimmen. Bei kleinen Flecken sollte die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Starkes Reiben kann den Flor verändern oder die Verschmutzung tiefer in das Gewebe bringen. Reinigungsmittel sollten nicht ohne Prüfung eingesetzt werden, da sie die Farben oder die natürliche Oberfläche der Schurwolle beeinflussen können.

Woher stammt der Hamadan-Perserteppich?

Der Teppich stammt aus Persien beziehungsweise dem Iran und wird der Region Hamadan zugeordnet. Hosseinabad ist eine Bezeichnung aus diesem regionalen Teppichumfeld. Hamadan ist für eine vielfältige Tradition handgeknüpfter Teppiche bekannt, die in der Stadt und in zahlreichen umliegenden Orten gepflegt wurde. Der Name beschreibt daher eine regionale Herkunft und nicht zwingend ein einziges, überall gleich ausgeführtes Muster.

Wie lange hält ein hochwertiger Perserteppich wie dieser?

Bei sachgemäßer Pflege kann ein handgeknüpfter Perserteppich viele Jahre und auch Jahrzehnte genutzt werden. Die Haltbarkeit hängt unter anderem von der Beanspruchung, der regelmäßigen Pflege, der Vermeidung dauerhafter Feuchtigkeit und einer geeigneten Reinigung ab. Bei diesem Teppich bilden der Flor aus Schurwolle, die Baumwollkette und die handwerkliche Knüpfung die im Angebot genannten materiellen Grundlagen. Eine gleichmäßige Nutzung und der Schutz vor starker punktueller Belastung unterstützen den Erhalt der textilen Struktur.

Zusätzliche Informationen
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