






Perserteppich Hamadan 198 x 135 cm Wolle handgeknüpft
710$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 198 x 135 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut
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Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Schafswolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer Haltbarkeit und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Sie verbindet eine belastbare Faserstruktur mit einer weichen Oberfläche und eignet sich deshalb für Teppiche, die im Wohnbereich regelmäßig genutzt werden. Die Wolle bildet den sichtbaren Flor und prägt damit sowohl das Griffgefühl als auch die Wirkung der Farben.
Der Flor dieses Teppichs wird als dicht und üppig beschrieben. Eine solche Florstruktur entsteht durch das sorgfältige Einbringen vieler einzelner Knoten und durch das anschließende Ausarbeiten der Oberfläche. Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie bezeichnet die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die aufwendige Handarbeit nachvollziehbar, ohne allein über die Gestaltung des Teppichs zu entscheiden.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Grundkonstruktion eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein Flor, dessen Muster aus vielen kleinen Arbeitsschritten aufgebaut ist. Die Handarbeit verlangt Aufmerksamkeit bei der Ausrichtung der Farben, der Konturen und der Übergänge. Gleichzeitig verleiht sie dem Teppich seine textile Eigenständigkeit: Nicht ein industrieller Druck, sondern eine geknüpfte Oberfläche trägt das Design.
Die robuste Bauweise und das widerstandsfähige Wollmaterial stehen bei diesem Teppich gemeinsam für eine alltagstaugliche Verarbeitung. Im beschriebenen Zustand ist der Hamadan-Teppich sehr gut erhalten. Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen empfohlen; einzelne Flecken sollen möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Eine professionelle Reinigung kann dazu beitragen, Wolle und Farben schonend zu erhalten.
Herkunft und Tradition
Hamadan liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den bekannten Zentren persischer Teppichproduktion. Die Bezeichnung Hamadan verweist dabei nicht nur auf eine einzelne Stadt, sondern auch auf eine weit gefasste Web- und Knüpfregion mit zahlreichen Dörfern und lokalen Werkstätten. Im Ausgangstext werden unter anderem Assadabad, Khamseh und Tuyserkan genannt. Diese Orte stehen für eine regionale Vielfalt, in der sich unterschiedliche Musterauffassungen und handwerkliche Gewohnheiten entwickelt haben.
Die Teppichtradition dieser Landschaft ist eng mit der Herstellung von Gebrauchsteppichen verbunden. In vielen persischen Knüpfregionen wurden Teppiche für den täglichen Einsatz gefertigt und mussten deshalb eine verlässliche, belastbare Oberfläche besitzen. Wolle war dafür ein naheliegendes Material: Sie ist als Naturfaser strapazierfähig, lässt sich gut färben und kann bei sorgfältiger Verarbeitung eine dichte Florfläche bilden. Diese Verbindung von Nutzen und Gestaltung prägt auch die allgemeine Wahrnehmung von Hamadan-Teppichen.
Persische Teppiche werden traditionell auf einem senkrechten oder waagerechten Knüpfstuhl aufgebaut. Kettfäden bilden das Gerüst, während farbige Wollfäden als Knoten in die Konstruktion eingebracht werden. Nach jeder Reihe wird das Gewebe verdichtet und der Flor später auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Die genaue Ausführung kann je nach Dorf, Werkstatt und regionaler Gewohnheit variieren. Gerade diese regionale Bandbreite erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche nicht nur ein einziges festes Muster besitzen.
Assadabad, Khamseh und Tuyserkan werden als Beispiele für Orte innerhalb des weiteren Hamadan-Gebiets genannt. Ihre Teppiche können in Zeichnung, Farbwahl und Ausführung voneinander abweichen, bleiben aber durch die gemeinsame regionale Tradition miteinander verbunden. Charakteristisch ist die Verbindung von handwerklicher Zweckmäßigkeit und einer klar lesbaren Ornamentik. Geometrische Formen lassen sich in dieser Tradition ebenso finden wie florale Anspielungen und wiederkehrende Bordüren.
Die Geschichte persischer Teppiche ist zugleich eine Geschichte des Austauschs. Muster wanderten zwischen Dörfern und Städten, wurden von Knüpferinnen und Knüpfern übernommen, verändert und an lokale Vorlieben angepasst. Deshalb kann ein regionaler Teppich Elemente aufnehmen, die auch in benachbarten Gebieten bekannt sind. Die Herkunft Hamadan bleibt dabei eine geografische und handwerkliche Einordnung; sie bedeutet nicht, dass jeder Teppich aus dieser Region gleich aussieht.
Als iranischer Teppich gehört dieses Stück zur Tradition der Perserteppiche. Diese Bezeichnung beschreibt die Herkunft aus dem Iran und die Einbindung in die persische Knüpfkultur. Daneben gibt es weitere bekannte Zentren wie Nahavand und Khamseh, deren Teppiche ähnliche Materialien und Knotendichten aufweisen können. Auch Nain und Tabriz genießen in der Teppichwelt einen hohen Bekanntheitsgrad, stehen jedoch für eigene regionale Traditionen und dürfen nicht mit Hamadan gleichgesetzt werden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältiges Design beschrieben. Daraus lässt sich keine einzelne, verbindliche Zeichnung ableiten; vielmehr steht die Bezeichnung für die gestalterische Bandbreite, die mit Hamadan-Teppichen verbunden ist. In der regionalen Tradition begegnen sowohl geometrische Muster als auch florale Motive. Linien, Rauten, Medaillons, stilisierte Blätter und rhythmisch wiederholte Ornamente können dabei in unterschiedlichen Kombinationen auftreten.
Geometrische Muster beruhen häufig auf klaren Achsen, geraden Konturen und wiederkehrenden Formen. Sie lassen sich übersichtlich ordnen und können dem Teppich eine strukturierte Wirkung geben. Florale Motive müssen in persischen Dorfteppichen dagegen nicht naturgetreu erscheinen. Sie werden oft vereinfacht, stilisiert oder in ein regelmäßiges Ornament verwandelt. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Formen innerhalb des gesamten Feldes und nicht die naturgetreue Darstellung eines einzelnen Blattes oder einer Blüte.
Ein traditioneller Teppichaufbau unterscheidet meist zwischen einem Innenfeld und einer oder mehreren Bordüren. Das Innenfeld trägt den Schwerpunkt der Komposition, während die Randzonen das Muster einfassen und den Übergang zur Außenkante ordnen. Je nach Entwurf können Wiederholungen, Spiegelungen oder ein zentrales Motiv die Fläche bestimmen. Bei einer vielfältigen regionalen Gestaltung sind diese Prinzipien unterschiedlich umgesetzt, sodass kein einheitliches Schema für alle Hamadan-Teppiche gilt.
Die überlieferte Farbwelt von Hamadan umfasst tiefe Rottöne, erdige Brauntöne sowie leuchtende Blau- und Grüntöne. Solche Farben können einzeln als Grundton oder gemeinsam in einer abgestimmten Komposition verwendet werden. Rot kann einem Feld optische Wärme geben, während Blau und Grün deutliche Akzente setzen. Erdigere Töne verbinden die einzelnen Ornamentbereiche miteinander. Die Wirkung entsteht aus dem Verhältnis von Grundfarbe, Kontur und den farbigen Details innerhalb des jeweiligen Entwurfs.
Farbe und Zeichnung werden beim Knüpfen nicht getrennt voneinander betrachtet. Eine Kontur kann ein Motiv klar abgrenzen, während kleinere Farbfelder dessen Rhythmus verstärken. Wiederholungen helfen dem Auge, ein Muster zu erfassen; bewusste Abweichungen können ihm zugleich eine handwerkliche Lebendigkeit geben. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht die Gestaltung Schritt für Schritt aus einzelnen Knoten. Deshalb ist das Muster nicht nur eine aufgedruckte Oberfläche, sondern Teil der textilen Konstruktion.
Die Vielfalt der Designs ermöglicht unterschiedliche Einbindungen in klassische und moderne Räume. Ein klar gegliedertes geometrisches Muster kann eine geradlinige Einrichtung ergänzen, während florale Elemente eine traditionellere Umgebung aufnehmen können. Diese allgemeine gestalterische Anpassungsfähigkeit ist ein Merkmal der Hamadan-Tradition. Für dieses Stück bleibt festgehalten, dass sein Muster als vielfältiges Design beschrieben wird; eine darüber hinausgehende Zuordnung zu einem bestimmten Medaillon, einer bestimmten Bordüre oder einem einzelnen Motiv wäre nicht belegt.
Besonderheiten
Zu den konkreten Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die dichte und üppige Florstruktur sowie die angegebene Knotendichte. Sein Zustand wird als sehr gut bezeichnet. Die Verbindung aus belastbarem Material und robuster Bauweise erklärt die Eignung für einen regelmäßig genutzten Wohnbereich, ohne eine bestimmte Raumverwendung vorauszusetzen.
Besonders ist außerdem die regionale Verbindung von Hamadan, traditioneller Handarbeit und unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Farbpalette mit Rot, Braun, Blau und Grün sowie die genannten geometrischen und floralen Formensprachen zeigen den breiten Rahmen, in dem Hamadan-Teppiche gestaltet werden. Das Stück steht damit für einen iranischen Orientteppich, dessen Charakter aus Material, Knüpftechnik und regionaler Mustertradition zusammenkommt.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Wollflor zu entfernen und die Oberfläche sauber zu halten. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei ist es sinnvoll, vorsichtig zu arbeiten und die Stelle nicht unnötig zu reiben, damit Flor und Farben geschont werden. Für eine gründliche oder schwierige Reinigung wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Sie kann die Materialstruktur und die Farbwirkung schonender behandeln als ungeeignete Haushaltsmittel.
Welche Größen sind für Hamadan-Teppiche erhältlich?
Hamadan-Teppiche werden in verschiedenen Größen gefertigt. Das Spektrum reicht von kleinen Läufern für Flure bis zu größeren Teppichen für Wohnräume oder Esszimmer. Dadurch lässt sich die regionale Knüpftradition an unterschiedliche Raumverhältnisse und Nutzungen anpassen. Die verfügbaren Formate können je nach Teppich und Werkstatt variieren. Dieses Exemplar besitzt das im Titel und in den Produktangaben genannte Format; für andere Hamadan-Teppiche ist die jeweilige Einzelbeschreibung maßgeblich.
Was macht Hamadan-Teppiche einzigartig?
Ihre Eigenständigkeit beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer Eigenschaften: traditionelle Handknüpfung, widerstandsfähige Wolle, eine belastbare Verarbeitung und eine große Bandbreite an Designs. Geometrische Muster und florale Motive gehören ebenso zum regionalen Ausdruck wie eine Farbwelt aus Rot-, Braun-, Blau- und Grüntönen. Hinzu kommt die Herkunft aus einer iranischen Teppichregion mit vielen lokalen Zentren. So verbinden Hamadan-Teppiche praktische Strapazierfähigkeit mit einer vielseitigen persischen Ornamenttradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














