







Perserteppich Hamadan 157×115 cm Wolle handgeknüpft
639$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 157 x 115 cm | Muster: reichhaltige Muster | Zustand: Sehr gut
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 55CD9C8B
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wolle ist das zentrale Material des Flors und prägt die Gebrauchseigenschaften des Teppichs. Bei handgeknüpften Teppichen wird das Garn Knoten für Knoten in die Kette eingearbeitet. Dadurch entsteht eine textile Oberfläche, deren Struktur unmittelbar aus dem Knüpfvorgang hervorgeht. Die Ausführung von Hand macht jeden Teppich zu einem einzelnen Stück.
Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt, wie eng die einzelnen Knoten innerhalb der Fläche gesetzt sind. Die Dichte steht in Verbindung mit dem Aufbau, der Griffwirkung und der zeichnerischen Möglichkeit eines Teppichs, sagt allein jedoch nicht alles über seine handwerkliche Ausführung aus. Bei Hamadan-Teppichen verbindet sich die handwerkliche Knüpfarbeit traditionell mit einer für den Alltag geeigneten Wollqualität.
Wolle wird im Teppichhandwerk seit langer Zeit verwendet, weil sie belastbar und zugleich elastisch ist. Ihre Faser kann sich nach der Beanspruchung teilweise wieder aufrichten. In einem handgeknüpften Flor unterstützt diese Eigenschaft die dauerhafte Form der Oberfläche. Der hier angegebene Zustand ist sehr gut. Material, Knüpftechnik und Zustand werden damit gemeinsam als wesentliche Merkmale dieses Einzelstücks beschrieben.
Herkunft und Tradition
Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist Namensgeber einer bedeutenden Teppichregion. Hamadan-Teppiche werden mit der Stadt und ihrem Umland verbunden. Das Gebiet ist ein Zentrum der Teppichproduktion, in dem die Knüpftradition über viele Dörfer und Generationen weitergegeben wurde. Zu den bekannten Orten des regionalen Umfelds zählen Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte steht innerhalb der regionalen Überlieferung für eigene Arbeitsweisen und gestalterische Vorlieben.
Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb nicht nur auf eine einzelne Werkstatt. Sie umfasst eine weit gefächerte Landschaft des Knüpfens, in der Familien, Dorfgemeinschaften und lokale Werkstätten ihr Wissen weiterentwickelt haben. Die Herstellung beruht auf wiederholten Arbeitsschritten: Das Grundgerüst wird vorbereitet, die Knoten werden von Hand gesetzt, der Flor wird bearbeitet und die Oberfläche wird im Verlauf der Arbeit kontrolliert. Dieser Prozess verlangt Zeit, Erfahrung und ein sicheres Verständnis für Proportionen.
Iranische Teppiche aus regionalen Zentren werden häufig nach ihrem Herkunftsort oder nach dem Gebiet ihrer handwerklichen Tradition benannt. Bei Hamadan ist die regionale Einordnung besonders eng mit der Vielfalt der umliegenden Dörfer verbunden. Unterschiede können sich in der Knotendichte, in der Ausrichtung des Musters, in der Farbwahl und in der Behandlung der Bordüren zeigen. Die gemeinsame Herkunftstradition bleibt dabei als Verbindung erhalten.
Die Teppichproduktion in Hamadan entwickelte sich aus einer Verbindung von häuslicher Handarbeit und regionalem Handel. Wolle war in vielen ländlichen Gebieten ein naheliegendes Material, und das Knüpfen konnte in den Alltag der Familien eingebunden werden. So entstanden Teppiche, die für den Gebrauch bestimmt waren und zugleich die gestalterischen Kenntnisse ihrer Hersteller sichtbar machten. Die handgeknüpfte Ausführung dieses Teppichs steht in dieser iranischen Tradition.
Hamadan wird häufig zusammen mit weiteren iranischen Teppichzentren betrachtet. Kerman ist für filigrane, farbenreiche Muster bekannt, Isfahan für detaillierte Ausarbeitung und hohe Knotendichten. Tabriz wiederum besitzt eine eigenständige Tradition mit zahlreichen Motiven und einer ausgeprägten handwerklichen Differenzierung. Diese Regionen sind nicht gleichzusetzen, zeigen aber die Breite der persischen Teppichkultur. Hamadan nimmt darin eine eigene Stellung ein, die durch regionale Muster, robuste Wolle und unterschiedliche dörfliche Einflüsse geprägt ist.
Design und Muster
Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Designs aus. Die Musterwelt reicht traditionell von geometrischen Kompositionen bis zu floralen Motiven. Geometrische Elemente können durch klare Linien, wiederkehrende Formen und eine erkennbare Ordnung bestimmt sein. Florale Darstellungen arbeiten dagegen mit stilisierten Blüten, Blättern und Ranken. Beide Richtungen lassen sich innerhalb regionaler Entwürfe miteinander verbinden.
Zu den traditionellen iranischen Gestaltungselementen gehören auch Medaillonformen und symmetrische Anordnungen. Ein Medaillon kann das Zentrum einer Komposition markieren und von einer Bordüre oder weiteren Musterfeldern begleitet werden. Symmetrie schafft dabei eine nachvollziehbare Gliederung, während kleinere Motive die Flächen ausfüllen. Bei dörflichen Teppichen können Muster zudem freier und unmittelbarer wirken, weil sie aus überlieferten Vorstellungen und nicht ausschließlich aus einem festgelegten Werkstattentwurf entstehen.
Die reichhaltige Musterwelt ist ein wesentliches Merkmal der Hamadan-Tradition. Regionale Knüpfer greifen auf Formen zurück, die über lange Zeit weitergegeben und jeweils neu interpretiert wurden. Dadurch entstehen Varianten mit unterschiedlicher Detaillierung, Rhythmik und Flächenaufteilung. Ein Muster muss dabei nicht ausschließlich dekorativ verstanden werden: Es ordnet die Fläche, führt den Blick und zeigt die Verbindung zwischen handwerklicher Planung und spontaner Ausführung.
Die Farbgestaltung iranischer Teppiche kann kräftige Rottöne, sanfte Blautöne und erdige Nuancen miteinander verbinden. Diese Farben werden traditionell so eingesetzt, dass Grundfläche, Medaillon, Nebenmotive und Bordüren voneinander unterscheidbar bleiben. Die konkrete Wirkung eines Entwurfs hängt von der Zusammenstellung der Farbtöne, der Größe der Motive und der Dichte der Zeichnung ab. Hamadan-Teppiche zeigen innerhalb dieser Tradition eine breite stilistische Spannweite.
Auch die Bordüre trägt zur Lesbarkeit eines Teppichs bei. Hauptbordüren können von schmaleren Nebenbordüren eingefasst werden und den Übergang zwischen Innenfeld und Außenkante vermitteln. Wiederholte Ranken, geometrische Zeichen oder stilisierte Blüten erzeugen dabei einen Rhythmus entlang der Längsseiten. Zusammen mit dem Innenfeld entsteht eine Komposition, die sowohl bei streng symmetrischen als auch bei bewegteren Entwürfen funktioniert.
Die Eignung für unterschiedliche Einrichtungsstile ergibt sich bei Hamadan-Teppichen aus dieser gestalterischen Bandbreite. Geometrische Muster lassen sich mit klaren Möbeln verbinden, während florale oder medaillonbetonte Entwürfe stärker auf traditionelle Räume verweisen können. Entscheidend ist die jeweilige Musteranordnung des einzelnen Teppichs. Die Bezeichnung Hamadan beschreibt die Herkunftstradition, nicht ein einziges verbindliches Muster.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören seine Herkunft aus Hamadan im Iran, die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Zustand ist sehr gut. Diese Eigenschaften verbinden eine traditionelle iranische Knüpftechnik mit einem Material, das für seine Widerstandsfähigkeit bekannt ist.
Die reichhaltige Musterwelt gehört zur Hamadan-Tradition und macht die regionale Gruppe vielseitig. Hamadan-Teppiche können in Wohnräumen, Fluren oder Büros eingesetzt werden; ihre robuste Wollqualität wird traditionell auch mit Bereichen verbunden, die im Alltag stärker genutzt werden. Welche Wirkung der Teppich im Raum entfaltet, hängt von seinem jeweiligen Entwurf und der vorhandenen Einrichtung ab.
Als handgeknüpftes Einzelstück besitzt dieser Teppich eine individuelle Verbindung von Material, Knotenstruktur und Muster. Die regionale Herkunft bleibt dabei klar von den Mustern anderer iranischer Zentren unterschieden. Kerman, Isfahan und Tabriz sind eigenständige Herkunftstraditionen, auch wenn ihre Motive in der persischen Teppichkunst häufig gemeinsam betrachtet werden.
FAQ
Wie pflege ich einen Hamadan-Teppich richtig?
Regelmäßiges vorsichtiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Bei Bedarf kann die Oberfläche mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Dabei sollte nicht mit großer Nässe gearbeitet werden, damit Wolle und Teppichaufbau geschont werden. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie die Farben mit der Zeit verblassen lassen kann. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine auf handgeknüpfte Wollteppiche spezialisierte Fachpflege.
In welchen Größen sind Hamadan-Teppiche erhältlich?
Hamadan-Teppiche werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Das Spektrum reicht von kleineren Läufern bis zu größeren Teppichen für Wohnbereiche. Neben klassischen rechteckigen Formen gibt es auch besondere Entwürfe, deren Proportionen auf eine bestimmte Raumwirkung ausgerichtet sind. Die Größe dieses Einzelstücks ist in den Produktangaben festgelegt; andere Hamadan-Teppiche können in ihren Abmessungen abweichen. Für die Auswahl ist es sinnvoll, die verfügbare Bodenfläche, die Möblierung und den gewünschten Randabstand zu berücksichtigen.
Woher stammen gute Hamadan-Teppiche?
Die Hamadan-Tradition stammt aus der Stadt Hamadan und den umliegenden Dörfern im Nordwesten Irans. Als wichtige Orte des regionalen Umfelds werden Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel genannt. Dort wurde die Knüpfkunst über Generationen weitergegeben. Die Teppiche werden besonders mit handwerklicher Erfahrung und der Verwendung widerstandsfähiger Wolle verbunden. Unterschiede zwischen einzelnen Stücken entstehen durch den jeweiligen Ort, die Werkstatt, die Knotendichte und den gewählten Entwurf.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |
















