Perserteppich Hamadan 153 x 103 cm Wolle handgeknüpft

604$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 153 x 103 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 9E2DC97E

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die handwerkliche Fertigung verbindet einzelne Knoten zu einer geschlossenen, belastbaren Oberfläche. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster nicht durch einen industriellen Druck, sondern Schritt für Schritt während des Knüpfens. Dadurch erhält jedes einzelne Stück seine eigene Ausführung. Die Wolle bildet einen strapazierfähigen Flor und vermittelt zugleich ein angenehmes Laufgefühl. Ihre Verwendung gehört zu den prägenden Merkmalen vieler Teppiche aus der Region Hamadan. Der Flor ist auf eine Nutzung im Wohnbereich ausgerichtet und verbindet praktische Widerstandsfähigkeit mit der für Wollteppiche typischen textilen Haptik.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt, wie viele einzelne Knoten in einer bestimmten Fläche verarbeitet wurden, und steht in engem Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines geknüpften Musters. Sie ermöglicht eine sachliche Einordnung der handwerklichen Verdichtung, ohne den Charakter des Wollflors zu ersetzen. Bei Hamadan-Teppichen können sowohl die Wolle als auch die Knüpfarbeit zur Haltbarkeit beitragen. Der vorliegende Teppich ist gut erhalten. Material, Herstellung und Erhaltungszustand bilden damit die wesentlichen sachlich benannten Eigenschaften dieses Einzelstücks.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den bekannten Teppichregionen Persiens. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf die Stadt und zugleich auf ein weit gefasstes Umfeld, in dem zahlreiche Dörfer eigene handwerkliche Traditionen entwickelt haben. Zu diesem regionalen Umfeld zählen Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Die Namen stehen für unterschiedliche lokale Ausprägungen innerhalb einer vielseitigen Teppichlandschaft. Deshalb werden Teppiche aus diesem Gebiet häufig unter dem Handelsnamen Hamadan zusammengefasst, auch wenn ihre Mustertraditionen nicht vollständig gleich sind.

Die Teppichknüpfkunst in Hamadan und den umliegenden Orten hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Sie ist mit ländlichen und städtischen Arbeitsweisen verbunden und zeigt, wie eng Material, Gebrauch und Gestaltung in der persischen Teppichkultur zusammengehören. Wolle war in vielen iranischen Regionen ein naheliegendes Material für robuste Bodenbeläge. Sie lässt sich verspinnen, färben und zu einem dichten Flor verarbeiten. Das handgeknüpfte Verfahren verlangt dabei wiederholte, präzise Arbeitsschritte: Knoten werden in Reihen gesetzt, das Gewebe wird gesichert und die Oberfläche wird im Verlauf der Herstellung geordnet.

Die regionale Vielfalt erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche nicht auf ein einziges Erscheinungsbild festgelegt sind. Je nach Dorf, Werkstatt und überlieferter Gestaltung können sich Aufbau, Ornamentik und Farbwirkung unterscheiden. Der Handelsname bezeichnet daher vor allem die Herkunftstradition und den kulturellen Zusammenhang der Region. Er ist kein Hinweis auf ein identisches Serienmuster. Gerade diese Verbindung aus gemeinsamem regionalem Hintergrund und unterschiedlichen lokalen Formen ist kennzeichnend für Hamadan-Teppiche.

Im weiteren Umfeld persischer Teppiche begegnen auch andere Herkunfts- und Gestaltungstraditionen. Bakhtiari-Teppiche sind beispielsweise für große florale Muster bekannt, während Tabriz-Teppiche mit feinen Details und eleganten Designs verbunden werden. Gabbeh-Teppiche werden häufig durch lebhafte Farben und geometrische Formen charakterisiert. Diese Bezüge machen die Vielfalt iranischer Teppiche sichtbar, ändern jedoch nicht die Herkunftsbezeichnung dieses Stücks: Es handelt sich um einen Hamadan Perserteppich aus Iran.

Design und Muster

Hamadan-Teppiche sind für vielfältige Designs bekannt. Das Spektrum reicht von traditionellen Mustern bis zu modernen Interpretationen. Diese Bandbreite ergibt sich aus den zahlreichen Dörfern und Werkstätten der Region sowie aus der langen Entwicklung ihrer Knüpftraditionen. Ein regionaler Teppich kann deshalb klar an überlieferten Ornamenten anknüpfen oder eine zurückhaltendere, zeitgenössisch wirkende Gestaltung aufnehmen. Die Bezeichnung Hamadan legt nicht fest, dass jedes Stück dasselbe Mittelmotiv, dieselbe Bordüre oder dieselbe Farbordnung besitzt.

Traditionelle persische Muster beruhen häufig auf der Gliederung einer Fläche. Ein zentrales Ornament, eine wiederholte Form oder ein Musterfeld kann von einer Bordüre eingefasst werden. Solche Ordnungen schaffen einen visuellen Zusammenhang zwischen Mitte, Rand und Übergängen. In anderen Entwürfen wird die Fläche stärker durch wiederkehrende geometrische Elemente gegliedert. Die handgeknüpfte Umsetzung übersetzt diese Entwürfe in einzelne Knoten und farbige Partien. Dadurch entsteht eine textile Oberfläche, bei der das Muster zugleich als Zeichnung und als Struktur wahrgenommen wird.

Moderne Interpretationen können traditionelle Formen vereinfachen, anders anordnen oder mit einer ruhigeren Gesamtwirkung verbinden. Die Vielfalt der Hamadan-Designs erlaubt deshalb unterschiedliche Einbindungen in klassische wie auch zeitgenössische Wohnumgebungen. Das bedeutet nicht, dass dieser einzelne Teppich einem bestimmten Einrichtungsstil zugeordnet werden muss. Seine im Angebot beschriebene Musterwelt ist vielfältig; die konkrete Gestaltung dieses Einzelstücks bleibt die Grundlage für die Betrachtung im Raum.

Auch die Gegenüberstellung mit anderen iranischen Traditionen hilft bei der Einordnung. Bakhtiari-Muster werden oft durch großflächige florale Formen geprägt. Tabriz steht in der Teppichkunde häufig für feine Details und elegante Kompositionen. Gabbeh verbindet man vielfach mit einer schlichten, funktionalen Gestaltung, lebhaften Farben und geometrischen Formen. Hamadan bildet daneben eine eigenständige regionale Tradition, deren Erscheinungsbild durch die Vielfalt der beteiligten Orte geprägt ist. Die Musterbezeichnung beschreibt daher die gestalterische Offenheit der Herkunftsregion und nicht eine zusätzliche Provinzangabe.

Besonderheiten

Zu den sachlich benannten Besonderheiten dieses Einzelstücks gehören der handgeknüpfte Aufbau, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und die vielfältigen Designs. Der Teppich ist gut erhalten. Die Kombination aus dichter handwerklicher Arbeit und belastbarem Wollmaterial erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche in der regionalen Teppichtradition eine praktische und zugleich gestalterische Rolle einnehmen. Die genaue Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Flor, Knoten und Muster.

Ein handgeknüpfter Teppich ist außerdem kein vollständig identisches Massenprodukt. Kleine Unterschiede in der Ausführung gehören zur Herstellung mit der Hand und machen die konkrete Arbeit nachvollziehbar. Bei diesem Stück bleiben die genannten Eigenschaften klar voneinander getrennt: Die Herkunft ist Hamadan in Iran, das Material ist widerstandsfähige Wolle, die Herstellung ist handgeknüpft, und der Zustand ist gut erhalten. Weitergehende Angaben zu Alter, Signatur oder einer bestimmten Werkstatt liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Was macht den Hamadan Perserteppich besonders?

Seine Besonderheit liegt in der Verbindung aus handgeknüpfter Fertigung, widerstandsfähiger Wolle und einer Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommt die für Hamadan typische Vielfalt der Designs. Die Region im Nordwesten Irans umfasst zahlreiche Dörfer mit eigenen Ausprägungen, weshalb Hamadan-Teppiche nicht auf ein einziges Muster beschränkt sind. Dieses Stück ist gut erhalten und verbindet damit die regional bekannte Handwerkstradition mit einem belastbaren Wollflor und einer vielseitigen Gestaltung.

Wie pflege ich meinen Hamadan Perserteppich?

Zur regelmäßigen Pflege genügt zunächst sorgfältiges Staubsaugen. Gelegentliches Ausklopfen kann ebenfalls dazu beitragen, den Teppich in gutem Zustand zu halten. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden, damit sie nicht dauerhaft in die textile Oberfläche einziehen. Dabei ist vorsichtiges Arbeiten sinnvoll, statt den Fleck stark zu reiben. Die widerstandsfähige Wolle unterstützt die praktische Nutzung, ersetzt aber keine angemessene Behandlung bei stärkeren Verschmutzungen. Bei einem größeren oder unklaren Schaden ist eine fachgerechte Teppichpflege die passende Maßnahme.

Wo finde ich Hamadan Perserteppiche?

Hamadan Perserteppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften und im Onlinehandel erhältlich. Beim Kauf sollte auf einen vertrauenswürdigen Händler geachtet werden, damit Herkunft, Material, Fertigung und Qualität nachvollziehbar bleiben. Bei einem Einzelstück sind die konkrete Beschreibung und die sichtbare Ausführung maßgeblich. Der Handelsname Hamadan verweist auf die iranische Herkunftstradition; die verschiedenen Dörfer der Region erklären zugleich, warum Muster und handwerkliche Ausprägungen unterschiedlich sein können. So lässt sich ein Teppich sachlich nach Herkunft und Eigenschaften einordnen.

Zusätzliche Informationen
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