Perserteppich Hamadan 144 x 107 cm Wolle handgeknüpft

657$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: ca. 150.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 144 x 107 cm | Muster: Traditionelles geometrisches Design | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 2F0A5412

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und aus Wolle gefertigt. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt und anschließend in das entstehende Gewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe wächst auf diese Weise ein Teppich, dessen Oberfläche aus vielen einzelnen Wollknoten besteht. Die Technik verlangt ein gleichmäßiges Arbeiten, weil die Ausführung des Knotens, die Spannung der Kette und die sorgfältige Weiterführung des Schusses gemeinsam die Stabilität des Gewebes bestimmen.

Wolle ist ein traditionelles Material für orientalische Teppiche. Sie lässt sich gut verspinnen, färben und zu einem belastbaren Flor verarbeiten. Ihre natürliche Faserstruktur gibt der Oberfläche eine griffige Beschaffenheit und unterstützt eine sachgerechte Nutzung im Wohnbereich. Bei einem handgeknüpften Wollteppich entsteht der Charakter nicht durch ein industrielles Druckverfahren, sondern durch die Verbindung von Material, Knoten und Muster während des gesamten Herstellungsprozesses.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt ca. 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten in einem bestimmten Flächenbereich und dient zur Einordnung der handwerklichen Ausführung. Sie ist nicht allein ein Qualitätsurteil, sondern zeigt, wie fein die Knüpfarbeit angelegt ist. Zusammen mit dem Wollflor und der handgeknüpften Konstruktion ergibt sich die technische Beschreibung dieses einzelnen Hamadan Teppichs.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus dem Iran und ist als Hamadan Teppich bezeichnet. Hamadan liegt im westlichen Iran und gehört zu den traditionsreichen Teppichregionen des Landes. Das Gebiet ist seit langer Zeit mit der Herstellung von Teppichen verbunden. Neben städtischen Werkstätten prägten auch kleinere Orte und ländliche Haushalte die regionale Knüpfkultur. Deshalb steht der Name Hamadan für eine weit gefächerte Gruppe iranischer Teppiche und nicht nur für ein einziges, streng festgelegtes Muster.

Die Teppichherstellung in der Region entwickelte sich aus einer Verbindung von häuslicher Arbeit, lokalem Handwerk und überlieferten Gestaltungsvorstellungen. Kenntnisse über das Spinnen der Wolle, das Färben der Garne, das Aufspannen der Kette und das Knüpfen wurden innerhalb von Familien und Werkstätten weitergegeben. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht dabei nicht in einem durchgehend standardisierten Produktionsablauf. Die Person, die ihn knüpft, arbeitet das Muster in den Knotenreihen Schritt für Schritt aus und passt die Ausführung an den jeweiligen Webstuhl und die vorhandenen Garne an.

Hamadan Teppiche werden häufig mit einer klaren, gut lesbaren Zeichensprache verbunden. Geometrische Formen, wiederholte Rauten, Hakenformen, stilisierte Blüten und kantig aufgefasste Pflanzenmotive gehören zum größeren Formenschatz westiranischer Knüpftraditionen. Diese Elemente können in Feldern, Bordüren oder gereihten Rapporten angeordnet sein. Die genaue Ausprägung variiert je nach Ort, Werkstatt und Entstehungszeit. Der Name Hamadan beschreibt daher die regionale Einordnung dieses Teppichs; er ersetzt nicht die Betrachtung seines individuellen Musters und seiner konkreten Ausführung.

Iranische Teppiche werden weltweit nach ihren Herkunftsregionen unterschieden, weil regionale Traditionen Einfluss auf Aufbau, Farbwahl und Komposition haben. Tabriz, Isfahan, Kashan, Kerman und weitere Zentren entwickelten jeweils eigene Schwerpunkte. Hamadan steht innerhalb dieser Vielfalt für eine westiranische Tradition, in der handwerkliche Herstellung und grafisch gefasste Muster eine wichtige Rolle spielen. Die Herkunft ist damit sowohl eine geografische Bezeichnung als auch ein Hinweis auf den kulturellen Zusammenhang, in dem die Knüpftechnik über Generationen gepflegt wurde.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als traditionelles geometrisches Design beschrieben. Geometrische Teppichmuster beruhen auf Linien, Winkeln, Flächen und wiederholten Formen. Anders als eine naturalistische Darstellung müssen sie ein Motiv nicht vollständig abbilden. Eine Blüte kann beispielsweise auf wenige stilisierte Konturen reduziert werden, während Rauten, Haken oder Sterne durch ihre Umrisse erkennbar bleiben. So entsteht eine ordnende Struktur, die sich über das Innenfeld und die Bordüren verteilen kann.

In der westiranischen Teppichkunst werden geometrische Formen oft so miteinander verbunden, dass ein ausgewogenes Verhältnis von Wiederholung und Abwandlung entsteht. Ein Muster kann aus einem zentralen Feld, seitlichen Begrenzungen und einer Hauptbordüre aufgebaut sein. Ebenso sind alloverartige Reihungen möglich, bei denen einzelne Motive über die gesamte Fläche verteilt werden. Welche dieser Ordnungen bei einem einzelnen Teppich verwendet wird, lässt sich nur an seiner tatsächlichen Oberfläche ablesen. Fest steht bei diesem Stück die traditionelle geometrische Ausrichtung.

Geometrische Muster haben in der Teppichgestaltung auch eine praktische Funktion. Sie lassen sich in Knot für Knot entstehenden Reihen klar entwickeln und können über die Breite des Webstuhls fortgeführt werden. Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet dabei mit einer Vorlage, einer eingeprägten Mustervorstellung oder einer Kombination aus beidem. Kleine Abweichungen sind ein natürlicher Bestandteil handwerklicher Fertigung und unterscheiden einen handgeknüpften Teppich von einem maschinell reproduzierten Produkt.

Die Wirkung eines geometrischen Entwurfs hängt nicht nur von den einzelnen Symbolen ab, sondern auch von ihrer Größe, ihrer Wiederholung und dem Verhältnis zwischen Muster und Grundfläche. Bordüren können ein Innenfeld rahmen und den Aufbau des Teppichs sichtbar gliedern. Ein regelmäßiger Rapport vermittelt Ordnung, während leicht veränderte Formen den handwerklichen Charakter erkennen lassen. Bei Hamadan Teppichen treffen solche klaren, regional geprägten Gestaltungsmittel auf die individuelle Ausführung des jeweiligen Stücks.

Besonderheiten

Der Teppich ist gut erhalten. Diese Zustandsangabe beschreibt den überlieferten Erhaltungszustand des einzelnen Stücks. Bei einem gebrauchten oder länger aufbewahrten handgeknüpften Teppich werden Zustand und Material immer gemeinsam betrachtet: Der Wollflor, die Knoten, die Kanten und die Rückseite gehören zu den Bereichen, die bei einer fachgerechten Beurteilung berücksichtigt werden. Die Bezeichnung gut erhalten ordnet dieses Exemplar entsprechend der vorhandenen Zustandsbeschreibung ein.

Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung aus iranischer Herkunft, Hamadan Zuordnung, handgeknüpfter Ausführung, Wollmaterial und traditionellem geometrischem Design. Diese Merkmale stehen in einer nachvollziehbaren Beziehung zueinander, ohne den Teppich auf ein allgemeines Serienbild zu reduzieren. Jedes handgeknüpfte Stück entsteht in einer eigenen Abfolge von Knoten und Farbpartien. Dadurch bleibt es ein einzelnes textiles Objekt mit einer konkreten regionalen und gestalterischen Einordnung.

FAQ

Wie wird ein Hamadan Perserteppich gepflegt?

Für einen handgeknüpften Wollteppich empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Staubsaugen. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig stark belastet werden. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da Licht die Farbwahrnehmung und die Fasern langfristig beeinflussen kann. Flüssigkeiten und Flecken werden möglichst sofort und vorsichtig behandelt, ohne sie tief in den Flor zu reiben. Bei einer gründlichen Reinigung ist eine auf Orientteppiche spezialisierte Fachreinigung sinnvoll. Die konkrete Methode sollte sich am Material Wolle, am Aufbau und am tatsächlichen Zustand orientieren.

Was zeichnet diesen Hamadan Teppich aus?

Dieser Teppich verbindet eine Herkunft aus dem Iran mit der regionalen Bezeichnung Hamadan. Er ist handgeknüpft, besteht aus Wolle und besitzt ein traditionelles geometrisches Design. Die angegebene Knotendichte von ca. 150.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt die Feinheit seiner Knüpfarbeit. Hinzu kommt der als gut erhalten beschriebene Zustand. Die Besonderheit liegt somit in der Verbindung von Material, Technik, regionaler Einordnung und klarer geometrischer Gestaltung.

Woher stammt der Hamadan Perserteppich?

Der Teppich stammt aus dem Iran und wird der Region Hamadan zugeordnet. Hamadan gehört zu den bekannten westiranischen Teppichgebieten. Dort haben sich über lange Zeit unterschiedliche lokale Formen der handwerklichen Teppichherstellung entwickelt. Regionale Namen können deshalb eine größere Gruppe von Teppichen mit verwandtem handwerklichem Hintergrund bezeichnen. Bei diesem Stück wird die Herkunft durch die Angaben Iran und Hamadan bestimmt; sein individuelles, traditionelles geometrisches Muster gehört zu seiner eigenen Ausführung.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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