Perserteppich Hamadan 139 x 80 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 604$Aktueller Preis ist: 528$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 139 x 80 cm | Muster: Vielfältige Designs in Blau und Rot | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: B75CA0D2

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wolle bildet den Flor und verleiht dem Teppich seine charakteristische textile Oberfläche. Schafswolle wird bei Hamadan-Teppichen traditionell wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Sie kann dicht verarbeitet werden und eignet sich dadurch für einen Teppich, der im Alltag genutzt wird.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Struktur des Teppichs eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Gewebe, in dem das Muster unmittelbar mit der Herstellung verbunden ist. Diese Arbeitsweise verlangt Zeit und sorgfältige Ausführung. Sie unterscheidet handgeknüpfte Teppiche von maschinell gefertigten Bodenbelägen, bei denen das Muster nach einem industriellen Verfahren erzeugt wird.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die Feinheit der handwerklichen Ausführung nachvollziehbar. Bei Hamadan-Teppichen kann die Knotendichte je nach Knüpfort, Entwurf und Ausführung variieren. Die Wolle und die handgeknüpfte Verarbeitung bestimmen gemeinsam den Aufbau des Teppichs.

Wolle nimmt Farbe gut auf und unterstützt eine klare Darstellung von Flächen, Linien und Ornamenten. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche griffig und natürlich in ihrer Struktur. Der Teppich verbindet damit ein robustes Material mit einer aufwendigen Herstellung von Hand. Weitere Materialangaben, etwa zur Kette, liegen für dieses Stück nicht vor.

Herkunft und Tradition

Der Hamadan Perserteppich stammt aus Nordwestiran, aus der Region Hamadan. Hamadan gehört zu den bekannten Teppichgebieten des Iran und steht für eine große Bandbreite handgeknüpfter Arbeiten. Die Stadt und ihr Umland bilden dabei keinen einzigen, vollkommen einheitlichen Stil. Vielmehr umfasst die Hamadan-Region zahlreiche Knüpforte, deren Arbeiten unter der gemeinsamen Bezeichnung Hamadan zusammengefasst werden.

Zu dieser Familie zählen unter anderem Assadabad, Khamseh und Nahawand. Die einzelnen Orte entwickelten eigene Gewohnheiten bei der Gestaltung von Feldern, Bordüren, Farben und Ornamenten. Deshalb können Hamadan-Teppiche trotz ihrer gemeinsamen regionalen Zuordnung sehr unterschiedlich wirken. Diese Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der Tradition und erklärt, warum die Bezeichnung Hamadan nicht für ein einziges festgelegtes Muster steht.

Die Teppichherstellung in der Region ist eng mit der ländlichen und städtischen Handarbeit verbunden. Überliefertes Wissen wird in der Auswahl der Wolle, im Aufbau der Knüpfung und in der Anordnung der Muster sichtbar. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht nicht in einem kurzen Produktionsschritt, sondern durch viele aufeinanderfolgende Arbeitsvorgänge. Die regionale Tradition zeigt sich daher sowohl in der technischen Ausführung als auch in der gestalterischen Freiheit.

Hamadan-Teppiche gehören zur persischen Kunsttradition und werden wegen ihrer unterschiedlichen Muster- und Farbkonstellationen eingeordnet. Die Region steht neben Hamadan auch im Zusammenhang mit weiteren iranischen Teppichtraditionen. Tabriz ist beispielsweise für detaillierte Muster und ausgearbeitete Farbverläufe bekannt, während Kerman häufig mit floralen Motiven und hoher Knotendichte verbunden wird. Shiraz wird eher mit einem rustikalen Charakter und natürlichen Farbstoffen in Verbindung gebracht. Diese Beispiele zeigen die Vielfalt iranischer Teppichgebiete, ohne die verschiedenen Herkunftsorte gleichzusetzen.

Die regionale Herkunft ist deshalb ein wichtiger Teil der Einordnung dieses Teppichs. Hamadan verweist auf Nordwestiran und auf eine weit verzweigte Handwerkstradition. Gleichzeitig lässt die Bezeichnung Raum für unterschiedliche Entwürfe aus der Stadt, der Umgebung und den zugehörigen Knüpforten. So verbindet der Name eine geografische Herkunft mit einer vielgestaltigen Gruppe persischer Teppiche.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird durch vielfältige Gestaltungen in Blau und Rot beschrieben. Diese beiden Farbbereiche können in persischen Teppichen auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden: als Grundfarbe, in Bordüren, in einzelnen Ornamenten oder in klar voneinander abgegrenzten Feldern. Die Farbangabe bezeichnet dabei die sichtbare Gestaltung dieses Stücks, ohne ein bestimmtes Einzelmotiv festzulegen.

Hamadan-Teppiche sind für ihre Bandbreite an Mustern bekannt. Geometrische Formen können mit geraden Linien, Rauten, Haken, Medaillons oder wiederholten kleinen Ornamenten aufgebaut werden. Florale Motive setzen dagegen Blätter, Blüten und stilisierte Pflanzenformen ein. Viele Entwürfe verbinden geometrische Ordnung mit floralen Einzelheiten. Entscheidend ist, dass die Muster nicht nur dekorativ wirken, sondern die Fläche in ein ausgewogenes Verhältnis von Feld und Rand gliedern.

Ein Teppichfeld bildet gewöhnlich den zentralen Bereich der Gestaltung. Darum können eine oder mehrere Bordüren angeordnet sein, die das Innere rahmen und den Blick führen. Bei regionalen Hamadan-Entwürfen kommen sowohl streng gegliederte Kompositionen als auch freiere Wiederholungen vor. Kleine Ornamente können über das Feld verteilt werden, während größere Formen einen Schwerpunkt bilden. Aus dieser Kombination entsteht die für Hamadan typische Vielfalt, ohne dass jeder Teppich demselben Schema folgen muss.

Blau und Rot gehören zu den Farbrichtungen, die bei persischen Teppichen häufig eine prägende Rolle spielen. Blau kann eine ruhige, tiefe Fläche bilden oder als Kontrast zu helleren und wärmeren Tönen eingesetzt werden. Rot kann Felder, Bordüren oder einzelne Musterteile hervorheben. Das Zusammenspiel beider Farben gibt der Gestaltung Klarheit und lässt geometrische wie florale Strukturen deutlich hervortreten. Bei diesem Teppich werden die Designs ausdrücklich als vielfältig in Blau und Rot angegeben.

Die Mustertradition der Hamadan-Region ist auch deshalb interessant, weil verschiedene Knüpforte eigene Bildsprachen ausgebildet haben. Assadabad, Khamseh und Nahawand werden der Hamadan-Familie zugerechnet, können sich aber in der Gewichtung von Ornamenten und Farbflächen unterscheiden. Ein Hamadan-Teppich ist somit nicht auf ein einzelnes Motiv reduziert. Seine Gestaltung steht für eine regionale Gruppe, in der überlieferte Formen, handwerkliche Entscheidungen und unterschiedliche Entwürfe zusammenkommen.

Besonderheiten

Der Teppich wird als gut erhalten beschrieben. Seine Ausführung ist handgeknüpft, der Flor besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die angegebene Knotendichte reicht von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Zusammen mit der Herkunft aus der Hamadan-Region und der Gestaltung in Blau und Rot ergibt sich eine klare Einordnung als persischer Hamadan-Teppich.

Jedes handgeknüpfte Stück ist ein Unikat, weil die einzelnen Arbeitsschritte, die Farbverteilung und die Ausführung nicht vollständig industriell vereinheitlicht werden. Bei diesem Teppich verbindet sich diese individuelle Herstellung mit einer regional vielfältigen Mustertradition. Die Angaben zu Zustand, Material, Herkunft und Gestaltung beschreiben genau die Merkmale, die für seine Einordnung relevant sind.

FAQ

Wie pflege ich meinen Hamadan Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig und sanft abgesaugt werden. Dabei empfiehlt sich eine schonende Einstellung, damit die Wolloberfläche nicht unnötig belastet wird. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit verblassen lassen kann. Bei stärkerer Verschmutzung ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Eine fachgerechte Behandlung berücksichtigt die handgeknüpfte Verarbeitung und das verwendete Wollmaterial.

Sind Hamadan Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Hamadan Perserteppiche sind in der Regel für Fußbodenheizungen geeignet. Die verwendete Wolle sorgt für eine angenehme Wärme und unterstützt die Regulierung des Raumklimas. Vor der Auslegung sollte dennoch geprüft werden, ob die Bedingungen des jeweiligen Raumes passen. Wichtig ist außerdem, den Teppich eben zu platzieren und die Pflegehinweise für die handgeknüpfte Wolloberfläche zu beachten.

Wie erkenne ich die Echtheit eines Hamadan Teppichs?

Bei der Einordnung helfen mehrere Merkmale: die Knotendichte, das verwendete Material, die Gestaltung und die handwerkliche Ausführung. Ein echter Hamadan-Teppich wird von Hand geknüpft. Auch die Qualität der Wolle und die Verbindung von regionaler Herkunft mit einer vielfältigen Muster- und Farbgestaltung sind wichtige Hinweise. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf Nordwestiran und die Hamadan-Region, nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster.

Zusätzliche Informationen
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