Perserteppich Hamadan 127 x 77 cm Wolle handgeknüpft

502$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 127 x 77 cm | Muster: Vielfältige Designs in Blau und Rot | Herkunft: Nordwestiran

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Inventarnummer: 9AECE789

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Wolle wird bei Hamadan-Teppichen traditionell häufig eingesetzt, weil sie eine robuste und zugleich weiche Grundlage für den Flor bildet. Die Verbindung aus natürlichem Material und handwerklicher Knüpftechnik gehört zu den charakteristischen Merkmalen dieser Teppichgruppe. Beim Handknüpfen entsteht der Flor Knoten für Knoten. Die Arbeit erfordert eine gleichmäßige Führung des Fadens und eine sorgfältige Abstimmung von Farben, Linien und Flächen.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt im Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die Feinheit der Ausführung vergleichbar. Sie steht bei Hamadan-Teppichen neben dem verwendeten Wollmaterial und der handwerklichen Ausführung. Die Wolle ist als widerstandsfähig beschrieben und verleiht dem Teppich eine belastbare textile Oberfläche. Die Angaben zur Verarbeitung nennen Handknüpfung und Wollflor; weitere Materialschichten werden nicht ausgewiesen.

Herkunft und Tradition

Hamadan-Teppiche stammen aus dem Nordwesten des Iran. Die Stadt Hamadan ist der namensgebende Mittelpunkt dieser Teppichtradition. Zugleich wird die Bezeichnung Hamadan als Sammelbegriff für eine größere kulturelle und handwerkliche Region verwendet. In diesem Gebiet entstehen Teppiche mit unterschiedlichen Mustern und Ausprägungen. Die gemeinsame Bezeichnung verweist daher auf eine regionale Verbindung, nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster.

Die Teppichherstellung in Nordwestiran ist von einer hohen Produktivität und einer ausgeprägten handwerklichen Tradition geprägt. Verschiedene Orte der Region tragen zu dieser Tradition bei. Zu den genannten Herkunfts- und Herstellungsorten gehören Assadabad, Khamseh, Hosseinabad, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Ihre Teppiche werden häufig unter Hamadan zusammengefasst, weil sie kulturelle und handwerkliche Gemeinsamkeiten teilen. Gleichzeitig können sich Zeichnung, Farbwahl und Aufbau zwischen den einzelnen Orten unterscheiden.

Die regionale Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil des Begriffs Hamadan. Ein Teppich aus dieser Gruppe steht deshalb für die Verbindung von lokaler Herstellung und einem übergeordneten nordwestiranischen Stilraum. Die Handwerker der Region arbeiten mit überlieferten Formen und passen deren Anordnung an unterschiedliche Entwürfe an. So umfasst die Hamadan-Tradition sowohl klar gegliederte geometrische Kompositionen als auch Muster mit floralen Anklängen. Die handgeknüpfte Herstellung bewahrt dabei den Charakter eines von Hand gefertigten Einzelstücks.

Die Geschichte dieser Teppichregion ist eng mit der Weitergabe von Wissen innerhalb örtlicher Werkstätten und ländlicher Produktionsgemeinschaften verbunden. Muster, Farbkombinationen und technische Vorgehensweisen werden über Generationen weiterentwickelt. Dabei entsteht keine vollständig einheitliche Linie, sondern eine Gruppe verwandter Formen. Die Bezeichnung Hamadan hilft, diese regionale Vielfalt einzuordnen. Sie verweist auf den nordwestiranischen Ursprung und auf die lange Verbindung zwischen den genannten Orten, ihren Webern und dem Handel mit handgeknüpften Teppichen.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird durch vielfältige Muster in Blau und Rot bestimmt. Diese Farbrichtung gehört zu den im Ausgangstext beschriebenen Merkmalen des Hamadan-Teppichs. Blaue und rote Töne können in unterschiedlichen Verhältnissen auftreten und den Charakter einer Komposition deutlich verändern. In der regionalen Gestaltung werden sie häufig durch erdige Nuancen ergänzt. Dadurch entstehen Farbflächen, in denen kräftige Akzente und zurückhaltendere Töne miteinander verbunden sind.

Hamadan-Muster reichen von geometrischen Formen bis zu floralen Motiven. Geometrische Entwürfe ordnen Linien, Rauten, Haken, Felder oder wiederkehrende Symbole in einer klaren Struktur. Florale Motive greifen dagegen die Sprache von Blüten, Blättern und stilisierten Pflanzen auf. In traditionellen Teppichmustern werden solche Formen nicht als naturgetreue Abbildung ausgeführt, sondern in eine textile Ordnung übertragen. Ihre Wirkung entsteht aus Wiederholung, Spiegelung, Rhythmus und dem Verhältnis von Innenfeld und Randgestaltung.

Die Vielfalt der Muster ist mit der regionalen Herkunft verbunden. Assadabad, Khamseh, Hosseinabad, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel werden als Orte genannt, die zur Herstellung von Hamadan-Teppichen beitragen. Zwischen den Erzeugnissen dieser Orte können Unterschiede in der Zeichnung und in der Gewichtung von geometrischen oder floralen Elementen bestehen. Der Sammelbegriff Hamadan umfasst somit mehrere verwandte Ausdrucksformen. Das Muster bleibt regional verankert, ohne auf eine einzige Vorlage beschränkt zu sein.

Blau und Rot werden in der Gestaltung häufig mit erdigen Farben kombiniert. Eine solche Palette kann die einzelnen Musterbereiche voneinander abheben und zugleich eine Verbindung zwischen ihnen schaffen. Bei geometrischen Zeichnungen betonen Farbübergänge die Gliederung von Feldern und Bordüren. Bei floralen Motiven unterstützen sie die Lesbarkeit stilisierter Blätter und Blüten. Die symbolischen Bedeutungen, die traditionelle Motive tragen können, gehören ebenfalls zur überlieferten Bildsprache iranischer Teppiche, ohne dass jedem einzelnen Zeichen nur eine einzige Deutung zugeordnet werden muss.

Die Gestaltung eines Hamadan-Teppichs verbindet damit regionale Wiedererkennbarkeit und individuelle Ausarbeitung. Die Muster können streng geordnet oder abwechslungsreich gegliedert sein. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Farbe, Form und Wiederholung. Bei diesem Teppich werden Blau und Rot als prägende Farben sowie vielfältige Designs genannt. Die konkrete Wirkung entsteht aus ihrer Anordnung innerhalb der handgeknüpften Fläche und aus der Art, wie geometrische und florale Gestaltungselemente miteinander verbunden werden.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor und die angegebene Knotendichte. Die Wolle wird als widerstandsfähig beschrieben und zugleich mit einer weichen Haptik verbunden. Die Farbgestaltung in Blau und Rot gibt dem Stück eine klare regionale Einordnung, während die vielfältigen Designs den Formenreichtum der Hamadan-Tradition zeigen.

Die Herkunft aus Nordwestiran verbindet den Teppich mit einer produktiven Teppichregion, in der mehrere Städte und Dörfer an einer gemeinsamen kulturellen und handwerklichen Tradition beteiligt sind. Die Bezeichnung Hamadan steht deshalb sowohl für die Stadt als auch für den größeren regionalen Zusammenhang. Für die Pflege werden regelmäßiges Staubsaugen und gelegentliches Ausklopfen genannt. Bei Flecken kommen spezielle Teppichreiniger oder eine professionelle Reinigung infrage.

FAQ

Wie erkenne ich einen echten Hamadan-Teppich?

Ein Hamadan-Teppich lässt sich anhand mehrerer zusammenwirkender Merkmale einordnen. Dazu gehören die Herkunft aus dem nordwestiranischen Hamadan-Raum, eine handwerkliche Ausführung, hochwertige beziehungsweise widerstandsfähige Wolle sowie eine vielfältige Farb- und Mustersprache. Auch die Knotendichte kann bei der Beurteilung eine Rolle spielen, weil sie Hinweise auf die Feinheit der Ausführung gibt. Blau- und Rottöne, geometrische Formen und florale Motive sind typische Gestaltungselemente der beschriebenen Tradition. Da Hamadan als Sammelbegriff für mehrere Orte verwendet wird, können Muster und technische Einzelheiten unterschiedlich ausfallen. Für eine verlässliche Einschätzung sollten daher Herkunft, Material, Knüpfung, Zeichnung und Verarbeitung gemeinsam betrachtet werden.

Welche Pflege benötigt ein Hamadan-Teppich?

Für die laufende Pflege genügt regelmäßiges Staubsaugen, damit sich loser Staub nicht dauerhaft im Flor sammelt. Gelegentliches Ausklopfen wird ebenfalls empfohlen. Dabei sollte der Teppich schonend behandelt werden, damit die geknüpfte Struktur und die Wolloberfläche nicht unnötig belastet werden. Bei Flecken ist der vorsichtige Einsatz eines speziellen Teppichreinigers möglich. Wenn die Verschmutzung stärker ist oder eine Behandlung unsicher erscheint, sollte eine professionelle Reinigung gewählt werden. Eine regelmäßige, zurückhaltende Pflege trägt dazu bei, die Eigenschaften der widerstandsfähigen Wolle und die Wirkung der Farben zu erhalten.

Wo kann ich einen Hamadan-Teppich kaufen?

Hamadan-Teppiche werden in Fachgeschäften für Teppiche, in Antiquitätenläden und im Onlinehandel angeboten. Beim Kauf ist es sinnvoll, auf einen vertrauenswürdigen Händler zu achten. Angaben zu Herkunft, Material, Knüpftechnik, Muster und Knotendichte sollten nachvollziehbar beschrieben sein. Da Hamadan mehrere Herstellungsorte und unterschiedliche regionale Ausprägungen umfasst, kann ein Vergleich verschiedener Stücke hilfreich sein. Die Prüfung der Wolle, der handgeknüpften Ausführung, der Farbgestaltung und der Verarbeitung unterstützt eine sachliche Beurteilung. Ein seriöses Angebot sollte außerdem klar zwischen dem regionalen Ursprung Hamadan und bloßen Musterbezeichnungen unterscheiden.

Zusätzliche Informationen
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