



Perserteppich Hamadan 120 x 79 cm Wolle handgeknüpft
502$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: widerstandsfähige Wolle | Größe: 120 x 79 cm | Muster: vielfältige Designs | Zustand: gut erhalten
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Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Verwendung von Wolle gehört zu den prägenden Merkmalen vieler Teppiche aus der Region Hamadan. Das Material ist für seine Langlebigkeit bekannt und eignet sich für einen Teppich, der im Alltag genutzt wird. Die Wollfasern fühlen sich angenehm an und verleihen der Oberfläche eine natürliche, textile Struktur. Zugleich besitzt Wolle isolierende Eigenschaften. Dadurch kann ein Wollteppich zu unterschiedlichen Jahreszeiten als angenehm empfunden werden, ohne dass sich seine Funktion auf eine bestimmte Wohnsituation beschränkt.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster Knoten für Knoten auf einem Trägergewebe. Die Knotendichte beschreibt dabei, wie eng die einzelnen Knoten angeordnet sind. Sie steht in Zusammenhang mit der möglichen Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Musterdetails, ist aber nicht das alleinige Merkmal für die Qualität eines Teppichs. Wolle, Knüpftechnik, Ausführung und Erhaltungszustand gehören ebenfalls zur sachlichen Beurteilung.
Die handwerkliche Herstellung macht jeden Teppich zu einem einzelnen Stück. Beim Knüpfen wird das Motiv schrittweise aufgebaut, während die Knoten von Hand gesetzt und anschließend in Form gebracht werden. Im Unterschied zu einem maschinell gefertigten Bodenbelag weist ein handgeknüpftes Stück die Merkmale individueller Arbeit auf. Die robuste Wolle verbindet sich dabei mit einer traditionellen Herstellungsweise, die in Hamadan und den umliegenden Knüpfgebieten über lange Zeit weitergegeben wurde.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Hamadan ist eine Stadt mit einer großen Zahl an Teppichknüpfereien und gilt als eine der produktivsten Regionen für handgeknüpfte Teppiche. Der Name Hamadan bezeichnet im Handel deshalb nicht nur eine einzige, eng begrenzte Werkstatttradition. Er steht auch für ein weit gefasstes Herkunftsgebiet, in dem verschiedene Dörfer und lokale Knüpfzentren eigene Arbeitsweisen entwickelt haben.
Zu diesem Herkunftsraum gehören unter anderem Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Die einzelnen Orte sind für besondere Knottechniken und eigene gestalterische Ausprägungen bekannt. Unterschiede können sich in der Anordnung der Motive, in der Farbwirkung, in der Linienführung und in der Ausführung des Teppichgrundes zeigen. Gerade diese regionale Vielfalt erklärt, warum unter dem Handelsnamen Hamadan zahlreiche Teppiche mit unterschiedlichem Charakter angeboten werden. Eine einheitliche Gestaltung ist für diese Herkunft daher nicht vorauszusetzen.
Die Teppichkultur Hamadans ist in die lange persische Knüpftradition eingebettet. In den Dörfern und Werkstätten der Region werden Erfahrungen zu Material, Farbgebung, Knotung und Musteraufbau von Generation zu Generation weitergegeben. Die Arbeit beginnt mit dem Aufbau des Gewebes und führt über das Einsetzen der farbigen Wollknoten bis zur abschließenden Bearbeitung der Oberfläche. Das Ergebnis ist ein Teppich, dessen Erscheinungsbild sowohl von der regionalen Tradition als auch von der jeweiligen Werkstatt und der Hand der knüpfenden Person geprägt wird.
Die Bezeichnung Hamadan verweist somit auf eine iranische Teppichregion mit vielen lokalen Varianten. Sie ist nicht mit einem einzigen Dekor oder einer festgelegten Farbpalette gleichzusetzen. Neben Hamadan sind im Iran weitere bekannte Teppichzentren vertreten. Kerman, Tabriz und Isfahan stehen ebenfalls für eigene regionale Entwicklungen und traditionelle Muster. Nain und Kashan werden häufig mit aufwendigen Dessins und hoher Knotendichte verbunden. Diese Namen beschreiben jeweils andere Herkunfts- und Gestaltungstraditionen; dieser Teppich ist Hamadan zugeordnet.
Design und Muster
Die Designs von Hamadan-Teppichen sind vielfältig. Das Spektrum reicht von geometrischen Mustern bis zu floralen Motiven. Manche Entwürfe wirken durch klar gegliederte Formen und rhythmische Linien, während andere eine stärker pflanzliche Ornamentik verwenden. Diese Vielfalt ist eine Folge der zahlreichen Dörfer und Knüpfzentren im Herkunftsgebiet. Sie ermöglicht unterschiedliche Gestaltungen, ohne dass die Zuordnung zu Hamadan dadurch verloren geht.
Zu den in der Hamadan-Tradition bekannten Musterbezeichnungen gehören Göl und Safi. Göl bezeichnet Blumenmuster, während Safi mit geometrischen Designs verbunden wird. Geometrische Muster können durch Rauten, Medaillons, wiederkehrende Linien oder klar voneinander abgegrenzte Felder aufgebaut sein. Florale Motive greifen dagegen Blüten, Blätter und stilisierte Pflanzenelemente auf. In persischen Teppichen werden solche Formen häufig nicht naturgetreu kopiert, sondern in eine dekorative, klar lesbare Zeichensprache übertragen.
Die Musterwirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Fläche, Kontur und Farbe. Ein zentrales Motiv kann den Blick in der Mitte sammeln, während kleinere Ornamente den übrigen Fond gliedern. Bei einem stärker alloverartigen Aufbau verteilt sich die Dekoration über die gesamte Fläche. Welche Wirkung ein bestimmter Entwurf entwickelt, hängt von der Dichte der Ornamente, vom Verhältnis zwischen Fond und Bordüre sowie von der Ausarbeitung der Linien ab. Die Bezeichnung vielfältige Designs beschreibt bei Hamadan daher ein breites gestalterisches Feld und kein einzelnes verbindliches Muster.
Hamadan-Teppiche sind häufig in lebhaften Farben gehalten. In der überlieferten Teppichherstellung werden Farbstoffe verwendet, die aus natürlichen Quellen gewonnen werden können. Farbwahl und Farbabstufung beeinflussen, ob ein geometrischer Entwurf streng, ruhig oder bewegt erscheint und wie deutlich sich florale Formen vom Grund abheben. Bei der Betrachtung eines einzelnen Teppichs bleiben dennoch die konkrete Farbzusammenstellung und die sichtbare Musteranordnung maßgeblich. Dieser Teppich wird durch vielfältige Designs charakterisiert; ein einzelnes Göl- oder Safi-Motiv ist für ihn nicht ausdrücklich festgelegt.
Besonderheiten
Zu den festgehaltenen Merkmalen dieses Stücks gehören die Herkunft aus Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle, die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und die vielfältigen Designs. Der Teppich ist gut erhalten. Die Kombination aus strapazierfähigem Material und traditioneller Handarbeit erklärt seine Einordnung als alltagstauglicher Perserteppich aus einer bedeutenden iranischen Knüpfregion. Die Wolle wirkt zudem schmutzabweisend und lässt sich bei regelmäßiger Pflege einfach behandeln.
Für die laufende Pflege genügt in der Regel regelmäßiges Staubsaugen. Direkte, andauernde Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben geschont werden. Bei einem Fleck empfiehlt sich eine zeitnahe Behandlung mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Auf aggressive Mittel und starkes Reiben sollte verzichtet werden, weil dadurch Fasern und Farbwirkung beeinträchtigt werden können. Eine fachgerechte Teppichwäsche ist bei stärkerer Verschmutzung die geeignete Maßnahme.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen hält die Oberfläche frei von losem Schmutz. Der Teppich sollte außerdem vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei Flecken wird empfohlen, sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel zu arbeiten. Dabei sollte der Fleck vorsichtig behandelt und nicht kräftig eingerieben werden. Da Wolle schmutzabweisende Eigenschaften besitzt, ist im normalen Gebrauch meist eine einfache, regelmäßige Pflege ausreichend. Bei starker Verschmutzung sollte eine professionelle Reinigung beauftragt werden.
Woher stammt der Hamadan-Perserteppich?
Der Hamadan-Perserteppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Das Herkunftsgebiet umfasst neben der Stadt zahlreiche umliegende Dörfer und Knüpfzentren. Dazu zählen Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Diese Orte sind für eigene Knottechniken und unterschiedliche Designs bekannt. Deshalb kann ein Teppich mit der Handelsbezeichnung Hamadan verschiedene regionale Ausprägungen zeigen, ohne dass seine Zuordnung zur Hamadan-Tradition widersprüchlich ist.
Was macht den Hamadan-Perserteppich besonders?
Charakteristisch sind die handgeknüpfte Herstellung, die Verwendung widerstandsfähiger Wolle, die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und die Vielfalt der Designs. Hamadan-Teppiche können geometrische Muster ebenso wie florale Motive zeigen. Die regionale Herkunft verbindet zahlreiche Dörfer und Werkstätten mit eigenen Arbeitsweisen. Bei diesem Stück kommt der gut erhaltene Zustand als weiteres festgehaltenes Merkmal hinzu.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












