Perserteppich Hamadan 115 x 68 cm Wolle handgeknüpft

511$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 115 x 68 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 489FA78D

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Verbindung aus traditioneller Handarbeit und einem robusten Naturmaterial prägt den Charakter des Teppichs. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das vorbereitete Grundgewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so eine geschlossene Oberfläche, in der das Muster unmittelbar mit der Herstellung verbunden ist. Anders als bei industriell gefertigten Bodenbelägen ist die handwerkliche Arbeit an der Struktur des Teppichs erkennbar. Die Wolle bildet dabei den sichtbaren Flor und verleiht der Oberfläche eine natürliche, strapazierfähige Beschaffenheit.

Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk seit Jahrhunderten verwendet, weil sie belastbar und vielseitig einsetzbar ist. Ihre Fasern können zu einem dichten Flor verarbeitet werden und eignen sich dadurch für Teppiche, die im Alltag genutzt werden. Bei diesem Stück wird die Wolle als widerstandsfähiges Material beschrieben. Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Spannweite gehört zum überlieferten Spektrum, in dem Hamadan-Teppiche geknüpft werden, und steht für eine handwerklich ausgearbeitete Oberfläche.

Die Herstellung von Hand verlangt Ausdauer, Erfahrung und eine genaue Abstimmung von Knoten, Reihen und Farben. Das Motiv wird nicht lediglich auf die fertige Oberfläche aufgetragen, sondern entsteht aus der Anordnung der farbigen Knüpffäden. Dadurch hängen Zeichnung, Haptik und Aufbau eng zusammen. Die Wolle unterstützt diese Arbeitsweise, weil sie sich färben, verspannen und zu einem widerstandsfähigen Flor verarbeiten lässt. Die Ausführung als handgeknüpfter Perserteppich ordnet das Stück der klassischen iranischen Teppichherstellung zu.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichherstellung. Die Stadt ist von zahlreichen Dörfern umgeben, in denen sich eigene Traditionen des Knüpfens entwickelt haben. Zu den bekannten Orten der Region zählen Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte steht innerhalb der regionalen Teppichlandschaft für eine gewachsene handwerkliche Umgebung. Die Bezeichnung Hamadan verweist damit auf eine weit gefasste Herkunftsregion, in der viele Dörfer an der Herstellung von Teppichen beteiligt sind.

Die Teppichkultur von Hamadan ist durch die Verbindung von praktischer Nutzung und dekorativer Gestaltung geprägt. In einer Region mit zahlreichen Knüpfzentren wurden Teppiche für unterschiedliche Räume, Bedürfnisse und Geschmäcker gefertigt. Diese Vielfalt erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht einem einzigen unveränderlichen Muster folgen. Stattdessen begegnen sich geometrische Dorfmotive, florale Zeichnungen und traditionelle persische Gestaltungselemente. Die regionale Identität zeigt sich deshalb sowohl in der handwerklichen Ausführung als auch in der großen Bandbreite der Entwürfe.

Hamadan-Teppiche werden wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer eigenständigen Designs geschätzt. Die robuste Wolle passt zu einer Herstellung, bei der ein langlebiger Gebrauch eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig ermöglicht die handwerkliche Arbeit eine differenzierte Gestaltung der Fläche. Farben und Formen werden so miteinander verbunden, dass sowohl klar gegliederte als auch stärker ornamentale Kompositionen entstehen können. Die Tradition der Region ist daher nicht nur eine Geschichte einzelner Muster, sondern auch eine Geschichte lokaler Werkstätten, Familien und Dörfer, in denen Wissen über Generationen weitergegeben wurde.

Innerhalb der iranischen Teppichkunst steht Hamadan neben weiteren bekannten Herkunftsgebieten. Kerman ist für florale Muster und seine ausgeprägte handwerkliche Tradition bekannt. Isfahan wird mit komplexen Mustern und dem Einsatz von Seide verbunden. Auch Tabriz und Shiraz haben sich durch kunstvolle Designs und feine Materialien einen Namen gemacht. Diese Orte unterscheiden sich in ihren regionalen Ausdrucksformen, teilen jedoch die grundlegende Bedeutung von Handarbeit, Materialkenntnis und überliefertem Gestaltungswissen. Der Hamadan-Teppich bleibt dabei durch seine eigene regionale Vielfalt klar erkennbar.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Hamadan-Teppiche können geometrische Formen, florale Designs und traditionelle persische Motive aufnehmen. Geometrische Muster arbeiten häufig mit klaren Linien, wiederkehrenden Formen und einer nachvollziehbaren Gliederung der Fläche. Florale Muster bringen Blüten, Blätter und Ranken in eine ornamentalere Ordnung. Traditionelle persische Motive verbinden solche Elemente mit überlieferten Bildzeichen und Kompositionsregeln. Die unterschiedlichen Möglichkeiten machen die Hamadan-Tradition wandelbar, ohne ihren Bezug zur persischen Teppichkunst zu verlieren.

Ein wichtiges Merkmal regionaler Teppiche ist das Verhältnis von Feld und Bordüre. Das zentrale Feld trägt den Hauptentwurf, während eine oder mehrere Bordüren die Komposition fassen und ihr einen klaren Abschluss geben können. Bei geometrischen Entwürfen entsteht die Wirkung aus der Wiederholung und der ausgewogenen Anordnung einzelner Formen. Bei floralen Darstellungen entsteht sie aus dem Zusammenspiel von Ranken, Blüten und Zwischenräumen. Welche konkrete Anordnung dieses Einzelstück zeigt, wird in den Produktangaben nicht weiter aufgeschlüsselt; festgehalten ist die Vielfalt der Designs.

Die Farbwelt von Hamadan-Teppichen reicht traditionell von tiefen Rottönen über sanfte Blautöne bis zu erdigen Nuancen. Solche Farben können miteinander kombiniert werden, um Kontraste und ruhige Übergänge zu schaffen. Rot kann einem Feld Wärme geben, Blau kann eine kühlere Ordnung einbringen, und erdige Töne können die Gesamtwirkung ausgleichen. Die Farbwahl dient dabei nicht nur der Dekoration. Sie hilft auch, einzelne Motive voneinander abzuheben und die Gliederung eines Teppichs lesbar zu machen. Das konkrete Stück wird als Teppich mit vielfältigen Designs beschrieben, ohne eine einzelne Farbkombination festzulegen.

Persische Muster sind häufig nicht auf eine einzige Darstellungsweise beschränkt. Ein Entwurf kann geometrische Strenge mit floralen Anklängen verbinden oder traditionelle Motive in vereinfachter Form wiedergeben. Diese Offenheit gehört zur regionalen Vielfalt von Hamadan. Sie ermöglicht es, Teppiche mit unterschiedlichem dekorativem Charakter herzustellen und sie in verschiedene Einrichtungsstile einzuordnen. Die Muster erzählen dabei von der kulturellen Tradition der Region, ohne dass jedes einzelne Motiv eine festgelegte Bedeutung haben muss.

Besonderheiten

Zu den genannten Eigenschaften dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die vielfältigen Designs und der gut erhaltene Zustand. Die Wolle wird als schmutzabweisend und pflegeleicht beschrieben. Deshalb eignet sich ein solcher Teppich grundsätzlich auch für stärker frequentierte Bereiche wie Wohnzimmer oder Flure. Die Pflegeleichtigkeit ersetzt keine sorgfältige Behandlung, erleichtert aber den regelmäßigen Umgang mit dem Naturmaterial. Die Größen von Hamadan-Teppichen können unterschiedlich ausfallen; dieses Stück ist in einem kompakten Format gefertigt.

Ein handgeknüpfter Teppich ist ein eigenständiges textiles Werk, bei dem Material, Muster und Arbeitsprozess zusammengehören. Seine regionale Bezeichnung verbindet ihn mit Hamadan im Iran, während die abwechslungsreiche Gestaltung den Formenreichtum dieser Herkunftsregion widerspiegelt. Der gut erhaltene Zustand ist eine weitere ausdrücklich genannte Eigenschaft dieses Einzelstücks.

FAQ

Welche Muster sind für Hamadan-Teppiche typisch?

Typisch ist eine große Bandbreite an Gestaltungen. Dazu gehören geometrische Formen, florale Designs und traditionelle persische Motive. Geometrische Kompositionen wirken durch Linien, Wiederholungen und klar abgegrenzte Flächen. Florale Entwürfe arbeiten mit Blüten, Blättern und Ranken. Traditionelle persische Motive greifen überlieferte Gestaltungselemente auf. Die Hamadan-Tradition ist deshalb nicht auf ein einziges Muster festgelegt, sondern verbindet unterschiedliche Ausdrucksformen innerhalb einer regionalen Teppichkultur.

Wie pflegt man einen Hamadan-Teppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden. Frische Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch vorsichtig abwischen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Für stärkere oder tiefer sitzende Verschmutzungen wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Die widerstandsfähige Wolle gilt als schmutzabweisend und pflegeleicht, dennoch sollte die Reinigung schonend erfolgen und auf das Naturmaterial abgestimmt sein.

Wo kann man Hamadan-Teppiche kaufen?

Hamadan-Teppiche sind in verschiedenen Teppichgeschäften und online erhältlich. Beim Kauf ist es sinnvoll, auf Händler zu achten, die Herkunft und Qualität des Teppichs nachvollziehbar garantieren. Bei einem Hamadan-Teppich sollte die Verbindung zur Region Hamadan im Iran klar benannt sein. Ebenso sollten Angaben zu Material, Herstellungsart, Muster, Größe und Zustand verständlich dargestellt werden. So lässt sich die Auswahl eines handgeknüpften Teppichs sachlich beurteilen.

Zusätzliche Informationen
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