








Perserteppich Ghom 203×138 cm Wolle handgeknüpft
944$
Handgeknüpfter Ghom Perserteppich | Knotendichte: Hochwertige Handknüpfung | Material: Flor Schurwolle, Kette Baumwolle | Größe: 203×138 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 74C902D6
Beschreibung
Ghom Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghom Perserteppich ist handgeknüpft. Der Flor besteht aus Schurwolle und liegt auf einer Kette aus Baumwolle. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln in das vorbereitete Grundgewebe eingearbeitet. Die Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt und anschließend verdichtet, bis eine geschlossene Florfläche entsteht. So unterscheidet sich ein handgeknüpfter Teppich grundsätzlich von einem maschinell hergestellten Bodenbelag. Die hochwertige Handknüpfung ist für dieses Stück ausdrücklich angegeben.
Wolle wird im Teppichhandwerk seit langer Zeit verwendet, weil sie eine angenehme, griffige Oberfläche und eine natürliche Widerstandsfähigkeit verbindet. Der Wollflor kann Farben gleichmäßig aufnehmen und verleiht Ornamenten eine textile Tiefe. Baumwolle wird häufig für die Kette eines Teppichs eingesetzt. Die Kettfäden bilden die Längsstruktur, in die die Knoten eingebunden werden, und liegen nach dem Abschluss der Arbeit größtenteils innerhalb des Teppichkörpers. Die Kombination aus Schurwollflor und Baumwollkette beschreibt den Aufbau dieses Teppichs präzise, ohne weitere Materialien für den Flor vorauszusetzen.
Die Gestaltung eines handgeknüpften Teppichs entsteht unmittelbar während des Knüpfens. Das Muster wird nicht nachträglich auf die Oberfläche gedruckt, sondern aus einzelnen Knoten aufgebaut. Dadurch kann die Ausführung feine Konturen, wiederkehrende Ornamente und abgestufte Flächen enthalten. Nach dem Knüpfen wird der Flor in der Regel geschoren und geordnet, damit die Oberfläche ein gleichmäßiges Erscheinungsbild erhält. Der Teppich wurde im Zeitraum von 1950 bis 1959 hergestellt. Sein Zustand ist als sehr gut angegeben. Für die Pflege wird eine professionelle Reinigung empfohlen.
Herkunft und Tradition
Ghom, auch unter der Schreibweise Qom bekannt, ist eine Stadt im zentralen Iran und ein bedeutender Ort der persischen Teppichherstellung. Die dortige Knüpftradition entwickelte sich zu einer eigenständigen Richtung innerhalb der iranischen Teppichkunst. Ghom-Teppiche werden mit sorgfältiger Handarbeit, präziser Musteranlage und einer großen Vielfalt an floralen sowie geometrischen Kompositionen verbunden. Die regionale Bezeichnung verweist auf die Herkunftstradition und auf die Werkstätten, in denen solche Teppiche gefertigt werden.
Die persische Teppichkunst besitzt eine jahrhundertealte Geschichte. In den verschiedenen Regionen Irans entstanden eigene Vorlieben für den Aufbau des Innenfeldes, die Anordnung der Bordüren, die Behandlung von Medaillons und die Verwendung von Ornamenten. Diese Unterschiede sind nicht nur dekorativ. Sie beruhen auch auf überlieferten Arbeitsweisen, lokalen Werkstatttraditionen und dem Wissen darüber, wie ein Muster auf der Kette geplant und in Knoten umgesetzt wird. Ein Teppich wird dabei als textile Komposition aus Grundgewebe, Flor, Farbe und Zeichnung aufgebaut.
In Ghom gehören sowohl florale als auch geometrisch gegliederte Entwürfe zur regionalen Tradition. Florale Kompositionen können Blüten, Blätter, Ranken und geschwungene Linien miteinander verbinden. Geometrische Entwürfe arbeiten stärker mit klaren Formen, Achsen, Wiederholungen und symmetrischen Beziehungen. Manche Teppiche ordnen ein zentrales Medaillon in der Mitte an, andere verteilen Ornamente über das gesamte Innenfeld. Eine Bordüre kann die Komposition einfassen und den Übergang zwischen Teppich und Umgebung markieren. Diese Gestaltungsmöglichkeiten erklären die Bandbreite der Ghom-Teppiche, ohne jedem einzelnen Stück ein bestimmtes Motiv zuzuschreiben.
Das Wissen der Knüpferinnen und Knüpfer umfasst mehrere Arbeitsschritte. Zuerst wird die Kette aufgespannt. Danach werden die Knoten in festgelegten Reihen gesetzt und durch Schussfäden gesichert. Die Dichte, die Spannung und die Ausrichtung der Reihen beeinflussen die Klarheit des späteren Musters. Nach dem Knüpfen folgen Arbeiten wie das Abschließen der Kanten, das Ordnen und Scheren des Flors sowie die Kontrolle der Oberfläche. Diese Tätigkeiten werden in Werkstätten und Familien weitergegeben und bilden einen wichtigen Teil der persischen Handwerkstradition.
Der vorliegende Teppich wird als original persischer Ghom Teppich und als Perserteppich bezeichnet. Seine Herkunft ist Persien, seine Herstellung fällt in den Zeitraum von 1950 bis 1959. Damit steht er in der modernen Geschichte der iranischen Teppichproduktion, bleibt aber durch seine handgeknüpfte Fertigung mit den älteren Grundprinzipien persischer Teppicharbeit verbunden. Persische Teppiche können in Wohnräumen, Empfangsbereichen und anderen Innenräumen sowohl als Gebrauchsgegenstand als auch als textile Gestaltung eingesetzt werden. Die regionale Bezeichnung Ghom liefert den historischen und handwerklichen Rahmen für dieses Stück.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als orientalisch angegeben. Eine weitergehende konkrete Bezeichnung des individuellen Motivs liegt nicht vor. Der Begriff beschreibt daher die gestalterische Einordnung, nicht ein zusätzliches Herkunftsgebiet. Orientalische Teppichmuster beruhen häufig auf einer gegliederten Beziehung zwischen Innenfeld, Bordüre und wiederkehrenden Ornamenten. Die Bordüre kann das zentrale Feld rahmen, während das Innenfeld eine zusammenhängende Komposition oder eine regelmäßige Verteilung von Motiven zeigt.
Zu den allgemeinen Gestaltungsmitteln der persischen Teppichkunst zählen Blüten, Blätter, Ranken, Rosetten, Medaillons und geometrische Formen. Florale Linien können sich miteinander verbinden und eine fließende Bewegung erzeugen. Geometrische Elemente schaffen durch Wiederholung, Spiegelung und Achsen eine klar erkennbare Ordnung. Ein Medaillon lenkt den Blick zur Mitte. Bei einem Allover-Aufbau werden Ornamente gleichmäßiger über das Feld verteilt. Solche Begriffe beschreiben die Geschichte und Typologie orientalischer Muster; sie behaupten kein bestimmtes Motiv für diesen Teppich.
Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Design Knoten für Knoten in die textile Struktur umgesetzt. Die Zeichnung muss daher in Reihen und Abschnitte übertragen werden. Konturen entstehen durch die Abfolge unterschiedlich gefärbter Knoten, und die Größe eines Ornaments hängt von der Planung des Knüpfers sowie vom Verhältnis der Knoten zueinander ab. Kleine handwerkliche Abweichungen können Teil der individuellen Entstehung sein. Die Musterwirkung ergibt sich nicht nur aus der Zeichnung, sondern auch aus der Richtung des Flors und aus dem Wechsel von Licht und Schatten auf der Wolloberfläche.
Farben erfüllen in orientalischen Teppichen mehrere gestalterische Aufgaben. Ein Grundton kann dem Innenfeld Zusammenhalt geben. Kontrastierende Farben können Ranken, Blüten oder geometrische Konturen voneinander absetzen. Helle und dunkle Flächen unterstützen die Lesbarkeit eines Musters, während benachbarte Farbtöne eine ruhigere Verbindung schaffen. Wolle nimmt Farbtöne auf eine charakteristische Weise an; je nach Florrichtung kann die Oberfläche deshalb unterschiedlich wirken. Die textile Struktur und die Zeichnung sind untrennbar miteinander verbunden.
Ghom-Teppiche sind in der allgemeinen regionalen Tradition für sorgfältig aufgebaute Kompositionen bekannt. Dabei reicht das Spektrum von bewegten floralen Entwürfen bis zu streng geordneten geometrischen Flächen. Die konkrete Angabe für dieses Stück lautet orientalisches Muster. Eine bestimmte Farbliste, ein einzelnes Medaillon oder ein spezielles Ornament wird nicht genannt und wird daher nicht ergänzt. Das Design wird folglich als orientalisch gemusterte Gestaltung innerhalb der Ghom-Perserteppichtradition beschrieben.
Besonderheiten
Zu den besonderen Eigenschaften dieses Teppichs gehören die hochwertige Handknüpfung, der Flor aus Schurwolle auf einer Baumwollkette und der sehr gute Zustand. Er wurde zwischen 1950 und 1959 hergestellt und ist für alle Zimmer geeignet. Dadurch kann er in unterschiedlichen geschützten Innenräumen verwendet werden. Für die Erhaltung der Oberfläche wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Bei der täglichen Pflege sollten lose Schmutzpartikel schonend entfernt werden. Flüssigkeiten und Flecken werden besser vorsichtig abgetupft als kräftig verrieben. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Die Verbindung aus persischer Herkunft, Ghom-Tradition, Handarbeit, orientalischem Muster und den angegebenen Materialien bestimmt den Charakter dieses einzelnen Teppichs.
FAQ
Wie pflege ich meinen Ghom Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen auf niedriger Stufe hilft, lose Schmutzpartikel zu entfernen und den Flor möglichst schonend zu behandeln. Bei einem Fleck sollte man schnell reagieren und die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch abtupfen. Starkes Reiben kann die Oberfläche unnötig beanspruchen und die Farbwirkung beeinträchtigen. Für eine gründliche Reinigung wird etwa einmal jährlich eine professionelle Behandlung empfohlen. Ein Fachbetrieb kann die handgeknüpfte Konstruktion, den Schurwollflor und die Baumwollkette bei der Auswahl der Reinigung berücksichtigen. So lassen sich Struktur und Erscheinungsbild des Teppichs sachgerecht pflegen.
Wo sollte ich den Ghom Teppich am besten platzieren?
Der Teppich ist für alle Zimmer geeignet und kann in verschiedenen geschützten Innenräumen eingesetzt werden. Besonders gut passt er in Wohnzimmer oder Empfangsräume, in denen ein orientalisch gemustertes Textilstück Teil der Einrichtung sein kann. Auch formelle Räume sind möglich. Wichtig ist ein trockener Innenbereich ohne direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung. Sonnenlicht kann Farben mit der Zeit ausbleichen. Eine passende Umgebung und eine rücksichtsvolle Nutzung unterstützen den Erhalt der sehr guten Beschaffenheit und schützen die handgeknüpfte Wolloberfläche.
Kann ich einen persischen Teppich im Freien verwenden?
Ein persischer Teppich, einschließlich eines Ghom Teppichs, sollte nicht im Freien verwendet werden. Handgeknüpfte Teppiche sind für geschützte Innenräume vorgesehen. Feuchtigkeit kann in die textile Konstruktion eindringen, und extreme Temperaturen können Material und Struktur zusätzlich belasten. Im Außenbereich wäre der Teppich außerdem wechselnder Witterung und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Um seine Langlebigkeit und sein Erscheinungsbild zu bewahren, sollte er ausschließlich in Innenräumen liegen und vor Nässe, starker Sonne sowie erheblichen Temperaturschwankungen geschützt werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |

















