Perserteppich Ghom 153×109 cm Seide handgeknüpft

1512$

Handgeknüpfter Ghom Perserteppich | Knotendichte: ca. 700.000 Knoten/m² | Material: Flor Seide | Größe: 153×109 cm | Muster: Jagdmotive | Zustand: Sehr gut, nur als Wandteppich genutzt

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Inventarnummer: BBA966E7

Beschreibung

Ghom Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghom Perserteppich ist handgeknüpft und aus 100 % hochwertiger Seide gefertigt. Seide wird bei der Herstellung feiner Orientteppiche wegen ihrer glatten Oberfläche, ihrer weichen Haptik und ihres natürlichen Glanzes verwendet. Je nach Lichteinfall kann eine seidene Oberfläche unterschiedliche Nuancen zeigen. Dadurch erhalten fein gearbeitete Muster eine klare Kontur und eine lebendige Wirkung, ohne dass dafür eine stark reliefierte Oberfläche erforderlich ist.

Die Knotendichte beträgt ca. 700.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht es, Linien, kleine Figuren und eng gesetzte Formen differenziert auszuarbeiten. Beim Handknüpfen entsteht der Teppich Knoten für Knoten auf dem Webstuhl. Die Arbeit wird nicht durch ein vollständig maschinelles Verfahren ersetzt; die einzelnen Arbeitsschritte verbinden Material, Muster und handwerkliche Ausführung. Jeder handgeknüpfte Teppich entsteht deshalb als einzelnes Stück.

Die Kombination aus Seide und hoher Knotendichte gehört zur feinen Ghom-Tradition. Bei solchen Teppichen ist die präzise Ausführung besonders wichtig, weil die glatte Faser die Zeichnung deutlich sichtbar macht. Das Material, die Knüpftechnik und die Dichte stehen dabei in unmittelbarem Zusammenhang: Feine Garne erlauben eine kleinteilige Gestaltung, während die dichte Folge der Knoten eine genaue Wiedergabe von Konturen unterstützt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Persien, aus Ghom im Iran. Ghom ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichherstellung. Die Stadt liegt in einer Region, in der sich religiöse, kulturelle und handwerkliche Traditionen miteinander verbunden haben. Neben seiner Bedeutung als spirituelles Zentrum ist Ghom für die Herstellung fein geknüpfter Teppiche bekannt. Die dortige Teppichkultur umfasst Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Gestaltungen, wobei Seide eine besonders wichtige Rolle einnimmt.

Die moderne Teppichtradition von Ghom entwickelte sich zu einem eigenständigen Bereich der iranischen Knüpfkunst. Werkstätten und Knüpfer greifen auf die allgemeine persische Erfahrung mit Entwurf, Färbung, Knüpfung und Abschlussarbeiten zurück und verbinden sie mit einer Vorliebe für feine, detailreiche Kompositionen. Dabei ist ein Ghom-Teppich nicht durch ein einziges festes Muster definiert. Typisch ist vielmehr die sorgfältige Ausarbeitung, die eine große Bandbreite an floralen, geometrischen, figürlichen und erzählerischen Entwürfen zulässt.

Persische Teppiche werden traditionell auf einem senkrechten Webstuhl geknüpft. Die Knoten werden in Reihen gesetzt, anschließend wird das Gewebe verdichtet und der Flor schrittweise aufgebaut. Nach jeder Arbeitsphase wird die Reihe kontrolliert und weiterbearbeitet. Bei hoher Knotendichte verlangt dieses Vorgehen viel Zeit und Konzentration. Die Gestaltung wird gewöhnlich durch eine Vorlage oder einen detaillierten Entwurf unterstützt, der die Anordnung der Formen und die Wiederholung einzelner Elemente festlegt.

Ghom steht dabei für eine urbane Werkstatttradition und nicht für einen einzelnen, unveränderlichen Stil. In der Stadt wurden und werden sowohl klassische persische Ornamente als auch figürliche Szenen interpretiert. Die Verbindung von feinem Material und dichter Knüpfung macht es möglich, auch anspruchsvolle Bildaufteilungen auszuführen. Der Herstellungszeitraum dieses Teppichs liegt zwischen 1980 und 1989. Er gehört damit zur neueren Phase der Ghom-Knüpfkunst, in der traditionelle Verfahren weiterhin verwendet wurden.

Die Herkunftsbezeichnung Persien, Ghom verweist auf das iranische Produktionszentrum und nicht nur auf ein dekoratives Muster. Das ist bei persischen Teppichen wichtig, weil Ortsnamen sowohl eine Herkunft als auch eine stilistische Tradition bezeichnen können. Bei diesem Stück sind Herkunft, Material und handwerkliche Technik miteinander verbunden: Es handelt sich um einen persischen Ghom-Teppich aus Seide, der handgeknüpft wurde.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs zeigt Jagdmotive. Jagdszenen gehören zu den figürlichen Bildthemen der persischen Kunst. Sie können Reiter, Tiere, Pflanzen, Landschaftselemente und bewegte Abläufe zusammenführen. Anders als ein rein geometrisches Rapportmuster erzählt ein Jagdmotiv häufig eine Szene, in der mehrere Figuren und Einzelheiten aufeinander bezogen sind. Die genaue Wirkung entsteht durch das Verhältnis von Hauptfiguren, Nebenmotiven und der Gliederung der Fläche.

In der persischen Bildtradition wurde die Jagd vielfach als höfisches oder erzählerisches Thema dargestellt. In Teppichen kann sie als fortlaufende Szene, als symmetrisch geordnete Komposition oder als Folge einzelner Gruppen erscheinen. Tiere werden oft in charakteristischen Bewegungen wiedergegeben, während Ranken, Blüten und Bäume Zwischenräume füllen können. Diese Gestaltung verbindet figürliche Darstellung mit den ornamentalen Mitteln der Teppichkunst. Das Thema bleibt dadurch lesbar, wird aber zugleich in eine textile Gesamtordnung eingebunden.

Bei einem fein geknüpften Ghom-Teppich können kleine Knoten genutzt werden, um Konturen, Körperhaltungen und feine Binnenzeichnungen auszuarbeiten. Die hohe Knotendichte dieses Stücks unterstützt grundsätzlich eine detailreiche Darstellung. Sie ist jedoch kein eigenes Muster, sondern ein Merkmal der Ausführung. Das eigentliche Motiv sind die Jagdszenen. Die Seide ergänzt diese technische Grundlage durch ihre glatte, lichtreflektierende Oberfläche, auf der feine Linien und Farbwechsel deutlich hervortreten können.

Ghom-Entwürfe verbinden häufig florale und geometrische Elemente. Auch bei figürlichen Kompositionen können Bordüren, Ranken, Blüten, Medaillons oder regelmäßig gesetzte Randformen die Bildfläche ordnen. Solche Elemente schaffen Übergänge zwischen Szene und Rahmen. In der persischen Ornamentik erfüllen sie nicht nur eine dekorative Aufgabe; sie geben dem Auge eine Struktur, führen den Blick über die Fläche und unterscheiden zentrale Motive von begleitenden Formen.

Jagdmotive haben in der orientalischen Teppichkunst eine lange Bildgeschichte. Sie können Natur, Bewegung, Kraft und das Verhältnis zwischen Mensch und Tier thematisieren. Ihre Bedeutung hängt immer von der konkreten Darstellung und dem kulturellen Zusammenhang ab; sie muss nicht auf eine einzige symbolische Aussage reduziert werden. Für die Betrachtung dieses Teppichs steht daher die Verbindung aus figürlichem Thema, dichter Knüpfung und feinem Seidenmaterial im Mittelpunkt. Die Mustertradition bildet den kulturellen Hintergrund, während die konkrete Ausführung jedes einzelne Stück unverwechselbar macht.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand. Er wurde nur als Wandteppich genutzt. Diese bisherige Nutzung unterscheidet sich von einer regelmäßigen Verwendung als Bodenbelag und ist für die Einordnung seines Erhaltungszustands relevant. Zugleich wird er in der Beschreibung sowohl als Dekorationselement als auch als praktischer Bodenbelag bezeichnet. Seine tatsächliche Nutzung als Wandteppich ist bei der weiteren Verwendung zu berücksichtigen.

Die Verbindung aus Seide, handgeknüpfter Ausführung und einer Knotendichte von ca. 700.000 Knoten pro Quadratmeter prägt den Charakter dieses Stücks. Als weiterer Besonderheit wird seine Pflegeleichtigkeit genannt. Für den Erhalt der Oberfläche wird regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz empfohlen. Gelegentliche professionelle Reinigungen gehören ebenfalls zu den genannten Pflegemaßnahmen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit es nicht zu Farbveränderungen kommt.

FAQ

Wie pflege ich diesen persischen Ghom-Teppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Dadurch wird die Oberfläche gereinigt, ohne die seidene Struktur durch eine rotierende oder harte Bürste zusätzlich zu beanspruchen. Gelegentliche professionelle Reinigungen sind ebenfalls sinnvoll. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie Farbveränderungen begünstigen kann. Da dieser Teppich bisher nur als Wandteppich genutzt wurde, sollte auch bei der Präsentation auf eine schonende Behandlung und einen geeigneten Platz ohne direkte Sonne geachtet werden.

Ist ein persischer Teppich aus Ghom eine gute Investition?

Hochwertige persische Teppiche wie dieser Ghom-Teppich können im Wert steigen. Als Gründe werden die handwerkliche Ausführung, die begrenzte Verfügbarkeit traditioneller Teppichweber und die Nachfrage nach fein gearbeiteten, handgeknüpften Teppichen genannt. Eine Wertentwicklung ist jedoch nicht allein durch die Herkunft garantiert. Sie hängt unter anderem von Material, Ausführung, Erhaltungszustand, Gestaltung und der Nachfrage ab. Dieses Stück ist handgeknüpft, aus Seide gefertigt, weist eine Knotendichte von ca. 700.000 Knoten pro Quadratmeter auf und befindet sich in einem sehr guten Zustand.

Wo kann ich diesen Ghom-Teppich am besten platzieren?

Ghom-Teppiche können im Wohnbereich ebenso wie im Esszimmer eingesetzt werden und lassen sich mit modernen, traditionellen oder eklektischen Einrichtungsstilen verbinden. Bei diesem Stück ist zusätzlich zu beachten, dass es bisher nur als Wandteppich genutzt wurde. Eine Präsentation als Wandteppich entspricht daher seiner bisherigen Verwendung. Soll er als Bodenbelag eingesetzt werden, sollten die besonderen Anforderungen von Seide, die empfindliche Oberfläche und die notwendige schonende Pflege berücksichtigt werden. Ein Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung hilft dabei, Farbveränderungen zu vermeiden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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