





Perserteppich Ghashghai 50×50 cm Schurwolle handgewebt
92$
Handgewebter Ghashghai Perserteppich | Material: Flor 100% Schurwolle, Rückseite 100% Baumwolle | Größe: 50×50 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Perfekt, unbenutzt
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 8263903A
Beschreibung
Ghashghai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieses Ghashghai Kelim Kissen ist handgewebt und verbindet eine Vorderseite aus 100% Schurwolle mit einer Rückseite aus 100% Baumwolle. Die verwendeten Naturfasern unterscheiden die beiden Seiten klar voneinander: Die Wolle prägt die textile Oberfläche des Kelims, während Baumwolle die Rückseite bildet. Das Kissen ist damit aus zwei ausdrücklich genannten Materialien gefertigt und nicht als geknüpfter Teppich, sondern als gewebtes Textilstück einzuordnen.
Bei der Kelim-Technik entsteht die Fläche durch Weben. Anders als bei einem Flor mit aufgerichteten Knoten besitzt ein Kelim eine flache, textile Struktur. Kett- und Schussfäden werden so miteinander verbunden, dass ein geschlossenes Gewebe mit grafischer Wirkung entsteht. Diese Webart gehört zu den traditionellen Verfahren der orientalischen Textilkunst und ist besonders für klar gegliederte Flächen und ausdrucksvolle Muster geeignet.
Die Handarbeit macht die Ausführung jedes einzelnen Stücks individuell. Kleine Unterschiede in Spannung, Struktur und Musterverlauf gehören bei handgewebten Textilien zum Herstellungsprozess. Sie sind keine nachträglich hinzugefügten Effekte, sondern ergeben sich aus dem direkten Arbeiten am Webstuhl. Bei diesem Kissen kommt hinzu, dass es als Unikat bezeichnet wird und daher nicht erneut in exakt derselben Form produziert werden kann.
Die Schurwolle auf der Vorderseite ist eine natürliche Faser, die traditionell wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer isolierenden Eigenschaften für Kelims verwendet wird. Die Baumwolle auf der Rückseite ergänzt die textile Konstruktion um ein zweites Naturmaterial. Die Kombination wird durch eine Reißverschlussöffnung praktisch ergänzt, sodass der Kissenaufbau zugänglich bleibt.
Herkunft und Tradition
Das Kissen stammt aus Persien und wird der Ghashghai-Tradition zugeordnet. Die Ghashghai sind nomadische Stämme im zentralen Iran, deren textile Arbeiten eng mit einer beweglichen Lebensweise verbunden sind. Weben und Knüpfen waren dabei nicht nur handwerkliche Tätigkeiten, sondern Teil einer Kultur, in der Gebrauchsgegenstände, textile Ausstattung und dekorative Gestaltung miteinander verbunden wurden.
Ghashghai-Textilien sind für eine eigenständige Bildsprache bekannt. Ihre Gestaltung arbeitet häufig mit kräftigen Farbkontrasten, klaren geometrischen Formen und stilisierten Naturmotiven. Die Mustertradition ist nicht von einem einzelnen, unveränderlichen Schema abhängig. Vielmehr entstehen unterschiedliche Kompositionen aus wiederkehrenden Formen, persönlichen Entscheidungen der Weberinnen und den Anforderungen des jeweiligen Textilstücks.
Die nomadische Herkunft prägt auch die Bedeutung des Webens. Textile Arbeiten mussten sich in einen praktischen Alltag einfügen und zugleich Identität sichtbar machen. Teppiche, Kelims und verwandte Gewebe konnten Ausstattung, Schutz und Schmuck zugleich sein. Ihre Motive wurden über Generationen weitergegeben, wobei die genaue Anordnung, die Farbwahl und die Ausführung von Stück zu Stück variieren konnten.
Persische Kelims gehören zu den flach gewebten Textilien, bei denen die Muster unmittelbar aus dem Webvorgang hervorgehen. Dadurch unterscheidet sich ihre Herstellung grundlegend von der Teppichknüpferei. Bei einem geknüpften Teppich wird das Muster Knoten für Knoten aufgebaut; beim Kelim entsteht es durch die Führung und Verbindung der Schussfäden. Diese Technik verlangt Aufmerksamkeit für Farbwechsel, Kanten und die gleichmäßige Spannung des Gewebes.
Die Ghashghai-Tradition wird außerdem mit Motiven aus der natürlichen und kulturellen Umgebung der Stämme verbunden. Stilisierte Pflanzenformen, Rauten, Zacken und andere geometrische Zeichen können in der regionalen Textilsprache Hinweise auf Schutz, Fruchtbarkeit oder Wohlstand tragen. Solche Deutungen gehören zur allgemeinen Symbolik der Musterwelt; die konkrete Gestaltung dieses Kissens ist im Quelletext als geometrisch beschrieben.
Als persisches, handgewebtes Kelim Kissen steht dieses Stück somit für eine Textiltradition, in der Material, Technik und Muster eng zusammengehören. Die Bezeichnung Ghashghai verweist auf den kulturellen Zusammenhang, während die Ausführung als Kissen zeigt, wie traditionelle Gewebe in einen heutigen Wohnbereich integriert werden können.
Design und Muster
Das Muster dieses Kissens ist geometrisch. Geometrische Gestaltung ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Ghashghai-Kelims. Rauten, Winkel, gestufte Linien und wiederholte Flächen können eine textile Komposition ordnen, ohne dass ein naturalistisches Bild entstehen muss. Die Formen werden nicht auf eine glatte Oberfläche gemalt, sondern durch den Wechsel der Webfäden aufgebaut.
In der Ghashghai-Musterwelt erscheinen neben geometrischen Grundformen auch stilisierte florale Elemente. Blüten, Blätter und Zweige werden dabei nicht unbedingt naturgetreu wiedergegeben. Sie können vereinfacht, gespiegelt, gerahmt oder in ein streng geometrisches Raster eingebunden werden. Diese Verbindung von Naturbezug und Abstraktion ist für viele orientalische Textilien charakteristisch.
Die Wirkung eines geometrischen Kelims entsteht aus dem Zusammenspiel von Wiederholung, Rhythmus und Unterbrechung. Ein wiederkehrendes Motiv kann die Fläche zusammenhalten, während wechselnde Abstände oder Richtungen Spannung erzeugen. Bei handgewebten Arbeiten bleibt die Gestaltung dennoch an die technische Struktur des Gewebes gebunden. Die einzelnen Farb- und Formbereiche müssen in den Webvorgang eingebaut werden.
Ghashghai-Entwürfe werden häufig mit lebendigen Farben verbunden. In der regionalen Tradition finden sich kräftige Rottöne, tiefe Blautöne und erdige Nuancen. Diese Farbfamilien können geometrische Zeichen voneinander absetzen und den Aufbau eines Kelims deutlich lesbar machen. Farbwahl und Muster sind dabei nicht unabhängig voneinander: Ein Kontrast kann eine Raute betonen, eine Bordüre gliedern oder eine zentrale Fläche hervorheben.
Geometrische Zeichen werden in der orientalischen Textilkunst oft auch symbolisch verstanden. Rauten und verwandte Formen können mit Schutz oder Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden, während bestimmte Anordnungen Wohlstand oder Ordnung ausdrücken können. Solche Bedeutungen gehören zur überlieferten Musterinterpretation und ersetzen keine genaue Beschreibung des einzelnen Motivs. Für dieses Kissen ist als konkrete Mustereigenschaft die geometrische Gestaltung festgehalten.
Als Kissen bringt ein Kelim seine Musterwirkung in eine kleinere, klar begrenzte Form. Die gewebte Vorderseite kann dadurch als eigenständige textile Fläche wahrgenommen werden, während die Rückseite aus Baumwolle einen sachlichen Abschluss bildet. Der Reißverschluss ist funktional in diese Gestaltung integriert, ohne die Einordnung als handgewebtes Ghashghai Kelim Kissen zu verändern.
Besonderheiten
Das Kissen befindet sich in perfektem, unbenutztem Zustand. Es ist zwischen 10 und 20 Jahre alt und wird als Unikat beschrieben. Da es nicht mehr reproduzierbar ist, besitzt die konkrete handgewebte Ausführung einen einmaligen Charakter. Die Kombination aus 100% Schurwolle auf der Vorderseite und 100% Baumwolle auf der Rückseite gehört zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften.
Eine weitere praktische Besonderheit ist die Reißverschlussöffnung. Sie macht den inneren Aufbau des Kissens zugänglich und unterscheidet dieses Wohntextil von einem vollständig geschlossenen Gewebe. Durch seine Form kann es mit anderen Textilien und unterschiedlichen Einrichtungsstilen kombiniert werden, etwa mit einer modernen, reduzierten Umgebung oder mit einem rustikalen Landhausstil.
Die Verbindung aus persischer Herkunft, Ghashghai-Tradition, flacher Kelim-Webtechnik und geometrischem Muster macht das Kissen zu einem Textilstück mit klar erkennbarer kultureller Einordnung. Seine Eigenschaften liegen dabei nicht nur in der Dekoration, sondern auch in der handwerklichen Herstellung und im individuellen Status als nicht wiederholbares Einzelstück.
FAQ
Wie pflege ich mein Kelim Kissen richtig?
Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Ausklopfen. Eine gelegentliche professionelle Reinigung kann dazu beitragen, das handgewebte Gewebe zu schonen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Da die Vorderseite aus Schurwolle besteht und das Kissen handgewebt ist, sollte die Reinigung mit Rücksicht auf die textile Struktur erfolgen.
Kann ich das Kelim Kissen in der Waschmaschine reinigen?
Eine Maschinenwäsche ist bei diesem handgewebten Kelim Kissen nicht ratsam. Oberflächliche Verschmutzungen können stattdessen mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Falls eine weitergehende Reinigung erforderlich ist, kann ein spezieller Teppichreiniger für Wolle verwendet werden. Dabei sollte die Behandlung vorsichtig erfolgen, damit die gewebte Wolloberfläche und die Baumwollrückseite nicht unnötig belastet werden.
Ist das Kissen auch für Allergiker geeignet?
Das Kissen besteht aus natürlichen Materialien: Die Vorderseite ist aus 100% Schurwolle gefertigt, die Rückseite aus 100% Baumwolle. Es enthält laut Beschreibung keine synthetischen oder schädlichen Chemikalien und wird deshalb als gute Wahl für Allergiker beschrieben. Wie bei jedem Wohntextil ist eine regelmäßige, schonende Pflege sinnvoll, um die Oberfläche sauber zu halten.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














