Perserteppich Gabbeh 230 x 166 cm Wolle handgeknüpft

2839$

Handgeknüpfter Gabbeh-Perserteppich | Knotendichte: 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle | Größe: 230 x 166 cm | Muster: Gestreift | Zustand: Neu, perfekt

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Inventarnummer: 3C516FE2

Beschreibung

Gabbeh Loribaft Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh Loribaft ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus 100% Schurwolle. Die Verwendung reiner Wolle prägt die Haptik des Flors und gehört zu den wesentlichen Merkmalen dieser Teppichart. Wolle wird traditionell für Orientteppiche eingesetzt, weil sie eine angenehm natürliche Oberfläche mit praktischen Eigenschaften verbindet. Der Flor dieses Teppichs hat eine Höhe von 12 mm. Dadurch entsteht eine deutlich fühlbare, textile Oberfläche, die den Charakter eines handgeknüpften Gabbeh unterstreicht.

Die Knotendichte beträgt 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Jeder einzelne Knoten wird von Hand in das Grundgewebe eingebracht. Die handgeknüpfte Herstellung erfordert Zeit, Übung und eine gleichmäßige Arbeitsweise. Sie unterscheidet den Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen und macht ihn zu einem individuell gefertigten Einzelstück. Das Gewicht beträgt etwa 4 kg pro Quadratmeter und steht in Verbindung mit dem verwendeten Wollflor und der Konstruktion des Teppichs.

Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Sein Zustand wird als neu und perfekt angegeben. Die Verarbeitung ist auf einen Gebrauch im Wohnumfeld ausgerichtet; zugleich wird der Teppich als abriebfest beschrieben. Die Wolle bildet dabei das zentrale Material des Flors, während die handwerkliche Knüpftechnik für die Verbindung von Muster, Oberfläche und Teppichkörper sorgt.

Herkunft und Tradition

Der Gabbeh Loribaft stammt aus Persien und wird der Teppichtradition der iranischen Provinz Fars zugeordnet. Fars gehört zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Teppichkultur. In dieser Region treffen sesshafte und nomadisch geprägte Lebensweisen, unterschiedliche Landschaften und eine lange textile Erfahrung aufeinander. Teppiche aus Fars sind deshalb nicht nur dekorative Gegenstände, sondern auch Ausdruck einer regionalen Handwerkstradition, in der Wolle, Farbe und einfache Formen eine zentrale Rolle spielen.

Gabbeh-Teppiche sind eng mit den nomadischen Stämmen im südwestlichen Iran verbunden. Ursprünglich wurden sie für den eigenen Alltag hergestellt. Sie dienten als wärmende Unterlage, als Sitzfläche und als Bestandteil des häuslichen Lebens. Diese praktische Herkunft erklärt die vergleichsweise unmittelbare Gestaltung vieler Gabbeh: Die Muster sind klar, die Flächen großzügig und die Motive leicht erfassbar. Anders als höfische Teppiche mit dicht ausgearbeiteten Bildprogrammen beruhen Gabbeh-Muster häufig auf einer reduzierten Formensprache.

Die Bezeichnung Gabbeh steht in der persischen Teppichkunde für einen meist kräftigeren, handgeknüpften Teppich mit einem charakteristischen, oft höheren Flor. Loribaft bezeichnet eine Ausprägung, die mit der Knüpftradition der Luren in Verbindung gebracht wird. In dieser Tradition werden handwerkliche Erfahrung und eine eigenständige, nicht streng schematische Gestaltung miteinander verbunden. Die Teppiche wirken dadurch ursprünglich und direkt, ohne dass ihre Gestaltung zufällig sein muss.

Die Provinz Fars ist für ihre Verbindung von Naturraum, Tierhaltung und textiler Arbeit bekannt. Wolle war für nomadische Familien ein naheliegendes Material, da sie aus der Haltung von Schafen gewonnen und vor Ort verarbeitet werden konnte. Spinnen, Färben und Knüpfen waren Bestandteile eines überlieferten Wissens. Regionale Teppiche bewahren deshalb häufig eine Nähe zu den Materialien und Lebensbedingungen ihrer Entstehungsgebiete. Beim Gabbeh steht nicht die möglichst naturgetreue Darstellung einer Szene im Vordergrund, sondern die Verdichtung von Erfahrung in Farbe, Linie und Fläche.

Die traditionelle Gabbeh-Herstellung lässt Raum für die Handschrift der Knüpferin oder des Knüpfers. Kleine Abweichungen in Linienführung, Farbverteilung oder Knotensetzung gehören bei einem handgeknüpften Teppich zum Herstellungsprozess. Sie sind von der Arbeit am Webstuhl abhängig und unterscheiden jedes Stück von einem anderen. Zugleich bleibt die textile Grundlage funktional: Ein Gabbeh verbindet die Kulturgeschichte der iranischen Nomaden mit der alltäglichen Aufgabe eines belastbaren Bodenbelags.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als gestreift beschrieben. Streifen gehören zu den verständlichen und wirkungsvollen Gestaltungsmitteln der Gabbeh-Tradition. Sie können eine Fläche gliedern, eine Richtung vorgeben und die Länge oder Breite eines Raumes optisch begleiten. Bei handgeknüpften Gabbeh werden solche Linien nicht zwingend als streng technische Raster ausgeführt. Ihre Wirkung entsteht aus dem Verhältnis von Farbe, Abstand und handwerklicher Ausführung.

Die rote Farbgebung ist ein prägendes Merkmal dieses Stücks. Rot nimmt in der persischen Teppilchgestaltung eine wichtige Stellung ein und wird häufig mit Wärme, Energie und Lebendigkeit verbunden. In der Tradition von Fars können kräftige Farbtöne mit der natürlichen Umgebung und mit der visuellen Sprache nomadischer Textilien in Beziehung stehen. Die Farbe ist dabei nicht nur Hintergrund, sondern trägt wesentlich dazu bei, wie die Streifen wahrgenommen werden und wie sich die Fläche im Raum ausbreitet.

Gabbeh-Muster arbeiten oft mit einer bewussten Vereinfachung. Eine Linie muss nicht viele Einzelheiten zeigen, um eine textile Ordnung zu schaffen. Geometrische Formen, abstrahierte Tiere, Pflanzenmotive oder wiederholte Farbfelder können in dieser Teppichtradition Hinweise auf Natur und Alltag enthalten. Die Reduktion lässt dem Muster eine offene Lesbarkeit. Betrachtende erkennen zunächst die Gesamtfläche und die Rhythmik; erst danach treten mögliche Einzelmotive oder feine Unterschiede in der Ausführung hervor.

Das gestreifte Design dieses Gabbeh Loribaft verbindet diese regionale, reduzierte Formensprache mit einer modernen Stilwirkung. Der Stil wird als modern angegeben. Modern bedeutet hier nicht, dass die Verbindung zur traditionellen Herstellung aufgehoben wird. Vielmehr kann die klare Aufteilung der Fläche in zeitgenössischen Räumen ebenso funktionieren wie in einer Einrichtung mit klassischen Materialien. Die handgeknüpfte Oberfläche hält dabei den Bezug zum traditionellen Orientteppich sichtbar.

Ein Streifenmuster kann ruhig oder dynamisch wirken, abhängig von Breite, Abstand und Farbkontrast. Bei einem roten Gabbeh entsteht die gestalterische Wirkung vor allem durch das Zusammenspiel der roten Fläche mit den beschriebenen Streifen. Die Zeichnung bleibt übersichtlich und lässt den Wollflor als Teil des Designs hervortreten. So wird die Materialität nicht von einer überladenen Ornamentik verdeckt. Das entspricht der Gabbeh-Tradition, in der Farbe und einfache Geometrie häufig wichtiger sind als eine Vielzahl kleiner Details.

Die Gestaltung lässt sich außerdem als Beispiel dafür verstehen, wie regionale Teppichmuster in moderne Wohnkonzepte übergehen. Die Herkunft aus der iranischen Teppichkultur bleibt über Material, Knüpftechnik und Farbauffassung erkennbar, während die gestreifte Komposition eine reduzierte visuelle Ordnung bietet. Deshalb wird der Teppich als für moderne und traditionelle Einrichtungsstile geeignet beschrieben. Seine Musteridee ist klar genug für eine zeitgemäße Umgebung und zugleich in der Geschichte des Gabbeh verankert.

Besonderheiten

Zu den genannten Besonderheiten gehören die hohe Farbbeständigkeit und die Abriebfestigkeit. Beide Eigenschaften sind für einen Teppich im Wohnbereich relevant, weil sie die Nutzung und die langfristige Wirkung der Gestaltung betreffen. Die rote Farbe bleibt dadurch als prägendes Gestaltungselement erhalten, während die Oberfläche für die im Alltag entstehende Beanspruchung ausgelegt ist.

Der Teppich ist neu und perfekt erhalten. Er eignet sich für Räume mit Fußbodenheizung und kann im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur eingesetzt werden. Die reine Schurwolle, der handgeknüpfte Aufbau und das moderne, gestreifte Muster verbinden eine traditionelle Herstellungsweise mit einer klaren Einrichtungssprache. Der Teppich wird außerdem als pflegeleicht und strapazierfähig beschrieben.

FAQ

Wie pflege ich meinen Gabbeh Loribaft Teppich?

Regelmäßiges Fegen oder vorsichtiges Saugen entfernt Staub und lose Verschmutzungen vom Boden und aus dem Flor. Bei einem Fleck empfiehlt sich ein mildes Reinigungsmittel zusammen mit einem feuchten Schwamm. Aggressive Chemikalien sollten vermieden werden, da sie die Farben beeinträchtigen können. Für die gründliche Pflege ist es ratsam, den Teppich alle paar Jahre professionell reinigen zu lassen. So bleiben Wollflor, rote Farbwirkung und gestreifte Gestaltung möglichst lange erhalten.

Wo kann ich den Gabbeh Loribaft Teppich einsetzen?

Der Teppich kann im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder im Flur eingesetzt werden. Sein roter Farbton schafft eine warme Wirkung, während das gestreifte Muster eine klare, moderne Ordnung in den Raum bringt. Zugleich passt die handgeknüpfte Gabbeh-Ausführung auch zu traditionell eingerichteten Bereichen. Da der Teppich für Fußbodenheizung geeignet ist, kann er in entsprechend ausgestatteten Wohnräumen verwendet werden.

Ist der Gabbeh Loribaft Teppich umweltfreundlich?

Der Teppich besteht aus 100% Schurwolle. Wolle ist ein nachwachsender Rohstoff. Für seine Herstellung werden laut Produktbeschreibung keine schädlichen Chemikalien verwendet. Die handgeknüpfte Ausführung und die beschriebene Abriebfestigkeit unterstützen eine langfristige Nutzung. Ein Teppich, der über viele Jahre verwendet werden kann, muss seltener ersetzt werden und kann dadurch zu einem nachhaltigeren Umgang mit Wohntextilien beitragen.

Zusätzliche Informationen
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