Perserteppich Fars Gabbeh 233 x 167 cm Wolle handgeknüpft

1385$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 233 x 167 cm | Muster: Abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Hochwertiger, weicher Flor bis zu 2 cm

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Inventarnummer: 761B0FC7

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh ist handgeknüpft und besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die natürliche Wolle bildet den Flor und verleiht ihm die im Quelltext beschriebene weiche Haptik. Schafwolle und Ziegenwolle gehören zu den Materialien, die in der traditionellen Teppichherstellung wegen ihrer natürlichen Wärme und ihrer Belastbarkeit verwendet werden. Beim Handspinnen bleibt das Material in seiner ursprünglichen, lebendigen Struktur erhalten. Dadurch kann der Flor eine angenehme, griffige Oberfläche entwickeln.

Der Teppich besitzt einen hohen, weichen Flor. Seine Ausführung verbindet die fühlbare Dichte der Wolle mit einer handwerklichen Knüpftechnik, bei der die einzelnen Knoten von Hand gesetzt werden. Die angegebene Knotendichte liegt bei 50.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Knüpfung schafft damit die Grundlage für die geschlossene Oberfläche und für die klare Wirkung der großen Farbflächen. Jeder handgeknüpfte Gabbeh entsteht als einzelnes Stück; die Arbeit der Weberin zeigt sich in der Anordnung der Knoten, in der Oberfläche und in der Ausprägung des Musters.

Die Wolle steht zugleich für Wärme, Weichheit und Strapazierfähigkeit. Der Flor wird als hochwertig und weich beschrieben und kann eine Höhe von bis zu 2 cm erreichen. Diese Beschaffenheit macht den Teppich angenehm im täglichen Wohnumfeld. Die Kombination aus natürlicher Wolle, handgesponnenem Garn und Handknüpfung ist für den Charakter dieses Gabbeh maßgeblich.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Provinz Fars im Iran und steht in der Tradition der Ghashghai-Nomaden. Fars ist eine der Regionen, die mit Gabbeh-Teppichen besonders eng verbunden sind. Die nomadische Lebensweise prägte dabei nicht nur die Herstellung, sondern auch die Bildsprache. Teppiche mussten aus verfügbaren Naturmaterialien gefertigt werden und zugleich den praktischen Anforderungen des Alltags genügen. Wolle war dafür ein naheliegender Werkstoff: Sie ist warm, widerstandsfähig und lässt sich von Hand verspinnen und verarbeiten.

Gabbeh-Knüpferinnen arbeiten traditionell mit einer Bildsprache, die weniger auf eine vollständig ausgearbeitete, symmetrische Ornamentik als auf markante Formen und eine unmittelbare Wirkung setzt. Die Muster können aus der Umgebung, aus Erinnerungen und aus dem nomadischen Alltag schöpfen. Landschaft, Tiere, Menschen und einfache Zeichen werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben. Stattdessen werden sie vereinfacht, vergrößert oder in eine abstrakte Form übertragen. Diese reduzierte Gestaltung ist kein Mangel an Detail, sondern ein eigenständiges Merkmal der Gabbeh-Tradition.

Die Ghashghai-Nomaden bewahrten ihre Knüpftechniken über Generationen. Das Wissen über das Spinnen der Wolle, das Färben, das Einteilen der Fläche und das Setzen der Knoten wurde innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben. Die handwerkliche Arbeit war eng mit dem Leben in der Landschaft von Fars verbunden. Deshalb tragen Gabbeh-Teppiche häufig eine direkte, bildhafte und zugleich freie Formensprache. Im Unterschied zu vielen fein gegliederten persischen Teppichmustern stehen bei Gabbeh häufig klare Flächen, kräftige Farbbereiche und vereinfachte Figuren im Vordergrund.

Die Herkunft aus Fars erklärt den regionalen Zusammenhang dieses Perserteppichs, ohne dass jeder Gabbeh gleich gestaltet sein muss. Die Tradition lässt Raum für individuelle Entscheidungen der Weberin. Farbe, Knotung und Motiv können innerhalb der überlieferten Grundsätze unterschiedlich ausfallen. So verbindet die Gattung eine erkennbare regionale Geschichte mit einer persönlichen Ausführung. Der Iran ist dabei nicht nur geografischer Ursprung, sondern auch der kulturelle Rahmen, in dem sich die Gabbeh-Knüpfkunst entwickelte und bis heute erhalten hat.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Die Gestaltung arbeitet damit nicht mit einer kleinteiligen, vollständig durchornamentierten Fläche, sondern mit deutlich lesbaren Formen. Große Farbfelder geben dem Teppich seine grundlegende Ordnung. Die Figuren setzen darin eigene Akzente und verleihen der Komposition einen freien, ungezwungenen Charakter.

Abstrakte Gabbeh-Muster stehen häufig zwischen Gegenständlichkeit und Vereinfachung. Eine Figur kann an ein Tier, einen Menschen oder ein Zeichen erinnern, ohne diese Vorlage naturgetreu abzubilden. Gerade die spielerische Reduktion lässt Raum für unterschiedliche Deutungen. In der traditionellen Bildsprache der Nomaden können solche Motive mit der Landschaft, dem Zusammenleben und den Erfahrungen des Alltags verbunden sein. Das Design bleibt dabei klar genug, um die Struktur der Fläche sichtbar zu halten.

Die großen Farbflächen und die vereinfachten Figuren bestimmen den visuellen Rhythmus. Statt vieler kleiner Übergänge entsteht eine Komposition aus einzelnen Bereichen, die miteinander in Beziehung stehen. Die Handarbeit macht diese Flächen nicht vollkommen maschinell gleichförmig. Kleine Unterschiede in den Knoten und in der Wollstruktur gehören zur handgeknüpften Ausführung. Sie unterstützen den Eindruck eines individuell entstandenen Textils, ohne die grundlegende Abstraktion des Musters aufzulösen.

Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit der Natur und der offenen Landschaft von Fars in Verbindung gebracht. Ihre Motive können Weite, Tiere, Menschen oder einfache Szenen des Lebens in stark vereinfachter Form aufnehmen. Bei diesem Stück stehen jedoch die im Quelltext genannten abstrakten Designs, die großen Farbflächen und die spielerischen Figuren im Mittelpunkt. Das Muster folgt damit einer Gestaltung, die sowohl aus der regionalen Tradition verständlich ist als auch in einer modernen Einrichtung als klar gegliederte Fläche gelesen werden kann.

Die reduzierte Formensprache unterscheidet Gabbeh von Teppichen, deren Wirkung vor allem auf dicht gesetzten floralen Ornamenten beruht. Hier entsteht die Wirkung durch das Verhältnis von Fläche, Farbe und Figur. Diese Art der Gestaltung kann in traditionellen Räumen ebenso bestehen wie in einem zeitgemäßen Wohnkontext. Entscheidend ist nicht eine aufwendige Ornamentfülle, sondern die erkennbare Verbindung aus handwerklicher Oberfläche und abstrahierter Bildsprache.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Gabbeh gehören die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, der hohe und weiche Flor sowie die abstrakte Gestaltung. Die Knotendichte wird mit 50.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Im ausführlichen Beschreibungstext wird außerdem eine Knotendichte von 50.000 Knoten pro Quadratmeter hervorgehoben. Zusammen mit der Handknüpfung bildet diese Dichte die Grundlage für eine kompakte Oberfläche und für die Ausarbeitung der großen Flächen und Figuren.

Der Teppich ist als hochwertiger, weicher Flor bis zu 2 cm beschrieben. Die natürliche Wolle macht ihn warm und angenehm unter den Füßen; zugleich wird sie als strapazierfähig eingeordnet. Seine Pflege sollte regelmäßig und schonend erfolgen. Lüften und vorsichtiges Saugen gehören zur empfohlenen Alltagspflege. Für eine gründliche Reinigung ist eine Fachkraft vorgesehen, damit Wolle und Knüpfung sachgerecht behandelt werden.

FAQ

Wie reinige ich diesen Gabbeh?

Der Teppich sollte regelmäßig gelüftet und bei Bedarf vorsichtig gesaugt werden. Hartnäckige Flecken können mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Dabei sollte nicht stark gerieben werden, damit die Wollfasern und die handgeknüpfte Oberfläche geschont werden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich die Behandlung durch einen Fachmann. Eine fachgerechte Reinigung berücksichtigt das Material aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle ebenso wie den hohen Flor.

Wo kann ich den Teppich einsetzen?

Gabbeh-Teppiche lassen sich im Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer einsetzen. Das abstrakte Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren kann in einem modernen Wohnkonzept einen klaren Farbakzent bilden. Gleichzeitig passt die handwerkliche, reduzierte Gestaltung auch zu einer traditionell eingerichteten Umgebung. Der hohe, weiche Flor bringt dabei eine angenehme textile Oberfläche in den jeweiligen Raum.

Wie lange hält ein Gabbeh?

Bei richtiger Pflege und regelmäßiger Reinigung kann ein Gabbeh Generationen überdauern. Die handgeknüpfte Verarbeitung, die natürliche Wolle und die dichte Knotung tragen zu seiner Robustheit bei. Mit der Zeit kann die Wolle weicher werden und der Teppich an Charakter gewinnen. Dadurch wird ein Gabbeh häufig auch als Stück betrachtet, das innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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