Perserteppich Fars Gabbeh 197 x 127 cm Wolle handgeknüpft

976$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor glanzvolle Schurwolle | Größe: 197 x 127 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs in Rot, Beige, Grau und Braun | Zustand: Neu und unbenutzt

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Inventarnummer: E8C86C0C

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh – Shuli Perserteppich wird aus glanzvoller Schurwolle gefertigt und ist handgeknüpft. Die Verwendung von Schurwolle gehört zu den prägenden Merkmalen vieler Gabbeh-Teppiche aus der Region Fars. Wolle lässt sich in der traditionellen Knüpfarbeit gut verarbeiten und nimmt Farbtöne klar auf. Bei diesem Teppich wird ihre natürliche Ausstrahlung durch eine glänzende Oberfläche ergänzt. Die Wolle bildet den Flor und bestimmt damit den haptischen und optischen Charakter der Oberfläche.

Die Knotendichte dieses Stücks liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer Fläche und gibt einen Einblick in die handwerkliche Ausführung. Beim Handknüpfen entsteht das Muster Knoten für Knoten. Jede Reihe verlangt Aufmerksamkeit, weil Farben, Konturen und Flächen unmittelbar während des Knüpfens aufgebaut werden. Anders als bei einem gedruckten oder maschinell erzeugten Dekor ist das Muster deshalb eng mit dem Arbeitsprozess verbunden.

Handgeknüpfte Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit Wolle gearbeitet. Das Material kann in verschiedenen Graden der Feinheit und Dichte eingesetzt werden und lässt sowohl ruhige Farbflächen als auch deutlich erkennbare Formen zu. Bei einem Shuli-Gabbeh steht die Gestaltung im Vordergrund: Die glanzvolle Schurwolle unterstützt die Wirkung der angegebenen Farben Rot, Beige, Grau und Braun, ohne den handwerklichen Ursprung des Teppichs zu verdecken. Der vorliegende Teppich ist neu und unbenutzt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Region Fars im Süden Persiens, in der Nähe der historischen Stadt Shiraz. Fars zählt zu den wichtigen Landschaften der persischen Teppichkultur. Die Region ist mit nomadischen Lebensweisen und einer langen Tradition handwerklicher Textilarbeit verbunden. Teppiche aus Fars werden nicht nur als Gebrauchsgegenstände verstanden, sondern auch als Ausdruck einer überlieferten Bildsprache, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Gabbeh-Teppiche sind eng mit den nomadischen Stämmen von Fars verbunden. Besonders die Qashqai werden mit der Teppichherstellung dieser Region in Verbindung gebracht. In nomadischen Gemeinschaften entstand die Gestaltung nicht ausschließlich nach einem starren, immer gleichen Entwurf. Vielmehr konnten persönliche Erinnerungen, die Umgebung, Tiere, Pflanzen und geometrische Vorstellungen in die Arbeit einfließen. Diese Verbindung aus praktischer Web- und Knüpfarbeit und individueller Gestaltung prägt den Charakter der Gabbeh-Tradition.

Die Bezeichnung Gabbeh wird häufig mit robust wirkenden, ausdrucksstarken Teppichen aus dem persischen Süden verbunden. Traditionelle Gabbeh-Muster können einfach aufgebaut sein, doch ihre Wirkung beruht gerade auf dem Verhältnis von Fläche, Farbe und wenigen klaren Zeichen. Shuli-Gabbeh stehen innerhalb dieser Tradition für eine fantasievolle und ausgefallene Gestaltung. Sie unterscheiden sich damit von einer streng reduzierten, ausschließlich minimalistischen Auffassung des Gabbeh. Der Name Shuli bezeichnet in diesem Zusammenhang eine bestimmte Gestaltungsrichtung innerhalb der Gabbeh-Welt und nicht eine zusätzliche Herkunftsangabe.

Die Geschichte der Fars-Teppiche ist mit mobilen Lebensformen verbunden. Nomadische Knüpfer arbeiteten mit den Materialien, die ihnen zur Verfügung standen, und entwickelten daraus Teppiche, Taschen, Decken und andere textile Gegenstände. Wolle war dafür ein naheliegendes Material, weil sie sich verspinnen, färben und zu einem widerstandsfähigen Flor verarbeiten lässt. Aus dieser handwerklichen Umgebung entwickelte sich eine Teppichsprache, in der die Freiheit der Zeichnung ebenso wichtig ist wie die Funktion des Teppichs im Alltag.

Shiraz bildet einen wichtigen kulturellen Bezugspunkt für Fars. Die Region rund um die Stadt steht für die Verbindung von städtischer und nomadischer Teppichkultur. Während städtische Werkstätten oft mit festgelegten Entwürfen und einer planvollen Ornamentik arbeiten, können Gabbeh aus Fars einen unmittelbareren und persönlicheren Eindruck vermitteln. Das bedeutet nicht, dass ihre Muster zufällig sind. Ihre Formen folgen einer eigenen Ordnung, die aus wiederkehrenden Farbkontrasten, vereinfachten Figuren und bewusst gesetzten Flächen entsteht.

Die persische Teppichtradition kennt zahlreiche regionale Ausprägungen. Fars besitzt dabei ein eigenständiges Profil, das sich an der Farbigkeit, der Nähe zu nomadischen Knüpftraditionen und der erzählerischen Offenheit vieler Muster zeigt. Ähnliche Teppiche werden ebenfalls als Gabbeh – Fars bezeichnet. Die Qashqai zählen zu den bekannten nomadischen Gruppen der Region und haben die Wahrnehmung der Fars-Teppiche mit ihren lebendigen Farben und individuellen Mustern geprägt. Der hier beschriebene Gabbeh – Shuli steht in diesem regionalen und kulturellen Zusammenhang.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Damit steht nicht ein streng festgelegtes Einzelmotiv im Mittelpunkt, sondern die kreative Wirkung des gesamten Entwurfs. Die Gestaltung kann bei Gabbeh – Shuli durch ungewöhnliche Zusammenstellungen, klar voneinander abgegrenzte Formen und eine eigenständige Bildidee geprägt sein. Entscheidend ist die freie Interpretation, die den Teppich von einem rein gleichmäßigen Flächendekor unterscheidet.

Die angegebenen Farben sind Rot, Beige, Grau und Braun. Rot kann in der persischen Textilkunst als kräftiger Farbakzent auftreten, während Beige eine ruhigere Grundwirkung vermittelt. Grau bringt einen zurückgenommenen, neutralen Ton ein, und Braun stellt eine erdverbundene Verbindung zwischen den übrigen Farben her. Diese Beschreibungen beziehen sich auf die Farbwirkung als solche; bei handgearbeiteten Teppichen können einzelne Partien durch die Struktur des Flors unterschiedlich erscheinen. Zusammen bilden die vier genannten Farbtöne die farbliche Grundlage dieses Stücks.

Gabbeh-Muster arbeiten häufig mit einer vereinfachten Formensprache. Geometrische Gestalten können dabei ebenso eine Rolle spielen wie stilisierte Darstellungen von Tieren oder Pflanzen. Solche Motive werden nicht unbedingt naturgetreu wiedergegeben. Sie werden auf wesentliche Linien und Flächen reduziert, sodass ihre Bedeutung eher durch die Anordnung im Teppich als durch eine detailreiche Abbildung entsteht. Bei einer fantasievollen Shuli-Gestaltung kann diese Vereinfachung mit ungewöhnlichen Proportionen oder einer überraschenden Farbverteilung verbunden werden.

Ein wesentlicher Teil der Wirkung entsteht durch den Gegensatz von Muster und Fläche. Bei Gabbeh-Teppichen können größere ruhige Bereiche neben markanten Zeichen stehen. Dadurch erhält die Komposition eine klare Lesbarkeit, ohne auf eine vollständig symmetrische Ordnung angewiesen zu sein. Wiederholungen sind möglich, müssen aber nicht den gesamten Teppich bestimmen. Der handgeknüpfte Aufbau erlaubt es, Konturen und Farbwechsel unmittelbar in den Flor einzusetzen.

Die Bezeichnung Shuli verweist auf eine fantasievolle Gabbeh-Richtung, bei der die gestalterische Eigenständigkeit besonders sichtbar werden kann. Das Muster wird dadurch nicht zu einer Aussage über einen anderen Herkunftsort. Der Teppich bleibt ein Perserteppich aus der Region Fars. Auch Ortsnamen, die zur Einordnung von Motiven oder vergleichbaren Teppicharten verwendet werden, dürfen nicht mit der Herkunft dieses Stücks verwechselt werden. Für diesen Teppich sind Fars, die Gabbeh-Tradition und die Shuli-Gestaltung die maßgeblichen Angaben.

Die Farben Rot, Beige, Grau und Braun lassen verschiedene Betrachtungen zu. Rot und Braun können die Verbindung zur warmen, erdigen Farbwelt vieler Fars-Teppiche verstärken. Beige und Grau schaffen dazu abgestufte, weniger dominante Bereiche. Entscheidend ist nicht eine einzelne Farbe, sondern das Zusammenspiel innerhalb des fantasievollen Entwurfs. So kann derselbe Teppich sowohl farbliche Akzente als auch ruhigere Zonen zeigen, ohne dass das Muster seine handwerkliche und regionale Identität verliert.

Ein Gabbeh – Shuli ist daher nicht lediglich ein neutrales Bodenmuster. Seine Formen und Farben stehen in Beziehung zur freien Bildsprache der nomadischen Teppiche aus Fars. Der Entwurf kann als textile Interpretation von Erinnerungen, Umgebung und stilisierten Beobachtungen verstanden werden, ohne dass jedes einzelne Zeichen eine eindeutig festgelegte Bedeutung tragen muss. Diese Offenheit gehört zur Tradition und erklärt, warum fantasievolle Gabbeh-Muster individuell gelesen werden können.

Besonderheiten

Besonders an diesem Teppich sind die Verbindung aus glanzvoller Schurwolle, handgeknüpfter Ausführung und einer fantasievollen Shuli-Gestaltung. Die Farbpalette umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Der Teppich stammt aus Fars und gehört damit zur persischen Gabbeh-Tradition des Südens. Seine Knotendichte ist angegeben, und sein Zustand ist neu und unbenutzt. Diese Merkmale beschreiben das Stück sachlich und verbinden Material, Herkunft, Machart und Gestaltung.

Die ausgefallenen Muster machen sichtbar, dass Gabbeh nicht nur durch eine einheitliche, minimalistische Fläche definiert wird. Innerhalb der Tradition gibt es unterschiedliche gestalterische Wege. Shuli steht hier für eine ausdrucksvolle und fantasievolle Variante, bei der die Individualität des Entwurfs eine zentrale Rolle spielt. Als handgeknüpftes Einzelstück trägt der Teppich die konkrete Ausführung seines Knüpfers in sich. Er verbindet damit die regionale Tradition von Fars mit einer eigenständigen Gestaltung.

FAQ

Wie pflege ich meinen Gabbeh – Shuli Teppich?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich ein Staubsauger ohne Bürstenaufsatz. So lässt sich loser Staub entfernen, ohne den Flor unnötig mechanisch zu beanspruchen. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei ist es sinnvoll, die betroffene Stelle vorsichtig zu bearbeiten und nicht kräftig zu reiben. Eine professionelle Reinigung kann alle paar Jahre hilfreich sein. Die konkrete Häufigkeit hängt von der Nutzung und der Verschmutzung ab.

Woher stammen Gabbeh – Shuli Teppiche?

Gabbeh – Shuli Teppiche stammen aus der Region Fars im Süden Persiens, unweit der historischen Stadt Shiraz. Ihre Tradition ist mit nomadischen Stämmen und deren überlieferten Knüpftechniken verbunden. Fars besitzt eine eigenständige Teppilkultur, in der handwerkliche Herstellung und individuelle Muster zusammengehören. Der hier beschriebene Teppich ist ein persischer Gabbeh aus dieser Region und nicht einem anderen Ursprungsgebiet zuzuordnen.

Was macht den Gabbeh – Shuli Teppich besonders?

Seine Besonderheit liegt in der Verbindung von glanzvoller Schurwolle, handgeknüpfter Herstellung und ausgefallenen, fantasievollen Designs. Die Farben Rot, Beige, Grau und Braun prägen seine farbliche Wirkung. Als Shuli-Gabbeh steht er für eine kreative Gestaltungsrichtung innerhalb der Fars-Tradition. Jedes Stück ist ein Unikat und trägt die individuelle Handschrift des Knüpfers. Dadurch ist der Teppich zugleich ein funktionales textiles Stück und ein eigenständiger Ausdruck handwerklicher Gestaltung.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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