


Perserteppich Fars 55 x 55 cm Wolle handgeknüpft
604$
Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich aus Fars | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 55×55 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Hochwertige Verarbeitung
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 5AB26CED
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghashghai Perserteppich wird aus natürlicher Wolle gefertigt und von Hand geknüpft. Die Wolle bildet den Flor und verleiht dem Teppich eine natürliche Haptik. Als traditionelles Material eignet sie sich für eine textile Oberfläche, die im Alltag angenehm unter den Füßen ist und zugleich die charakteristische Ausstrahlung handgearbeiteter Teppiche bewahrt.
Die Verarbeitung ist als hochwertig beschrieben. Jeder Knoten entsteht in Handarbeit, sodass die Herstellung nicht dem gleichförmigen Ablauf einer industriellen Fertigung folgt. Der Teppich erhält dadurch den besonderen Charakter eines handgefertigten Einzelstücks. In der Ghashghai-Tradition werden Teppiche ohne vorher festgelegten, starren Gesamtplan geknüpft; die Arbeit entwickelt sich aus dem handwerklichen Prozess und verbindet praktische Erfahrung mit gestalterischer Freiheit.
Die Verwendung natürlicher Wolle und die handwerkliche Herstellung bestimmen den materiellen Charakter dieses Stücks. Wolle ist in der nomadischen Teppichkunst seit Langem ein zentrales Material, weil sie verfügbar, vielseitig zu verarbeiten und für die Nutzung als Flor geeignet ist. Die sorgfältige Ausführung zeigt sich hier in der als hochwertig bezeichneten Verarbeitung und in der klar erkennbaren, von Hand ausgeführten Struktur.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Südpersien, aus der Provinz Fars, und wird der Ghashghai-Tradition zugeordnet. Die Ghashghai sind ein nomadisches Volk aus dieser Region. Ihre Teppiche stehen in Verbindung mit einer Lebensweise, in der textile Handarbeit, Wolle und die Weitergabe von Gestaltungserfahrungen eine wichtige Rolle spielen. Ein Ghashghai-Teppich ist deshalb nicht nur ein Bodenbelag, sondern auch ein Ausdruck einer regionalen und kulturellen Web- und Knüpftradition.
Fars gehört zu den bekannten Teppichregionen des südlichen Iran. Die Landschaft der Provinz umfasst unterschiedliche natürliche Räume, und das Leben der nomadischen Gruppen ist traditionell mit Bewegung durch diese Landschaft verbunden. Solche Erfahrungen prägen die Bildsprache der Teppiche: Natur, Gebirge und durchquerte Landschaften werden nicht als naturgetreue Ansichten wiedergegeben, sondern in vereinfachte, überlieferte Formen übertragen.
Die Ghashghai-Tradition ist durch handwerkliche Eigenständigkeit und eine unmittelbare Gestaltung gekennzeichnet. Das Knüpfen ohne vorherige Planung bedeutet dabei nicht das Fehlen von Können. Vielmehr beruhen die Formen auf Erfahrung, Erinnerung und einem Repertoire wiederkehrender Motive. Die Knüpferinnen und Knüpfer kennen die Grundformen und setzen sie während der Arbeit in eine eigene Komposition um. Dadurch bleibt die regionale Sprache erkennbar, während jedes einzelne Stück einen individuellen Verlauf erhält.
Nomadische Teppiche aus dem Iran werden häufig in engem Zusammenhang mit ihrer praktischen Verwendung betrachtet. Sie sollten robust und nutzbar sein, zugleich aber auch die Vorstellungen ihrer Hersteller von Ordnung, Natur und Gemeinschaft sichtbar machen. Bei Ghashghai-Teppichen verbinden sich daher geometrische Klarheit und eine lebendige, nicht vollkommen schematische Anordnung. Diese Verbindung unterscheidet sie von streng geplanten Manufakturmustern und erklärt ihren eigenständigen handwerklichen Charakter.
Innerhalb der persischen Teppichwelt lässt sich Fars außerdem mit anderen regionalen Traditionen vergleichen. Shiraz-Teppiche stammen ebenfalls aus der Region Fars und können ähnliche Farben oder Gestaltungsideen zeigen, werden jedoch in der Beschreibung dieses Sortiments als meist von geringerer Qualität eingeordnet. Tabriz ist für aufwendige Muster und die Verwendung von Seide bekannt, während Qum für feine Details und hohe Knotendichten geschätzt wird. Isfahan wiederum steht für ausgearbeitete Handwerkskunst und lebendige Farben. Diese Vergleiche machen die Besonderheit der Ghashghai-Tradition sichtbar, ohne die unterschiedlichen Herkünfte gleichzusetzen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Formen geben einem Teppich eine klare visuelle Ordnung, ohne dass die Gestaltung nüchtern wirken muss. Linien, Winkel, Rauten und wiederkehrende Zeichen können miteinander verbunden werden und so ein geschlossenes Gesamtbild ergeben. Bei Ghashghai-Teppichen entsteht diese Ordnung aus der Verbindung überlieferter Formen mit der individuellen Ausführung während des Knüpfens.
Die Ornamentik ist eng mit der Bildwelt der Ghashghai verbunden. Motive können von der Natur, den Bergen und den Landschaften inspiriert sein, durch welche die nomadischen Gruppen ziehen. Dabei werden Erlebnisse und Umgebungen in eine abstrakte Formensprache überführt. Der Teppich zeigt keine dokumentarische Landschaft, sondern eine textile Interpretation von Bewegung, Raum und Natur. Gerade die geometrische Reduktion macht diese Bezüge als Teil der regionalen Gestaltungstradition lesbar.
Für Ghashghai-Teppiche sind lebendige Farben charakteristisch; häufig dominieren Rot- und Brauntöne. Rot kann der Komposition Wärme und eine deutliche Präsenz geben, während Braun eine erdverbundene Wirkung unterstützt. Zusammen können diese Farbbereiche die Verbindung zur Landschaft Südpersiens und zur nomadischen Lebenswelt unterstreichen. Die Farbwirkung bleibt dabei an die konkrete handgearbeitete Gestaltung gebunden und bildet gemeinsam mit den geometrischen Ornamenten das Erscheinungsbild des Stücks.
Die Gestaltung ist nicht als vollkommen identische Wiederholung eines industriellen Musters zu verstehen. Bei einer handgeknüpften Arbeit werden Motive durch den persönlichen Arbeitsrhythmus und die Entscheidung während des Knüpfens geprägt. Das erklärt, weshalb traditionelle Ghashghai-Ornamente zugleich vertraut und individuell erscheinen können. Wiederkehrende Formen schaffen Zusammenhang, während kleine Abweichungen den handgefertigten Charakter bewahren.
Geometrische Ornamentik findet sich auch bei anderen iranischen Nomadenteppichen, etwa bei Bakhtiari- und Lori-Teppichen. Dort können geometrische und florale Muster miteinander verbunden werden. Die Nennung dieser verwandten Traditionen dient dem stilistischen Vergleich; der hier beschriebene Teppich bleibt ein Ghashghai aus Fars. Seine Zuordnung beruht auf der Herkunft aus Südpersien, der Provinz Fars, der Ghashghai-Tradition und dem geometrischen Dekor.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Stücks liegt in der Verbindung aus Ghashghai-Herkunft, natürlicher Wolle und geometrischen Ornamenten. Die hochwertige Verarbeitung steht neben dem individuellen Charakter, der durch die Handarbeit entsteht. Der Teppich verbindet damit ein traditionelles Material mit einer Gestaltung, die von der Kultur und der Natur Südpersiens geprägt ist.
Die handwerkliche Herstellung ohne vorherige starre Gesamtplanung verleiht dem Teppich eine eigene textile Handschrift. Jedes Detail entsteht im Verlauf der Arbeit. Dadurch wird die regionale Tradition nicht als bloße Dekoration wiederholt, sondern in einem konkreten Einzelstück sichtbar. Die warm beschriebene Farbpalette mit Rot- und Brauntönen unterstützt die Einordnung in die lebendige Gestaltung der Ghashghai-Teppiche.
Als Einsatzorte kommen Wohnzimmer, Essbereich und Schlafzimmer infrage. Die geometrische Gestaltung lässt sich sowohl mit modernen als auch mit traditionellen Einrichtungsstilen verbinden. Der Teppich kann dort als klar abgegrenztes textiles Element eingesetzt werden und bringt die Farben und Ornamente der Fars-Tradition in unterschiedliche Raumkonzepte ein.
FAQ
Was zeichnet einen Ghashghai-Teppich aus?
Ein Ghashghai-Teppich steht für die nomadische Teppichtradition aus Südpersien, besonders aus der Provinz Fars. Typisch ist die Verbindung aus natürlicher Wolle, Handarbeit und geometrischen Ornamenten. Die Gestaltung kann von Gebirgen, Landschaften und der Natur inspiriert sein. Lebendige Farben, insbesondere Rot- und Brauntöne, gehören ebenfalls zur beschriebenen Bildsprache. Dieses Stück verbindet diese regionalen Merkmale mit hochwertiger Verarbeitung und einer individuellen handgeknüpften Ausführung.
Wie lässt sich der Teppich richtig pflegen?
Für die laufende Pflege sollte der Teppich regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden. Dabei empfiehlt sich ein schonender Umgang mit dem Flor, damit die natürliche Wolle und die handgearbeitete Oberfläche nicht unnötig belastet werden. Bei stärkerem Reinigungsbedarf sollte eine professionelle Teppichreinigung beauftragt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Eine sachgerechte Pflege erhält die Oberfläche und die Wirkung der geometrischen Ornamente.
In welchen Räumen kann der Ghashghai-Teppich liegen?
Der Teppich eignet sich für das Wohnzimmer, den Essbereich und das Schlafzimmer. Seine geometrischen Ornamente geben dem Raum eine erkennbare textile Struktur, während die warmen Rot- und Brauntöne eine verbindende Farbgrundlage schaffen. Das Muster kann in moderne ebenso wie in traditionelle Einrichtungskonzepte integriert werden. So lässt sich der Ghashghai-Teppich als eigenständiger Akzent oder als Ergänzung zu bereits vorhandenen Farben und Materialien einsetzen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |











