Perserteppich Fars 284 x 152 cm handgewebt

Ursprünglicher Preis war: 4800$Aktueller Preis ist: 1226$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: gewebt ohne Flor | Größe: 284 x 152 cm | Muster: beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Verwendung: Teppich oder Wandbehang

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Inventarnummer: 15A3C7DD

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim ist ein handgewebter Perserteppich aus der Region Fars im Iran. Seine Herstellung beruht auf der Webtechnik und nicht auf dem Knüpfen einzelner Florreihen. Das Gewebe kommt ohne Flor aus. Damit gehört der Teppich zu den Flachgeweben, bei denen die sichtbare Fläche unmittelbar aus der Verbindung von Kette und Schuss entsteht. Die Oberfläche bleibt flach und klar, während die Webarbeit dem Stück seine textile Festigkeit gibt.

Bei einem Kelim werden die Schussfäden an einem Webstuhl zwischen den Kettfäden geführt. Anders als bei einem Teppich mit Flor stehen keine abgeschnittenen Fäden über der Grundfläche. Das Ergebnis ist eine geschlossene, flache textile Fläche. Handweben bedeutet, dass das Gewebe Schritt für Schritt aufgebaut wird. Die Ausführung verlangt eine gleichmäßige Führung der Fäden und eine fortlaufende Kontrolle der Spannung. Der Arbeitsprozess verbindet Konstruktion und Gestaltung unmittelbar miteinander.

Bei diesem Teppich ist das Muster auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft gehört zu seiner Ausführung und macht die Rückseite optisch ebenso nutzbar wie die Vorderseite. Es handelt sich nicht um einen Teppich mit einer gesondert gestalteten oder verdeckten Rückseite, sondern um ein beidseitig gleich erscheinendes Flachgewebe. Der Zustand ist sehr gut. Die Quelle beschreibt den Teppich als geeignet für die Verwendung auf dem Boden oder als Wandbehang.

Die flache, florlose Konstruktion ist für Kelims charakteristisch. Das Muster wird nicht durch eine hochstehende Oberfläche erzeugt, sondern durch die Anordnung der gewebten Fäden. Dadurch bleiben die Konturen unmittelbar mit der Struktur des Textils verbunden. Bei handgewebten Stücken können Webrichtung, Fadenspannung und die Abfolge der Schussfäden die Wirkung des Musters bestimmen. Diese technischen Grundlagen erklären die textile Erscheinung des Kelims, ohne zusätzliche Eigenschaften dieses einzelnen Stücks vorauszusetzen.

Herkunft und Tradition

Fars liegt im Süden des Iran und zählt zu den bedeutenden Kultur- und Webregionen des Landes. Die Region ist historisch mit nomadischen, dörflichen und städtischen Lebensformen verbunden. Aus diesen unterschiedlichen Lebenswelten entwickelte sich eine vielseitige Textiltradition. In Fars entstanden sowohl Gebrauchsgewebe als auch Teppiche mit sorgfältig aufgebauten Mustern. Die Bezeichnung Fars beschreibt hier die Herkunftsregion des Teppichs und nicht lediglich ein dekoratives Motiv.

Die Geschichte persischer Teppiche ist eng mit dem Alltag verbunden. Textilien konnten den Boden bedecken, Bereiche innerhalb einer Behausung gliedern oder bei wechselnden Lebensorten mitgeführt werden. Flachgewebe waren für solche Zusammenhänge besonders zweckmäßig, weil sie ohne Flor auskommen und eine flache textile Fläche bilden. Ein Kelim kann deshalb zugleich Gebrauchsgegenstand und Ausdruck regionaler Gestaltung sein. Seine Herstellung folgt einer anderen handwerklichen Logik als die eines geknüpften Teppichs.

In den Webtraditionen von Fars treffen verschiedene Einflüsse aufeinander. Nomadische Weberinnen und Weber arbeiteten häufig mit Mustern, die aus wiederholbaren geometrischen Einheiten aufgebaut sind. In dörflichen Werkstätten konnten sich überlieferte Formen mit lokalen Varianten verbinden. Städtische Zentren entwickelten daneben eigene Vorstellungen von Aufbau, Ordnung und Farbwirkung. Diese Zusammenhänge bilden den historischen Hintergrund der Region. Sie erlauben jedoch nicht, jedes einzelne Gewebe einem bestimmten Stamm oder Ort innerhalb von Fars zuzuordnen.

Die Arbeit am Webstuhl verlangt eine fortlaufende Kontrolle der Kettspannung und der Schussführung. Schon kleine Veränderungen können den Verlauf eines Musters beeinflussen. Bei traditionell gefertigten Kelims entsteht die Gestaltung deshalb nicht unabhängig von der Technik. Das Weben ist zugleich Konstruktion und Dekoration. Die flache Oberfläche, die klare Kontur und die Möglichkeit einer beidseitigen Lesbarkeit gehören zu den Themen, die bei der Betrachtung iranischer Flachgewebe eine wichtige Rolle spielen.

Persische Teppiche aus anderen Regionen können sich in Aufbau und Gestaltung deutlich unterscheiden. Kerman, Isfahan, Tabriz und Mashhad stehen jeweils für eigene historische Entwicklungen und werden häufig mit unterschiedlichen technischen und gestalterischen Traditionen verbunden. Diese Ortsnamen sind nicht austauschbar. Für diesen Teppich ist Fars als Ursprung genannt. Seine Einordnung als Perserteppich ergibt sich aus der angegebenen Herkunft Iran; seine Einordnung als Kelim ergibt sich aus der handgewebten, florlosen Ausführung.

Der iranische Teppichbau umfasst neben Flachgeweben auch geknüpfte Teppiche und weitere textile Formen. Beim Knüpfen wird Flor Knoten für Knoten aufgebaut, während beim Kelim die Fläche durch das Weben entsteht. Beide Verfahren gehören zur persischen Textilkultur, sind handwerklich aber nicht dasselbe. Die Unterscheidung ist wichtig, weil die jeweilige Konstruktion die Oberflächenwirkung und den Charakter des Textils bestimmt.

Fars ist Teil einer größeren kulturellen Landschaft, in der Kenntnisse über Textilien durch praktische Anleitung und wiederholte Arbeit weitergegeben wurden. Muster konnten überliefert, angepasst und neu geordnet werden, ohne dass jedes Gewebe einer einzigen unveränderten Vorlage folgte. Webstuhl, Material und vorgesehene Verwendung beeinflussen die Ausführung. Dieser Hintergrund erklärt, warum regionale Flachgewebe sowohl gemeinsame Merkmale als auch Unterschiede zeigen können.

Design und Muster

Die zentrale Designangabe zu diesem Teppich lautet, dass sein Muster auf beiden Seiten identisch ist. Die Gestaltung bleibt daher unabhängig davon sichtbar, welche Seite nach außen zeigt. Da kein Flor die Webfläche verdeckt, steht das Muster unmittelbar mit der Struktur des Textils in Verbindung. Die doppelte Lesbarkeit ist eine konkrete Eigenschaft dieses Stücks und zugleich ein Aspekt, der bei Kelims für die Verwendung als Raumtextil von Bedeutung sein kann.

Die Musterwelt persischer Kelims reicht von einfachen Wiederholungen bis zu komplex gegliederten Kompositionen. Geometrische Formen können aus Rauten, Streifen, Haken, Zacken oder gestuften Konturen aufgebaut sein. Auch stilisierte Pflanzen, Tiere und symbolische Zeichen kommen in der iranischen Webkunst vor. Solche Motive werden häufig vereinfacht und in eine klare Ordnung gebracht, damit sie mit der Webtechnik ausgeführt werden können. Welche einzelnen Motive dieser Teppich zeigt, ist nicht angegeben.

Ein Kelim erhält seinen visuellen Charakter durch das Verhältnis von Kette, Schuss und Musterfolge. Die Kettfäden geben der Fläche eine Grundrichtung. Die Schussfäden bilden die sichtbare Gestaltung und verbinden die einzelnen Bereiche miteinander. Diagonale Linien können durch kleine Stufen entstehen, während Konturen aus wiederholten Veränderungen aufgebaut werden. Die technische Begrenzung des Webstuhls prägt damit die grafische Wirkung des Flachgewebes unmittelbar.

In Fars finden sich unterschiedliche Arten von Kelims und anderen Webarbeiten. Einige Gestaltungen wirken streng symmetrisch, andere leben von Wiederholungen mit kleinen Abweichungen. Manche Kompositionen ordnen ein zentrales Feld mit einer Rahmung, während andere aus fortlaufenden Streifen oder gereihten Ornamenten bestehen. Die regionale Tradition ist daher nicht auf ein einziges Muster festgelegt. Sie umfasst ein Spektrum von Gebrauchsgeweben und dekorativen Textilien.

Die Bezeichnung eines Musters darf nicht mit der Herkunft verwechselt werden. Ein Motiv kann nach einer Stadt, einer Landschaft oder einer historischen Form benannt sein, ohne dass das betreffende Stück dort hergestellt wurde. Bei diesem Teppich ist die Region Fars als Ursprung angegeben, während das Muster als beidseitig identisch beschrieben wird. Weitere einzelne Motive oder Farbtöne sind nicht benannt und werden deshalb nicht hinzugefügt. Die sachliche Beschreibung bleibt bei der nachgewiesenen Gestaltungseigenschaft.

Flachgewebe lassen sich in unterschiedliche Räume einordnen, weil ihre Wirkung auf Linie, Fläche und Rhythmus beruht. Als Bodenbelag kann ein Kelim einen Bereich optisch gliedern. Als Wandbehang wird das textile Muster selbst zum sichtbaren Bestandteil der Raumgestaltung. Bei einem beidseitig identischen Muster bleibt diese Wirkung auch dann erhalten, wenn die textile Fläche gewendet oder von beiden Seiten betrachtet wird.

In regionalen Textiltraditionen ist Muster häufig mit Wiederholung und Erinnerung verbunden. Eine Gestaltung kann aus Einheiten bestehen, die innerhalb einer Gemeinschaft vertraut sind, und dennoch in ihrer Anordnung verändert werden. Dadurch entsteht eine erkennbare Gesamtordnung ohne zwingende mechanische Gleichförmigkeit. Die Bedeutung einzelner Symbole kann vom Zusammenhang abhängen. Allgemeine Kenntnisse über persische Ornamente dürfen deshalb nicht als konkrete Deutung dieses Teppichs ausgegeben werden.

Besonderheiten

Die wichtigste Besonderheit dieses Kelims ist die identische Musterwirkung auf beiden Seiten. Zusammen mit der flachen, florlosen Webstruktur macht dies den Teppich für die beiden genannten Verwendungen geeignet: als Teppich oder als Wandbehang. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf die Ausführung, die Gestaltung und den beschriebenen Erhaltungszustand dieses einzelnen Stücks.

Als Wandbehang kann ein Kelim seine Webstruktur unabhängig von einer Bodenfläche zeigen. Auf dem Boden bleibt die flache Konstruktion als textile Oberfläche sichtbar. Die beidseitige Gestaltung erweitert die Möglichkeiten der Ausrichtung. Angaben zu einer bestimmten Befestigung, Unterlage oder Pflegegeschichte sind für dieses Stück nicht genannt und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textil ohne Flor. Die Fläche entsteht am Webstuhl durch das Zusammenspiel von Kett- und Schussfäden, nicht durch das Einbringen einzelner Flor knoten. Dadurch unterscheidet sich ein Kelim technisch von einem handgeknüpften Perserteppich. Die Webtechnik kann klare Musterflächen hervorbringen und eine beidseitige textile Wirkung ermöglichen. Bei diesem Stück wird das Muster auf beiden Seiten als identisch beschrieben.

Wie kann dieser Kelim verwendet werden?

Der Teppich ist als Teppich oder als Wandbehang geeignet. Auf dem Boden kann er eine flache textile Fläche bilden und einen Wohnbereich gliedern. An der Wand kann seine Webstruktur als dekoratives Textil sichtbar bleiben. Da das Muster auf beiden Seiten identisch ist, zeigt die Gestaltung unabhängig von der gewählten Seite dieselbe beschriebene Wirkung. Eine bestimmte Raumgröße, Befestigungsart oder Unterlage ist nicht angegeben.

Woher stammt dieser Perserteppich?

Der Ursprung ist mit der Region Fars im Iran angegeben. Fars gehört zu den bekannten Teppich- und Webregionen des Landes und verfügt über eine vielseitige Tradition für geknüpfte Teppiche und Flachgewebe. Für dieses Stück ist ausdrücklich die Herkunft Fars genannt. Es wird als handgewebter Kelim ohne Flor beschrieben; eine Zuordnung zu einem engeren Ort, Stamm oder einer Werkstatt ist nicht angegeben.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

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Form

Herkunft

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