Perserteppich Fars 270 x 155 cm handgewebt

922$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: gewebt, ohne Flor | Größe: 270 x 155 cm | Muster: beidseitig identisch | Zustand: gut erhalten

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Inventarnummer: 038D0F47

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim ist handgewebt und besitzt keinen Flor. Anders als ein geknüpfter Teppich entsteht ein Kelim durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Die sichtbare Fläche wird dabei nicht durch einzelne Florbüschel aufgebaut, sondern durch die flache Webstruktur. Dadurch bleibt die Oberfläche geschlossen und eben. Die Bezeichnung Kelim beschreibt hier die Webtechnik, während die Herkunft mit Fars im Iran angegeben ist.

Das gewebte Material verleiht dem Stück seinen charakteristischen flachen Aufbau. Bei einem solchen Teppich ist die Verarbeitung unmittelbar an der Struktur ablesbar: Die Schussfäden bilden die sichtbare textile Fläche, die Kettfäden geben dem Gewebe seinen Halt. Da kein Flor vorhanden ist, unterscheidet sich die Haptik von der eines klassischen Hochflorteppichs. Der Teppich kann dadurch sowohl auf dem Boden als auch als textile Gestaltung an einer Wand eingesetzt werden.

Die handgewebte Herstellung gehört zu den traditionellen Formen der Teppich- und Textilproduktion im Iran. Sie erlaubt es, Muster direkt in die Webfläche einzubinden, anstatt sie nachträglich aufzutragen. Bei diesem Kelim ist das Muster auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft passt zur flächigen Webweise und macht das Stück von verschiedenen Blickrichtungen aus lesbar.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Fars im Iran. Fars ist eine historische Landschaft im Süden des Landes und gehört zu den Regionen, die eng mit der persischen Textil- und Teppichkultur verbunden sind. Die Gegend umfasst unterschiedliche Landschaften und Lebensräume. In ihrer materiellen Kultur treffen städtische, dörfliche und nomadisch geprägte Traditionen aufeinander. Diese Vielfalt hat auch die Entwicklung gewebter Teppiche und anderer flacher Textilien beeinflusst.

Fars ist in der Teppichgeschichte besonders für handwerkliche Arbeiten aus ländlichen und nomadischen Zusammenhängen bekannt. Gewebte Textilien konnten dort als praktische Gebrauchsgegenstände, als transportierbare Bodenbeläge oder als dekorative Stücke hergestellt werden. Die flache Webtechnik eignet sich für eine klare, widerstandsfähige Textilfläche und lässt sich in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen anwenden. Ein Kelim aus Fars steht deshalb für eine Tradition, in der textile Gestaltung und täglicher Gebrauch eng miteinander verbunden sind.

Persische Teppiche werden nicht nur geknüpft, sondern auch gewebt. Beim Kelim entsteht das Muster während des Webvorgangs. Die Handwerkerin oder der Handwerker führt die farbigen Schussfäden entsprechend dem geplanten Motiv durch die Kettfäden. Je nach Gestaltung können Farbflächen, Linien und geometrische Formen unmittelbar aus der Abfolge der Webschritte hervorgehen. Das Ergebnis ist ein flaches Gewebe, bei dem die Konstruktion und die ornamentale Oberfläche eine Einheit bilden.

Die Bezeichnung Fars verweist auf die Herkunft dieses Stücks und nicht lediglich auf ein dekoratives Vorbild. Regionale Teppiche werden häufig nach ihrem Herstellungsgebiet, nach einem Ort oder nach einer kulturellen Gruppe benannt. Dabei ist es wichtig, Herkunft und Muster voneinander zu unterscheiden. Ein Motiv kann in verschiedenen Regionen verwendet werden, während die Herkunft eines einzelnen Teppichs durch die angegebene Region bestimmt wird. Hier ist Fars im Iran als Ursprung genannt.

Die persische Teppilchtradition umfasst viele Formen, von fein geknüpften Stadtteppichen bis zu robusten Flachgeweben. Kelims nehmen darin eine eigenständige Stellung ein. Sie zeigen, dass textile Qualität nicht ausschließlich über Knotendichte oder Florhöhe beschrieben wird. Bei einem Flachgewebe zählen vielmehr die gleichmäßige Spannung, die Verbindung von Kette und Schuss sowie die Lesbarkeit der eingearbeiteten Muster. Diese Merkmale gehören allgemein zur handwerklichen Tradition der Kelimherstellung.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Damit bleibt die Gestaltung unabhängig davon sichtbar, welche Seite betrachtet wird. Bei einem flach gewebten Teppich kann diese beidseitige Lesbarkeit ein direktes Ergebnis der Webstruktur sein: Das Muster wird aus den farbigen Schussfäden aufgebaut und ist nicht nur auf eine Florseite aufgebracht. Die beidseitige Gestaltung ist daher ein wesentliches Merkmal dieses Stücks.

Kelim-Muster werden traditionell häufig aus klaren Flächen, Linien und geometrisch gegliederten Formen entwickelt. Solche Gestaltungen können rhythmisch wiederkehrende Elemente, Bordüren oder zentral angelegte Kompositionen enthalten. Für dieses konkrete Stück ist als Musterangabe ausschließlich festgehalten, dass es beidseitig identisch ist. Eine genauere Benennung einzelner Motive, Farben oder Bordüren wäre daher nicht sachgerecht. Die flache Webtechnik selbst erklärt jedoch, weshalb das Design als textile Fläche und nicht als hochstehender Flor wahrgenommen wird.

In der Gestaltung persischer Flachgewebe können geometrische Formen eine wichtige Rolle spielen. Sie lassen sich in der Webarbeit klar ausbilden und durch die Abfolge der Schussfäden schrittweise verändern. Gerade Linien, abgestufte Kanten und wiederholte Flächen erzeugen eine ornamentale Ordnung, ohne dass dafür eine plastische Florstruktur erforderlich ist. Diese allgemeine Gestaltungssprache findet sich in vielen Kelimtraditionen, während die konkrete Ausführung von Region zu Region und von Webstück zu Webstück verschieden bleibt.

Fars ist mit unterschiedlichen textilen Ausdrucksformen verbunden. In ländlichen und nomadischen Webtraditionen werden Muster nicht nur als dekorative Elemente verstanden. Sie können zugleich die Gliederung einer Fläche bestimmen und die handwerkliche Vorgehensweise vorgeben. Ein Webmotiv muss so geplant werden, dass es sich aus den technischen Möglichkeiten der Kette und des Schusses entwickeln lässt. Dadurch stehen Entwurf und Herstellung in engem Zusammenhang.

Die identische Gestaltung auf beiden Seiten erweitert außerdem die Möglichkeiten der Präsentation. Auf dem Boden bleibt die ornamentale Fläche aus verschiedenen Richtungen lesbar. Als Wandbehang kann der Kelim ebenfalls von vorne betrachtet werden, ohne dass eine Florseite von einer Rückseite unterschieden werden muss. Die Verwendung als Wandtextil knüpft an die allgemeine Rolle gewebter Textilien an, die nicht nur als Bodenbelag, sondern auch als dekorative Flächen eingesetzt werden können.

Besonderheiten

Der Kelim ist gut erhalten. Er kann als Teppich oder als Wandbehang verwendet werden. Seine flache, gewebte Struktur ohne Flor macht beide Einsatzbereiche möglich. Das beidseitig identische Muster ist eine weitere Besonderheit: Die Gestaltung bleibt auf beiden Seiten gleich und ist dadurch nicht an eine einzelne dekorative Vorderseite gebunden.

Die Verbindung aus Herkunft, Webtechnik und Nutzbarkeit bestimmt den Charakter dieses Stücks. Es handelt sich um einen handgewebten Perserteppich aus Fars mit einer ebenen Oberfläche. Die Angaben zu Material, Zustand und Muster beschreiben ihn als gewebtes Textil ohne Flor, das sowohl funktional als auch dekorativ eingesetzt werden kann.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebter Teppich ohne Flor. Seine sichtbare Fläche entsteht durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Dadurch unterscheidet er sich von einem handgeknüpften Teppich, bei dem einzelne Knoten den Flor bilden. Kelims können als Bodenbelag oder als Wandtextil verwendet werden. Bei diesem Stück handelt es sich um einen handgewebten Kelim aus Fars im Iran. Das Muster ist auf beiden Seiten identisch.

Was bedeutet die Herkunft Fars?

Fars bezeichnet die Herkunftsregion im Iran. Die Landschaft im Süden des Landes ist historisch mit verschiedenen Formen persischer Handwerks- und Textiltradition verbunden. Dazu gehören auch flach gewebte Teppiche und andere textile Arbeiten aus ländlichen und nomadisch geprägten Zusammenhängen. Die Angabe Fars beschreibt bei diesem Teppich den Ursprung. Sie ist nicht als Bezeichnung eines einzelnen Motivs zu verstehen.

Wie kann dieser Teppich verwendet werden?

Der Teppich kann als Bodenbelag oder als Wandbehang eingesetzt werden. Seine flache Webstruktur ohne Flor eignet sich für beide Formen der Präsentation. Auf dem Boden bildet er eine textile Fläche, während er an der Wand als dekoratives Gewebe sichtbar wird. Das auf beiden Seiten identische Muster erleichtert die flexible Verwendung, weil die Gestaltung unabhängig von einer besonderen Vorderseite lesbar bleibt.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

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Form

Herkunft

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