






Perserteppich Fars 254 x 146 cm handgewebt
1060$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Gewebe ohne Flor | Größe: 254 x 146 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Ursprung: Fars, Iran
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: D3A674CC
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus Fars ist ein handgewebter Teppich ohne Flor. Seine Herstellung beruht auf der Flachwebtechnik: Kettfäden bilden die Grundlage, während Schussfäden eingetragen und so miteinander verbunden werden, dass eine flache textile Fläche entsteht. Anders als bei einem geknüpften Teppich stehen keine Florfäden über die Oberfläche hinaus. Dadurch bleibt die Struktur klar, eben und unmittelbar sichtbar.
Die Bezeichnung Kelim beschreibt in erster Linie diese Webart. Beim Handweben entsteht das Muster während des Eintrags der farbigen Schussfäden. Die Gestaltung wird somit nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht, sondern ist direkt mit dem Aufbau des Gewebes verbunden. Das erklärt auch die besondere Nähe zwischen Muster und Material, die für Flachgewebe charakteristisch ist.
Der Teppich besitzt ein beidseitig identisches Muster. Beide Seiten zeigen daher dieselbe Gestaltung und können als gleich erscheinende Ansichtsseiten wahrgenommen werden. Die Ausführung ist als sehr gut erhalten angegeben. Weitere Angaben zu Fasern, Farben, Kettmaterial oder einer bestimmten Knotendichte liegen für dieses Stück nicht vor und werden deshalb nicht ergänzt.
Herkunft und Tradition
Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den historisch wichtigen Regionen der persischen Textil- und Teppichkultur. Die Landschaft umfasst unterschiedliche geographische Räume, darunter Ebenen, Bergregionen und trockene Gebiete. Diese Vielfalt hat eine Vielzahl lokaler Handwerkstraditionen begünstigt. In Fars werden sowohl sesshafte als auch nomadisch geprägte Webtraditionen miteinander verbunden.
Flachgewebe nehmen in dieser Kultur eine eigenständige Stellung ein. Sie konnten im Alltag vielseitig verwendet werden und ließen sich im Vergleich zu schweren Teppichen leichter transportieren, auslegen oder verstauen. Für wandernde Gemeinschaften war die Möglichkeit, textile Arbeiten mit überschaubarem Gewicht herzustellen und mitzunehmen, von praktischer Bedeutung. Aus dieser Verbindung von Gebrauch und Gestaltung entwickelte sich eine charakteristische Form der Nomadenkunst.
Die Herstellung eines Kelims verlangt ein genaues Verständnis für Spannung, Rhythmus und Farbwechsel. Die Weberin oder der Weber arbeitet nicht mit einer vorgezeichneten Oberfläche, sondern baut das Bild Schritt für Schritt aus den Schussfäden auf. Jede Farbfläche muss in das bestehende Gewebe eingefügt werden. Übergänge, Kanten und Wiederholungen entstehen während des Webens und erfordern eine sichere Hand sowie Erfahrung im Umgang mit dem Webstuhl.
Persische Flachgewebe sind nicht auf eine einzige Form oder Verwendung beschränkt. Sie können als Bodenbelag, textile Abdeckung oder dekoratives Tuch eingesetzt werden. Ihre Bedeutung geht dabei über die reine Funktion hinaus, weil Webmuster Wissen über regionale Formen, Farben und Ordnungen weitergeben. Motive können aus der Natur, aus geometrischen Grundformen oder aus überlieferten Zeichen hervorgehen. In Fars treffen solche Gestaltungsmittel auf die besondere Bildsprache der lokalen Webtraditionen.
Die Region steht außerdem in Beziehung zu den nomadischen Gruppen des südlichen Iran. Nomadische Teppiche und Kelims werden häufig mit einer direkten, klar gegliederten Formensprache verbunden. Das bedeutet nicht, dass jedes einzelne Stück einer bestimmten Gruppe oder einem bestimmten Stamm zugeordnet werden kann. Die Herkunftsangabe Fars verweist hier auf die iranische Region und ihre lange Geschichte des Webens, nicht auf eine weitergehende ethnische Zuschreibung.
Ein Kelim aus Fars gehört damit in den Zusammenhang einer persischen Flachwebtradition, in der praktische textile Arbeit und dekorative Gestaltung eng zusammengehören. Die handwerkliche Herstellung macht jedes Gewebe zu einem Einzelstück. Kleine Unterschiede im Verlauf der Schussfäden, in der Spannung und in der Ausarbeitung sind typische Ergebnisse manueller Arbeit und Teil der Geschichte, die ein handgewebtes Textil sichtbar macht.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist beidseitig identisch. Diese Eigenschaft prägt die Wahrnehmung des Stücks, weil Vorder- und Rückseite dieselbe Gestaltung zeigen. Bei einem Flachgewebe entsteht das Motiv aus dem Verhältnis von Kette und Schuss. Die Zeichnung liegt nicht auf einem separaten Flor, sondern bildet sich unmittelbar innerhalb der gewebten Fläche aus.
Geometrische Muster gehören zu den wichtigen Ausdrucksformen vieler Kelims. Linien, Winkel, Rauten, Streifen und wiederholte Flächen lassen sich beim Weben klar aus einzelnen Schussbereichen entwickeln. Solche Formen können durch rhythmische Wiederholung eine ordnende Wirkung erhalten. Ihre Gestaltung ist zugleich praktisch, weil kleinere Einheiten während der Arbeit leichter aufgebaut und aneinandergereiht werden können als ein vollständig naturalistisches Bild.
Die Musterwelt der Kelims ist dennoch nicht auf Geometrie beschränkt. In persischen und iranischen Flachwebtraditionen finden sich auch stilisierte Pflanzen, Tiere, Sterne, Medaillons und symbolisch verstandene Zeichen. Häufig werden natürliche Vorbilder vereinfacht, bis sie in eine klare textile Form überführt werden können. Das Ergebnis ist keine naturgetreue Darstellung, sondern eine eigenständige, rhythmisch aufgebaute Bildsprache.
Bei handgewebten Teppichen sind Farbfelder eng mit der technischen Ausführung verbunden. Der Wechsel des Schussfadens bestimmt, wo eine Fläche beginnt und endet. An den Grenzen einzelner Bereiche kann der Webaufbau deshalb ebenso wichtig sein wie die sichtbare Farbe. Die Musterwirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Kontur, Wiederholung und der durch das Gewebe bestimmten Oberfläche.
Die identische Gestaltung auf beiden Seiten unterscheidet dieses Stück von Teppichen, deren Rückseite lediglich die Rückansicht eines Flor- und Knüpfbildes zeigt. Beim Kelim ist die textile Konstruktion selbst Teil der visuellen Aussage. Das Motiv bleibt auf beiden Seiten lesbar und unterstreicht den Charakter des Teppichs als flaches Gewebe. Welche einzelnen Symbole oder Farbtöne verwendet wurden, ist in der Produktbeschreibung nicht näher benannt; deshalb wird das Muster hier nicht mit einer zusätzlichen Motivbezeichnung versehen.
Die Gestaltung eines Kelims aus Fars lässt sich im größeren Zusammenhang iranischer Ornamenttraditionen betrachten. Überlieferte Formen werden nicht mechanisch wiederholt, sondern können von Weber zu Weber, von Familie zu Familie und von Region zu Region unterschiedlich ausgearbeitet werden. Gerade diese Verbindung von wiedererkennbaren Grundideen und individueller Ausführung macht die Musterwelt handgewebter Textilien vielfältig.
Besonderheiten
Zu den klar benannten Eigenschaften gehören die Herstellung als Kelim, die handgewebte Ausführung ohne Flor und das auf beiden Seiten identische Muster. Die angegebene Herkunft ist Fars im Iran. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben. Damit verbindet das Stück die spezifische Struktur eines iranischen Flachgewebes mit einer Gestaltung, die auf beiden Seiten gleich wahrgenommen werden kann.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Einordnung in die traditionelle Nomadenkunst. Diese Bezeichnung verweist auf den kulturellen Zusammenhang der Fars-Region und ihrer mobilen Webtraditionen. Sie ersetzt keine genauere Angabe zu einer bestimmten Webergruppe, sondern beschreibt den handwerklichen und historischen Rahmen, in dem solche Kelims stehen. Angaben zu Alter, Signatur, Faserzusammensetzung oder Farbstoffen sind nicht vorhanden.
FAQ
Wie pflege ich einen handgewebten Kelim?
Ein Kelim ohne Flor hat eine flache Oberfläche, die regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden kann. Dabei sollte die Einstellung des Staubsaugers an textile Flachgewebe angepasst werden; ein harter Bürstenaufsatz ist zu vermeiden. Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst sofort mit einem sauberen, leicht angefeuchteten Tuch aufgenommen werden, ohne stark zu reiben. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich ein Fachbetrieb, der Erfahrung mit handgewebten Teppichen besitzt.
Was unterscheidet einen Kelim von einem geknüpften Teppich?
Beim Kelim entsteht die Fläche durch das Verweben von Kett- und Schussfäden, sodass kein aufstehender Flor vorhanden ist. Ein geknüpfter Teppich erhält seine Oberfläche dagegen durch einzelne Knoten, deren Fäden als Flor stehen bleiben. Das flache Gewebe macht den Kelim in seiner Struktur unmittelbar erkennbar. Bei diesem Stück kommt hinzu, dass das Muster auf beiden Seiten identisch ist.
Wo kann ein Kelim aus Fars verwendet werden?
Ein handgewebter Kelim kann als flacher Bodenbelag oder als dekoratives Textil eingesetzt werden. Ebenso ist eine Verwendung als Wandbehang möglich, sofern die Aufhängung das Gewebe gleichmäßig trägt. Entscheidend sind ein trockener, sauberer Platz und eine Unterlage, die ein Verrutschen vermindert. Die vielseitige Nutzung gehört traditionell zu den Eigenschaften von Kelims und erklärt ihre Bedeutung innerhalb der iranischen Webkultur.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft |














