Perserteppich Fars 205 x 100 cm Wolle handgewebt

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Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 205 cm x 100 cm | Muster: Mehrfarbig, Art déco | Zustand: Neu ohne Etikett

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Inventarnummer: 885A92A9

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Fars ist handgewebt und als Kelim ausgeführt. Bei dieser Webart entsteht ein flaches Gewebe, indem die Schussfäden von Hand zwischen den Kettfäden geführt und miteinander verbunden werden. Anders als bei einem geknüpften Teppich entsteht dabei kein gesonderter Flor aus einzelnen Knoten. Das Ergebnis ist eine klar aufgebaute, flache Oberfläche mit der für Kelims typischen textilen Struktur.

Als Material ist moderne Wolle angegeben. Der Flor besteht zu 100 Prozent aus Wolle. Wolle verbindet eine weiche Haptik mit einer festen Faserstruktur und wird deshalb seit langer Zeit für textile Bodenbeläge verwendet. Bei einem handgewebten Teppich bleibt die Beschaffenheit des Materials unmittelbar in der Oberfläche erkennbar. Kleine Unterschiede in der Spannung, im Fadenlauf und in der Webstruktur gehören zur handwerklichen Herstellung und machen jedes Stück zu einem Einzelstück.

Der Teppich wird als neu ohne Etikett beschrieben. Seine handgewebte Ausführung, das flache Gewebe und die Verwendung von Wolle bestimmen seinen Charakter. Die Webart ist zugleich ein wesentlicher Unterschied zu einem handgeknüpften Perserteppich: Beim Kelim liegt der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von Kette, Schuss und Farbflächen. Dadurch entsteht eine vergleichsweise leichte, textile Ausführung, die sich unkompliziert in unterschiedliche Räume einfügen lässt.

Herkunft und Tradition

Fars liegt im Süden Irans und gehört zu den Regionen, die eng mit der Geschichte persischer Textilien verbunden sind. Die Landschaft umfasst unterschiedliche geografische Räume und hat über viele Generationen hinweg verschiedene Formen des Webens und Knüpfens hervorgebracht. Teppiche und Flachgewebe aus Fars stehen dabei für eine lebendige Verbindung zwischen regionaler Handarbeit, überlieferten Techniken und einer eigenständigen Gestaltung.

Die Teppichtradition der Region reicht viele Jahrhunderte zurück. In den verschiedenen Siedlungs- und Nomadengemeinschaften von Fars wurden textile Arbeiten für den täglichen Gebrauch, für die Ausstattung von Wohnräumen und für den Handel hergestellt. Webstühle, Wolle und überlieferte Muster waren Teil einer handwerklichen Kultur, in der Wissen durch praktische Arbeit weitergegeben wurde. Das Weben war nicht nur eine Methode zur Herstellung eines Bodenbelags, sondern auch eine Form, regionale Vorstellungen und Erfahrungen in textile Flächen zu übertragen.

Ein Kelim aus Fars gehört zur Tradition der handgewebten Orientteppiche. Beim Flachgewebe werden die farbigen Schussfäden so eingetragen, dass sich geschlossene Farbflächen und ein stabiler Zusammenhang des Gewebes bilden. Die Technik erlaubt eine direkte, grafische Darstellung von Formen. Sie benötigt keine aufwendige Knotenkonstruktion und unterscheidet sich deshalb deutlich vom Flor eines geknüpften Teppichs. Gerade diese textile Klarheit ist ein kennzeichnendes Merkmal von Kelims.

Die iranische Webtradition kennt sowohl streng überlieferte als auch zeitgemäß interpretierte Gestaltungen. Regionale Arbeiten können geometrisch gegliedert, farbintensiv oder von stilisierten Motiven bestimmt sein. Fars wird häufig mit einer ausdrucksvollen, handwerklich geprägten Textilkultur verbunden, ohne dass jeder Teppich dieselben Farben oder dieselben Zeichen verwendet. Herkunft bezeichnet daher den kulturellen und handwerklichen Zusammenhang, nicht ein einheitliches Muster.

Dieser Teppich verbindet die Bezeichnung Fars mit einer modernen Ausführung aus Wolle. Seine Einordnung als Perserteppich verweist auf die Herkunft aus dem Iran; die konkrete Herstellung ist durch die Handwebtechnik als Kelim bestimmt. So treffen regionale Tradition und eine zeitgenössische Gestaltung aufeinander, ohne dass die flache Webart ihre Herkunft aus der persischen Textilkultur verliert.

Design und Muster

Das Muster dieses Fars-Perserteppichs ist mehrfarbig und dem Stil Art déco zugeordnet. Art déco entwickelte sich als Gestaltungssprache mit einer Vorliebe für klare Konturen, geordnete Flächen und eine bewusst dekorative Formensprache. In textilen Entwürfen kann dieser Stil durch rhythmische Wiederholungen, stilisierte Ornamente und eine ausgewogene Anordnung von Farben sichtbar werden. Die Bezeichnung beschreibt hier den gestalterischen Charakter des Teppichs und nicht seine historische Entstehungszeit.

Bei einem mehrfarbigen Kelim wird die Wirkung wesentlich durch das Verhältnis der einzelnen Farbflächen zueinander bestimmt. Die Schussfäden erzeugen die sichtbaren Partien des Musters, während die Kette die Grundlage des Gewebes bildet. Anders als bei einem hochflorigen Teppich liegt die Zeichnung direkt in der flachen Oberfläche. Konturen können dadurch besonders grafisch erscheinen, und der Wechsel zwischen den Farben bleibt als Teil der Webstruktur lesbar.

Die Verbindung von Art déco und Kelimtechnik zeigt, wie traditionelle Herstellungsverfahren für neue Entwürfe eingesetzt werden können. Ein zeitgemäßes Muster muss nicht auf die historische Kopie eines bestimmten Vorbilds beschränkt sein. Es kann geometrische Ordnung, dekorative Wiederholung und eine moderne Farbauffassung mit der handwerklichen Logik des Flachgewebes verbinden. Der Teppich wird dadurch zu einem Beispiel für die Weiterentwicklung einer überlieferten Technik.

Orientalische Teppichmuster tragen häufig kulturell überlieferte Formen in neue Zusammenhänge. Geometrische Linien können Ordnung, Bewegung oder Abgrenzung ausdrücken; stilisierte pflanzliche und abstrakte Formen können auf Natur, Rhythmus und Gemeinschaft verweisen. Solche Deutungen gehören zur allgemeinen Geschichte der orientalischen Textilkunst. Für dieses Stück sind als konkrete Merkmale ein mehrfarbiges Muster und die Stilzuordnung Art déco angegeben.

Die Gestaltung lässt sich sowohl mit klassischen als auch mit modernen Einrichtungen verbinden, weil ein flaches, grafisch strukturiertes Gewebe nicht an eine bestimmte Raumwirkung gebunden ist. In einem zurückhaltenden Umfeld kann das mehrfarbige Muster als klarer Akzent erscheinen; in einer bereits dekorativ eingerichteten Umgebung kann es vorhandene Farben und Linien aufnehmen. Diese Einordnung beschreibt die gestalterische Einsatzmöglichkeit, ohne dem Teppich eine nicht belegte Einzelmotivik zuzuschreiben.

Die Oberfläche eines Kelims macht den Aufbau des Musters unmittelbar sichtbar. Farbe, Webrichtung und die Übergänge zwischen den einzelnen Partien wirken gemeinsam. Dadurch entsteht kein isoliertes Dekor auf einem Flor, sondern ein Muster, das aus der Konstruktion des Gewebes selbst hervorgeht. Bei diesem Fars-Teppich treffen diese textile Direktheit, die mehrfarbige Gestaltung und die Art-déco-Orientierung aufeinander.

Besonderheiten

Der Teppich ist neu und wird ohne Etikett angeboten. Er ist handgewebt, besteht aus moderner Wolle und besitzt die für einen Kelim typische flache Gewebeform. Als regionales Design ist Kelim angegeben. Diese Merkmale beschreiben ihn eindeutig als handgefertigten, flach gewebten Orientteppich mit persischer Herkunft und zeitgemäßer Gestaltung.

Seine Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig. Die flache Ausführung kann im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro oder in öffentlichen Räumen verwendet werden. Der Teppich ist außerdem für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges vorsichtiges Absaugen; bei Bedarf kann eine professionelle Reinigung in Betracht gezogen werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen.

FAQ

Wie pflege ich den Fars-Perserteppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden. Bei stärkerem Reinigungsbedarf ist eine professionelle Reinigung sinnvoll. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie zum Ausbleichen der Farben beitragen kann. Eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum unterstützen die schonende Nutzung. Da der Teppich neu ohne Etikett ist, sind die allgemeinen Pflegehinweise für handgewebte Woll-Kelims maßgeblich.

Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?

Ja. Der Fars-Perserteppich ist für die Verwendung auf Fußbodenheizung geeignet. Die Wärme sollte gleichmäßig und nicht unnötig hoch eingestellt werden. Eine möglichst konstante Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit helfen dabei, das textile Material zu schonen. Zusätzlich sollte der Teppich regelmäßig kontrolliert und vorsichtig gepflegt werden, damit seine flache Struktur und seine Farben erhalten bleiben.

Woran erkennt man die Qualität eines handgewebten Teppichs?

Bei einem handgewebten Teppich geben die Gleichmäßigkeit der Struktur, die Beschaffenheit der verwendeten Wolle und die sorgfältige Ausführung wichtige Hinweise. Bei einem Kelim ist außerdem zu betrachten, wie geschlossen das Flachgewebe gearbeitet ist und wie klar die Farbflächen ineinandergreifen. Der Fars-Perserteppich besteht aus 100 Prozent Wolle, ist handgewebt und als neu ohne Etikett beschrieben. Seine Qualität wird damit vor allem durch Material und Webart charakterisiert.

Zusätzliche Informationen
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