Perserteppich Fars 203 x 79 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 1354$Aktueller Preis ist: 710$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 203 x 79 cm | Muster: Abstrakte Designs mit großen Farbflächen sowie tierischen und pflanzlichen Figuren | Zustand: Sehr gut, ideal für Kinderzimmer

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Inventarnummer: 09BDC79B

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh ist handgeknüpft und besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verwendung von Wolle gehört zur überlieferten Herstellung nomadischer Gabbeh-Teppiche. Schafwolle und Ziegenwolle werden dabei als natürliches, textiles Material verarbeitet und bilden die Grundlage für die charakteristische Haptik dieses Teppichtyps. Die handgesponnenen Fasern verleihen dem Material eine unregelmäßige, handwerklich geprägte Struktur.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 50.000 – 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster Knoten für Knoten auf dem Grundgewebe. Dadurch wird jeder einzelne Gabbeh zu einem eigenständigen Stück. Die Herstellung unterscheidet sich damit klar von maschinell gefertigten Teppichen, bei denen das Muster nicht in derselben Weise durch die individuelle Handarbeit entsteht.

Der Flor reicht bei diesem Gabbeh bis zu 2,5 cm und wird in der Beschreibung als weich bezeichnet. Ein höherer Flor prägt die Oberfläche sichtbar und macht die Berührung des Teppichs zu einem wesentlichen Teil seiner Wirkung. Die Kombination aus Handknüpfung, handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle und weichem Flor bestimmt den handwerklichen Charakter dieses einzelnen Teppichs.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt von Ghashghai-Nomaden in Fars im Iran. Fars gehört zu den wichtigen Landschaften der iranischen Teppichkultur und ist eng mit nomadischen und halbnomadischen Lebensweisen verbunden. Bei nomadischen Web- und Knüpftraditionen entstehen Teppiche nicht ausschließlich nach einem starren Entwurf. Die Gestaltung wird häufig durch überlieferte Formen, vorhandene Materialien und die Erfahrung der knüpfenden Person bestimmt.

Gabbeh-Teppiche werden mit nomadischen Völkern in Verbindung gebracht und unterscheiden sich in ihrer Erscheinung von vielen fein gezeichneten städtischen Perserteppichen. Ihre Gestaltung ist meist unmittelbar, klar und auf wenige große Formen konzentriert. Statt eine Fläche mit vielen kleinen Einzelheiten vollständig auszufüllen, arbeiten Gabbeh-Muster oft mit deutlichen Konturen, vereinfachten Figuren und großzügig behandelten Farbbereichen.

Die Herkunft aus Fars verweist auf eine regionale Tradition, in der Wolle, Handarbeit und mobile Lebensformen eng miteinander verbunden sind. Für nomadische Teppiche ist die Herstellung zugleich eine praktische textile Arbeit und eine Form der Gestaltung. Muster werden aus dem kulturellen Gedächtnis weitergegeben, können aber von Teppich zu Teppich unterschiedlich ausgeführt werden. Gerade diese Verbindung aus Überlieferung und individueller Ausführung erklärt, weshalb Gabbeh-Teppiche nicht wie vollkommen identische Serienprodukte wirken.

Die iranische Teppichkunst umfasst sehr unterschiedliche Erzeugnisse. In Städten wie Isfahan, Tabriz, Kashan oder Kerman entwickelten sich eigene Stilrichtungen mit jeweils charakteristischen Zeichnungen und Knotentechniken. Ein Gabbeh aus Fars folgt jedoch einer anderen gestalterischen Logik als ein fein ausgearbeiteter Stadteppich. Bei ihm stehen die reduzierte Formensprache, die Wollqualität, der weichere Flor und die nomadische Herkunft im Vordergrund.

Auch der Kelim gehört zu den traditionellen Teppichen der Region, wird jedoch flach gewebt und nicht geknüpft. Gabbeh-Teppiche bilden hierzu einen deutlichen handwerklichen Gegensatz, weil ihre Oberfläche durch den geknüpften Flor entsteht. Die regionale Teppichkultur umfasst somit sowohl flach gewebte als auch geknüpfte Arbeiten. Der vorliegende Teppich ist der geknüpften Gabbeh-Tradition der Ghashghai-Nomaden in Fars zuzuordnen.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen beschrieben. Die Gestaltung setzt daher nicht auf eine engmaschige, naturalistische Darstellung, sondern auf eine vereinfachte Ordnung der Fläche. Große Farbfelder können dem Teppich eine ruhige und übersichtliche Struktur geben, während die abstrakte Anordnung den Blick nicht auf eine einzige realistische Szene festlegt.

Zusätzlich erscheinen tierische und pflanzliche Figuren. In der Gabbeh-Tradition werden solche Motive häufig stark vereinfacht und in eine klare, dekorative Form überführt. Ein Tier muss dabei nicht naturgetreu gezeichnet sein, um als Figur erkennbar zu bleiben. Wenige Linien, eine markante Silhouette oder eine reduzierte Binnenzeichnung können genügen. Pflanzliche Formen werden ebenfalls nicht zwingend botanisch genau wiedergegeben, sondern als stilisierte Zeichen in die Gesamtkomposition eingebunden.

Die Verbindung von großen Farbflächen und Figuren ist ein wesentliches Merkmal der beschriebenen Gestaltung. Die Farbflächen bilden den ruhigen Rahmen, während die tierischen und pflanzlichen Elemente einzelne Akzente setzen. Dadurch entsteht ein Muster, das sowohl abstrakte als auch gegenständliche Anteile besitzt. Diese Mischung ist typisch für eine Gestaltung, die mit wenigen, gut lesbaren Formen arbeitet, anstatt die gesamte Fläche mit einer Vielzahl kleiner Details zu bedecken.

Gabbeh-Entwürfe werden oft mit der visuellen Sprache nomadischer Teppiche verbunden. Geometrische Vereinfachungen, frei gesetzte Figuren und deutliche Kontraste können aus der Erinnerung an die Umgebung, aus überlieferten Zeichen oder aus einer individuellen Interpretation hervorgehen. Dabei muss ein einzelner Teppich nicht einem vollständig festgelegten Musterbuch folgen. Die Abweichung von Stück zu Stück ist Teil der handwerklichen und gestalterischen Eigenständigkeit solcher Arbeiten.

Die Mustertradition iranischer Teppiche reicht von floralen Ornamenten über geometrische Kompositionen bis zu stilisierten Darstellungen von Tieren und Landschaften. Der vorliegende Gabbeh steht innerhalb dieser großen Tradition für eine reduzierte, abstrakte und figurative Formensprache. Seine Gestaltung lässt die großen Flächen sichtbar wirken und verbindet sie mit vereinfachten tierischen sowie pflanzlichen Motiven.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften gehören die Herkunft von Ghashghai-Nomaden in Fars, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, die Handknüpfung und der weiche Flor. Die Knotendichte liegt bei 50.000 – 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Zusammen beschreiben diese Angaben einen Gabbeh, bei dem Material und Herstellung unmittelbar mit der nomadischen Tradition verbunden sind.

Der Zustand wird als sehr gut angegeben. Außerdem wird der Teppich als ideal für ein Kinderzimmer beschrieben. Diese Eignung steht im Zusammenhang mit dem weichen Flor und der klaren, abstrakten Gestaltung. Die großen Farbflächen und die tierischen sowie pflanzlichen Figuren geben dem Muster einen leicht erfassbaren Charakter, ohne den Teppich auf ein streng traditionelles Ornament zu beschränken.

Als Einzelstück besitzt dieser handgeknüpfte Gabbeh seine eigene Kombination aus Wolle, Flor, Knotung und Muster. Die Ausführung der Figuren und die Verteilung der Farbflächen machen ihn innerhalb der Gabbeh-Tradition individuell. Die Bezeichnung als Perserteppich verweist auf seine Herkunft aus dem Iran; die konkrete regionale Zuordnung führt nach Fars zu den Ghashghai-Nomaden.

FAQ

Wie pflege ich einen handgeknüpften Gabbeh?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Absaugen ohne Bürstenaufsatz. So wird die Oberfläche gereinigt, ohne den weichen Flor unnötig mechanisch zu beanspruchen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie die Farben mit der Zeit verändern kann. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Reiben sollte dabei vermieden werden, damit die Wolle und die geknüpfte Oberfläche nicht zusätzlich belastet werden. Für eine gründliche Behandlung ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll. Die Pflege sollte die handgeknüpfte Struktur, die handgesponnene Wolle und den weichen Flor berücksichtigen.

Woher stammen Gabbeh-Teppiche?

Gabbeh-Teppiche werden mit nomadischen Völkern im Iran verbunden. Dieser Teppich stammt von Ghashghai-Nomaden in Fars. Die Region ist für ihre nomadische Teppichtradition bekannt, in der Wolle von Hand verarbeitet und zu geknüpften Teppichen gestaltet wird. Gabbeh-Arbeiten unterscheiden sich von vielen städtischen Perserteppichen durch ihre vereinfachten Muster, großzügigen Flächen und häufig höheren Flor. Andere iranische Teppichregionen wie Isfahan, Tabriz, Kashan oder Kerman haben eigene Traditionen mit anderen Schwerpunkten. Herkunft allein beschreibt daher nicht jeden iranischen Teppich gleich. Bei diesem Stück verbinden sich die Zuordnung zu Fars, die Ghashghai-Tradition und das typische Gabbeh-Konzept aus Wolle, klarer Form und abstrakter Gestaltung.

Was macht diesen Gabbeh besonders?

Besonders ist die Verbindung mehrerer klar benannter Eigenschaften: Der Teppich ist handgeknüpft, aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle gefertigt und besitzt einen weichen Flor. Seine Gestaltung arbeitet mit großen Farbflächen sowie tierischen und pflanzlichen Figuren. Dadurch verbindet sie abstrakte Ordnung mit stilisierten Motiven. Hinzu kommen die Herkunft von Ghashghai-Nomaden in Fars und der als sehr gut bezeichnete Zustand. Die Eignung für ein Kinderzimmer wird ebenfalls ausdrücklich genannt. Ein handgeknüpfter Gabbeh ist dabei kein vollkommen gleichförmiges Serienprodukt. Die individuelle Verteilung der Knoten, die Ausführung der Figuren und die Verbindung von Wolle und Flor machen jedes Stück zu einer eigenen Arbeit innerhalb der iranischen Nomadenteppich-Tradition.

Zusätzliche Informationen
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