Perserteppich Fars 165 x 87 cm Wolle handgeknüpft

657$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: Flor aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 165 x 87 cm | Muster: Abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Hochwertiger, weicher Flor bis zu 2,5 cm

Ausverkauft

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: D0640DCD

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verwendung von Wolle prägt den Charakter des Teppichs und verbindet eine natürliche Materialität mit einer angenehm weichen Oberfläche. Der Flor ist hochwertig und weich und gehört zu den kennzeichnenden Eigenschaften dieses Stücks. Seine ausgeprägte Florhöhe verleiht ihm eine deutlich fühlbare, behagliche Struktur.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Grundstruktur eingebracht. Diese Arbeitsweise erfordert Zeit, Erfahrung und eine sorgfältige Abstimmung von Knoten, Fäden und Flor. Anders als bei einer maschinellen Fertigung entsteht dabei ein individuell gefertigtes Einzelstück. Die handgesponnene Wolle unterstützt den ursprünglichen, unmittelbaren Ausdruck des Gabbeh und lässt die Oberfläche lebendig erscheinen.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 50.000 und 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei Gabbeh-Teppichen ist eine im Vergleich zu feineren Perserteppichen geringere Knotendichte Teil ihrer typischen Ausprägung. Sie steht für eine robuste, eher ursprüngliche Form der Knüpfkunst. Zusammen mit dem hohen Flor ergibt sich eine Oberfläche, die nicht auf eine besonders feine Zeichnung, sondern auf fühlbare Wolle, klare Formen und eine rustikale Wirkung ausgerichtet ist.

Wolle wird seit langer Zeit für handgefertigte Teppiche verwendet, weil sie widerstandsfähig und pflegeleicht ist. Sie kann Feuchtigkeit regulieren und die Temperatur ausgleichen. Dadurch eignet sie sich für unterschiedliche klimatische Bedingungen. Die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle verbindet diese praktischen Eigenschaften mit einer textilen Oberfläche, die den Teppich unter den Füßen weich und angenehm erscheinen lässt.

Herkunft und Tradition

Dieser Gabbeh wurde von den Ghashghai-Nomaden in der Provinz Fars hergestellt. Fars liegt im Süden des Iran und besitzt eine traditionsreiche Teppichkultur. Gabbeh-Teppiche sind eng mit nomadischen Lebensweisen verbunden. Ihre Gestaltung und ihre Herstellung stehen in einer Beziehung zu den Materialien, die verfügbar sind, und zu den Erfahrungen der Menschen, die sie knüpfen.

Gabbeh gehört zu den bekannten iranischen Teppichformen. Die Teppiche werden traditionell von nomadischen Völkern wie den Ghashghai gefertigt. In dieser handwerklichen Tradition wird das Wissen über das Spinnen, Färben, Ordnen und Knüpfen über Generationen weitergegeben. Ein Gabbeh ist deshalb nicht nur ein Textil für den Wohnraum, sondern auch Ausdruck einer über lange Zeit bewahrten Herstellungskultur.

Die Lebensweise nomadischer Gruppen findet in der Gestaltung häufig einen unmittelbaren Widerhall. Gabbeh-Muster wirken oft klar, reduziert und geometrisch. Sie benötigen keine überladenen Details, um eine erkennbare Bildsprache zu entwickeln. Große Flächen, einfache Formen und kräftige, erdverbundene Farben gehören zu den Gestaltungsmitteln, die mit dieser Teppichtradition verbunden werden. Die Muster können Eindrücke aus der natürlichen Umgebung und aus dem Alltag der Knüpferinnen und Knüpfer aufnehmen.

Fars ist für eine reiche Teppichtradition bekannt, in der unterschiedliche regionale Ausdrucksformen nebeneinander bestehen. Bei Gabbeh steht nicht die möglichst dichte und minutiöse Wiedergabe eines komplizierten Entwurfs im Vordergrund. Charakteristisch ist vielmehr eine handwerkliche Sprache, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine starke Wirkung erzeugt. Die geringere Knotendichte und der hohe Flor passen zu dieser rustikaleren Ausrichtung.

Die iranische Teppichherstellung umfasst viele verschiedene Techniken, Materialien und Mustertraditionen. Gabbeh nimmt darin eine eigenständige Position ein. Die Teppiche werden mit handgesponnener Wolle und einer handgeknüpften Konstruktion gefertigt. Ihre Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Material, Flor, Knüpfarbeit und einer Gestaltung, die häufig auf große, gut erkennbare Formen setzt. Der Ursprung in Fars und die Herstellung durch Ghashghai-Nomaden geben dieser Teppichform ihren kulturellen Rahmen.

Die Überlieferung einer solchen Handarbeit erfolgt nicht allein durch schriftliche Anleitungen. Vieles wird praktisch weitergegeben: der Umgang mit der Wolle, die Vorbereitung der Fäden, die Einschätzung der Spannung und die Entscheidung, wie ein Motiv aus wenigen Formen aufgebaut wird. Dadurch bleibt jeder handgeknüpfte Gabbeh ein eigenständiges Stück innerhalb einer größeren Tradition. Die Knüpfenden folgen einer vertrauten kulturellen Sprache und schaffen dennoch jeweils eine individuelle Ausführung.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Diese Kombination verbindet eine reduzierte Flächenwirkung mit einzelnen figürlichen Elementen. Die großen Farbflächen geben dem Teppich eine klare Gliederung. Die spielerischen Figuren setzen darin Akzente und verleihen der Komposition einen lebendigen, ungezwungenen Ausdruck.

Gabbeh-Muster sind häufig einfach aufgebaut und dennoch ausdrucksstark. Geometrische Formen können auf wenige Linien und Flächen reduziert werden, ohne ihre Wirkung zu verlieren. Bei dieser Teppichtradition entsteht Spannung durch das Verhältnis von Fläche und Figur, von ruhigen Partien und bewegteren Zeichen. Das abstrakte Design lässt die einzelnen Elemente deutlich hervortreten und bewahrt zugleich den handwerklich unmittelbaren Charakter des Teppichs.

Die Musterwelt der Ghashghai-Teppiche wird oft mit kulturellen und natürlichen Einflüssen der Region in Verbindung gebracht. Figuren und Zeichen können an Tiere, Menschen, Pflanzen oder an Eindrücke aus der Umgebung erinnern. Bei einem Gabbeh ist dabei nicht zwingend eine naturalistische Darstellung beabsichtigt. Die Motive werden vereinfacht und in eine eigene, teils spielerische Bildsprache überführt. Genau diese Vereinfachung gehört zur gestalterischen Tradition.

Kräftige und erdverbundene Farben werden häufig mit Gabbeh-Teppichen verbunden. Sie können eine warme und einladende Raumwirkung unterstützen. Entscheidend ist dabei nicht eine möglichst komplizierte Farbzeichnung, sondern die klare Beziehung zwischen den Flächen und den Figuren. Die Farbflächen bilden eine ruhige Grundlage, während die spielerischen Figuren den Blick führen und dem Muster eine offene, lebhafte Qualität geben.

Die Gestaltung eines Gabbeh erzählt nicht notwendigerweise eine einzelne, festgelegte Geschichte. Vielmehr verweist sie auf die Lebenswelt und die Umgebung der nomadischen Stämme, die solche Teppiche herstellen. Einfache Zeichen können Erinnerungen, Beobachtungen oder vertraute Formen aufnehmen. Durch die handgeknüpfte Ausführung bleibt das Muster mit dem Material verbunden: Die Wolle, der hohe Flor und die Knüpfstruktur geben den Flächen und Figuren ihre textile Tiefe.

Im Wohnraum kann ein abstraktes Gabbeh-Design neben modernen und traditionellen Möbeln bestehen. Die klaren Flächen lassen sich mit reduzierten Einrichtungen verbinden, während die rustikale Mustertradition auch in klassischeren Umgebungen verständlich bleibt. Diese Kombinierbarkeit ist eine Folge der einfachen geometrischen Sprache und der warmen, erdverbundenen Farbwirkung, nicht einer aufwendigen ornamentalen Überladung.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören der hohe, weiche Flor, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle und die handgeknüpfte Ausführung. Die Oberfläche fühlt sich angenehm an und gibt dem Gabbeh eine ausgeprägte textile Präsenz. Seine Pflegeleichtigkeit ist eine weitere genannte Eigenschaft. Wolle ist von Natur aus schmutzabweisend und lässt sich bei angemessener Behandlung einfach reinigen.

Gabbeh-Teppiche können in Wohn- und Esszimmern, Fluren oder Schlafzimmern eingesetzt werden. Sie sind robust genug für stark frequentierte Bereiche. Der Teppich verbindet damit eine praktische Nutzung mit der kulturellen Herkunft aus der Fars-Tradition. Mit der Zeit kann ein solcher Teppich zu einem dauerhaften Bestandteil des Familienhaushalts werden, ohne dass seine handwerkliche Herkunft verloren geht.

FAQ

Wie reinige ich meinen Gabbeh-Teppich?

Regelmäßiges Staubsaugen entfernt losen Staub und Schmutz aus dem hohen Flor. Bei einzelnen Flecken kann ein feuchtes Tuch verwendet werden. Falls zusätzliche Reinigung erforderlich ist, eignet sich ein mildes Reinigungsmittel. Dabei sollte vorsichtig und ohne aggressive Behandlung gearbeitet werden, damit die Wolloberfläche geschont wird. Direkte, starke Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie ein Ausbleichen der Farben begünstigen kann.

Passt ein Gabbeh-Teppich zu modernen Einrichtungen?

Ja. Das abstrakte Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren lässt sich mit modernen Einrichtungen verbinden. Die klare, geometrisch geprägte Bildsprache wirkt neben reduzierten Möbeln ruhig und verständlich. Zugleich passen die erdverbundenen Farben und der hohe Wollflor zu traditionellen Wohnstilen. Seine rustikale Gestaltung macht den Gabbeh zu einem vielseitig einsetzbaren Element für unterschiedliche Raumkonzepte.

Wo kann ich meinen Gabbeh-Teppich platzieren?

Der Teppich eignet sich für Wohn- und Esszimmer und kann ebenso in Fluren oder Schlafzimmern verwendet werden. Seine robuste handgeknüpfte Ausführung ist auch für stärker frequentierte Bereiche geeignet. Der hohe, weiche Flor bringt dabei eine warme und einladende textile Wirkung in den Raum. Je nach Einrichtung kann der Gabbeh als klar abgegrenzte Fläche oder als verbindendes Element zwischen Möbeln eingesetzt werden.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen