







Perserteppich Fars 159 x 103 cm Wolle handgewebt
Ursprünglicher Preis war: 2800$530$Aktueller Preis ist: 530$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 159 x 103 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Herkunft: Fars, Iran
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und besteht aus Wolle. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich entsteht ein Kelim durch das Verweben von Kett- und Schussfäden. Dabei bildet sich kein gesonderter Flor, sondern eine flache, textile Oberfläche. Die Wollfäden werden von Hand in das Gewebe eingearbeitet, wodurch der Teppich seine charakteristische Festigkeit und seine gewebte Struktur erhält.
Die handgewebte Herstellung verlangt einen gleichmäßigen Umgang mit Kette und Schuss. Die Kettfäden geben dem Gewebe seine Längsrichtung, während die Schussfäden die Fläche aufbauen und das Muster entstehen lassen. Bei einem Kelim greifen diese Arbeitsschritte unmittelbar ineinander. Anders als beim Knüpfen wird keine Reihe einzelner Knoten gesetzt; die Gestaltung entwickelt sich direkt aus der Folge und der Farbverteilung der eingewebten Fäden.
Wolle wird bei Kelims traditionell wegen ihrer belastbaren und zugleich flexiblen Faser eingesetzt. Sie lässt sich verspinnen, färben und dicht verweben. Ihre natürliche Oberfläche bleibt auch im flachen Gewebe fühlbar und unterscheidet einen Wollkelim von glatten industriellen Textilien. Über die genaue Zusammensetzung, eine mögliche Beimischung oder die verwendeten Farbstoffe macht die Beschreibung keine weiteren Angaben.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Fars im Iran. Fars liegt im Süden des Landes und gehört zu den historisch wichtigen Landschaften der iranischen Textil- und Teppichkultur. Die Region umfasst unterschiedliche geografische Räume und war über lange Zeit ein Ort beweglicher Lebensweisen, sesshafter Gemeinden und intensiver Handelsverbindungen. Diese Vielfalt hat eine breite Palette an Webtraditionen entstehen lassen, ohne dass jeder Teppich aus Fars einem einzigen Muster oder einer einzigen Werkstatt zugeordnet werden kann.
Das Weben flachgewebter Textilien gehört zu den alten Techniken des iranischen Kulturraums. Kelims konnten als Gebrauchsgewebe, als Abdeckung, als Raumtextil oder als dekoratives Element dienen. Ihre Herstellung benötigt einen Webrahmen, eine vorbereitete Kette und eine genaue Planung des Schusseintrags. Die Weberin oder der Weber arbeitet die Fläche Abschnitt für Abschnitt aus. Je nach Technik können Farbflächen, Streifen und geometrische Formen unmittelbar im Webprozess aufgebaut werden.
Fars ist besonders für die Verbindung verschiedener Lebens- und Handwerkstraditionen bekannt. In der Region treffen Kenntnisse aus dörflichen Webereien, nomadisch geprägten Textiltraditionen und städtischen Märkten aufeinander. Diese historische Verbindung erklärt, weshalb Fars nicht nur für eine einzige Teppichform steht. Gewebte Teppiche können sich in Aufbau, Farbwirkung und Ornament unterscheiden, während die handwerkliche Grundlage des Flachwebens erhalten bleibt.
Ein Kelim aus Fars ist daher als Teil einer iranischen Webtradition zu verstehen, nicht als maschinell reproduziertes Dekor. Die regionale Bezeichnung verweist auf den Ursprung Fars, während die Bezeichnung Kelim die Herstellungsart beschreibt. Beides sind unterschiedliche Informationen: Fars benennt die Herkunftsregion, Kelim die flachgewebte textile Form. Die vorliegende Beschreibung nennt keine einzelne Stadt, kein bestimmtes Dorf und keine konkrete Weberfamilie.
Iranische Kelims wurden historisch auch deshalb geschätzt, weil sie sich vergleichsweise vielseitig einsetzen ließen. Als leichte flache Gewebe konnten sie transportiert, ausgelegt, zusammengelegt oder im Raum aufgehängt werden. Ihre Funktion war nicht auf einen repräsentativen Bodenbelag beschränkt. In vielen Webkulturen verbanden sie praktischen Nutzen mit einer sorgfältig entwickelten Musterordnung. Die handgewebte Struktur blieb dabei ein sichtbarer Bestandteil des Objekts.
Design und Muster
Bei diesem Kelim ist festgehalten, dass Vorder- und Rückseite identisch sind. Das ist eine typische Eigenschaft vieler flachgewebter Teppiche, bei denen das Muster nicht als Flor auf einer Oberseite liegt, sondern aus der Anordnung der Schussfäden im gesamten Gewebe entsteht. Die gleichartige Wirkung beider Seiten unterscheidet einen Kelim grundsätzlich von einem geknüpften Teppich mit klarer Florrichtung.
Einzelheiten zu konkreten Farben, Medaillons, Bordüren, Pflanzenmotiven oder geometrischen Zeichen sind für dieses Stück nicht genannt. Deshalb wird kein bestimmtes Ornament als Merkmal dieses Kelims ausgegeben. Allgemein können iranische Flachgewebe mit geometrischen Feldern, wiederholten Rhythmen, Streifen oder stilisierten Formen gestaltet sein. Solche Muster sind nicht nur dekorativ, sondern ordnen die Webfläche und geben dem Arbeitsablauf eine erkennbare Struktur.
Die Musterbildung beim Kelim kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Farbige Schussbereiche werden nebeneinandergesetzt oder in klaren Übergängen miteinander verbunden. An den Stellen, an denen sich Farbflächen treffen, können charakteristische Webkanten entstehen. Andere Techniken führen zu weicheren Übergängen oder zu gezackten Konturen. Welche Methode verwendet wurde, hängt von der regionalen Tradition, vom gewünschten Motiv und von der Erfahrung der ausführenden Person ab.
Die Bezeichnung Kelim steht somit nicht für eine einzige Zeichnung. Sie beschreibt zunächst ein textiles Verfahren und eine flache Teppichform. Innerhalb iranischer Webtraditionen reicht die Gestaltung von zurückhaltenden linearen Ordnungen bis zu stark gegliederten Kompositionen. Auch wenn die konkrete Musterbeschreibung dieses Teppichs auf die beidseitige Identität begrenzt ist, lässt sich seine visuelle Wirkung aus der gewebten, nicht hochflorigen Oberfläche verstehen.
Bei einem beidseitig identischen Muster verändert sich die Wahrnehmung des Teppichs nicht grundsätzlich durch das Wenden. Das kann bei der praktischen Verwendung eines Flachgewebes von Bedeutung sein, weil beide Seiten eine entsprechende Ansicht bieten. Es sagt jedoch nichts über die genaue Farbpalette, die Ausrichtung einzelner Formen oder die Entstehungszeit aus. Diese Angaben sind für dieses Exemplar nicht überliefert und werden daher nicht ergänzt.
In der iranischen Gestaltungstradition können Muster regionale Erinnerungen, stilisierte Naturformen oder geometrische Ordnung miteinander verbinden. Bei nomadisch und dörflich geprägten Webarbeiten werden Motive häufig vereinfacht und rhythmisch wiederholt. Städtische Werkstätten entwickelten daneben häufig stärker systematisierte Entwürfe. Diese allgemeinen Unterschiede bilden einen kulturellen Hintergrund für Fars, erlauben aber keine zusätzliche Zuordnung des vorliegenden Kelims zu einer bestimmten Untergruppe.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit dieses Stücks ist seine handgewebte Kelim-Konstruktion aus Wolle. Die flache Webart macht die Struktur auf beiden Seiten nachvollziehbar und erklärt, weshalb die Musterwirkung beidseitig identisch angegeben wird. Es handelt sich nicht um einen Teppich mit geknüpftem Flor, sondern um ein Gewebe, dessen Oberfläche unmittelbar aus Kette und Schuss hervorgeht.
Als weiterer Zustand ist sehr gut angegeben. Diese Zustandsangabe beschreibt den überlieferten Gesamtzustand des Teppichs. Einzelne Informationen zu Reparaturen, Kanten, Fransen, Abnutzung oder Restaurierungen liegen nicht vor. Auch ein Alter, eine Signatur, eine Knotendichte und eine genauere Materialaufteilung werden nicht genannt. Die Einordnung bleibt deshalb bei den festgehaltenen Merkmalen: handgewebt, Wolle, Fars, beidseitig identisches Muster und sehr guter Zustand.
Die regionale Herkunft aus Fars verbindet das Einzelstück mit einer traditionsreichen iranischen Weblandschaft. Zugleich bleibt es ein Unikat, weil ein handgewebtes Textil durch den individuellen Arbeitsprozess, die Fadenspannung und die Ausführung der Musterflächen geprägt wird. Ohne zusätzliche Angaben sollte daraus keine bestimmte Werkstatt- oder Stammeszugehörigkeit abgeleitet werden.
FAQ
Wie wird ein handgewebter Kelim aus Wolle gepflegt?
Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Staubsaugen, damit loser Staub und Schmutz nicht in der flachen Struktur verbleiben. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig stark belastet werden. Flüssigkeiten werden möglichst rasch mit einem sauberen, saugfähigen Tuch aufgenommen, ohne den Fleck kräftig zu reiben. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine auf textile Flachgewebe spezialisierte professionelle Reinigung sinnvoll. Wasser, Reinigungsmittel und Hausmittel sollten nicht großflächig eingesetzt werden, weil sie die Wolle, die Farben oder die Form des Gewebes beeinflussen können.
Was bedeutet das beidseitig identische Muster?
Die Angabe bedeutet, dass Vorder- und Rückseite eine identische Musterwirkung zeigen. Bei einem Kelim entsteht das Muster im flachen Gewebe selbst und nicht nur auf einer separat aufliegenden Florseite. Deshalb kann das Erscheinungsbild beim Wenden grundsätzlich erhalten bleiben. Die Angabe beschreibt jedoch nicht, welche Farben oder Motive verwendet wurden, und sie sagt auch nichts über eine besondere Webtechnik oder die Entstehungszeit aus. Für diesen Teppich ist lediglich die beidseitig identische Gestaltung festgehalten.
Wodurch unterscheidet sich ein Kelim von einem geknüpften Perserteppich?
Ein Kelim wird handgewebt, während ein geknüpfter Teppich aus einzelnen Knoten aufgebaut wird. Beim Kelim verbinden sich Kett- und Schussfäden zu einer flachen Fläche ohne gesonderten Flor. Dadurch ist die textile Konstruktion auf beiden Seiten unmittelbar erkennbar. Ein geknüpfter Teppich besitzt dagegen eine Florseite, deren Höhe, Knotung und Richtung die Oberfläche bestimmen. Beide Formen gehören zur iranischen Teppich- und Textilkultur, unterscheiden sich aber deutlich in Herstellung, Struktur und Erscheinungsbild.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |
















