Perserteppich Fars 155 x 113 cm Wolle handgeknüpft

728$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle | Größe: 155 x 113 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs in Rot, Beige, Grau und Braun | Zustand: Neu und unbenutzt

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Inventarnummer: 718F7C74

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh Shuli ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus der Region Fars. Sein Flor besteht aus hochwertiger Schurwolle mit glänzender Oberfläche. Schurwolle wird aus der ersten Schur eines Schafes gewonnen und gehört zu den traditionellen Materialien der orientalischen Teppichherstellung. Sie verbindet eine weiche Haptik mit einer widerstandsfähigen Faserstruktur. Dadurch eignet sie sich für Teppiche, die im Wohnbereich regelmäßig verwendet werden.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingebracht. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Fläche, deren Muster direkt aus der Folge der Knoten hervorgeht. Nach dem Knüpfen wird der Flor geschoren, damit die Oberfläche eine gleichmäßige Höhe und klare Konturen erhält. Die Dichte der Knoten beeinflusst dabei, wie fein sich Linien, Flächen und Figuren ausarbeiten lassen.

Die Schurwolle dieses Gabbeh Shuli wird im Ausgangstext als glänzend beschrieben. Ihr natürlicher Charakter gibt dem Flor eine lebendige Oberfläche, auf der sich das Licht je nach Blickwinkel unterschiedlich zeigt. Wolle kann außerdem Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben, ohne sich unmittelbar feucht anzufühlen. Ihre natürliche Elastizität hilft dem Flor, nach einer Belastung wieder in seine ursprüngliche Form zurückzufinden.

Die Fertigung als Handknüpfteppich unterscheidet dieses Stück von maschinell hergestellten Bodenbelägen. Kleine Abweichungen in Linienführung oder Farbverteilung gehören bei handgearbeiteten Textilien zur Herstellung und machen sichtbar, dass das Muster nicht aus einem industriellen Druckverfahren stammt. Beim Gabbeh verbindet sich diese traditionelle Technik mit einer bewusst freien, fantasievollen Gestaltung.

Herkunft und Tradition

Der Gabbeh Shuli stammt aus der Region Fars im Süden Persiens. Fars liegt im südlichen Teil des heutigen Iran und ist historisch eng mit der persischen Kultur und Teppichkunst verbunden. Die Stadt Shiraz befindet sich in dieser Region und wird häufig als wichtiger Bezugspunkt für die dortige Teppichtradition genannt. In Fars treffen unterschiedliche ländliche, nomadische und städtische Formen des Webens und Knüpfens aufeinander.

Gabbeh-Teppiche stehen in Verbindung mit den Teppichen der nomadisch geprägten Lebenswelt Südwestpersiens. Ihre Gestaltung entwickelte sich aus der praktischen Herstellung von Teppichen für den täglichen Gebrauch. Gleichzeitig bot die Handarbeit Raum für persönliche Entscheidungen bei Farbe, Zeichnung und Anordnung. Deshalb sind Gabbehs nicht auf eine einzige, unveränderliche Musterform festgelegt. Schlichte Flächen können ebenso vorkommen wie geometrische Figuren, stilisierte Tiere oder abstrakte Kompositionen.

Die Bezeichnung Gabbeh wird im Teppichhandel mit einem charakteristischen, handgeknüpften Teppichtyp aus dem persischen Raum verbunden. Traditionell stehen dabei eine klare, oft großzügige Bildsprache und ein unmittelbar wirkender Ausdruck im Vordergrund. Die Muster werden nicht zwingend nach einem streng symmetrischen Plan aufgebaut. Vielmehr kann die Knüpferin oder der Knüpfer einzelne Formen während der Arbeit frei interpretieren. Diese Arbeitsweise erklärt, warum Gabbeh-Motive trotz ihrer einfachen Grundformen eine persönliche und individuelle Wirkung entfalten.

Shuli bezeichnet eine Ausprägung innerhalb des Gabbeh-Spektrums. Bei Gabbeh Shuli können traditionelle altnomadische Anregungen mit einer farbigen und fantasievollen Gestaltung zusammentreffen. Der vorliegende Teppich wird in Fars verortet und folgt damit einer Herkunftsangabe, die für die Einordnung als Perserteppich maßgeblich ist. Die Region ist außerdem für eine vielfältige Wollverarbeitung bekannt, weil Wolle dort sowohl als robustes Gebrauchsmaterial als auch als Grundlage für farbige textile Arbeiten eingesetzt wurde.

In der regionalen Teppichgeschichte wurden Kenntnisse häufig innerhalb von Familien und lokalen Gemeinschaften weitergegeben. Das betrifft den Umgang mit Wolle, die Vorbereitung der Kette, die Wahl des Knotens und die Ausarbeitung des Flors. Auch die Entwicklung von Farben und Motiven ist Teil dieses überlieferten Wissens. Kleine Werkstätten und familiengeführte Betriebe spielen bei handgeknüpften Gabbeh-Teppichen eine wichtige Rolle, da ihre Arbeit auf wiederholter praktischer Erfahrung beruht und nicht allein auf standardisierten Fertigungsschritten.

Gabbeh aus Fars wird häufig mit anderen Teppichen aus derselben Großregion verglichen. Gabbeh Fars kann eine reduzierte, ruhige Ästhetik zeigen, während Gabbeh Shiraz oft komplexere Muster und eine breitere Farbwirkung zugeschrieben werden. Qashqai-Teppiche weisen ebenfalls eine Verbindung zu Südwestpersien auf und sind für lebendige Farben sowie handgeknüpfte Entwürfe bekannt. Diese Vergleiche dienen der kunsthandwerklichen Einordnung; sie ändern nicht die Herkunftsbezeichnung dieses Stücks als Gabbeh Shuli aus Fars.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh Shuli wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Es folgt damit nicht einer zurückhaltenden, rein dekorativen Flächenordnung, sondern arbeitet mit einer eigenständigen Bildidee. Gabbeh-Entwürfe können geometrische Formen, vereinfachte Figuren und abstrakte Motive miteinander verbinden. Die Reduktion auf deutlich erkennbare Formen lässt den Aufbau des Musters unmittelbar lesbar erscheinen, ohne seine handwerkliche Vielschichtigkeit aufzuheben.

Zu den möglichen Gestaltungsmitteln der Gabbeh-Tradition gehören stilisierte Tierdarstellungen, Rauten, Rechtecke, gestufte Konturen und frei gesetzte Ornamente. Solche Elemente werden oft nicht wie bei einem streng aufgebauten Medaillonteppich in vollkommen regelmäßiger Wiederholung angeordnet. Eine Figur kann leicht verändert wiederkehren, eine Fläche kann bewusst mehr Raum erhalten oder eine Linie kann den Rhythmus des Entwurfs unterbrechen. Gerade diese kontrollierte Unregelmäßigkeit gehört zum Ausdruck handgeknüpfter Gabbehs.

Die Farben dieses Teppichs sind Rot, Beige, Grau und Braun. Rot kann in der persischen Textilgestaltung als kräftiger farblicher Schwerpunkt auftreten, während Beige und Braun eine erdige Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen herstellen. Grau setzt einen neutralen Akzent und kann Übergänge zwischen warmen und zurückgenommenen Farbtönen beruhigen. Die konkrete Kombination der genannten Farben verleiht dem Muster eine vielfältige, aber klar benennbare Farbpalette.

Bei einem Gabbeh wirkt die Farbe nicht nur als Hintergrund für einzelne Ornamente. Farbflächen können selbst zu einem wesentlichen Bestandteil der Komposition werden und den Rhythmus des gesamten Teppichs bestimmen. Ein Wechsel zwischen warmen und kühleren Bereichen kann Formen hervorheben, ohne dass zusätzliche dekorative Mittel nötig sind. Die glänzende Schurwolle unterstützt diese Wirkung, weil ihre Oberfläche die Farbtöne je nach Lichteinfall unterschiedlich erscheinen lässt.

Die fantasievollen Designs von Gabbeh Shuli lassen sich sowohl mit traditionellen altnomadischen Mustervorstellungen als auch mit abstrakteren Bildideen verbinden. Dabei bleibt die handwerkliche Herkunft sichtbar: Ein Motiv wird nicht als aufgedrucktes Zeichen auf eine fertige Fläche gesetzt, sondern entsteht aus farbigen Knoten. Jede Kontur ist deshalb Teil der Konstruktion. Die Musterwirkung hängt von der Folge der Knoten, der Farbwahl und dem anschließenden Scheren des Flors ab.

Gabbeh-Teppiche werden oft als eigenständige Werke innerhalb der persischen Teppichkunst betrachtet, weil sie überlieferte Formen nicht ausschließlich kopieren. Die Knüpfer lassen ihrer Kreativität Raum und können vertraute Zeichen neu ordnen. Das erklärt die Bandbreite zwischen geometrischen Mustern und abstrakten Motiven. Beim vorliegenden Gabbeh Shuli stehen die ausgefallene Gestaltung und die farbige Verbindung von Rot, Beige, Grau und Braun im Mittelpunkt der Beschreibung.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die Verbindung von Gabbeh-Shuli-Tradition, fantasievoller Musterung und glänzender Schurwolle. Er wird als neu und unbenutzt beschrieben. Sein Flor besteht aus Schurwolle, die eine weiche Haptik, Strapazierfähigkeit und eine vergleichsweise unkomplizierte Pflege miteinander verbindet. Die handgeknüpfte Ausführung macht den individuellen Aufbau des Teppichs nachvollziehbar.

Die Farbgestaltung mit Rot, Beige, Grau und Braun ermöglicht eine Einordnung zwischen warmen und neutralen Farbbereichen. Das Muster bleibt dabei nicht auf eine einzige geometrische Form beschränkt, sondern wird als ausgefallen und fantasievoll charakterisiert. Wie bei jedem handgeknüpften Einzelstück entsteht die konkrete Verbindung von Material, Knüpfarbeit und Zeichnung in einem individuellen Werk.

Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen. Bei stärkerem Reinigungsbedarf kann eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll sein. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst lange erhalten bleiben. Die natürlichen Eigenschaften der Schurwolle und die beschriebene handwerkliche Verarbeitung machen den Teppich für verschiedene Wohnbereiche wie Wohnzimmer, Esszimmer oder Schlafzimmer geeignet.

FAQ

Was macht einen Gabbeh Shuli besonders?

Ein Gabbeh Shuli verbindet die handgeknüpfte Teppichtradition der Region Fars mit einer freien, fantasievollen Musterauffassung. Im Unterschied zu streng schematisch aufgebauten Dessins können geometrische Formen, stilisierte Figuren und abstrakte Motive miteinander verbunden werden. Bei diesem Stück kommen die Farben Rot, Beige, Grau und Braun sowie ein Flor aus glänzender Schurwolle hinzu. Die Kombination aus traditioneller Technik und eigenständiger Gestaltung macht jeden Gabbeh Shuli zu einem individuellen Teppich.

Wie wird ein Gabbeh Shuli gepflegt?

Der Teppich sollte regelmäßig und schonend abgesaugt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor verbleiben. Bei einer gründlicheren Reinigung ist eine professionelle Teppichreinigung die passende Lösung, weil dabei Material und Knüpfung berücksichtigt werden können. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden, um ein Ausbleichen der genannten Farben zu reduzieren. Die Schurwolle ist strapazierfähig und pflegeleicht, benötigt aber wie jedes Naturmaterial eine sachgerechte Behandlung.

In welchen Größen gibt es Gabbeh Shuli Teppiche?

Gabbeh Shuli Teppiche werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Das Spektrum reicht von kleineren Läufern bis zu größeren Raumteppichen. Dadurch können sie in verschiedenen Wohnsituationen eingesetzt werden, etwa in einem Durchgang, einem Wohnbereich, einem Esszimmer oder einem Schlafzimmer. Das konkrete Einzelstück wird mit seinen eigenen Maßen beschrieben; die allgemeine Gabbeh-Tradition umfasst jedoch verschiedene Formate und ist nicht auf eine einzige Teppichgröße festgelegt.

Zusätzliche Informationen
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