







Perserteppich Fars 153 x 102 cm Wolle handgewebt
511$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 153 x 102 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Gut erhalten
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 7CF52D71
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus der Region Fars ist handgewebt. Anders als ein geknüpfter Teppich entsteht ein Kelim durch das direkte Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Dadurch besitzt er eine flache, textile Struktur ohne geknüpften Flor. Die im Stück verwendete Wolle ist als Material angegeben. Wolle wird bei Kelims traditionell sowohl wegen ihrer textilen Belastbarkeit als auch wegen ihrer guten Eignung für farbige Webarbeiten eingesetzt. Bei einem handgewebten Teppich ist jeder Abschnitt das Ergebnis einer fortlaufenden manuellen Arbeit am Webstuhl.
Die Webtechnik bestimmt den Charakter eines Kelims. Die Schussfäden werden von Hand durch die Kettfäden geführt und verdichtet. Je nach Muster werden Farben und Webrichtungen innerhalb der Fläche gewechselt. So kann eine klare, flächige Zeichnung entstehen, ohne dass einzelne Knoten gesetzt werden. Die Verarbeitung dieses Stücks ist als handgewebt ausgewiesen; eine Knotendichte ist daher nicht angegeben.
Das Muster ist auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft gehört zur Konstruktion vieler Kelims, weil das Motiv durch die eingewebten Schussfäden entsteht und nicht nur auf einer Florseite sichtbar ist. Die beiden nutzbaren Seiten zeigen bei diesem Stück dasselbe Muster. Als Material ist handgewebte Wolle genannt; weitere Materialangaben, etwa zur Kette, liegen nicht vor.
Herkunft und Tradition
Fars liegt im südlichen Iran und zählt zu den Regionen, in denen das Weben flachgearbeiteter Textilien eine lange Tradition besitzt. Die Landschaft umfasst unterschiedliche Lebensräume und Siedlungsformen. In der regionalen Textilkultur begegnen deshalb sowohl nomadisch geprägte als auch dörfliche und städtische Arbeitsweisen. Kelims gehören zu den Textilien, die sich für diese verschiedenen Lebensformen eignen, weil sie vergleichsweise flach, vielseitig und auf einem Webstuhl herzustellen sind.
Die Bezeichnung Fars verweist auf die Herkunftsregion dieses Kelims, nicht auf ein einzelnes Dorf oder auf eine bestimmte Werkstatt. Innerhalb einer Region können Webstile, Farbkombinationen und die Ausführung von Ort zu Ort variieren. Gemeinsame Grundlagen sind die manuelle Arbeit, die Verwendung von Kett- und Schussfäden sowie die Entwicklung eines Musters direkt während des Webvorgangs. Eine genaue lokale Zuordnung über Fars hinaus ist für dieses Stück nicht angegeben.
Das Weben von Kelims ist im iranischen Kulturraum eng mit der Herstellung praktischer Haushaltstextilien verbunden. Flachgewebe konnten als Bodenbelag, Decke, Abdeckung oder Wandtextil verwendet werden. Ihre geringe Höhe erleichtert das Auslegen und Zusammennehmen. Je nach Einsatz und regionaler Gewohnheit konnten außerdem Taschen, Sitzauflagen oder andere textile Gebrauchsgegenstände in verwandten Techniken entstehen. Der Kelim steht damit sowohl für handwerkliche Gestaltung als auch für eine funktionale Textiltradition.
Bei der Herstellung wird das Grundgerüst zunächst durch die Kettfäden gebildet. Die Schussfäden verbinden diese Fäden in waagerechter Richtung und bauen die Fläche Reihe für Reihe auf. Farbwechsel können durch einzelne Schussbereiche oder durch das Arbeiten mit mehreren Farben entstehen. An den Übergängen zwischen Farbfeldern zeigen sich je nach Webweise unterschiedliche Formen der Verbindung. Diese technische Logik unterscheidet den Kelim vom Flor- oder Knüpfteppich und erklärt seine flache Oberfläche.
Fars ist außerdem Teil der größeren persischen Teppich- und Textilgeschichte, in der regionale Muster nicht unabhängig von Material, Webtechnik und Nutzung betrachtet werden. Ein Kelim muss daher nicht wie ein geknüpfter Perserteppich beurteilt werden. Seine Gestaltung liegt in der Fläche, im Verhältnis der Farben, in der Geometrie und in der Präzision der Webkanten. Der vorliegende Kelim verbindet diese regionale Einordnung mit der überlieferten Handwebtechnik.
Design und Muster
Für dieses Stück ist festgehalten, dass das Muster auf beiden Seiten identisch ist. Die Zeichnung ist somit nicht an eine einzige Vorderseite gebunden. Beim Wenden bleibt das textile Erscheinungsbild erhalten. Diese beidseitige Lesbarkeit ist ein charakteristisches Merkmal, das bei flachgewebten Kelims aus der Art ihrer Herstellung hervorgehen kann. Das Muster wird in die Fläche eingearbeitet und liegt nicht als gesonderte Knotenschicht auf einem Träger.
Die Gestaltung von Kelims arbeitet traditionell häufig mit klar abgegrenzten Flächen, Linien und geometrischen Ordnungen. Solche Formen können in Reihen, Bändern, Feldern oder wiederholten Einheiten angelegt sein. Auch abstrahierte Pflanzenformen, Rauten, Haken und andere Zeichen kommen in der persischen Flachwebtradition vor. Diese allgemeine Formenwelt beschreibt die Designgeschichte von Kelims; eine konkrete Benennung des Musters dieses Exemplars ist nicht angegeben.
Bei der Betrachtung eines Kelims stehen deshalb die Verteilung der Motive und das Verhältnis von Grund- und Musterflächen im Vordergrund. Die flache Webstruktur lässt Konturen direkt aus dem Wechsel der Schussfarben entstehen. Kleine Abweichungen in Linienführung oder Farbflächen können dabei den manuellen Entstehungsprozess sichtbar machen. Sie sind nicht mit der regelmäßigen Wiederholung industriell gedruckter Muster gleichzusetzen, sondern gehören zur handgewebten Ausführung.
Die beidseitig identische Musterwirkung erweitert zugleich die Möglichkeiten der Nutzung. Der Kelim kann mit der einen oder der anderen Seite nach oben ausgelegt werden, ohne dass das angegebene Muster wechselt. Ebenso lässt sich die textile Fläche als Wandbehang verwenden. Die Quelle nennt beide Einsatzbereiche ausdrücklich: als Teppich oder als Wandbehang. Eine bestimmte Raumwirkung, Farbpalette oder einzelne Ornamentbezeichnung ist für dieses Stück nicht überliefert und wird daher nicht ergänzt.
In der persischen Textilgestaltung sind Muster außerdem häufig nicht nur dekorative Elemente. Geometrische Ordnungen können Flächen gliedern, Wiederholungen schaffen und die Webarbeit strukturieren. Bei einem Kelim treffen dabei kulturell überlieferte Zeichen auf die technischen Möglichkeiten des Webstuhls. Das Ergebnis ist eine Bildsprache, die sich aus Material, Rhythmus und Handarbeit zusammensetzt. Für diesen Fars-Kelim bleibt als konkretes Designmerkmal die identische Musteransicht auf beiden Seiten festzuhalten.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Stücks ist seine beidseitig identische Musterung. Beide Seiten können betrachtet und genutzt werden, weil das Muster nicht ausschließlich auf einer einzelnen Florseite liegt. Das unterscheidet einen solchen Kelim in der praktischen Handhabung von Teppichen, deren Gestaltung vor allem auf die Oberseite ausgerichtet ist.
Die Quelle beschreibt den Zustand als gut erhalten. Außerdem wird der Kelim als vielseitig einsetzbar angegeben: Er kann als Teppich oder als Wandbehang verwendet werden. Die flache Webart unterstützt diese doppelte Nutzung, weil das Textil nicht nur auf dem Boden, sondern auch vertikal als textile Gestaltung eingesetzt werden kann. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Restaurierungen oder Gebrauchsspuren sind nicht vorhanden.
FAQ
Wie pflege ich einen handgewebten Kelim aus Wolle?
Schmutz und Staub lassen sich vorsichtig mit einem Staubsauger ohne Bürstenaufsatz entfernen. Dabei sollte die textile Oberfläche nicht durch starkes Reiben belastet werden. Flüssigkeiten und Flecken werden am besten zügig mit einem leicht feuchten Tuch aufgenommen, ohne die Wolle durchnässend zu behandeln. Aggressive Reinigungsmittel können Fasern und Farben beeinträchtigen. Für eine gründliche Reinigung ist eine auf handgewebte Wolltextilien spezialisierte Fachreinigung geeignet. Wird der Kelim als Wandbehang genutzt, sollte er so befestigt werden, dass sein Gewicht gleichmäßig getragen wird.
Woran erkenne ich einen Kelim?
Ein Kelim ist ein Flachgewebe und besitzt keinen geknüpften Flor. Seine Oberfläche entsteht durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Das Muster ist deshalb direkt in die textile Fläche eingearbeitet und kann bei vielen Kelims auf beiden Seiten sichtbar sein. Bei diesem Exemplar ist die Musterung ausdrücklich beidseitig identisch. Die regionale Zuordnung zu Fars und die Angabe der Handwebtechnik ergänzen die Beschreibung. Eine Knotenzahl ist bei einem Kelim kein passendes Kennzeichen wie bei einem handgeknüpften Teppich.
Welche Einsatzmöglichkeiten bietet dieser Kelim?
Dieser Kelim kann als Teppich oder als Wandbehang eingesetzt werden. Auf dem Boden eignet sich die flache textile Konstruktion für Bereiche, in denen ein niedriges Gewebe gewünscht ist. Als Wandbehang wird das Muster zu einer textilen Gestaltung der Wand. Da beide Seiten identisch gemustert sind, bleibt die Darstellung beim Wenden erhalten. Die konkrete Platzierung hängt von der Einrichtung und der vorgesehenen Nutzung ab; die Quelle nennt keine weitere Einschränkung oder einen bestimmten Raum.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |
















