







Perserteppich Fars 148 x 95 cm Wolle handgewebt
454$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: handgewebte Wolle | Größe: 148 x 95 cm | Muster: beidseitig identisch | Zustand: sehr gut
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und besteht aus Wolle. Anders als ein klassischer Teppich mit Flor entsteht ein Kelim durch das Weben der Fäden. Die Kettfäden bilden die Grundlage, während die Schussfäden das sichtbare Gewebe aufbauen. Durch diese flache Webart erhält die Oberfläche ihre charakteristische textile Struktur. Bei einem Kelim wird das Muster nicht in einen Flor geknüpft, sondern unmittelbar in die Webfläche eingearbeitet.
Die Handarbeit ist bei dieser Herstellungsweise direkt in der Oberfläche erkennbar. Jeder Schussfaden wird in das Gewebe eingebracht und in der Folge verdichtet. So entsteht ein flacher, zusammenhängender Textilkörper. Wolle eignet sich für diese traditionelle Form der Teppichherstellung, weil sie ein robustes und zugleich formbares Naturmaterial ist. Ihre Faser lässt sich verspinnen, färben und zu einem belastbaren Gewebe verarbeiten. Die Materialangabe für diesen Kelim lautet handgewebte Wolle.
Ein besonderes Merkmal dieses Stücks ist, dass das Muster auf beiden Seiten identisch ist. Das entspricht einer wichtigen Eigenschaft vieler Kelims: Die Gestaltung liegt in der gewebten Fläche und ist nicht ausschließlich auf eine Florseite beschränkt. Dadurch bleibt die Zeichnung auch beim Wenden erhalten. Der Kelim verbindet damit eine flache Konstruktion mit einer beidseitig gleichen Musterwirkung.
Die Verarbeitung als Kelim unterscheidet sich von der Herstellung handgeknüpfter Perserteppiche. Beim Knüpfen werden einzelne Knoten in Reihen gesetzt und anschließend durch einen Flor sichtbar. Beim Weben entsteht die Fläche dagegen aus dem Zusammenspiel von Kette und Schuss. Diese technische Unterscheidung erklärt die geringe Aufbauhöhe und die klare, textile Wirkung eines Kelims. Sie ist zugleich ein wesentlicher Bestandteil der iranischen Webtradition.
Herkunft und Tradition
Der Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars ist eine historisch bedeutende Region im Süden des Landes und gehört zu den Gebieten, in denen textile Handarbeiten über lange Zeit eine wichtige Rolle spielten. Die Region ist mit unterschiedlichen nomadischen, ländlichen und städtischen Lebensformen verbunden. Entsprechend vielfältig sind die Webtraditionen, die unter dem Namen Fars zusammengefasst werden. Neben geknüpften Teppichen wurden und werden dort auch flach gewebte Textilien hergestellt.
Die iranische Teppich- und Webkultur umfasst mehrere eigenständige Techniken. Der Kelim nimmt darin eine besondere Stellung ein, weil er ohne Flor auskommt und das Muster direkt in die Webstruktur eingebunden wird. Diese Herstellungsweise ist in vielen Regionen des Iran verbreitet. Sie konnte in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen eingesetzt werden: für textile Ausstattungen im Haushalt, für tragbare Gewebe und für dekorative Bodenbeläge. Die Funktion eines Kelims hängt dabei von seiner Ausführung, seiner Größe und dem jeweiligen regionalen Gebrauch ab.
Fars ist nicht mit einem einzigen Erscheinungsbild gleichzusetzen. In der Region treffen verschiedene Einflüsse aufeinander. Nomadische Weber arbeiten traditionell mit geometrischer Klarheit und überlieferten Zeichen, während in dörflichen und städtischen Werkstätten andere Formen, Farben und Ordnungen entstehen können. Die Bezeichnung Fars verweist deshalb zunächst auf die Herkunftsregion und nicht auf ein einziges festgelegtes Muster. Für die Einordnung dieses Stücks ist entscheidend, dass es aus Fars im Iran stammt und als Kelim handgewebt wurde.
Iranische Kelims werden in einer Technik gefertigt, die ohne den aufwendigen Aufbau eines Knotenteppichs auskommt. Die Kette wird gespannt, und die farbigen Schussfäden werden entsprechend der vorgesehenen Zeichnung eingetragen. Je nach Webweise können Farbbereiche klar voneinander getrennt oder miteinander verbunden werden. Die Weberin oder der Weber arbeitet dabei nach einem überlieferten Formenschatz, nach einer Vorlage oder aus eigener Erfahrung. Das Ergebnis ist eine textile Fläche, in der Konstruktion und Ornament eng miteinander verbunden sind.
Die Tradition der Kelimherstellung steht auch für die Weitergabe von Wissen innerhalb von Gemeinschaften und Familien. Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Weben und Ordnen von Mustern werden über Generationen vermittelt. Dabei ist die Technik nicht völlig starr. Regionale Gewohnheiten, verfügbare Materialien und der konkrete Verwendungszweck beeinflussen die Ausführung. Fars bildet in diesem Zusammenhang einen wichtigen kulturellen Raum, in dem die flache Webkunst neben der Knüpftradition ihren eigenen Platz hat.
Die iranische Herkunft unterscheidet diesen Kelim von indischen oder anderen orientalischen Webarbeiten. Fars bezeichnet hier den tatsächlichen Ursprung im Iran. Auch wenn iranische Muster international aufgegriffen wurden, bleibt die Herkunft eines einzelnen Stücks eine eigenständige Information. Dieser Kelim ist als handgewebtes Stück aus Fars einzuordnen und nicht lediglich über eine allgemeine Ornamentbezeichnung.
Im historischen Zusammenhang wurden Kelims häufig so gestaltet, dass sie praktisch verwendbar und zugleich visuell klar waren. Die flache Webart ermöglicht ein vergleichsweise unkompliziertes Handling und eine beidseitige Nutzung, wenn die Musterwirkung auf beiden Seiten erhalten bleibt. Diese Verbindung von Gebrauch und Gestaltung prägt die Wahrnehmung iranischer Kelims bis heute. Sie erklärt auch, weshalb Kelims sowohl in traditionellen als auch in sachlich eingerichteten Räumen ihren eigenen textilen Charakter zeigen können.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Diese Information beschreibt nicht nur die Ansicht, sondern auch die Beziehung zwischen Gestaltung und Technik. Da kein Flor die Rückseite von der Vorderseite trennt, kann die Zeichnung auf beiden Seiten gleich erscheinen. Die Musterwirkung bleibt dadurch beim Wenden erhalten. Das ist ein kennzeichnendes Prinzip der flach gewebten Kelimkonstruktion.
In der iranischen Webkunst entstehen Muster häufig aus einer begrenzten Anzahl von Grundformen. Geometrische Linien, gestufte Konturen, Rauten, Hakenformen und stilisierte Pflanzenmotive können zu größeren Kompositionen verbunden werden. Solche Elemente lassen sich regelmäßig wiederholen, spiegeln oder in Felder einordnen. Die Webtechnik unterstützt eine abstrahierte Darstellung, weil Kurven und feine Übergänge häufig in gestuften Linien umgesetzt werden. Aus dieser Arbeitsweise entsteht die für viele Kelims typische klare Zeichensprache.
Ein Kelimmuster wird nicht wie ein aufgesetztes Bild auf die fertige Fläche gedruckt. Die Farbe wird während des Webens mit dem Schussfaden in die Struktur eingebracht. Dadurch stehen Ornament und Material unmittelbar miteinander in Verbindung. Farbwechsel werden an den vorgesehenen Stellen gesetzt, und die einzelnen Bereiche entwickeln sich Schritt für Schritt mit dem Gewebe. Die sichtbare Gestaltung ist somit zugleich ein Ergebnis der handwerklichen Konstruktion.
Fars verfügt über einen vielseitigen Formenschatz. Je nach lokaler Tradition können Muster eher streng geometrisch, kleinteilig gegliedert oder freier aufgebaut sein. Auch die Anordnung kann variieren: Ein zentrales Feld, eine fortlaufende Bordüre, gereihte Motive oder eine über die Fläche verteilte Zeichnung sind grundsätzlich unterschiedliche Ordnungen. Aus der Herkunft Fars folgt daher kein einziges verbindliches Design. Die Bezeichnung beschreibt den regionalen Zusammenhang, während das konkrete Muster am einzelnen Kelim betrachtet werden muss.
Die beidseitig identische Musterung gibt der Gestaltung eine besondere Geschlossenheit. Vorder- und Rückseite werden nicht als zwei verschiedene Bildflächen verstanden, sondern als zwei Ansichten derselben gewebten Komposition. Bei der Betrachtung kann deshalb die textile Struktur ebenso wichtig sein wie die Kontur des Ornaments. Die flache Oberfläche lässt Linien und Felder unmittelbar wirken, ohne dass ein hoher Flor die Zeichnung räumlich überlagert.
In der Geschichte iranischer Textilien wurden Muster nicht nur zur Dekoration verwendet. Sie konnten Zugehörigkeit, regionale Gewohnheiten und handwerkliche Herkunft sichtbar machen. Viele Zeichen wurden über lange Zeit überliefert und zugleich individuell verändert. Ein traditionelles Motiv kann dadurch in verschiedenen Webarbeiten unterschiedlich erscheinen. Die Ornamentik bleibt erkennbar, ohne dass jedes Stück vollkommen gleich gestaltet sein muss. Diese Verbindung von Wiederholung und persönlicher Ausführung gehört zur lebendigen Textiltradition.
Die flache Webart unterstützt außerdem eine sachliche Wahrnehmung von Farbe und Linie. Ohne Flor treten die Schussfäden und die Webbindung deutlicher hervor. Je nach Blickrichtung und Licht kann sich die Oberfläche dadurch anders lesen als bei einem geknüpften Teppich. Die Musterung bleibt jedoch auf beiden Seiten identisch, was die Nutzung und die Betrachtung des Kelims unabhängig von einer einzelnen Schauseite macht.
Als Stück aus Fars verbindet dieser Kelim eine regionale iranische Herkunft mit einer Technik, die in vielen Teilen des Landes gepflegt wurde. Das Design sollte deshalb nicht mit einem fremden Ursprungsgebiet gleichgesetzt werden, nur weil einzelne Formen auch in anderen Teppilchtraditionen vorkommen können. Motive wandern zwischen Regionen und werden angepasst. Die Herkunftsangabe Fars und die konkrete Information zur beidseitig identischen Musterung bilden die verlässliche Grundlage für die Beschreibung dieses Stücks.
Besonderheiten
Die wichtigste Besonderheit ist die Kombination aus handgewebter Wollkonstruktion und einem auf beiden Seiten identischen Muster. Der Kelim besitzt keinen Flor, sondern eine flache Webfläche. Dadurch unterscheidet er sich technisch und in seiner Haptik von einem handgeknüpften Teppich. Seine Gestaltung ist unmittelbar mit dem Gewebe verbunden und bleibt beim Wenden erhalten.
Der Zustand ist sehr gut. Zusammen mit der Herkunft Fars, der iranischen Einordnung und der Ausführung als Kelim ergibt sich ein klar bestimmbares textiles Objekt. Die Materialangabe beschränkt sich auf handgewebte Wolle; weitere Materialien oder eine gesonderte Kettangabe sind nicht ausgewiesen.
Die Maße dieses Stücks werden in den Produktdaten separat angegeben und sind nicht Bestandteil dieser ausführlichen Beschreibung. Für die fachliche Einordnung sind hier vor allem die Webtechnik, die Wolle, die Herkunft aus Fars und die identische Musterwirkung auf beiden Seiten maßgeblich.
FAQ
Was ist ein Kelim?
Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textil ohne geknüpften Flor. Die Fläche entsteht aus Kett- und Schussfäden, wobei die Schussfäden zugleich die sichtbare Gestaltung aufbauen. Muster und Gewebe werden daher in einem Arbeitsvorgang miteinander verbunden. Bei diesem Stück handelt es sich um einen handgewebten Kelim aus Wolle mit einem auf beiden Seiten identischen Muster.
Woher stammt dieser Kelim?
Dieser Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars ist eine historische Region mit unterschiedlichen iranischen Web- und Teppichtraditionen. Die regionale Herkunft darf nicht mit einem einzelnen festgelegten Muster verwechselt werden. Sie bezeichnet den Ursprung dieses Stücks, während seine konkrete technische Einordnung durch die handgewebte Kelimkonstruktion und das beidseitig identische Muster erfolgt.
Was bedeutet das identische Muster auf beiden Seiten?
Die Angabe bedeutet, dass die Gestaltung auf Vorder- und Rückseite gleich erscheint. Bei einer flach gewebten Kelimkonstruktion liegt das Muster in der gewebten Fläche und nicht nur auf einem separaten Flor. Deshalb kann die Zeichnung beim Wenden erhalten bleiben. Diese Eigenschaft gehört zu den besonderen technischen und gestalterischen Merkmalen dieses Kelims.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |
















