





Perserteppich Fars 146 x 105 cm Wolle handgeknüpft
799$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 146 x 105 cm | Muster: Abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Hochwertiger, weicher Flor bis zu 2 cm
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Perserteppich besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die verwendete Wolle bildet den Flor und prägt damit die haptische Wirkung des Teppichs. Schafwolle und Ziegenwolle werden in der traditionellen Teppichherstellung wegen ihrer natürlichen Eignung für robuste und zugleich angenehme textile Oberflächen eingesetzt. Durch das Handspinnen entsteht ein Material, das die ursprüngliche Verarbeitung der Fasern sichtbar und fühlbar macht.
Die Herstellung als Handknüpfteppich bedeutet, dass die Knoten nicht maschinell, sondern einzeln in die textile Grundstruktur eingearbeitet werden. Der Flor dieses Stücks wird als hochwertig und weich beschrieben. Seine vergleichsweise hohe Florhöhe ist ein charakteristisches Merkmal von Gabbeh-Teppichen und unterstützt den weichen Griff. Die Knotendichte ist mit 50.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Damit verbindet das Stück eine klar erkennbare handwerkliche Struktur mit einer angenehm voluminösen Oberfläche.
Bei handgesponnener Wolle bleibt die Beschaffenheit des Ausgangsmaterials Teil des Erscheinungsbildes. Die Kombination aus Schaf- und Ziegenwolle verleiht dem Flor eine textile Präsenz, die sich deutlich von einer glatten, industriell wirkenden Oberfläche unterscheidet. Die handgeknüpfte Verarbeitung und der weiche Flor gehören bei diesem Teppich unmittelbar zusammen: Die Knoten halten die farbigen Flächen und Figuren in der Grundstruktur, während die Wolle für die sichtbare und fühlbare Oberfläche sorgt.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wurde von Nomadenvölkern der Ghashghai in Fars im Iran hergestellt. Die Ghashghai, auch Qashqai genannt, gehören zu den bekannten nomadischen Teppichwebern des südwestlichen Iran. Ihre Teppiche stehen für eine mobile, über Generationen weitergegebene Web- und Knüpftradition. In dieser Tradition entstehen Stücke, deren Gestaltung nicht allein auf höfische oder städtische Musterbücher zurückgeht, sondern eng mit dem handwerklichen Alltag nomadischer Gemeinschaften verbunden ist.
Fars ist eine bedeutende Teppichregion im Süden Irans. Die Landschaft und die unterschiedlichen Lebensformen der Region haben eine vielfältige textile Kultur hervorgebracht. Neben nomadischen Knüpfarbeiten werden in Persien auch städtische Teppiche mit sehr feinen, regelmäßig angelegten Mustern gefertigt. Die persische Teppichkunst umfasst deshalb verschiedene regionale Ausdrucksformen, von detaillierten floralen Kompositionen bis zu reduzierten geometrischen Entwürfen. Ein Gabbeh aus Fars gehört zu jener Richtung, in der Material, Farbe und eine bewusst einfache Bildsprache eine zentrale Rolle spielen.
Nomadische Teppiche wurden traditionell mit den Materialien gefertigt, die in der jeweiligen Gemeinschaft verfügbar und für den mobilen Lebensalltag geeignet waren. Wolle spielte dabei eine wichtige Rolle, weil sie sich verspinnen, färben und zu einem widerstandsfähigen Flor verarbeiten lässt. Das Handwerk wurde innerhalb der Gemeinschaften weitergegeben. Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Knüpfen und die Anordnung von Formen konnten so von einer Generation an die nächste übergehen. Die Herkunft dieses Teppichs aus der Ghashghai-Tradition verweist auf genau diesen kulturellen Zusammenhang.
Der Begriff Gabbeh bezeichnet eine Teppichform, die besonders mit nomadischen Webern aus dem iranischen Raum verbunden ist. Im Vergleich zu vielen repräsentativen Stadtteppichen wirken Gabbeh-Entwürfe häufig unmittelbarer und weniger ornamental. Ein höherer Flor und eine vereinfachte Gestaltung sind typische Merkmale dieser Richtung. Dabei ist die Reduktion nicht mit fehlender handwerklicher Arbeit gleichzusetzen. Gerade die Entscheidung für große Flächen, wenige Formen und eine eigenständige Farbordnung verlangt ein sicheres Gefühl für Proportion, Rhythmus und Wirkung.
Die Geschichte persischer Teppiche umfasst zahlreiche regionale Zentren. Tabriz ist für feine Knüpfungen und detaillierte Kompositionen bekannt, während Nain häufig mit eleganten Farben sowie einer Verbindung von Wolle und Seide in Verbindung gebracht wird. Gabbeh-Teppiche aus Fars vertreten innerhalb dieses reichen Erbes eine andere gestalterische Haltung. Sie zeigen, wie unterschiedlich persische Teppiche je nach Region, Auftrag, Lebensform und handwerklicher Überlieferung ausfallen können.
Design und Muster
Das Muster dieses Gabbeh-Teppichs wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Die großen Flächen geben der Gestaltung eine klare, ruhige Gliederung. Anstelle einer dicht besetzten Ornamentik entsteht ein offenes Bild, in dem die einzelnen Farbbereiche deutlich wahrnehmbar bleiben. Die spielerischen Figuren setzen darin eigenständige Akzente und bringen eine erzählerische, ungezwungene Note in die Komposition.
Abstrakte Gabbeh-Muster beruhen häufig auf einer bewussten Vereinfachung. Formen werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben, sondern auf charakteristische Linien, Flächen oder Umrisse reduziert. Dadurch kann eine Figur zugleich als Gegenstand, Tier, Mensch oder rein grafisches Zeichen gelesen werden. Diese Mehrdeutigkeit gehört zur Wirkung einer spielerischen Bildsprache. Sie lässt den Entwurf klar erscheinen, ohne ihn auf eine einzige, streng festgelegte Interpretation zu beschränken.
Große Farbflächen erzeugen im Teppich eine visuelle Ordnung, die auch ohne komplexe Bordüren oder fein ausgearbeitete Einzelmotive funktioniert. Farbe übernimmt dabei nicht nur eine dekorative, sondern auch eine strukturierende Aufgabe. Sie trennt Bereiche voneinander, betont Figuren und bestimmt den Rhythmus der Gesamtfläche. In der persischen Teppichkunst werden Farben traditionell sorgfältig aufeinander abgestimmt. Je nach Region und Teppichart können kräftige Rottöne, Blautöne, erdige Nuancen und weitere natürliche Farbstimmungen vorkommen.
Die Gestaltung steht damit für eine Form persischer Teppichkunst, die nicht auf eine möglichst große Zahl kleiner Details angewiesen ist. Die Spannung entsteht aus dem Verhältnis von Fläche und Figur, von Ruhe und Bewegung sowie von regelmäßigem Knüpfgrund und frei wirkender Zeichnung. Bei einem Gabbeh wird die Oberfläche selbst Teil der Bildwirkung: Der höhere, weiche Flor lässt Farben und Formen körperlicher erscheinen und unterstützt den charakteristischen Ausdruck dieser Teppichgattung.
Im Unterschied zu stark ornamentierten Stadtteppichen mit dichtem Blumenwerk, Medaillons und fein gegliederten Bordüren kann ein Gabbeh seine Wirkung aus wenigen gut lesbaren Gestaltungselementen entwickeln. Das abstrakte Muster dieses Stücks verbindet große Farbflächen mit spielerischen Figuren. Dadurch entsteht ein Entwurf, der die nomadische Gabbeh-Tradition mit einer modernen, reduzierten Formensprache verbindet, ohne seine Herkunft aus der persischen Knüpfkunst zu verlieren.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus der Ghashghai-Tradition in Fars, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle sowie die handgeknüpfte Verarbeitung. Hinzu kommen der als hochwertig beschriebene weiche Flor und die für das Stück angegebene Knotendichte. Die Kombination dieser Eigenschaften macht die Materialität des Gabbeh deutlich: Der Teppich ist nicht als glatte, feinornamentale Fläche angelegt, sondern lebt von Wolle, Flor und einer klaren, spielerischen Zeichnung.
Auch das Muster hebt den Teppich innerhalb der Gabbeh-Tradition hervor. Große Farbflächen und Figuren prägen sein Erscheinungsbild und geben ihm eine abstrakte, zugleich leicht zugängliche Struktur. Die Gestaltung bleibt eigenständig, ohne auf eine Vielzahl kleiner Details angewiesen zu sein. Damit verbindet dieses Einzelstück die textile Direktheit eines nomadischen Handwerks mit einer Bildsprache, die in unterschiedlichen Wohnumgebungen gelesen werden kann.
FAQ
Wie pflege ich einen Perserteppich richtig?
Ein Perserteppich sollte regelmäßig und ohne aggressive Einstellung abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Partikel nicht dauerhaft im Flor festsetzen. Bei einem weichen, höheren Flor ist es sinnvoll, die Reinigung behutsam und mit einem für Teppiche geeigneten Aufsatz vorzunehmen. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich bei Bedarf eine professionelle Teppichreinigung. Dabei können Material, Knüpfung und Florhöhe berücksichtigt werden.
Was unterscheidet Gabbeh-Teppiche von traditionellen Perserteppichen?
Gabbeh-Teppiche werden häufig mit nomadischen Webern und einer vereinfachten Gestaltung verbunden. Große Farbflächen, reduzierte Formen und spielerische Figuren sind typische Ausdrucksmittel dieser Richtung. Der Flor ist oft höher und dadurch weich. Viele traditionell städtische Perserteppiche zeigen dagegen komplexere Muster, feinere Details und eine stärker ausgearbeitete Ornamentik. Eine höhere Knotendichte kann dort die Darstellung besonders differenzierter Motive unterstützen. Gabbeh und andere Perserteppiche gehören dennoch beide zur vielfältigen iranischen Knüpfkunst.
Wo kann ich authentische Perserteppiche kaufen?
Authentische Perserteppiche sind bei spezialisierten Teppichhändlern, auf Kunsthandwerkermärkten und bei renommierten Online-Anbietern erhältlich. Beim Kauf sollten Angaben zu Herkunft, Material, Verarbeitung und Zustand nachvollziehbar sein. Zertifikate oder andere Herkunftsnachweise können zusätzliche Informationen zur Echtheit und regionalen Einordnung liefern. Bei einem Gabbeh aus Fars sind insbesondere die Verbindung zur Ghashghai-Tradition, die handgeknüpfte Herstellung und die verwendeten Wollarten wichtige Angaben. Eine transparente Beschreibung hilft dabei, ein Einzelstück sachgerecht einzuordnen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













