





Perserteppich Fars 116 x 82 cm Wolle handgewebt
322$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Reine Wolle | Größe: 116 x 82 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Neuwertig
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 0A0D1F98
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus der Region Fars nahe Shiraz ist aus reiner Wolle gefertigt und handgewebt. Anders als ein klassischer Florteppich entsteht ein Kelim durch das Verweben der Schussfäden mit der Kette. Die Oberfläche wird dadurch flach und erhält ihre charakteristische textile Struktur. Bei einem handgewebten Kelim wird jeder Abschnitt des Gewebes Schritt für Schritt von Hand aufgebaut. Die Ausführung gehört damit zu einer Herstellung, bei der Material, Fadenspannung und Musterbildung unmittelbar miteinander verbunden sind.
Die Verwendung reiner Wolle ist für diese Teppichart sachlich bedeutsam. Wolle ist ein traditionelles Material für Flachgewebe, weil sie sich verspinnen, färben und zu einem belastbaren Gewebe verarbeiten lässt. Ihre textile Oberfläche bleibt dabei anders als ein geschorener Flor direkt mit der Webstruktur verbunden. Dieser Teppich ist als handgewebtes Gewebe ausgeführt; Angaben zu einer Baumwollkette oder zu weiteren Materialien liegen nicht vor.
Das Muster ist auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft ergibt sich aus der flach gewebten Konstruktion und unterscheidet den Kelim von vielen Teppichen, deren Gestaltung vor allem auf der Oberseite sichtbar ist. Die Rückseite ist hier nicht als abweichende Trägerseite beschrieben, sondern zeigt dasselbe Muster wie die Vorderseite. Der Zustand des Stücks ist neuwertig.
Herkunft und Tradition
Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den Regionen, in denen unterschiedliche nomadische, ländliche und städtische Webtraditionen nebeneinander bestehen. Die Region wird häufig mit Shiraz verbunden, das als wichtiger Bezugspunkt für Handel, Austausch und kulturelle Einflüsse im südlichen Iran gilt. Die Bezeichnung Fars beschreibt dabei die Herkunftsregion dieses Kelims; sie ist nicht mit einem einzelnen Stadttyp gleichzusetzen. Innerhalb der Region können sich Webweisen, Farbvorlieben und Musterordnungen je nach Gemeinschaft und lokaler Überlieferung unterscheiden.
Das Flachweben gehört zu den ältesten textilen Techniken der iranischen Teppichkultur. Bei einem Kelim werden die farbigen Schussfäden in die Kettfäden eingetragen und so verdichtet, dass eine geschlossene, flache Fläche entsteht. Es gibt keinen geschnittenen Flor, der nach dem Weben auf eine bestimmte Höhe gebracht werden müsste. Dadurch bleibt der Herstellungsprozess eng an die Webbewegung gebunden: Die Gestaltung wächst mit jedem eingetragenen Faden und wird unmittelbar aus der Struktur des Gewebes entwickelt.
In Fars steht diese Technik in einem weiteren Zusammenhang mit mobilen und sesshaften Lebensweisen. Flachgewebe konnten vergleichsweise vielseitig eingesetzt werden, etwa als textile Abdeckung, Raumtextil oder dekoratives Gewebe. Ihre flache Konstruktion ist praktisch transportierbar und lässt sich in unterschiedlichen Wohnsituationen verwenden. Aus dieser Verbindung von Gebrauch und Gestaltung entwickelte sich eine eigenständige Tradition, in der geometrische Ordnungen, Streifen, Felder und wiederkehrende Zeichen eine wichtige Rolle spielen.
Die Nähe zu Shiraz verweist auf einen Kulturraum, in dem regionale Erzeugnisse zusammenkamen und über längere Zeit weitergegeben wurden. Iranische Webtraditionen wurden nicht ausschließlich in großen Manufakturen geprägt. Viele Muster und Arbeitsschritte wurden innerhalb von Familien, Dörfern oder lokalen Gruppen überliefert. Dabei konnten Grundformen erhalten bleiben, während Proportionen, Farbkombinationen und die Anordnung einzelner Motive verändert wurden. Ein Kelim aus Fars ist deshalb im historischen Zusammenhang der regionalen Flachweberei zu betrachten, ohne ihn automatisch einer bestimmten Stadtwerkstatt zuzuordnen.
Die iranische Teppichkultur umfasst sowohl geknüpfte Teppiche als auch gewebte Kelims. Beide Gattungen teilen eine lange textile Geschichte, unterscheiden sich aber in ihrer Konstruktion. Beim Knüpfteppich bilden einzelne Knoten den Flor; beim Kelim erzeugen Kette und Schuss die sichtbare Fläche. Diese Unterscheidung ist für die Einordnung wesentlich. Der vorliegende Teppich ist handgewebt und gehört damit zur Tradition des iranischen Flachgewebes aus Fars.
Design und Muster
Das konkrete Muster dieses Kelims wird als beidseitig identisch beschrieben. Damit steht die Wiedererkennbarkeit der Gestaltung auf Vorder- und Rückseite im Mittelpunkt. Bei einem Flachgewebe kann das Muster aus farbigen Schussbereichen aufgebaut werden, die in klar voneinander abgegrenzten Flächen, Linien oder geometrischen Formen erscheinen. Die Webtechnik eignet sich besonders für eine Gestaltung, die aus wiederholbaren Bausteinen zusammengesetzt ist und sich direkt in der Abfolge der Fäden erkennen lässt.
Geometrische Muster sind in der iranischen Kelimtradition weit verbreitet. Rauten, Zickzacklinien, Stufenformen, Streifen und gerahmte Felder können als eigenständige Elemente auftreten oder miteinander kombiniert werden. Auch stilisierte Pflanzenformen und abstrahierte Zeichen werden häufig in eine geometrische Ordnung übertragen. Solche Formen sind nicht als naturalistische Darstellung zu verstehen, sondern als textile Zeichen, deren Umrisse durch die Webstruktur vereinfacht und rhythmisiert werden.
Ein Kelimmuster kann über ein zentrales Feld, eine Bordüre oder eine fortlaufende Reihung gegliedert sein. Die Bordüre schafft dabei einen Rahmen, während das Innenfeld die Hauptordnung des Designs trägt. Ebenso möglich sind vollständig durchlaufende Muster, bei denen keine einzelne Mitte hervorgehoben wird. Welche dieser Möglichkeiten bei einem bestimmten Stück verwendet wird, muss an seiner sichtbaren Gestaltung beurteilt werden. Sicher ist bei diesem Exemplar, dass die Darstellung auf beiden Seiten gleich erscheint.
Die handgewebte Ausführung beeinflusst die Wirkung der Muster. Beim Eintragen und Wenden der Schussfäden entstehen klare Übergänge zwischen den Farbflächen, während kleine Unregelmäßigkeiten den handwerklichen Aufbau eines Flachgewebes sichtbar machen können. Anders als bei einem Flor, dessen Konturen durch die Schur zusätzlich definiert werden, werden die Linien eines Kelims unmittelbar durch die Kett- und Schussfäden gebildet. Dadurch gehören Zeichnung und Konstruktion untrennbar zusammen.
Die Fars-Tradition lässt Raum für unterschiedliche Bildsprachen. Regionale Kelims können streng geometrisch, streifenorientiert oder mit abstrahierten Ornamenten gestaltet sein. Ihre Muster stehen häufig in einem Verhältnis von Wiederholung und Variation: Ein Grundmotiv kehrt zurück, wird aber in Größe, Abstand oder Farbfolge leicht verändert. Diese Prinzipien machen die Herkunft aus einem Flachgewebe erkennbar, ohne dem einzelnen Stück ein Muster zuzuschreiben, das nicht beschrieben ist. Für diesen Teppich bleibt daher die gesicherte Aussage maßgeblich, dass sein Muster beidseitig identisch ist.
Besonderheiten
Die Besonderheiten dieses Stücks liegen in seiner handgewebten Kelim-Konstruktion, der Verwendung reiner Wolle und dem identischen Muster auf beiden Seiten. Die Herkunft ist mit der Region Fars nahe Shiraz angegeben. Der Teppich wird als neuwertig beschrieben. Da Vorder- und Rückseite dieselbe Gestaltung zeigen, kann das Gewebe von beiden Seiten betrachtet werden, ohne dass sich daraus eine unterschiedliche Musteransicht ergibt.
Ein beidseitig identisches Muster ist bei einem flach gewebten Teppich besonders nachvollziehbar, weil die Schussfäden die sichtbare Gestaltung des Gewebes prägen. Diese Eigenschaft ist von einer reversiblen Nutzung im Alltag zu unterscheiden: Über die konkrete Nutzung oder eine besondere Pflegebehandlung dieses Stücks ist nichts weiter angegeben. Fest steht die textile Ausführung aus reiner Wolle und die neuwertige Erhaltung.
FAQ
Wie pflege ich einen handgewebten Kelim aus Wolle?
Ein Wollkelim sollte regelmäßig mit geringer Saugkraft und ohne rotierende Bürste abgesaugt werden. Staub und lose Partikel lassen sich so entfernen, ohne die flache Webstruktur unnötig zu beanspruchen. Verschüttete Flüssigkeiten werden vorsichtig mit einem saugfähigen Tuch aufgenommen und nicht in das Gewebe eingerieben. Nasse Reinigung, aggressive Mittel und starkes Reiben können Wolle und Farben belasten. Bei größeren Verschmutzungen ist eine auf handgewebte Wollteppiche spezialisierte Reinigung sinnvoll.
Woran erkenne ich einen Kelim?
Ein Kelim ist ein Flachgewebe ohne geschnittenen Flor. Die Gestaltung entsteht durch das Verweben von Kette und Schuss, sodass die Oberfläche flach und textil bleibt. Bei diesem Stück bestehen Material und Konstruktion aus reiner Wolle und Handwebarbeit; außerdem ist das Muster auf beiden Seiten identisch. Für eine weitergehende Bestimmung, etwa einzelner Motive oder einer genauen lokalen Webgruppe, sind die sichtbare Musterordnung, die Webkante und die gesamte Verarbeitung zu prüfen. Eine einzelne Eigenschaft sollte nicht als vollständiger Herkunftsnachweis verstanden werden.
Für welchen Raum eignet sich ein Kelim aus Fars?
Ein flach gewebter Wollkelim kann in Wohnräumen, Schlafzimmern, Arbeitsbereichen oder Eingangsbereichen eingesetzt werden, sofern die jeweilige Nutzung zur Webstruktur passt. Wichtig sind ein sauberer, trockener Untergrund und eine rutschhemmende Unterlage, besonders auf glatten Böden. Da dieses Stück neuwertig ist und auf beiden Seiten dasselbe Muster zeigt, lässt es sich als sichtbares Raumtextil in unterschiedlichen Einrichtungszusammenhängen betrachten. Die konkrete Eignung hängt von Laufaufkommen, Möbeln und der gewünschten Anordnung ab.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














