



Perserteppich Fars 107 x 64 cm Wolle handgeknüpft
549$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle | Größe: 107 x 64 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Neu
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh-Shuli ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus der Region Fars. Sein Flor besteht aus Schurwolle, die für diesen Teppichtyp das zentrale textile Material bildet. Schurwolle wird aus der ersten Schur eines Schafes gewonnen und ist als Naturfaser für ihre widerstandsfähige Struktur bekannt. Bei einem Teppich erklärt die Faser einen Teil des Griffs, der Oberflächenwirkung und der Möglichkeit, Farben in einer klaren Weise aufzunehmen. Bei diesem Stück wird die Wolle als glanzvoll beschrieben.
Die Herstellung durch Handknüpfen unterscheidet sich grundsätzlich von einer maschinellen Fertigung. Beim Knüpfen entsteht Reihe für Reihe eine Verbindung zwischen Kette und Flor. Jeder Knoten wird in die Konstruktion des Teppichs eingebracht und anschließend in das Gesamtbild eingeordnet. Die Arbeit verlangt eine kontinuierliche Abstimmung von Fadenführung, Knotung, Farbverteilung und Muster. Das Ergebnis ist deshalb unmittelbar mit der handwerklichen Herstellung verbunden.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine Knotendichte beschreibt die Zahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und dient als technischer Hinweis auf die Feinheit der Ausführung. Sie ist nicht allein ein Maß für die Gestaltung, sondern zeigt auch, wie dicht die einzelnen Arbeitsvorgänge im Flor zusammenliegen. Bei Gabbeh-Teppichen bleibt neben der Knotenzahl außerdem die Wirkung von Wolle, Farben und Musteraufbau wesentlich.
Der Zustand ist neu. Damit verbindet sich bei diesem Stück eine unbenutzte textile Oberfläche mit der handgeknüpften Ausführung und dem Schurwollflor. Angaben zu einer zusätzlichen Kette oder zu weiteren Materialien liegen für diesen Teppich nicht vor. Die Beschreibung konzentriert sich daher auf die genannten Eigenschaften: Schurwolle als Flor, Handknüpfung, die ausgewiesene Knotendichte und den neuen Zustand.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Region Fars in Persien. Fars liegt im Süden des historischen Persiens und wird in der Teppichkunde eng mit Shiraz verbunden. Die Region ist für unterschiedliche Formen der Teppichherstellung bekannt, die sowohl von sesshaften Gemeinschaften als auch von nomadisch geprägten Webertraditionen beeinflusst wurden. Dadurch entstand eine vielseitige textile Kultur, in der regionale Erfahrung, verfügbare Wolle und überlieferte Musterideen miteinander verbunden werden.
Gabbeh-Teppiche aus Fars stehen innerhalb dieser Tradition für eine eigenständige, leicht erkennbare Richtung. Der Name Gabbeh wird häufig mit handgeknüpften Teppichen verbunden, deren Gestaltung nicht auf eine streng symmetrische, fein ausgearbeitete Ornamentik beschränkt ist. Stattdessen können einfache Flächen, reduzierte Formen und ungewöhnliche Bildideen nebeneinanderstehen. Diese gestalterische Offenheit ist ein wichtiger Bestandteil der Gabbeh-Tradition und unterscheidet sie von vielen stärker formal aufgebauten Orientteppichen.
Die Bezeichnung Gabbeh-Shuli beziehungsweise Gabbeh-Fars beschreibt im Ausgangstext eine spezielle Unterkategorie der Gabbeh-Teppiche. Shuli-Teppiche werden dort mit kreativer Freiheit und fantasievollen, häufig abstrakten Mustern verbunden. Diese Muster müssen nicht wie ein streng wiederholtes Rapportmuster wirken. Sie können vielmehr eine freie Anordnung von Formen und Farbflächen zeigen. Die Eigenständigkeit des Entwurfs gehört dabei zum Charakter dieser Unterkategorie.
Die Herstellung in Fars beruht auf Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde. Dazu gehören der Umgang mit Schurwolle, das Vorbereiten der Kette, die Wahl der Knoten und die Einteilung des Musters während des Knüpfens. Bei traditioneller Handarbeit entsteht der Teppich nicht durch das bloße Ausführen eines industriellen Programms, sondern durch viele einzelne Arbeitsschritte. Die Knüpferin oder der Knüpfer muss die Spannung der Fäden, die Farbfolge und den Aufbau des Motivs laufend berücksichtigen.
Shiraz wird als wichtiger Bezugspunkt der Region genannt. Shiraz-Teppiche bilden eine benachbarte Stilgruppe und sind häufig für geometrische Muster und kräftige Farben bekannt. Qashqai-Teppiche stammen ebenfalls aus dem weiteren kulturellen Umfeld von Fars und werden mit nomadischen Stämmen, lebendigen Farben und traditionellen Designs verbunden. Diese Hinweise ordnen den Gabbeh-Shuli in die textile Landschaft der Region ein, ohne ihn zu einem Shiraz- oder Qashqai-Teppich zu machen.
Auch Bakhtiari und Tabriz werden in der allgemeinen Übersicht der bekannten Teppichhersteller und -traditionen genannt. Sie stehen für eigene regionale Entwicklungen und dürfen nicht mit der Herkunft dieses Stücks verwechselt werden. Der vorliegende Teppich ist als Gabbeh-Shuli aus Fars beschrieben. Seine Einordnung beruht damit auf Fars und der Gabbeh-Shuli-Tradition, nicht auf einem der genannten Vergleichsstile.
Design und Muster
Das Muster wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Zusätzlich nennt die ausführliche Beschreibung kreative Freiheit sowie oft abstrakte Muster, die aus der Vorstellungskraft der Knüpfer stammen. Damit liegt der Schwerpunkt nicht auf einem einzelnen, fest benannten Ornament, sondern auf einer freien und eigenständigen Bildsprache. Der Entwurf kann als Zusammenspiel von Formen, Flächen und Farben verstanden werden, ohne dass daraus ein konkretes Einzelmotiv abgeleitet werden darf.
Abstrakte Gabbeh-Muster arbeiten häufig mit einer bewussten Vereinfachung. Formen können klar voneinander getrennt sein, an geometrische Grundelemente erinnern oder in einer freien, erzählerischen Ordnung erscheinen. Diese allgemeine Gestaltungstradition erklärt, warum Gabbeh-Teppiche häufig einen weniger überladenen Eindruck vermitteln als Teppiche mit dichtem Floraldekor oder komplexen Medaillonkompositionen. Sie sagt jedoch nicht, dass jedes Stück dieselbe Anordnung besitzt. Gerade die individuelle Ausarbeitung ist Teil der Gattung.
Für diesen Teppich werden Rot, Beige, Grau und Braun als Farben genannt. Rot kann in traditionellen Teppichen als kräftige Grund- oder Akzentfarbe eingesetzt werden. Beige schafft dazu eine helle, zurückhaltende Fläche. Grau und Braun ergänzen die Palette mit neutralen und erdigen Tönen. Zusammen bilden diese vier genannten Farben eine Farbgruppe, in der warme und gedämpfte Nuancen miteinander verbunden werden. Weitere Farben sind für dieses Stück nicht angegeben.
Die Farbwirkung eines handgeknüpften Teppichs entsteht aus dem Zusammenspiel von Wollfaser, Färbung, Knotung und Licht. Wolle nimmt Farbstoffe auf eine eigene Weise auf und kann dadurch eine lebendige Oberfläche zeigen. Bei einem fantasievollen Gabbeh-Entwurf stehen Farben nicht nur für eine dekorative Abstufung, sondern helfen auch, Flächen oder abstrakte Formen voneinander zu unterscheiden. Die genaue Anordnung der genannten Farben gehört zum individuellen Design dieses Einzelstücks.
Ein Gabbeh-Shuli wird nicht primär über eine einheitliche Zeichensprache definiert, sondern über die Verbindung von Gabbeh-Herkunft, handwerklicher Herstellung und freier Musterauffassung. Deshalb können innerhalb dieser Gruppe starke Unterschiede auftreten. Manche Entwürfe wirken flächig und ruhig, andere arbeiten mit kontrastierenden Formen oder einer stärker gegliederten Komposition. Die Quelle ordnet dieses Stück den ausgefallenen und fantasievollen Designs zu, ohne ein einzelnes Motiv oder eine bestimmte Bordüre zu benennen.
Die Einzigartigkeit eines handgeknüpften Teppichs zeigt sich auch darin, dass kleine Abweichungen im Muster Teil des Entstehungsprozesses sein können. Bei freier Gestaltung wird das Bild nicht zwingend als vollständig mechanisch wiederholte Einheit angelegt. Vielmehr entwickelt sich die Ordnung aus der handwerklichen Arbeit und der Vorstellung der ausführenden Person. Für diesen Gabbeh-Shuli ist deshalb die kreative, fantasievolle und häufig abstrakte Gestaltung das maßgebliche Mustermerkmal.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Fars, die Einordnung als Gabbeh-Shuli, der handgeknüpfte Aufbau und der Flor aus glanzvoller Schurwolle. Hinzu kommt die angegebene Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster wird als ausgefallen und fantasievoll bezeichnet. Die Farbpalette umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Der Zustand ist neu.
Die Bezeichnung Shuli verweist hier auf die kreative und abstrakte Seite der Gabbeh-Tradition. Sie steht nicht für eine zusätzliche Herkunftsangabe außerhalb von Fars, sondern für die im Ausgangstext genannte Unterkategorie. Dadurch verbindet der Teppich eine regionale Zuordnung mit einer offenen Musterauffassung. Seine Eigenschaften lassen sich sachlich über Material, Technik, Dichte, Farbe, Muster und Zustand zusammenfassen.
FAQ
Was zeichnet einen Perserteppich aus Fars aus?
Ein Perserteppich aus Fars gehört zu einer süd persischen Tradition, die mit der Region um Shiraz verbunden ist. Fars umfasst unterschiedliche handwerkliche Stilrichtungen. Beim Gabbeh-Shuli stehen eine freie Gestaltung, fantasievolle und oft abstrakte Muster sowie die Verwendung von Schurwolle im Mittelpunkt. Dieses Stück ist als Gabbeh-Shuli aus Fars eingeordnet und wird handgeknüpft. Die Verbindung aus regionaler Herkunft, natürlichem Flor und individueller Musterauffassung beschreibt seinen Charakter genauer als ein allgemeiner Vergleich mit anderen Perserteppichen.
Wie wird ein Perserteppich aus Schurwolle gepflegt?
Schurwolle ist eine robuste Naturfaser, benötigt aber eine schonende Behandlung. Regelmäßiges vorsichtiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen zu entfernen. Bei einzelnen Flecken sollte Flüssigkeit nicht eingerieben, sondern behutsam aufgenommen werden. Ein leicht feuchtes Tuch kann bei Bedarf eingesetzt werden. Für eine gründliche Reinigung oder hartnäckige Verschmutzungen ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll. Da dieser Teppich neu ist, sollte seine Oberfläche von Beginn an vor unnötiger Nässe und grober Behandlung geschützt werden.
Warum gelten Gabbeh-Teppiche als eigenständige Teppichtradition?
Gabbeh-Teppiche unterscheiden sich durch ihre häufig reduzierte, freie und fantasievolle Gestaltung von vielen streng ornamentierten Teppichgruppen. Bei Gabbeh-Shuli können abstrakte Formen und individuelle Farbflächen eine größere Rolle spielen als festgelegte Musterfolgen. Die Handknüpfung verbindet diese Gestaltung mit einer traditionellen Herstellung aus Fars. Der Wert eines einzelnen Stücks hängt nicht automatisch von einer möglichen Wertsteigerung ab. Maßgeblich sind vielmehr die konkrete Ausführung, die Materialien, die Knotendichte, die Gestaltung und der Zustand.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












