




Perserteppich Bidjar 292 x 210 cm Wolle handgeknüpft
1785$
Handgeknüpfter Bidjar Perserteppich | Knotendichte: 200.000 – 500.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 292 x 210 cm | Muster: Rautenförmiges Medaillon | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 67CC6B09
Beschreibung
Bidjar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bidjar Perserteppich besteht aus robuster Wolle und ist handgeknüpft. Die Wolle bildet den Flor und verbindet eine angenehme Haptik mit einer für Bidjar Teppiche typischen Widerstandsfähigkeit. Als Naturfaser wird Wolle seit langer Zeit für Orientteppiche verwendet, weil sie sich zu einem belastbaren Flor verarbeiten lässt und im Alltag eine solide Grundlage für einen langlebigen Teppich bildet. Bei diesem Stück wird die Wolle ausdrücklich als robust beschrieben.
Die Handknüpftechnik entsteht nicht an einem industriellen Webstuhl, sondern durch das manuelle Einbringen einzelner Knoten in das Grundgewebe. Jede Reihe wird dabei Schritt für Schritt aufgebaut. Auf diese Weise entsteht ein dichtes, stabiles Teppichbild, in dem das Muster aus vielen einzelnen Arbeitsschritten zusammengesetzt ist. Die Knüpfdichte dieses Teppichs liegt bei 200.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ist damit ein wesentliches Merkmal seiner Verarbeitung und erklärt die kompakte Struktur, für die Bidjar Teppiche bekannt sind.
Die robuste Ausführung und die schmutzabweisenden Eigenschaften machen den Teppich für Räume geeignet, die regelmäßig genutzt werden. Die Beschreibung nennt ihn strapazierfähig und robust. Außerdem befindet er sich in sehr gutem Zustand. Diese Angaben beziehen sich auf das konkrete Stück und ergänzen die Informationen zu Wolle, Handknüpfung und Knotendichte.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Bidjar im Iran. Bidjar liegt im westlichen Iran in der Region Kordestan, die durch eine eigenständige kulturelle Tradition und das Erbe der kurdischen Bevölkerung geprägt ist. Die Teppiche dieser Gegend verbinden handwerkliche Praxis mit einer klaren, funktionalen Gestaltung. Ihre Herstellung ist in eine regionale Kultur eingebettet, in der textile Arbeit über Generationen weitergegeben wurde.
Bidjar Teppiche werden vor allem mit Widerstandsfähigkeit, einer dichten Konstruktion und einer sorgfältigen Handarbeit verbunden. Die regionale Teppichtradition hat Formen hervorgebracht, die sowohl dekorative Wirkung als auch praktische Nutzung berücksichtigen. Ein Teppich aus Bidjar ist deshalb nicht nur ein Träger von Farbe und Ornament, sondern auch ein Beispiel dafür, wie sich die Anforderungen des täglichen Lebens in der Konstruktion eines Orientteppichs widerspiegeln können.
Kordestan gehört zu den bekannten Teppichregionen des westlichen Iran. In der dortigen Knüpfkunst begegnen sich geometrische Ordnung, kräftige Farbwirkung und die Verwendung widerstandsfähiger Materialien. Bidjar steht innerhalb dieser Tradition für eine besonders kompakte und belastbare Ausführung. Die Handarbeit macht jedes Exemplar zu einem Einzelstück, weil Knoten, Farbverteilung und kleine Details nicht maschinell identisch wiederholt werden.
Aus der weiteren Region werden auch Sanandaj und Sarough als Teppicharten mit eigener Qualität und charakteristischer Gestaltung genannt. Sanandaj Teppiche sind für kräftige Farben und geometrische Muster bekannt. Sarough Teppiche werden häufig mit floralen Motiven und lebhaften Farben verbunden. Diese Beispiele zeigen die Vielfalt der Teppichkultur im westlichen Iran, ohne die unterschiedlichen Herkunftsbezeichnungen gleichzusetzen. Der hier beschriebene Teppich ist ein Bidjar aus Iran.
Auch Täbriz zählt zu den bedeutenden Zentren persischer Teppichherstellung. Täbriz ist für feine Knotentechniken und kunstvolle, häufig komplizierte Muster bekannt. Bidjar und Täbriz stehen damit für unterschiedliche Ausprägungen persischer Knüpftradition. Gemeinsam ist ihnen die Bedeutung handwerklicher Präzision, während die jeweiligen Regionen eigene Muster, Farbwelten und textile Ausdrucksformen entwickelt haben.
Design und Muster
Das konkrete Muster dieses Teppichs wird als rautenförmiges Medaillon beschrieben. Ein Medaillon bildet den Mittelpunkt der Komposition und ordnet die übrigen Gestaltungselemente um eine zentrale Form. Die Raute verleiht dem Muster eine klare geometrische Achse. Dadurch entsteht ein ruhiger Aufbau, bei dem die Mitte als optischer Schwerpunkt erkennbar bleibt.
Rautenförmige Medaillons gehören zu den markanten geometrischen Gestaltungsformen persischer Teppiche. Ihre Wirkung beruht auf Symmetrie, Proportion und der Wiederholung von Linien und Flächen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird eine solche Form Knoten für Knoten aufgebaut. Die Kontur des Medaillons entsteht somit aus vielen kleinen farbigen Einheiten, die zusammen eine geschlossene geometrische Figur bilden.
Das rautenförmige Medaillon ist bei Bidjar Teppichen seit den 1970er Jahren beliebt. Diese zeitliche Einordnung beschreibt die Entwicklung und Verbreitung des Motivs innerhalb der Bidjar Tradition. Neben dieser Medaillonform gibt es bei Bidjar auch Varianten mit floralen Ornamenten oder durchgemusterten Kompositionen. Die Region bietet daher nicht nur ein einziges festgelegtes Muster, sondern eine Bandbreite von geometrischen und floralen Lösungen.
Die traditionelle Farbwelt der Bidjar Teppiche wird vor allem von warmen Rottönen und erdigen Brauntönen geprägt. Diese Farben können dem zentralen Medaillon eine markante, zugleich ausgewogene Wirkung geben. Rot und Braun gehören zu einer Farbgestaltung, die eng mit der regionalen Teppichtradition verbunden ist. Sie unterstützen die Lesbarkeit der geometrischen Konturen und verleihen dem Gesamtbild eine warme, erdverbundene Anmutung.
Geometrische Muster sind in der Teppichkunst Kordestans ebenso verbreitet wie florale Ornamente. Ein geometrisches Medaillon arbeitet mit einer deutlichen Mitte, geraden oder abgewinkelten Konturen und einer nachvollziehbaren Ordnung. Florale Varianten setzen dagegen stärker auf Pflanzenformen und ornamentale Bewegungen. Durchgemusterte Entwürfe verzichten auf eine einzelne dominante Mitte und verteilen die Motive über die gesamte Fläche. Diese Unterschiede machen sichtbar, wie vielseitig die Gestaltung innerhalb der regionalen Knüpftradition ist.
Das Muster dieses Einzelstücks bleibt dabei klar benannt: Im Zentrum steht ein rautenförmiges Medaillon. Die warmen Rot- und erdigen Brauntöne entsprechen der typischen Bidjar Farbwelt. Zusammen mit der dichten handgeknüpften Struktur entsteht ein Teppichbild, das die geometrische Ordnung des Motivs deutlich hervortreten lässt, ohne zusätzliche Mustermerkmale zu behaupten.
Besonderheiten
Zu den besonderen Eigenschaften dieses Teppichs gehören seine Strapazierfähigkeit, seine robuste Ausführung und seine schmutzabweisende Wirkung. Die hohe Knotendichte, der Wollflor und die Handknüpfung stehen dabei in direktem Zusammenhang mit seiner kompakten Verarbeitung. Der Zustand wird als sehr gut angegeben. Diese Kombination macht ihn für stark frequentierte Räume interessant, etwa für Wohnbereiche, Essbereiche oder Flure.
Wolle ist außerdem ein guter Temperaturisolator. Deshalb kann ein Bidjar Teppich in Räumen mit Fußbodenheizung verwendet werden. Die Wärme kann sich durch das Material gleichmäßig verteilen, ohne den Teppich zu beschädigen. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden; bei starker Verschmutzung wird eine professionelle Reinigung empfohlen.
FAQ
Wie pflege ich meinen Bidjar Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Wollflor zu entfernen, ohne die Oberfläche unnötig mechanisch zu beanspruchen. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Reiben Sie dabei nicht stärker als nötig, damit die Verschmutzung nicht tiefer in den Flor gelangt. Wenn der Teppich stark verschmutzt ist, wird eine professionelle Reinigung empfohlen. Die schmutzabweisenden Eigenschaften erleichtern die Pflege, ersetzen aber keine zeitnahe Behandlung von Flecken.
Welche Farben sind typisch für Bidjar Perserteppiche?
Typisch sind vor allem warme Rottöne und erdige Brauntöne. Diese Farbwelt prägt auch die traditionelle Gestaltung von Bidjar Teppichen und unterstützt die klare Wirkung geometrischer Motive. Bei einem rautenförmigen Medaillon können die Farben die zentrale Form deutlich hervorheben. Die Farbtöne werden außerdem als schmutzabweisend beschrieben, was die alltägliche Pflege erleichtert. Andere Bidjar Varianten können florale oder durchgemusterte Designs zeigen, doch die genannte Farbtradition bleibt ein charakteristisches Merkmal der Region.
Sind Bidjar Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?
Ja, Bidjar Teppiche können in Räumen mit Fußbodenheizung verwendet werden. Wolle ist ein guter Temperaturisolator und unterstützt eine gleichmäßige Verteilung der Wärme. Dadurch kann der Teppich auf einem beheizten Fußboden liegen, ohne beschädigt zu werden. Wichtig bleibt eine regelmäßige Pflege, damit Staub und Verschmutzungen nicht dauerhaft im Flor verbleiben. Die Eignung für Fußbodenheizungen gilt hier zusammen mit den beschriebenen Eigenschaften des Wollmaterials.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








