Perserteppich Bakhtiar 313 x 217 cm Wolle handgeknüpft

1460$

Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 313 x 217 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: B10A619C Kategorien: , ,

Inventarnummer: B10A619C

Beschreibung

Bakhtiar Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus hochwertiger Wolle. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt. Reihe für Reihe entsteht auf diese Weise eine textile Oberfläche, deren Aufbau auf vielen einzelnen Arbeitsschritten beruht. Die Wolle bildet den sichtbaren Flor und prägt den Griff, die Struktur und die Belastbarkeit der Oberfläche. Bei Bakhtiar-Teppichen wird Wolle traditionell wegen ihrer Verbindung aus Weichheit und Widerstandsfähigkeit eingesetzt.

Die für diesen Teppich angegebene Wolle wird als strapazierfähig und zugleich weich beschrieben. Diese Kombination gehört zu den typischen Eigenschaften der Bakhtiar-Knüpftradition. Wolle kann einen angenehmen Flor hervorbringen und eignet sich gleichzeitig für einen Teppich, der im Wohnbereich regelmäßig genutzt wird. Bei sachgerechter Pflege bleibt eine handgeknüpfte Wolloberfläche über lange Zeit erhalten. Die dichte Knüpfung ermöglicht es außerdem, ornamentale Formen und Farbflächen differenziert auszuarbeiten.

Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs beginnt mit dem Aufbau des Grundgewebes. Kettfäden bilden das tragende Gerüst, während Schussfäden und Knoten die einzelnen Arbeitsreihen miteinander verbinden. Die farbigen Wollfäden werden nach dem jeweiligen Entwurf eingearbeitet. Nach jeder Reihe wird das Gewebe verdichtet, damit die Knoten fest sitzen. Anschließend wird der Flor bearbeitet, bis eine gleichmäßige textile Oberfläche entsteht. So erklärt sich die charakteristische Haptik handgeknüpfter Teppiche.

Die Knotendichte ist ein technisches Merkmal der Herstellung. Eine höhere Dichte erlaubt eine feinere Aufteilung von Linien, Feldern und Ornamenten, während die Wolle dem Teppich seine taktile und praktische Beschaffenheit gibt. Bei diesem Stück sind hochwertige Wolle als Flormaterial und Handknüpfung als Technik festgehalten. Die Verarbeitung verbindet damit ein traditionelles Verfahren mit einem Material, das in der Bakhtiar-Region seit Langem verwendet wird.

Herkunft und Tradition

Der Bakhtiar-Teppich gehört zur iranischen Teppichkunst. Dieses Stück stammt aus dem Gebiet westlich von Isfahan im Iran. Die Bakhtiar sind ein Nomadenvolk, das in der Nähe des Zagros-Gebirges lebt. Ihre textile Tradition entwickelte sich aus den Bedingungen dieser Landschaft und aus den praktischen Anforderungen des täglichen Lebens. Teppiche und andere Textilien konnten als Gebrauchsgegenstände dienen und zugleich mit überlieferten Mustern gestaltet werden.

Die Bezeichnung Bakhtiar verweist deshalb auf eine regionale und kulturelle Tradition, nicht nur auf ein dekoratives Thema. In den Arbeiten dieser Herkunft verbinden sich handwerkliche Erfahrung, verfügbare Materialien und eine eigenständige Ornamentik. Wolle war für nomadische Gemeinschaften besonders geeignet, weil sie gewonnen, gesponnen, gefärbt und zu widerstandsfähigen Textilien verarbeitet werden konnte. Ihre natürliche Griffigkeit und ihre Anpassungsfähigkeit machten sie zu einem wichtigen Material der regionalen Teppichherstellung.

Das Gebiet westlich von Isfahan liegt im weiteren Umfeld des Zagros-Gebirges. Gebirge, Weideland, Felder und kultivierte Gärten gehören zu den landschaftlichen Vorstellungen, die in der iranischen Teppichkunst immer wieder aufgegriffen werden. Ein Teppich kann solche Vorstellungen nicht wie ein Gemälde abbilden. Sie werden vielmehr in vereinfachte Formen, wiederkehrende Ornamente und klar gegliederte Flächen übertragen. Dadurch entsteht eine Bildsprache, die Landschaft und textile Ordnung miteinander verbindet.

Bakhtiar-Teppiche sind nicht auf eine einzige Musterlösung beschränkt. Je nach Werkstatt, Zeit und Entwurf können sich Gliederung, Farbverteilung und Einzelmotive unterscheiden. Gemeinsam ist vielen Arbeiten die Verbindung aus einer gut lesbaren Gesamtordnung, kräftigen Farbtönen und einer handwerklich geprägten Ausführung. Das Gartenmuster, auch Kheshti genannt, ist eine wichtige Gestaltungsidee innerhalb dieser Tradition. Es ordnet die Fläche in einzelne Bereiche, die zusammen eine größere Komposition bilden.

Die iranische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Schulen. Kerman und Täbriz sind eigenständige Zentren mit jeweils charakteristischen Gestaltungstraditionen. Kerman wird häufig mit feinen Details und intensiven Farben verbunden. Täbriz ist für elegante Kompositionen, sorgfältige Zeichnungen und hochwertige Materialien bekannt. Diese Unterschiede zeigen, dass Perserteppiche nicht einem einzigen Stil folgen. Jede Region entwickelte eigene Vorlieben für Muster, Farben, Materialien und die Art, wie ein Entwurf in ein textiles Werk übertragen wird.

Auch Ghom, international häufig als Qom bezeichnet, nimmt innerhalb der iranischen Teppichgeschichte eine eigene Stellung ein. Ghom-Teppiche werden oft mit Seide, kunstvollen Entwürfen und einer feinen Ausarbeitung verbunden. Florale Formen und geometrische Strukturen können dort besonders detailliert erscheinen. Der Vergleich mit Kerman, Täbriz oder Ghom dient der Einordnung der vielfältigen iranischen Teppichlandschaft. Er verändert nicht die Herkunft dieses Stücks: Es handelt sich um einen Bakhtiar aus dem Raum westlich von Isfahan im Iran.

Die Verbindung von nomadischer Tradition und regionaler Knüpfkunst ist für Bakhtiar-Teppiche wesentlich. Die Herstellung beruht auf überliefertem Wissen über Wolle, Farbstoffe, Knoten und Musteraufbau. Zugleich bleibt jeder handgeknüpfte Teppich ein einzelnes textiles Werk, da kleine Unterschiede in der Ausführung aus dem manuellen Arbeitsprozess hervorgehen. Die Herkunft wird durch die regionale Tradition bestimmt, während die konkrete Erscheinung vom jeweiligen Entwurf und seiner handwerklichen Umsetzung abhängt.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das als Kheshti bezeichnet wird. Der Begriff beschreibt eine Gestaltung, bei der die Fläche in einzelne Felder oder Kassetten gegliedert ist. Diese Felder können als Abschnitte eines stilisierten Gartens gelesen werden. Anstelle einer einzigen durchgehenden Zeichnung entsteht eine geordnete Folge von Bereichen. Jeder Bereich besitzt eine eigene ornamentale Binnenstruktur und bleibt zugleich mit den benachbarten Feldern verbunden.

Gartenmuster übertragen die Vorstellung eines kultivierten Naturraums in ein textiles Format. Wege, Beete, Pflanzen, Tiere und Begrenzungen werden nicht naturalistisch wiedergegeben, sondern in stilisierte Zeichen und wiederholbare Ornamente verwandelt. Die Kassettenordnung gibt diesen Motiven einen festen Platz. So entsteht ein Wechsel aus einzelnen Bildfeldern und verbindenden Linien. Die regelmäßige Gliederung sorgt für Übersicht, während die Motive innerhalb der Felder für Abwechslung sorgen.

Der Teppich zeigt Pflanzen- und Tiermotive. Pflanzen können in der traditionellen Ornamentik als Blätter, Blüten, Ranken oder stilisierte Bäume erscheinen. Tiermotive ergänzen die Darstellung der Natur um eine weitere Bildebene. Sie werden in ein dekoratives System eingeordnet und nicht als unabhängige realistische Szene behandelt. Die Verbindung beider Motivgruppen entspricht der Idee eines lebendigen Gartens, der durch verschiedene Formen und Zeichen charakterisiert wird.

Als Farben sind Rot, Braun und Creme angegeben. Rot kann in persischen Teppichentwürfen als kräftiger Grund- oder Akzentton verwendet werden. Braun stellt einen erdigen Bezug her und kann die einzelnen Gartenfelder optisch zusammenführen. Creme bringt helle Partien in die Komposition und schafft Kontraste zu den dunkleren und kräftigeren Tönen. In einem Kheshti-Muster übernehmen Farben nicht nur eine dekorative Funktion. Sie helfen dabei, Felder, Rahmen und Motive voneinander zu unterscheiden.

Bei der Betrachtung eines Gartenmusters lässt sich zuerst die Gesamtgliederung erkennen. Danach treten die Details der einzelnen Kassetten hervor. Wiederholte Formen verbinden die Felder miteinander, während unterschiedliche Pflanzen- und Tiermotive für Variation sorgen. Die Wirkung entsteht somit aus dem Verhältnis von Ordnung und Abwechslung. Eine Kheshti-Komposition kann über die gesamte Teppichfläche hinweg einen regelmäßigen Rhythmus entwickeln, ohne dass jedes Feld vollständig identisch sein muss.

Die Handknüpfung trägt zur Ausarbeitung dieser Bildsprache bei. Linien und Farbflächen werden aus vielen einzelnen Knoten aufgebaut. Dadurch können sich die Konturen der Motive fein staffeln, und die Oberfläche erhält eine textile Tiefe. Der Entwurf wird nicht auf das Grundgewebe gedruckt, sondern entsteht während des Knüpfens. Regionale Tradition, Naturdarstellung und technische Ausführung sind deshalb eng miteinander verbunden. Das Gartenmuster wird durch die Knüpftechnik in eine dauerhafte textile Ordnung überführt.

Das Kheshti-Motiv gehört zu den Gestaltungsideen, die in der persischen Teppichkunst immer wieder in unterschiedlichen Varianten erscheinen. Seine Bedeutung liegt in der Übersetzung des Gartens in klar begrenzte textile Felder. Je nach regionaler Tradition können die Inhalte dieser Felder, ihre Umrandungen und ihre Farbverteilung wechseln. Beim Bakhtiar-Typ wird diese Idee mit der regionalen Vorliebe für Naturmotive und einer klaren Flächenordnung verbunden.

Besonderheiten

Zu den Eigenschaften dieses Einzelstücks gehören die Handknüpfung, der Flor aus hochwertiger Wolle, die angegebene Knotendichte, das Kheshti-Gartenmuster sowie die Farben Rot, Braun und Creme. Der Zustand wird als sehr gut beschrieben. Diese Angaben erfassen sowohl die technische Seite als auch die sichtbare Gestaltung des Teppichs. Die Kombination aus regionaler Bakhtiar-Zuordnung, Gartenfeldern und Pflanzen- und Tiermotiven macht seine Einordnung innerhalb der iranischen Teppichkunst nachvollziehbar.

Die Verbindung aus weicher und strapazierfähiger Wolle ist für die Beschreibung dieses Bakhtiar-Teppichs wesentlich. Regelmäßige Pflege unterstützt den Erhalt des Wollflors und der Farbwirkung. Staub und loser Schmutz können durch vorsichtiges, regelmäßiges Staubsaugen entfernt werden. Bei stärkerem Reinigungsbedarf empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung, damit die Wollstruktur und die Farben sachgerecht behandelt werden. Natürliche Farbstoffe sollten außerdem nicht dauerhaft intensiver direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Die Farben der Bakhtiar-Teppiche werden in der Beschreibung mit natürlichen Farbstoffen aus Pflanzen und Mineralien verbunden. Pflanzliche und mineralische Färbemittel gehören zur überlieferten iranischen Textilpraxis. Bei diesem Stück treffen sie auf eine klar gegliederte Kheshti-Komposition und auf die Darstellung von Pflanzen und Tieren. Seine Besonderheiten lassen sich daher sowohl an Material und Technik als auch an der regionalen Bildsprache ablesen.

FAQ

Was macht den Bakhtiar-Teppich besonders?

Dieser Bakhtiar-Teppich verbindet eine handgeknüpfte Ausführung mit einem Flor aus hochwertiger Wolle. Seine angegebene Knotendichte unterstützt die differenzierte Ausarbeitung des Musters. Das Kheshti-Gartenmuster zeigt Pflanzen- und Tiermotive in Rot, Braun und Creme. Die Bezeichnung Bakhtiar verweist auf die iranische Teppichtradition westlich von Isfahan und auf die dort beheimatete nomadische Kultur.

Wie pflege ich meinen Bakhtiar-Teppich?

Zur regelmäßigen Pflege sollte der Teppich vorsichtig und regelmäßig abgesaugt werden, damit Staub und loser Schmutz nicht im Flor verbleiben. Bei stärkerer Verschmutzung ist eine professionelle Reinigung angebracht. Eine fachgerechte Behandlung hilft, die Wollstruktur und die Farben zu erhalten. Der Teppich sollte außerdem nicht über lange Zeit starker direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, da natürliche Farbstoffe auf Licht reagieren können.

Woher stammen die Farben der Bakhtiar-Teppiche?

Die Farben der Bakhtiar-Teppiche stammen aus natürlichen Farbstoffen, die aus Pflanzen und Mineralien gewonnen werden. Für diesen Teppich sind Rot, Braun und Creme angegeben. Solche Färbemittel gehören zur traditionellen iranischen Teppichpraxis und können eine differenzierte, harmonische Farbwirkung hervorbringen. In diesem Stück stehen die Farbtöne mit dem Kheshti-Gartenmuster und den darin angeordneten Pflanzen- und Tiermotiven in Verbindung.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen