















Perserteppich Bachtiar 310x210cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 4734$959$Aktueller Preis ist: 959$
Handgeknüpfter Bachtiar Perserteppich | Knotendichte: ca. 160.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle, 100% Naturfarben | Größe: ca. 310×210 cm | Muster: Bachtiar Medaillon | Zustand: Sehr guter Zustand
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000258
Beschreibung
Bachtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bachtiar Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Für die Farbgebung wurden 100% Naturfarben angegeben. Die Kombination aus Wollflor und Baumwollkette entspricht der traditionellen Struktur vieler Bachtiar-Teppiche: Eine Baumwollbasis bildet das tragende Gerüst, während Wolle für Schuss und Flor verwendet wird.
Bachtiar-Teppiche sind für eine starke, strapazierfähige Wolle bekannt. Die Wolle wird vergleichsweise kräftig verarbeitet und nicht auf eine besonders feine Korkwolle ausgerichtet. Dadurch entsteht ein Flor, der auf alltägliche Beanspruchung ausgelegt ist. Je nach Herkunftsstamm kann die Wolle matt oder deutlich glänzend erscheinen; auch die Florhöhe kann von mittel bis hoch reichen. Bei diesem Stück sind Schurwolle im Flor, Baumwolle in der Kette und Naturfarben als Materialien und Ausführung genannt.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt etwa 160.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei Bachtiar-Teppichen wird die Knotendichte im Zusammenhang mit der Ausarbeitung, dem Motiv und der verwendeten Wolle betrachtet. Besonders dicht geknüpfte Stücke werden innerhalb der Bachtiar-Tradition häufig als Bibiaff bezeichnet. Andere Einteilungen nennen Chapel Shotur und Saman als Qualitäten unterhalb der Bibiaff-Erzeugnisse sowie Hori für breiter gewebte und preislich meist leichter zugängliche Teppiche. Diese Bezeichnungen werden für die Einordnung der regionalen Tradition verwendet; für dieses Stück ist die Bezeichnung Bachtiar mit Medaillonmuster angegeben.
Herkunft und Tradition
Bachtiar-Teppiche, auch Bakhtiar-Teppiche genannt, sind nach den Bakhtiari-Nomaden benannt. Diese lebten im Sagros-Gebirge nahe der Stadt Isfahan. Die Benennung verweist damit auf eine Stammes- und Regionaltradition, in der Teppiche eng mit der verfügbaren Wolle, der handwerklichen Erfahrung und den überlieferten Mustern verbunden sind. Ein Bachtiar ist kein anonymes Dekorationsobjekt, sondern gehört zu einer klar benannten persischen Knüpftradition.
Die Lebensweise der Bakhtiari prägte die Herstellung. Nomadische Weber arbeiteten mit Wolle aus den eigenen Herden oder aus dem unmittelbaren Umfeld ihres Stammes. Die Eigenschaften dieser Wolle unterscheiden sich von Stamm zu Stamm und wirken sich auf Glanz, Griff und Flor aus. Eine Baumwollkette ergänzt die Wollmaterialien und verleiht dem Aufbau eine feste textile Grundlage. Die handwerkliche Herstellung verbindet dadurch praktische Anforderungen mit regionalen Eigenheiten.
Im Allgemeinen werden Perserteppiche nach ihrer Entstehung in städtische, dörfliche und stammesbezogene Teppiche eingeteilt. Stadtteppiche werden den urbanen Produktionszentren zugeordnet, während Dorfteppiche und Stammesstücke stärker mit lokalen Arbeitsweisen, Materialien und überlieferten Motiven verbunden sind. Bachtiar gehört in diesem Zusammenhang zur stammesbezogenen persischen Tradition. Der Name bezeichnet hier die Herkunfts- und Gestaltungstradition, nicht bloß eine beliebige Ornamentik.
Die Teppiche dieser Region können in unterschiedlichen Formaten entstehen, von schmalen Eingangsvarianten bis zu großen Raumteppichen. Größere alte Stücke sind innerhalb des Angebots seltener anzutreffen. Ältere Teppiche werden zudem häufig von Sammlern gesucht. Dieses Exemplar wird als antiker Bachtiar geführt und dem Jahrgang um 1950 zugeordnet. Sein Zustand ist als sehr gut angegeben. Die Altersangabe erklärt die Einordnung als antiker Perserteppich, ohne die handwerkliche Herkunft von der regionalen Bachtiar-Tradition zu trennen.
Die historische Entwicklung der Bakhtiari-Knüpferei lässt sich auch an der Verbindung von Gebrauch und Gestaltung ablesen. Strapazierfähige Wolle war für einen Teppich im Alltag ebenso wichtig wie eine ausdrucksvolle Zeichnung. Die Muster wurden nicht ausschließlich nach strengem städtischem Vorbild ausgeführt, sondern konnten Pflanzen, Tiere, Gitter und Gartenbilder aufnehmen. So entstand eine eigenständige Sprache, die zwischen Stammesüberlieferung und Einflüssen benachbarter persischer Produktionsgebiete steht.
Design und Muster
Das Muster dieses Stücks ist als Bachtiar Medaillon angegeben. Ein Medaillon bildet gewöhnlich den bildlichen Schwerpunkt eines Teppichfeldes. Es ordnet die Komposition um eine zentrale Form und schafft eine klare Mitte. Bei einem Bachtiar kann diese Grundidee mit der kräftigen, regional geprägten Zeichnung der Stammesknüpferei verbunden werden. Die konkrete Bezeichnung dieses Teppichs bleibt Bachtiar Medaillon; weitergehende einzelne Motive sind für dieses Stück nicht benannt.
Viele Bakhtiar-Teppiche greifen Bilder aus der Natur und aus persischen Gärten auf. Ein bekanntes Gartenmotiv ist Khesti, auch als Chesty bezeichnet. Dabei wird das Feld in einzelne Bereiche oder Quadrate gegliedert, in denen Pflanzen und Tiere als Sinnbilder erscheinen. Ein anderes verbreitetes Schema verbindet Gittermotive mit floralen Ornamenten. Solche Gestaltungsideen erklären den kulturellen Hintergrund der Bachtiar-Muster, ohne dem vorliegenden Medaillon zusätzliche Ornamente zuzuschreiben.
Die Gartenassoziation beruht auf der Vorstellung eines geordneten persischen Gartens. Pflanzen und Tiere werden in einer strukturierten Fläche angeordnet, sodass das Teppichfeld wie eine textile Landschaft wirken kann. Bei Medaillonkompositionen steht dagegen die zentrale Form stärker im Vordergrund. Beide Gestaltungsprinzipien gehören zur Bachtiar-Musterwelt und können regional unterschiedlich ausgearbeitet werden. Für diesen Teppich ist die zentrale Einordnung als Bachtiar Medaillon maßgeblich.
Bakhtiar-Teppiche zeigen je nach Stammesstil häufig Weiß, Rot, Braun, Grün und Gelb. Die Verwendung der Farben kann zwischen einzelnen Stilen variieren. Naturfarbstoffe erzeugen dabei Farbunterschiede und lebendige Nuancen, die besonders bei älteren Bibiaff-Stücken auffallen können. Für dieses Exemplar sind Naturfarben angegeben. Die Farbangabe beschreibt die Färbemittel; sie ersetzt keine genaue Aussage über die einzelnen Farbtöne dieses Teppichs.
Auch die Nähe zum Isfahaner Teppichproduktionsgebiet hat die Musterwelt beeinflusst. Gelegentlich finden sich bei Bakhtiari Teppiche mit Zeichnungen, die Isfahaner Vorbildern ähneln. Dennoch bleiben Material, Knüpfweise und Stammesbezug wichtige Merkmale der Bachtiar-Tradition. Ein Medaillon kann dadurch sowohl eine geordnete, zentrale Komposition als auch eine regionale, handwerklich kräftige Ausführung zeigen.
Besonderheiten
Zu den besonderen Angaben dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Ausführung, die Schurwolle im Flor, die Baumwollkette und die Verwendung von Naturfarben. Hinzu kommt die Knotendichte von etwa 160.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster ist als Bachtiar Medaillon bezeichnet, der Zustand als sehr gut und das Alter mit etwa 1950 angegeben. Diese Informationen verbinden Material, Herstellung, Gestaltung und zeitliche Einordnung.
Die robuste Wollqualität ist ein charakteristischer Bestandteil der Bachtiar-Tradition. Sie ist auf Belastbarkeit ausgerichtet und unterscheidet sich von besonders feiner, weicher Korkwolle. Naturfarben können im Lauf der Zeit unterschiedliche Nuancen zeigen; solche Farbvariationen gehören zur Wirkung traditioneller Färbung. Der Teppich wird als antik geführt, da Perserteppiche ab einem bestimmten Alter rechtlich als antik gelten. Die Altersangabe um 1950 bildet die Grundlage für diese Bezeichnung.
Die Prüfung eines geknüpften Teppichs kann grundsätzlich erfolgen, indem man mit dem Finger in den Flor drückt und die Wollbüschel auseinanderbewegt. Bei einem echten geknüpften Teppich werden dabei einzelne Fäden und Knoten sichtbar. Diese allgemeine Methode erläutert den Aufbau eines Teppichs; sie ersetzt keine weitergehende Bewertung von Herkunft, Alter oder Erhaltungszustand.
FAQ
Woran erkennt man einen echten Perserteppich?
Ein praktischer erster Test besteht darin, mit dem Finger auf den Flor zu drücken und die Wollbüschel leicht auseinanderzubewegen. Werden einzelne Fäden und Knoten sichtbar, lässt sich der geknüpfte Aufbau erkennen. Bei einem handgeknüpften Teppich liegen die Knoten im Inneren des Flors und bilden die Grundlage des Musters. Dieser Test bezieht sich auf die Konstruktion und kann zeigen, ob ein Teppich geknüpft ist. Für eine vollständige Beurteilung gehören jedoch auch Herkunft, Material, Alter, Färbung und Zustand zur Betrachtung. Bei diesem Stück sind eine handgeknüpfte Ausführung, Schurwolle im Flor, eine Baumwollkette und Naturfarben angegeben.
Welche Arten von Perserteppichen gibt es?
Perserteppiche werden im Allgemeinen in drei Gruppen eingeteilt: städtische, dörfliche und stammesbezogene Teppiche. Stadtteppiche tragen häufig den Namen des urbanen Herstellungsortes und werden traditionell mit einer besonders ausgearbeiteten Qualität verbunden. Dorfteppiche entstehen in kleineren regionalen Zusammenhängen und zeigen oft lokale Eigenheiten. Stammes- oder Nomadenteppiche werden nach dem Stamm bezeichnet, der sie herstellt, und verwenden häufig die Wolle aus den eigenen Herden. Bachtiar-Teppiche gehören zur stammesbezogenen persischen Tradition und sind nach den Bakhtiari-Nomaden benannt. Dieses Exemplar ist ein Bachtiar mit Medaillonmuster.
Wie lange hält ein Perserteppich?
Die Lebensdauer eines Perserteppichs hängt von Material, Knüpfung, Nutzung und Pflege ab. Perserteppiche werden in Europa häufig als Familienerbstücke weitergegeben und sind im Durchschnitt viele Jahrzehnte alt. Eine kräftige Wollqualität kann für die tägliche Beanspruchung geeignet sein, während eine feste Kette den textilen Aufbau unterstützt. Auch die Knotendichte, die Art der Färbung und der Umgang mit dem Teppich beeinflussen seinen Erhalt. Dieses Bachtiar-Stück wird als antik und als sehr gut erhalten beschrieben. Seine handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor und die regionale Herstellungsweise gehören zu den Angaben, die seine Einordnung als langlebiges Gebrauchstextil verständlich machen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








