
















Perserteppich Ardabil 345 x 247 cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 2840$1172$Aktueller Preis ist: 1172$
Handgeknüpfter Ardabil Perserteppich | Knotendichte: 250000 Knoten/qm | Material: Flor Schurwolle | Größe: 345 x 247 cm | Muster: Toranj Sheikh Safi Medaillon | Zustand: gebraucht im sehr guten Zustand, gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000394
Beschreibung
Ardabil Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ardabil Perserteppich ist handgeknüpft und hat einen Flor aus Schurwolle. Wolle ist ein Naturmaterial mit einer weichen und angenehmen Oberfläche. Sie vermittelt eine behagliche Fußwärme und kann deshalb in verschiedenen Jahreszeiten verwendet werden. Die natürliche Haptik des Wollflors gehört zu den prägenden Eigenschaften traditioneller persischer Teppiche.
Beim Handknüpfen entsteht die Teppichfläche Knoten für Knoten. Jeder einzelne Knoten wird in die Konstruktion eingebunden und trägt gemeinsam mit den benachbarten Knoten zur Festigkeit, zum Flor und zur Darstellung des Musters bei. Die Zeichnung wird nicht auf eine fertige Fläche aufgebracht, sondern entwickelt sich während des Knüpfvorgangs aus der Anordnung der Knoten. Dadurch ist die Herstellung eng mit der handwerklichen Arbeit verbunden.
Die Knüpftechnik verlangt eine genaue Orientierung an der vorgesehenen Musterordnung. Konturen, Medaillonformen und kleinere Ornamente müssen fortlaufend aufeinander abgestimmt werden. Die Kette bildet dabei die Grundlage, in die die Knoten eingearbeitet werden. Aus dieser Verbindung von Kette, Schuss und Flor ergibt sich die typische textile Struktur eines handgeknüpften Teppichs.
Schurwolle wird bei persischen Teppichen wegen ihrer angenehmen Oberfläche und ihrer Widerstandsfähigkeit verwendet. Der Wollflor ist bei geeigneter Pflege vergleichsweise pflegeleicht und für regelmäßige Nutzung geeignet. Gleichzeitig bewahrt er die weiche Haptik, die bei einem handgeknüpften Wollteppich erwartet wird. Der vorliegende Teppich ist gebraucht, befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde gewaschen.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Persien und ist Ardabil zugeordnet. Ardabil liegt im Nordwesten des Iran und ist als historisches Zentrum der persischen Teppichkultur bekannt. Die Stadt und ihr Umland stehen in einer Tradition, in der textile Handarbeit, religiöse Architektur und überlieferte Ornamentik miteinander verbunden sind. Eine Herkunftsbezeichnung wie Ardabil verweist daher nicht nur auf einen Ort, sondern auch auf eine regionale Geschichte des Entwerfens und Knüpfens.
Die Teppichherstellung in Ardabil reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit wurden in Persien bedeutende Zentren der Teppichkunst entwickelt und gepflegt. Die Werkstätten arbeiteten mit festgelegten Bildordnungen, sorgfältig abgestimmten Farben und einer präzisen Ausführung. Überlieferte Muster konnten dabei weitergegeben, verändert und an die jeweilige Komposition angepasst werden. Die Entwicklung der Region ist Teil der langen Geschichte persischer Knüpfkunst.
Ardabil ist besonders mit der Sheikh Safi Moschee verbunden. Der religiöse und historische Komplex besitzt eine ornamentale Sprache, in der Kalligrafie, geometrische Formen und wiederkehrende Verzierungen eine wichtige Rolle spielen. Diese Verbindung prägt auch die kulturelle Vorstellung von Ardabil. Teppichmuster, die den Namen Sheikh Safi tragen, beziehen sich auf diese Tradition der geordneten, symbolisch aufgeladenen Gestaltung.
Die persische Teppichkunst verwendet seit Jahrhunderten ein umfangreiches Repertoire an Mittelfeldaufteilungen, Bordüren und Ornamenten. Ein Teppich kann durch ein zentrales Medaillon gegliedert sein oder durch fortlaufende Ranken und regelmäßige Wiederholungen eine flächige Ordnung erhalten. Bei der Herstellung werden diese Systeme nicht einfach dekorativ eingesetzt. Sie bestimmen, wie das Auge die Fläche liest, wie das Zentrum betont wird und wie die Randbereiche mit dem Hauptmotiv zusammenwirken.
Die handwerkliche Tradition beruht auf der Weitergabe von Wissen. Dazu gehören der Umgang mit Wolle, das Vorbereiten der Kette, die Wahl der Knotentechnik und die Umsetzung eines Musters. Auch die Fähigkeit, Linien und Symmetrien über eine größere Fläche beizubehalten, gehört zum technischen Können. In Ardabil verbinden sich diese Fähigkeiten mit einer regionalen Ornamenttradition, die historische und religiöse Einflüsse in textile Formen übersetzt.
Ardabil-Teppiche werden häufig mit klaren Kompositionen und sorgfältig ausgearbeiteten Mustern in Verbindung gebracht. Die regionale Tradition kann sowohl geometrische als auch florale Elemente umfassen. Entscheidend ist die kontrollierte Beziehung zwischen den einzelnen Formen und der Gesamtfläche. Die Gestaltung soll nicht aus isolierten Motiven bestehen, sondern aus einem zusammenhängenden Aufbau, in dem Zentrum, Begleitornamente und Bordüre miteinander korrespondieren.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als Toranj Sheikh Safi Medaillon bezeichnet. Der Begriff Toranj steht in der persischen Ornamentik für ein zentrales Medaillon, das häufig rautenförmig oder mandelförmig angelegt ist. Es bildet den visuellen Schwerpunkt eines Teppichs und ordnet die übrige Gestaltung um sich herum. Beim Sheikh Safi Medaillon wird diese zentrale Form mit der Ornamenttradition von Ardabil und dem kulturellen Umfeld der Sheikh Safi Moschee verbunden.
Ein Medaillonmuster gibt einer Teppichfläche eine erkennbare Mitte. Von diesem Mittelpunkt aus können florale Ranken, Blüten, Blätter und geometrische Linien angeordnet werden. Die umgebenden Elemente führen den Blick vom Zentrum in die Randbereiche und schaffen Übergänge zwischen den einzelnen Musterschichten. So entsteht eine Komposition, in der das zentrale Motiv hervorgehoben bleibt, ohne dass die übrige Fläche ihre Eigenständigkeit verliert.
Toranj-Kompositionen beruhen häufig auf Symmetrie und Wiederholung. Symmetrische Achsen stabilisieren den Aufbau, während wiederkehrende Ornamente einen rhythmischen Zusammenhang schaffen. Florale Ranken können die Fläche verbinden und Zwischenräume füllen. Geometrische Konturen sorgen für Abgrenzung und Klarheit. Das Zusammenspiel dieser beiden Formensprachen ist typisch für viele persische Muster: Die Natur wird in stilisierten Pflanzenformen dargestellt, während geometrische Linien die Ordnung der Komposition sichern.
Die florale Bildsprache persischer Teppiche wird traditionell mit der Schönheit der Natur, mit Fruchtbarkeit und mit Wohlstand in Verbindung gebracht. Diese Bedeutungen gehören zur allgemeinen Ornamentik und sind nicht als zusätzliche Aussage über eine einzelne Darstellung zu verstehen. Pflanzenmotive können dabei stark stilisiert werden. Sie müssen keine naturgetreuen Abbildungen sein, sondern werden in Ranken, Blüten und Blattformen so gestaltet, dass sie sich in das symmetrische Muster einfügen.
Für den Toranj Sheikh Safi werden tiefe und reichhaltige Farbtöne beschrieben. Warme Rottöne wirken gemeinsam mit Blau- und Grüntönen. Diese Farbfamilien erzeugen Kontraste, die das Medaillon und die begleitenden Ornamente voneinander abheben können. Rot bringt Wärme in die Komposition, Blau und Grün ergänzen sie mit kühleren Nuancen. Die Wirkung entsteht aus dem Verhältnis der Farbtöne zueinander und aus ihrer Verteilung über die verschiedenen Musterbereiche.
Eine fein ausgeführte Knüpfung unterstützt die Darstellung von Konturen und kleinen Details. Gerade bei einem Medaillon müssen die äußere Begrenzung des Zentrums, die Übergänge zu den Ranken und die Wiederholungen der Ornamentformen aufeinander abgestimmt werden. Die Knotendichte ist deshalb technisch bedeutsam, weil sie die mögliche Feinheit der Zeichnung beeinflusst. Das Design bleibt dennoch immer an die Gesamtkomposition, die Farbordnung und die Arbeit des Knüpfers gebunden.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Teppichs ist seine Knotendichte von 250000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotenzahl ermöglicht eine feinere Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Musterdetails. Bei einem zentralen Toranj-Medaillon kann dies dazu beitragen, die Form des Zentrums und die angrenzenden Ornamente klar zu definieren. Die Knotendichte ist dabei ein technisches Merkmal und wird zusammen mit Material, Knüpftechnik und Muster betrachtet.
Der Teppich ist gebraucht, befindet sich in sehr gutem Zustand und wurde gewaschen. Sein handgeknüpfter Aufbau und der Flor aus Schurwolle verbinden traditionelle Herstellung mit einer strapazierfähigen Oberfläche. Schonende Pflege unterstützt den Erhalt von Flor, Farben und Struktur.
FAQ
Wie reinige ich meinen handgeknüpften Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen auf niedriger Stufe gehört zur schonenden Alltagspflege. Die Fransen sollten nicht eingesaugt werden, weil sie sich im Gerät verfangen oder durch die Bewegung belastet werden können. Bei Flecken kann ein leicht feuchtes Tuch mit milder Seife verwendet werden. Starkes Reiben und eine vollständige Durchfeuchtung sind zu vermeiden, damit der Wollflor und die geknüpfte Konstruktion geschont werden. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ist empfehlenswert, weil ein Fachmann Material, Färbung, Flor und Aufbau berücksichtigen kann. Die Reinigung sollte bei einem handgeknüpften Perserteppich immer vorsichtig und dem jeweiligen Material entsprechend erfolgen.
Wie erkenne ich die Knotendichte eines Teppichs?
Die Knotendichte wird in Knoten pro Quadratmeter angegeben. Sie beschreibt, wie viele einzelne Knoten auf einer bestimmten Fläche verarbeitet sind. Ein höherer Wert kann eine feinere Darstellung von Konturen und Musterdetails ermöglichen. Die Zahl sollte jedoch immer gemeinsam mit Material, Knüpftechnik und Gestaltung betrachtet werden. Bei persischen Teppichen liegt eine hohe Knotendichte typischerweise zwischen 120000 und 1000000 Knoten pro Quadratmeter. Bei diesem Teppich beträgt die angegebene Knotendichte 250000 Knoten pro Quadratmeter. Sie unterstützt die detailreiche Ausarbeitung des Toranj Sheikh Safi Medaillons.
Ist ein handgeknüpfter Teppich pflegeleicht?
Bei guter Pflege sind handgeknüpfte Teppiche vergleichsweise pflegeleicht. Regelmäßiges vorsichtiges Staubsaugen entfernt Staub, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit Farben und Struktur möglichst lange erhalten bleiben. Eine gelegentliche professionelle Reinigung ergänzt die laufende Pflege. Schurwolle ist widerstandsfähig gegen Abnutzung und trägt dadurch zur Alltagstauglichkeit des Flors bei. Wichtig sind ein schonender Umgang, die schnelle Behandlung von Flecken und die Verwendung geeigneter Reinigungsmittel.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Material | |
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte |
























