









Orientteppich Ziegler 237 x 203 cm Wolle handgeknüpft
2692$
Handgeknüpfter Ziegler Orientteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 237 x 203 cm | Muster: vielfältige Farben und Muster, ausgeblichener Farbeffekt durch besondere Steinwäsche | Zustand: Sehr gut
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 8FC3AF8C
Beschreibung
Ziegler Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ziegler Orientteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus hochwertiger Wolle. Die handwerkliche Herstellung entsteht Knoten für Knoten. Dadurch wird das Muster nicht auf die Oberfläche gedruckt, sondern direkt in die Struktur des Teppichs eingearbeitet. Die Knotendichte beträgt ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt, wie viele einzelne Knoten auf einer bestimmten Fläche verarbeitet sind, und gehört zu den wichtigen technischen Angaben eines handgeknüpften Teppichs.
Bei handgeknüpften Teppichen wird das Grundgewebe zunächst in einer Knüpfvorrichtung aufgebaut. Die Knüpferin oder der Knüpfer setzt die farbigen Wollfäden entsprechend dem vorgesehenen Muster ein und verdichtet die Reihe anschließend. Nach dem Knüpfen wird der Flor auf eine gleichmäßige Höhe gebracht und der Teppich weiterbearbeitet. Die genaue Ausführung jedes einzelnen Stücks ist Teil des handwerklichen Charakters dieser Technik.
Eine besondere Steinwäsche sorgt bei diesem Teppich für den beschriebenen ausgeblichenen Farbeffekt. Bei diesem Verfahren wird die Oberfläche kontrolliert bearbeitet, damit die Farben weicher und gealtert erscheinen. Die Steinwäsche ist hier ausdrücklich als besondere Ausführung genannt und gehört damit zu den prägenden Merkmalen des Teppichs. Die hochwertige Wolle, die Handknüpfung und die Steinwäsche verbinden Material, Herstellung und Oberflächenwirkung in einem Stück.
Der Zustand ist sehr gut. Diese Angabe beschreibt den erhaltenen Gesamtzustand des Teppichs. Sie steht neben den technischen Merkmalen wie Material, Knüpfung und Knotendichte und ergänzt die Beschreibung um den aktuellen Erhaltungsgrad.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wird als Ziegler-Teppich bezeichnet und stammt aus Pakistan und Afghanistan. Damit gehört er zu den orientalischen Teppichen und nicht zu den iranischen Perserteppichen. Die Bezeichnung Ziegler verweist auf eine Gestaltungstradition, die von klassischen persischen Teppichmustern beeinflusst ist, sagt aber nicht aus, dass jedes Stück im Iran hergestellt wurde. Ziegler-Muster wurden und werden in unterschiedlichen Regionen des Orients aufgegriffen und an die jeweilige Web- und Knüpftradition angepasst.
Die historische Ziegler-Tradition steht mit der europäischen Nachfrage nach großflächigen, ausgewogen ornamentierten Teppichen in Verbindung. Im späten 19. Jahrhundert prägten Handelsunternehmen wie Ziegler & Co. die Entwicklung von Teppichen, die klassische persische Ornamentik mit einer zurückhaltenderen Farbwirkung und einer für europäische Räume geeigneten Gestaltung verbanden. Der Name wurde dadurch zu einer Designbezeichnung. Er beschreibt vor allem die gestalterische Richtung und ist nicht automatisch eine Ortsangabe.
Pakistan besitzt eine bedeutende Teppichproduktion, in der überlieferte orientalische Knüpftechniken weitergeführt und für verschiedene Musterwelten eingesetzt werden. Pakistanische Werkstätten arbeiten sowohl mit traditionellen Zeichnungen als auch mit internationalen Ziegler-Interpretationen. Charakteristisch für diese Fertigung ist die Verbindung von handwerklicher Knüpfarbeit mit einer klar lesbaren, oft großzügig angelegten Ornamentik. Je nach Werkstatt, Material und Ausarbeitung können die Ergebnisse deutlich voneinander abweichen.
Auch Afghanistan verfügt über eine lange Teppichtradition. In vielen Regionen werden Teppiche in handwerklichen Strukturen hergestellt, wobei Wissen über Knüpfung, Wolle, Färbung und Muster von Generation zu Generation weitergegeben wird. Afghanische Teppiche umfassen unterschiedliche Stilrichtungen. Neben streng geometrischen Formen finden sich florale und von persischen Vorbildern beeinflusste Muster. Die Herkunftsangabe Pakistan und Afghanistan fasst daher zwei eigenständige orientalische Produktionsräume zusammen.
Orientalische Teppiche sind eng mit regionalen Materialien, Arbeitsweisen und Ornamentsprachen verbunden. Wolle wird wegen ihrer Eignung für den Flor häufig verwendet. Die Handknüpfung verlangt Geduld und eine kontinuierliche Abstimmung zwischen Zeichnung, Farbfeldern und Knotensetzung. Ein Muster wird dabei nicht nur als dekorative Fläche verstanden, sondern als Ergebnis eines Arbeitsprozesses, in dem Entwurf und handwerkliche Ausführung zusammenwirken.
Die Ziegler-Tradition lässt sich deshalb als Schnittstelle zwischen historischer persischer Musterwelt und moderner orientalischer Fertigung verstehen. Ihre Wirkung entsteht aus der vertrauten Sprache floraler Ornamente, der bewussten Farbgestaltung und der handwerklichen Oberfläche. Bei einem in Pakistan und Afghanistan gefertigten Ziegler-Teppich steht die Bezeichnung für diese übergreifende Stilrichtung, während die tatsächliche Herstellung in den genannten Ländern verortet wird.
Design und Muster
Dieser Teppich wird mit vielfältigen Farben und Mustern beschrieben. Zusätzlich verleiht die besondere Steinwäsche den Farben einen ausgeblichenen Effekt. Dadurch verbindet die Oberfläche eine abwechslungsreiche Farb- und Musterwelt mit einer bewusst weicheren, gealtert wirkenden Farbwirkung. Die Steinwäsche verändert dabei nicht die Tatsache, dass die Gestaltung aus einer handgeknüpften Teppichtradition stammt, sondern betont die gewünschte Oberflächenästhetik.
Das Ziegler-Design ist allgemein von klassischen floralen Teppichmustern geprägt. Häufig steht eine ruhige, über die Fläche verteilte Ornamentik im Mittelpunkt. Ranken, Blüten und stilisierte Blattformen können sich wiederholen, miteinander verschlingen oder in größeren Ornamentgruppen angeordnet sein. Je nach Entwurf kann ein zentrales Medaillon vorhanden sein oder die Fläche als fortlaufendes Muster ohne dominantes Zentrum gestaltet werden. Der Begriff Ziegler bezeichnet dabei keine einzige starre Vorlage, sondern eine Familie verwandter Gestaltungen.
Eine weitere Grundlage dieser Musterwelt ist die Balance zwischen dekorativer Fülle und gut lesbarer Flächenaufteilung. Ornamente werden so angeordnet, dass Zwischenräume, Bordüren und Hauptfeld miteinander verbunden bleiben. Bei floralen Entwürfen entsteht der Eindruck eines fortlaufenden Wachstums, während geometrische Elemente die Zeichnung ordnen können. Die konkrete Ausführung eines einzelnen Teppichs hängt vom jeweiligen Entwurf und von der Werkstatt ab.
In der orientalischen Teppichkunst haben Bordüren eine wichtige gestalterische Funktion. Sie rahmen das Innenfeld ein und schaffen einen Übergang zwischen Teppichfläche und äußerem Abschluss. Hauptbordüren können von schmaleren Nebenbordüren begleitet werden. Bei Ziegler-inspirierten Entwürfen werden florale Details häufig so wiederholt, dass ein zusammenhängender Rhythmus entsteht. Farben und Konturen bestimmen dabei, ob ein Muster deutlich kontrastiert oder eher weich ineinander übergeht.
Die Farben eines Teppichs beeinflussen die Wahrnehmung der Muster erheblich. Kräftige Gegensätze lassen einzelne Ornamente hervortreten, während nahe beieinanderliegende Farbtöne eine ruhigere Gesamtwirkung erzeugen. Beim vorliegenden Stück wird die Farbwirkung durch die besondere Steinwäsche als ausgeblichen beschrieben. Das bedeutet eine bewusst zurückgenommene Erscheinung der Farben. Zusammen mit der genannten Vielfalt an Farben und Mustern entsteht ein Design, das mehrere ornamentale Ebenen miteinander verbindet.
Die Mustertradition von Ziegler-Teppichen steht in einem größeren Zusammenhang orientalischer Ornamentik. Persische Vorbilder lieferten zahlreiche florale, rankende und medaillonbezogene Formen, die in anderen Ländern weiterentwickelt wurden. Pakistanische und afghanische Werkstätten können solche Motive in eigener Ausführung knüpfen. So bleibt die historische Anmutung der Muster erkennbar, während Material, Farbwahl, Oberflächenbehandlung und handwerkliche Umsetzung dem jeweiligen Herstellungsort zugeordnet sind.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Einzelstücks gehören die Handknüpfung, der Flor aus hochwertiger Wolle und die Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommt die besondere Steinwäsche, durch die der ausgeblichene Farbeffekt entsteht. Diese Kombination macht die Herstellung und die Oberflächenbehandlung gleichermaßen zu Bestandteilen der Beschreibung.
Die Herkunft aus Pakistan und Afghanistan sowie die Bezeichnung als Ziegler-Teppich ordnen das Stück einer orientalischen Designtradition zu. Seine vielfältigen Farben und Muster werden durch die gewollt weichere Farbwirkung der Steinwäsche ergänzt. Der Zustand des Teppichs ist sehr gut. Da es sich um einen handgeknüpften Einzelteppich handelt, stehen Material, Muster, Bearbeitung und Erhaltungszustand in einer individuellen Verbindung.
FAQ
Was bedeutet die Bezeichnung Ziegler-Teppich?
Ziegler-Teppich bezeichnet vor allem eine Stil- und Mustertradition, die von klassischen persischen Teppichen beeinflusst ist. Der Name ist nicht automatisch eine Herkunftsangabe für den Iran. Dieses Stück stammt aus Pakistan und Afghanistan und ist daher ein Orientteppich. Ziegler-Entwürfe sind häufig durch florale Ornamentik, eine großzügige Flächenaufteilung und eine ausgewogene Farbgestaltung gekennzeichnet. Die konkrete Zeichnung kann je nach Werkstatt und Ausführung unterschiedlich ausfallen.
Was bewirkt die besondere Steinwäsche?
Die besondere Steinwäsche bearbeitet die Oberfläche kontrolliert und erzeugt einen ausgeblichenen Farbeffekt. Die Farben erscheinen dadurch weicher und weniger neu als bei einer unbehandelten, kräftig wirkenden Oberfläche. Bei diesem Teppich ist die Steinwäsche ausdrücklich als Teil der Ausführung genannt. Sie ergänzt die vielfältigen Farben und Muster um eine bewusst zurückgenommene, gealtert wirkende Farbwirkung.
Woran erkennt man die Verarbeitung dieses Teppichs?
Die Verarbeitung wird durch die Handknüpfung, den Flor aus hochwertiger Wolle und die Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Beim Handknüpfen werden die Knoten einzeln nach dem vorgesehenen Muster gesetzt. Die Knotendichte ist eine technische Kennzahl für die Anzahl der Knoten auf einer Fläche. Zusätzlich gehören die besondere Steinwäsche und der sehr gute Zustand zu den genannten Merkmalen dieses Teppichs.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















