Orientteppich Ziegler 230 x 174 cm Wolle handgeknüpft

2246$

Handgeknüpfter Ziegler Orientteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/m² | Material: Flor hochwertige Wolle | Größe: 230 x 174 cm | Muster: Vielfältige Farben mit ausgeblichenem Effekt durch Steinwäsche | Zustand: Neu

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 3A459D19 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 3A459D19

Beschreibung

Ziegler Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ziegler-Orientteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus hochwertiger Wolle. Beim Handknüpfen wird der Flor nicht auf eine fertige Oberfläche gedruckt, sondern Knoten für Knoten aufgebaut. Jeder einzelne Knoten wird in die vorbereitete textile Struktur eingearbeitet. Auf diese Weise entsteht eine zusammenhängende Fläche, deren Erscheinungsbild durch die Knüpfung und die Beschaffenheit des Wollflors geprägt wird.

Die handgeknüpfte Herstellung ist eine technisch anspruchsvolle Form der Teppichfertigung. Vor Beginn der eigentlichen Knüpfarbeit werden die Grundfäden gespannt und die geplante Gestaltung wird in Abschnitte gegliedert. Die Knüpferin oder der Knüpfer orientiert sich an einer Musterzeichnung oder an einem überlieferten Entwurf. Farben, Konturen und Ornamente werden schrittweise umgesetzt. Nach jeder Reihe wird die Arbeit verdichtet und ausgerichtet, damit die Oberfläche ihre vorgesehene Struktur erhält.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine Knotendichte beschreibt, wie viele einzelne Knoten auf einer bestimmten Fläche liegen. Sie ist damit eine Angabe zur Konstruktion und zur Feinheit der handwerklichen Ausführung. Sie beschreibt nicht automatisch die Größe, das Alter, den Zustand oder die Herkunft eines Teppichs. Ebenso lässt sich aus ihr allein kein bestimmtes Muster ableiten. Das sichtbare Ergebnis entsteht aus dem Zusammenspiel von Knotung, Flor, Farben und Gestaltung.

Der Flor besteht aus hochwertiger Wolle. Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer textilen Eigenschaften seit langer Zeit verwendet. Sie kann zu einem belastbaren Flor verarbeitet werden und nimmt Farbstoffe auf, sodass unterschiedliche Farbwirkungen in der Oberfläche sichtbar werden. Bei einem handgeknüpften Teppich wird die Wolle so angeordnet, dass sie zugleich Teil der Konstruktion und sichtbare Oberfläche ist. Weitere Materialangaben zur Kette oder zu anderen Bestandteilen liegen für dieses Stück nicht vor.

Die Farben wurden durch Steinwäsche mit einem ausgeblichenen Effekt versehen. Steinwäsche ist eine Nachbehandlung der Oberfläche, die den ursprünglichen Eindruck der Farbigkeit verändert. Die Farbtöne erscheinen dadurch weniger geschlossen und erhalten eine weichere, gewaschene Wirkung. Der Effekt betrifft die sichtbare Farbgestaltung des Teppichs. Er ist von der Handknüpfung zu unterscheiden, die die textile Grundlage bildet. Der Zustand dieses Teppichs ist als neu angegeben.

Herkunft und Tradition

Als Ursprung sind Pakistan und Afghanistan angegeben. Damit gehört dieses Stück zur Gruppe der Orientteppiche und nicht zu den im Iran hergestellten Perserteppichen. Die Herkunft eines Teppichs und sein Musterbezug müssen getrennt betrachtet werden. Ein Teppich kann Formen und Farbideen verwenden, die aus einer persischen Tradition bekannt sind, ohne selbst im Iran gefertigt worden zu sein. Für diesen Ziegler-Teppich stehen Pakistan und Afghanistan als Ursprungsangabe fest.

Die Bezeichnung Ziegler ist mit einer Teppichtradition verbunden, deren Gestaltung auf persischen Vorbildern beruht. In der historischen Entwicklung werden Ziegler-Teppiche mit der Region Sarough und Arak in Verbindung gebracht. Diese Namen bezeichnen den kulturellen und gestalterischen Hintergrund bestimmter Muster, nicht automatisch den Herstellungsort jedes Teppichs, der heute als Ziegler bezeichnet wird. Bei dem vorliegenden Stück lautet die Herkunftsangabe Pakistan/Afghanistan.

Sarough und Arak liegen im westlichen Iran und gehören zu den bekannten Zentren der persischen Teppichkultur. In dieser Tradition entstanden Entwürfe mit floralen Ornamenten, Ranken, Blättern und ausgewogenen Flächenaufteilungen. Die Muster wurden über Werkstätten, Händler und Musterzeichnungen weitergegeben. Dadurch konnten sie auch außerhalb ihrer ursprünglichen Region aufgegriffen und an andere Produktionsorte angepasst werden. Die Weiterverwendung eines solchen Entwurfs macht den später gefertigten Teppich nicht zu einem Teppich aus Sarough oder Arak.

Die Geschichte orientalischer Teppiche ist von einem Austausch zwischen verschiedenen Regionen geprägt. Techniken und Muster entwickelten sich nicht isoliert, sondern wurden über Handelswege und handwerkliche Kontakte verbreitet. Werkstätten übernahmen bekannte Kompositionen, veränderten ihre Farbgebung oder passten sie an die verfügbaren Materialien und die Nachfrage ihrer Zeit an. Bei Ziegler-Teppichen zeigt sich dieser Zusammenhang in der Verbindung persisch inspirierter Muster mit einer Fertigung in Pakistan oder Afghanistan.

Pakistan besitzt eine bedeutende Teppichproduktion, in der unterschiedliche orientalische Muster hergestellt werden. In pakistanischen Werkstätten werden sowohl traditionelle als auch international bekannte Entwürfe geknüpft. Dabei können persische Vorbilder als Grundlage dienen, während die konkrete handwerkliche Umsetzung in einer anderen regionalen Umgebung erfolgt. Die Bezeichnung Orientteppich beschreibt in diesem Zusammenhang die weite textile Tradition außerhalb Irans, ohne die einzelnen Herkunftsländer gleichzusetzen.

Auch Afghanistan verfügt über eine lange Geschichte textiler Handarbeit. Teppiche und andere Gewebe sind dort mit regionalen Arbeitsweisen, überlieferten Ornamenten und unterschiedlichen Formen der Wollverarbeitung verbunden. Afghanische Werkstätten greifen sowohl lokale Muster als auch überregional bekannte Entwürfe auf. Die Herstellung kann dabei von der jeweiligen Werkstatt, den verwendeten Musterzeichnungen und der gewünschten Oberflächenwirkung geprägt sein. Für dieses Stück sind Pakistan und Afghanistan als Ursprung genannt, ohne eine weitergehende Zuordnung zu einer einzelnen Stadt oder Werkstatt.

Das Handknüpfen verbindet die Geschichte dieser Regionen mit einem klaren technischen Verfahren. Die Arbeitskraft bleibt während des gesamten Herstellungsprozesses sichtbar, weil jede Reihe und jeder Knoten einzeln gesetzt wird. Anders als bei einem Druck entsteht das Muster unmittelbar aus der Anordnung der Knoten. Die Ausrichtung der Linien, die Dichte der Farbflächen und die Übergänge zwischen Ornament und Grund werden während der Knüpfarbeit entwickelt. Diese Technik ist in vielen orientalischen Teppichkulturen verbreitet und wird auch bei Ziegler-Teppichen verwendet.

Die Herkunft eines Teppichs kann daher nicht allein aus seiner Bezeichnung oder aus seinem Muster abgeleitet werden. Für eine sachliche Einordnung werden Ursprungsangabe, Technik, Material und Gestaltung jeweils einzeln betrachtet. Dieser Teppich ist handgeknüpft, hat einen Flor aus hochwertiger Wolle, wird als Ziegler-Teppich bezeichnet und stammt aus Pakistan beziehungsweise Afghanistan. Der historische Bezug zu Sarough und Arak erklärt die Designtradition, ersetzt aber nicht die Herkunftsangabe.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältig farbig mit einem ausgeblichenen Effekt durch Steinwäsche beschrieben. Im Vordergrund steht somit das Zusammenspiel mehrerer Farbtöne und nicht die Bezeichnung eines einzelnen, fest benannten Motivs. Die Steinwäsche verändert die Intensität der Farben und lässt die Oberfläche weniger neu und geschlossen erscheinen. Farbflächen und Ornamente können dadurch weicher miteinander verbunden wirken.

Ziegler-Entwürfe stehen häufig in einem Verhältnis zu klassischen persischen Teppichmustern. Zu den allgemeinen Gestaltungsmitteln dieser Tradition gehören florale Formen, stilisierte Blätter, geschwungene Ranken und eine ausgewogene Verteilung des Dekors. Solche Elemente können eine Fläche gliedern, den Blick über das Muster führen und einen Zusammenhang zwischen einzelnen Ornamenten herstellen. Der jeweilige Entwurf kann dabei stärker floral, ruhiger oder kleinteiliger angelegt sein. Welche konkreten Motive auf diesem Stück ausgeführt sind, wird in der Quelle nicht weiter benannt.

Die Farbgebung ist bei einem Ziegler-Teppich eng mit seiner Wirkung verbunden. Persisch inspirierte Muster können mit klaren Kontrasten, abgestuften Tönen oder einer zurückgenommenen Palette umgesetzt werden. Beim vorliegenden Teppich werden vielfältige Farben ausdrücklich mit dem durch Steinwäsche erzeugten ausgeblichenen Effekt verbunden. Die Farbwirkung entsteht daher aus den verwendeten Tönen und aus ihrer nachträglichen Behandlung. Die Steinwäsche ist nicht bloß ein technisches Detail, sondern ein sichtbarer Bestandteil der Gestaltung.

Bei der Betrachtung handgeknüpfter Muster ist außerdem die unterschiedliche Richtung des Flors zu berücksichtigen. Je nachdem, wie das Licht auf die Oberfläche trifft, können Farben und Konturen heller oder dunkler erscheinen. Die einzelnen Knoten erzeugen dabei eine textile Struktur, die sich von einer ebenen Druckfläche unterscheidet. Ornament und Farbe werden durch die Höhe und Ausrichtung des Flors wahrgenommen. Diese allgemeine Eigenschaft der Handknüpfung ergänzt die Wirkung der Steinwäsche, ohne eine zusätzliche Aussage über das konkrete Muster dieses Teppichs zu treffen.

Die Tradition der Ziegler-Teppiche verbindet häufig klassische Formensprache mit einer bewusst veränderten Farbwirkung. Historische persische Vorbilder werden nicht zwingend unverändert wiederholt, sondern können in ihrer Farbintensität, ihrer Flächenaufteilung oder ihrer Ornamentdichte angepasst werden. Die Steinwäsche unterstützt eine solche Anpassung, weil sie den Farben einen ausgeblichenen und weicheren Charakter gibt. Dadurch kann ein traditionell geprägtes Muster eine weniger strenge und stärker gewaschene Oberfläche erhalten.

Die Mustertradition von Sarough und Arak ist ein allgemeiner Hintergrund für die Ziegler-Bezeichnung. Sie darf nicht mit der Herkunft des konkreten Teppichs verwechselt werden. Dieser stammt aus Pakistan/Afghanistan. Ein Muster kann also auf persische Designgeschichte verweisen, während seine handwerkliche Ausführung in einer pakistanischen oder afghanischen Werkstatt erfolgt. Diese Unterscheidung zwischen Muster, Stil und Ursprung ist bei orientalischen Teppichen von besonderer Bedeutung.

Auch im Vergleich zu Kelims wird die technische Eigenart dieses Stücks deutlich. Ein Kelim ist flach gewebt; sein Muster entsteht durch die Verkreuzung der Schuss- und Kettfäden. Bei einem handgeknüpften Ziegler-Teppich wird dagegen ein Flor aus einzelnen Knoten gebildet. Beide Teppicharten können geometrische oder florale Gestaltungsideen aufnehmen, doch ihre Oberflächen und Herstellungsweisen unterscheiden sich. Der vorliegende Teppich ist ausdrücklich handgeknüpft und nicht als Kelim beschrieben.

Die sichtbare Gestaltung lässt sich somit aus mehreren Ebenen erklären: Die Ziegler-Tradition stellt den Bezug zu persisch beeinflussten Entwürfen her, die vielfältigen Farben prägen die Komposition, und die Steinwäsche verleiht ihnen den beschriebenen ausgeblichenen Effekt. Die Wolloberfläche macht diese Farbveränderung sichtbar. Die Handknüpfung bildet die technische Basis, auf der das Muster entsteht. Angaben zu einzelnen Medaillons, Bordüren oder konkreten Symbolen werden nicht ergänzt, weil sie für dieses Stück nicht genannt sind.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Einzelstücks ist die Verbindung aus Handknüpfung, hochwertiger Wolle und einer Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommt die Behandlung durch Steinwäsche. Sie gibt den vielfältigen Farben einen ausgeblichenen Effekt und bestimmt damit die sichtbare Farbwirkung des Teppichs. Die Ausführung verbindet somit eine traditionelle Knüpftechnik mit einer gezielt veränderten Oberfläche.

Für die Einordnung ist außerdem die Ursprungsangabe Pakistan/Afghanistan maßgeblich. Die Bezeichnung Ziegler verweist auf eine Teppichtradition mit persisch beeinflusstem Musterhintergrund sowie auf die Verbindung zu Sarough und Arak. Sie bedeutet bei diesem Stück nicht, dass es aus dem Iran stammt. Der Zustand ist neu. Weitere Angaben zu Alter, Signatur, Rückseite oder früherer Nutzung liegen nicht vor.

Da jeder handgeknüpfte Teppich durch eine eigene Folge manueller Arbeitsschritte entsteht, ist auch dieses Stück als Einzelstück zu betrachten. Die individuelle Anordnung der Knoten, die Farbverteilung und die behandelte Oberfläche bilden zusammen sein konkretes Erscheinungsbild. Die beschriebenen Merkmale bleiben dabei klar voneinander getrennt: hochwertige Wolle bezeichnet den Flor, die Knotendichte die Konstruktion, Steinwäsche den ausgeblichenen Effekt und Pakistan/Afghanistan den Ursprung.

FAQ

Ist dieser Ziegler-Teppich ein Perserteppich?

Nein. Der Teppich stammt aus Pakistan beziehungsweise Afghanistan und ist deshalb als Orientteppich einzuordnen. Die Bezeichnung Ziegler beschreibt eine Teppichtradition, die von persischen Vorbildern beeinflusst ist. Auch der historische Bezug zu Sarough und Arak erklärt den Musterhintergrund, nicht den Herstellungsort dieses Stücks. Ein persisch inspiriertes Muster und ein im Iran gefertigter Perserteppich sind daher nicht dasselbe. Für diesen Teppich sind Pakistan und Afghanistan als Ursprung angegeben.

Was bedeutet der ausgeblichene Effekt durch Steinwäsche?

Steinwäsche ist eine Oberflächenbehandlung, durch die die Farben eines Teppichs weicher und ausgeblichener wirken können. Der Effekt nimmt der Farbgebung einen Teil ihrer ursprünglichen Geschlossenheit und verändert dadurch die Wahrnehmung des Musters. Bei diesem Stück wird die Gestaltung als vielfältig farbig mit einem ausgeblichenen Effekt durch Steinwäsche beschrieben. Die Behandlung betrifft die sichtbare Farbwirkung und ist von der Handknüpfung zu unterscheiden, die den Teppich konstruktiv bildet.

Aus welchem Material besteht der Flor?

Der Flor besteht aus hochwertiger Wolle. Die Wolle bildet die sichtbare Oberfläche des handgeknüpften Teppichs und trägt dazu bei, dass Farben und Muster als textile Struktur wahrgenommen werden. Eine gesonderte Angabe zum Material der Kette enthält die Beschreibung nicht. Der Teppich ist als neu angegeben und besitzt eine Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Weitere Materialbestandteile werden für dieses Stück nicht genannt.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen