Orientteppich Ziegler 144 x 99 cm Wolle handgeknüpft

923$

Handgeknüpfter Ziegler Orientteppich | Knotendichte: ca. 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 144 x 99 cm | Zustand: Gut | Ursprung: Pakistan/Afghanistan

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 20B04A18 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 20B04A18

Beschreibung

Ziegler Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ziegler Orientteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Dadurch entsteht eine textile Oberfläche, deren Struktur unmittelbar aus der handwerklichen Herstellung hervorgeht. Die Wolle bildet dabei den sichtbaren Flor und bestimmt den Griff des Teppichs. Sie ist ein traditionelles Material der orientalischen Teppichherstellung und wird wegen ihrer belastbaren, zugleich angenehm textilen Eigenschaften verwendet.

Die angegebene Knotendichte beträgt etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der einzelnen Bindungen im Teppich und macht die handwerkliche Konstruktion nachvollziehbar. Die Knotendichte steht außerdem mit der Ausarbeitung der Oberfläche und der Wirkung von Konturen in Verbindung. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster nicht durch einen industriellen Druck, sondern durch die Anordnung der Knoten und die farbige Wolle.

Die Verarbeitung dieses Einzelstücks verbindet somit einen Wollflor mit traditioneller Handarbeit. Jeder Arbeitsgang wirkt sich auf die sichtbare Struktur aus: Das Knüpfen bildet die Grundlage, während die anschließende Bearbeitung der Oberfläche das Erscheinungsbild prägt. Der Teppich ist als handgeknüpftes Unikat eingeordnet und trägt die für diese Herstellung typische individuelle Ausführung.

Herkunft und Tradition

Der Ursprung dieses Teppichs wird mit Pakistan und Afghanistan angegeben. Damit gehört er zu den orientalischen Teppichen, die außerhalb Irans gefertigt werden. Die Bezeichnung Ziegler beschreibt hier die Teppichart beziehungsweise die gestalterische Tradition und ist nicht als iranische Herkunftsangabe zu verstehen. Für dieses Stück bleibt die genannte Herkunft Pakistan/Afghanistan maßgeblich.

Ziegler-Teppiche stehen in einer Tradition, die mit der Region Sarough und Arak verbunden wird. In dieser Entwicklung wurden ältere persische Gestaltungsideen in eine ruhigere und großzügigere Form übertragen. Charakteristisch ist die Verbindung aus klar lesbaren Ornamenten, einer zurückgenommenen Farbwirkung und einer Oberfläche, die durch Bearbeitung einen gebrauchten, abgetönten Eindruck erhalten kann. Diese stilistische Herkunft erklärt, weshalb Ziegler-Muster heute als eigenständige Teppichtradition wahrgenommen werden.

Die historische Ziegler-Tradition ist mit einer Orientierung an klassischen persischen Teppichmustern verbunden. Florale Formen, Ranken und größere Ornamentfelder wurden so angelegt, dass sie auch aus größerer Entfernung gut erkennbar bleiben. Anders als bei sehr kleinteiligen Kompositionen steht dabei häufig die ausgewogene Gesamtwirkung im Vordergrund. Die Muster sind nicht auf eine einzige regionale Zeichensprache beschränkt, sondern greifen Elemente auf, die in verschiedenen persischen Web- und Knüpftraditionen vorkommen.

In der orientalischen Teppichkultur ist die Herkunft einerseits mit dem Herstellungsort, andererseits mit der gestalterischen Schule verbunden. Bei diesem Teppich sind beide Angaben auseinanderzuhalten: Pakistan/Afghanistan bezeichnet den angegebenen Ursprung dieses Stücks, während Ziegler die Art der Gestaltung und Verarbeitung benennt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil ein Mustername oder eine Teppichbezeichnung nicht automatisch den tatsächlichen Produktionsort festlegt.

Die handwerkliche Herstellung in dieser Tradition beruht auf überlieferten Arbeitsschritten. Das Grundgewebe wird vorbereitet, die Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, und die Oberfläche wird anschließend bearbeitet. Je nach gewünschter Wirkung können dabei Flor, Farbe und Kontur unterschiedlich hervortreten. Die Steinwäsche, die bei diesem Teppich als Besonderheit genannt wird, steht in diesem Zusammenhang für eine gezielte Oberflächenbehandlung, die das neue Textil optisch abtönt.

Design und Muster

Für Ziegler-Teppiche sind sanfte Farben und große, klar angelegte Muster typisch. Diese Kombination gibt dem Design eine gut erkennbare Ordnung, ohne die Fläche mit einer Vielzahl kleiner Einzelheiten zu überladen. Große Ornamente können als zentrale Formen oder als wiederkehrende Elemente erscheinen. Klare Konturen helfen dabei, die Komposition zusammenzuhalten, während die gedämpfte Farbwirkung den dekorativen Charakter zurücknimmt.

Die Ziegler-Tradition steht häufig zwischen klassischer Ornamentik und einer reduzierten, zeitgemäßen Flächenwirkung. Florale Motive werden dabei nicht zwingend naturalistisch dargestellt. Ranken, Blätter und Blüten können vereinfacht, rhythmisiert oder in größere Musterzusammenhänge eingebunden werden. Auch geometrisch geordnete Partien lassen sich mit weicheren floralen Formen verbinden. Entscheidend ist die ausgewogene Anordnung der Elemente, nicht die möglichst dichte Füllung jedes Abschnitts.

Eine Steinwäsche verleiht dem Teppich eine sanfte, ausgeblichene Farbwirkung. Durch diese Behandlung erscheint die Farbgebung weniger hart und stärker miteinander verbunden. Helle und dunklere Bereiche können dadurch zurückhaltender wirken, während die Konturen des Musters weiterhin lesbar bleiben. Der Ausdruck „ausgeblichener Farbeffekt“ beschreibt bei diesem Teppich somit das beabsichtigte Erscheinungsbild der bearbeiteten Oberfläche und nicht eine unkontrollierte Beschädigung der Farben.

Bei Ziegler-Entwürfen wird die Musterwirkung außerdem durch den Wollflor geprägt. Wolle nimmt Farbe auf eine textile, eher matte Weise auf. Im Zusammenspiel mit großen Ornamenten und sanften Tönen entsteht eine Oberfläche, die nicht primär von glänzenden Reflexen lebt. Die Handknüpfung unterstützt diese Wirkung, weil die Knoten und die Florrichtung eine natürliche, leicht differenzierte Struktur erzeugen.

Die klare, großzügige Ziegler-Gestaltung lässt sich als eigenständige Mustertradition von anderen Teppicharten abgrenzen. Gabbeh-Teppiche werden beispielsweise häufig mit rustikalen Designs, lebendigen Farben und einer gröberen Knotentechnik verbunden. Ziegler-Teppiche stehen dagegen für größere, übersichtlichere Muster und eine sanftere Farbwirkung. Dieser Vergleich beschreibt die jeweiligen Traditionen und stellt keine zusätzliche Musterangabe für dieses Einzelstück dar.

Besonderheiten

Eine besondere Eigenschaft dieses Teppichs ist die Steinwäsche. Sie wurde eingesetzt, um eine sanfte, ausgeblichene Optik zu erzeugen. Die Behandlung verändert damit vor allem die visuelle Wirkung der Farben und gibt der Oberfläche einen abgetönten Charakter. Die Steinwäsche ist als konkrete Besonderheit dieses Stücks angegeben und unterscheidet seine Erscheinung von einem unbehandelten, kräftiger wirkenden Farbaufbau.

Weitere festgehaltene Merkmale sind die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor, die angegebene Knotendichte von etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter und der gute Zustand. Der Ursprung wird mit Pakistan/Afghanistan bezeichnet. Zusammen mit der Ziegler-Gestaltung ergibt sich daraus die Einordnung als handgeknüpfter orientalischer Teppich mit bearbeiteter, sanft abgetönter Oberfläche.

FAQ

Woran erkennt man die Qualität eines Perser- oder Orientteppichs?

Zur Beurteilung werden unter anderem Knotendichte, Material und Musterausarbeitung betrachtet. Eine höhere Knotendichte kann eine feinere Zeichnung ermöglichen, ist aber nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Ebenso wichtig sind die Gleichmäßigkeit der handgeknüpften Struktur, die Beschaffenheit des Flors und die Ausführung der Konturen. Bei diesem Ziegler-Teppich sind ein Wollflor, Handknüpfung, eine Knotendichte von etwa 200.000 Knoten pro Quadratmeter und ein guter Zustand angegeben. Die Musterwirkung wird zusätzlich durch die großen klaren Ziegler-Formen und die sanfte, durch Steinwäsche entstandene Farbwirkung bestimmt.

Kann ein handgeknüpfter Orientteppich gewaschen werden?

Eine Wäsche sollte bei einem handgeknüpften Teppich fachgerecht geplant und ausgeführt werden. Wasser, Reinigungsmittel und Trocknung müssen auf Wolle, Färbung und textile Konstruktion abgestimmt sein. Eine unsachgemäße Behandlung kann die Oberfläche, die Farben oder die Form beeinträchtigen. Deshalb empfiehlt sich die Reinigung durch einen Fachbetrieb, der Erfahrung mit orientalischen Teppichen und Wollflor hat. Die Steinwäsche dieses Teppichs ist eine spezielle Bearbeitung und sollte nicht mit einer späteren Haushaltswäsche gleichgesetzt werden.

Wo kann ein Ziegler Orientteppich platziert werden?

Ziegler-Teppiche werden traditionell in Wohn- und Essbereichen eingesetzt; auch Schlafzimmer oder Flure kommen als Platzierung infrage. Die großen, klaren Muster und die sanfte Farbwirkung lassen sich in unterschiedliche Einrichtungszusammenhänge einordnen. Wichtig ist ein geeigneter, ebener Untergrund, damit der Teppich ruhig liegt und die handgeknüpfte Oberfläche geschont wird. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie Farben mit der Zeit ausbleichen kann. Bei einem bereits durch Steinwäsche abgetönten Teppich bleibt ein gleichmäßiger Aufstellungsort dennoch sinnvoll.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen