









Orientteppich Sarough 70 bis 80 cm Schurwolle handgeknüpft
452$
Handgeknüpfter Indo Sarough Orientteppich | Knotendichte: 120.000 – 140.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle | Größe: verschiedene Längen (70 bis 80 cm Breite) | Muster: orientalisch, Allover-Design | Zustand: neu und perfekt
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Beschreibung
Sarough Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Indo Sarough Mir ist ein in Indien handgeknüpfter Orientteppich. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle. Wolle wird seit Jahrhunderten für Teppiche verwendet, weil sie sich zu einem widerstandsfähigen, elastischen Flor verarbeiten lässt und dabei eine angenehm natürliche Haptik bewahrt. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jede Reihe durch das Einbringen einzelner Knoten in die Kette. Die Schlingen werden anschließend verdichtet und der Flor wird gleichmäßig geschnitten. So entwickelt sich das Muster nicht durch einen industriellen Druck, sondern aus der Verbindung von Knoten, Farben und Scherhöhe.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 120.000 – 140.000 Knoten/m². Eine solche Dichte ermöglicht eine klar ausgearbeitete Zeichnung und trägt dazu bei, dass auch kleinere Ornamente im Allover-Entwurf erkennbar bleiben. Zugleich macht die handwerkliche Herstellung jedes einzelne Stück zu einem eigenständigen Exemplar. Kleine Unterschiede, die beim Knüpfen von Hand entstehen können, gehören zur Herstellungstechnik und sind kein Hinweis auf eine maschinelle Fertigung.
Der Flor ist mit einer Dicke von ca. 15 mm angegeben. Außerdem wird ein Gewicht von etwa 4 kg/m² genannt. Diese Angaben beschreiben den Aufbau und die Substanz des Teppichs, ohne über die reine Musterwirkung hinauszugehen. Die Schurwolle verbindet dabei eine griffige Oberfläche mit einer gewissen Nachgiebigkeit. Im Gebrauch kann sich der Flor durch vorsichtiges Begehen und regelmäßige Pflege gleichmäßig einlegen.
Der Teppich wird als neu und perfekt bezeichnet. Damit ist er ohne ausgewiesene Gebrauchsspuren oder Restaurierungsbedarf beschrieben. Seine handgeknüpfte Verarbeitung und der Wollflor sind für Wohnbereiche vorgesehen, in denen ein textiler Bodenbelag regelmäßig genutzt wird. Die Eignung für Räume mit Fußbodenheizung ist ausdrücklich angegeben.
Herkunft und Tradition
Der Indo Sarough Mir stammt aus Indien. Die Bezeichnung Indo weist dabei auf das Herstellungsland hin; es handelt sich deshalb um einen Orientteppich und nicht um einen Perserteppich. Sarough bezeichnet in diesem Zusammenhang die benannte Teppichart beziehungsweise die gestalterische Tradition, an der sich der Entwurf orientiert. Die Herkunft des konkreten Stücks und die Herkunft eines Musters sind zwei verschiedene Angaben, die bei orientalischen Teppichen voneinander getrennt werden müssen.
Sarough ist als Name mit einer persischen Teppichtradition verbunden, die für sorgfältig komponierte Floralmotive, geordnete Rapportstrukturen und eine lebendige, dennoch geschlossene Farbwirkung bekannt ist. Bei Teppichen dieser Tradition steht die Gesamtzeichnung meist im Vordergrund: Einzelne Ranken, Blüten und Blattformen werden so auf der Fläche verteilt, dass ein zusammenhängender Rhythmus entsteht. Die Muster können dabei stärker floral, geometrisch gegliedert oder aus beiden Formensprachen zusammengesetzt sein.
Indische Manufakturen greifen seit langem auf überlieferte orientalische Entwürfe und Knüpftechniken zurück. Dabei werden Vorlagen verschiedener Herkunft an die örtliche handwerkliche Produktion angepasst. Das Ergebnis kann den Namen und die Formensprache einer bekannten Teppichtradition tragen, obwohl es in Indien gefertigt wurde. Genau diese Verbindung beschreibt ein Indo-Modell: Die gestalterische Orientierung liegt bei Sarough, während die Herstellung in Indien erfolgt.
Handknüpfen ist eine Arbeitsweise mit langer regionaler Geschichte. Ein Knüpfer oder eine Knüpferin setzt die Knoten Reihe für Reihe in ein vorbereitetes Grundgerüst. Für die Planung des Motivs dient häufig eine Vorlage, auf der die Abfolge der Farben und Ornamente festgelegt ist. Nach dem Knüpfen werden überstehende Fäden geschoren, die Oberfläche wird bearbeitet und der Teppich wird für die weitere Nutzung vorbereitet. Knotendichte, Scherhöhe und die Genauigkeit der Vorlage beeinflussen gemeinsam, wie fein und geschlossen ein Muster erscheint.
Die Sarough-Tradition wird häufig mit Teppichen aus dem westlichen persischen Kulturraum in Verbindung gebracht. In diesem Umfeld entwickelten sich sowohl florale als auch geometrische Muster, die in unterschiedlichen Werkstätten und später auch außerhalb Irans aufgenommen wurden. Vergleichbare Orientteppiche werden unter anderem mit Tabriz, Isfahan, Nain oder Kashan verbunden, doch diese Namen bezeichnen jeweils eigene Herkunfts- oder Gestaltungstraditionen. Sie sind nicht die Herkunft dieses in Indien gefertigten Indo Sarough Mir.
Die Weitergabe solcher Entwürfe zeigt, wie wandelbar orientalische Teppichkunst ist. Ein Muster kann über viele Generationen hinweg verändert werden, ohne seine grundlegende Ordnung zu verlieren. Deshalb finden sich traditionelle Motive heute in verschiedenen Herstellungsländern. Entscheidend bleibt die klare Benennung des jeweiligen Ursprungs: Dieses Stück ist in Indien gefertigt und orientiert sich in seiner Bezeichnung und Gestaltung an Sarough.
Design und Muster
Der Teppich besitzt ein orientalisches Allover-Design. Bei einem Allover-Muster wird die Fläche nicht von einem einzelnen, isolierten Zentralmedaillon beherrscht. Stattdessen verteilen sich die Ornamente über den gesamten Fond. Wiederkehrende Elemente bilden einen visuellen Zusammenhang, sodass der Blick von einem Motiv zum nächsten geführt wird. Diese Anordnung eignet sich besonders für Entwürfe, bei denen die Fläche als fortlaufende Komposition wahrgenommen werden soll.
Die Sarough-Formensprache arbeitet traditionell mit floralen und geometrischen Anregungen. Ranken können Blüten und Blätter verbinden, während symmetrische Achsen oder wiederholte Formen für Ordnung sorgen. Geometrische Konturen geben den weicheren Pflanzenmotiven Halt. In einem Allover-Entwurf werden solche Bausteine nicht zufällig verteilt, sondern in einem Rapport wiederholt und aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht ein Muster, das aus der Nähe viele Einzelheiten zeigt und aus größerer Entfernung als zusammenhängende Fläche erscheint.
Die genaue Farbauswahl dieses Teppichs ist nicht näher benannt. Beschrieben ist jedoch, dass die Farben sorgfältig abgestimmt sind. Eine abgestimmte Farbkomposition erfüllt bei orientalischen Teppichen eine wichtige gestalterische Aufgabe: Sie verbindet die einzelnen Ornamente und verhindert, dass ein wiederholtes Muster in voneinander getrennte Abschnitte zerfällt. Farbkontraste können Konturen hervorheben, während verwandte Töne Übergänge zwischen Ranken, Blüten und Zwischenräumen schaffen.
Traditionelle orientalische Muster werden oft so aufgebaut, dass ein Gleichgewicht zwischen gefüllten und ruhigeren Flächen entsteht. Die Zwischenräume sind nicht bloß leer, sondern unterstützen die Lesbarkeit der Ornamente. Bei einem Allover-Entwurf helfen sie, die Wiederholung zu gliedern und dem Auge Orientierung zu geben. Die hohe Knotendichte des Indo Sarough Mir unterstützt die Darstellung der komplexeren Zeichnung, weil viele kleine Formelemente in der geknüpften Oberfläche Platz finden.
Der Entwurf verbindet laut Beschreibung traditionelle und moderne Elemente. Traditionell ist die Bezugnahme auf eine überlieferte Sarough-orientierte Ornamentik mit wiederkehrenden floralen und geometrischen Formen. Modern wirkt die Verwendung dieser Formensprache in einer geschlossenen Allover-Komposition, die sich nicht auf eine historische Einzelvorlage beschränken muss. Diese Verbindung erlaubt eine Einordnung in klassisch und zeitgenössisch eingerichtete Räume, ohne das Muster einer bestimmten Raumgestaltung zuzuschreiben.
Andere bekannte Teppichtraditionen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Heriz ist beispielsweise für kräftige Farben und klare Linien bekannt, während Tabriz, Isfahan, Nain und Kashan jeweils eigene Musterordnungen und regionale Gestaltungssprachen entwickelt haben. Solche Vergleiche erklären den kulturellen Zusammenhang orientalischer Teppiche, ändern aber nichts daran, dass das vorliegende Muster als orientalisch und als Indo Sarough Mir beschrieben ist. Die gestalterische Aussage dieses Stücks liegt in der fortlaufenden Zeichnung über die gesamte Fläche.
Ein handgeknüpftes Allover-Muster bleibt zudem bei wechselnden Blickabständen lesbar. Aus der Nähe treten Knoten, Flor und die Abfolge der Ornamente hervor. Mit etwas Abstand wird die Wiederholung zu einer ruhigen Gesamtstruktur. Diese doppelte Wahrnehmung ist ein typisches Merkmal vieler orientalischer Teppichentwürfe: Detail und Gesamtbild ergänzen sich, ohne dass eines von beiden die gesamte Wirkung bestimmt.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die Kombination aus indischer Fertigung, Sarough-orientierter Gestaltung und handgeknüpfter Ausführung. Hinzu kommen der Flor aus 100% Schurwolle, die angegebene Knotendichte und das Allover-Muster. Der Zustand ist neu und perfekt. Dadurch wird das Stück ohne beschriebene Gebrauchsspuren angeboten.
Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Damit kann er in Räumen eingesetzt werden, in denen eine solche Heizungsart vorhanden ist. Bei der Nutzung sollte die Oberfläche wie bei jedem Wollteppich regelmäßig gepflegt werden. Die im Angebot genannten unterschiedlichen Längen und die Breite von 70 bis 80 cm gehören zur Größenangabe des Sortiments; bei handgearbeiteten Teppichen können geringfügige Abweichungen vorkommen.
Eine persönliche Besichtigung ist im Lager in der Hamburger Speicherstadt möglich. Dort kann der Teppich zusammen mit weiteren Orientteppichen betrachtet werden. Für die Auswahl ist es sinnvoll, die Raumwirkung, die Musterordnung und die gewünschte Position vor dem Versand zu prüfen.
FAQ
Wie pflege ich den Indo Sarough Mir?
Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen aus dem Wollflor. Gelegentliches Shampoonieren wird als zusätzliche Pflege empfohlen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht verblassen. Bei einer intensiveren Reinigung ist eine fachgerechte Behandlung sinnvoll, die auf handgeknüpfte Wollteppiche abgestimmt ist. Reiben, Nässe und ungeeignete Reinigungsmittel können die Oberfläche und die Farbwirkung beeinträchtigen.
Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?
Ja. Der Indo Sarough Mir ist als für Fußbodenheizung geeignet beschrieben und kann in entsprechenden Räumen verwendet werden. Die Heizung sollte gleichmäßig betrieben werden. Unter dem Teppich muss der Boden sauber und trocken sein. Ein geeigneter Teppichunterleger kann zusätzlich für einen sicheren, rutscharmen Halt sorgen. Bei der Pflege gelten weiterhin die Hinweise für handgeknüpfte Teppiche aus Schurwolle.
Wo kann ich den Teppich vor dem Kauf sehen?
Der Teppich kann im Lager in der Hamburger Speicherstadt persönlich besichtigt werden. Dort sind auch weitere Modelle vorhanden. Eine Besichtigung ermöglicht es, das Allover-Muster, die Farbwirkung, die Wolloberfläche und die handgeknüpfte Verarbeitung direkt zu betrachten. Wenn die genaue Passung für einen Raum wichtig ist, kann die gewünschte Größe vor dem Versand nochmals abgestimmt werden.
Zusätzliche Informationen
| Grösse | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |


















