






Orientteppich Fars 270 x 171 cm Wolle handgewebt
Ursprünglicher Preis war: 4800$1193$Aktueller Preis ist: 1193$
Handgewebter Fars Orientteppich | Knotendichte: hoch | Material: Flor Wolle | Größe: 270 x 171 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Herkunft: Fars, Iran
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VERSANDPARTNERInventarnummer: EFBBF634
Beschreibung
Fars Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim ist aus Wolle gefertigt und handgewebt. Beim Weben werden Kettfäden und Schussfäden miteinander verbunden, sodass eine flache textile Oberfläche entsteht. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich besitzt ein Kelim keinen geschnittenen Flor aus einzelnen Knoten. Die Webtechnik prägt deshalb sowohl die Haptik als auch die klare Wirkung der Muster. Der Teppich wurde von Hand hergestellt und ist damit ein einzelnes Stück handwerklicher Arbeit.
Wolle wird seit langer Zeit für textile Bodenbeläge verwendet, weil sie eine robuste und zugleich nachgiebige Faser ist. Sie kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben und trägt dadurch zu einem ausgeglichenen Raumklima bei. Ihre natürliche Struktur wirkt zudem schmutzabweisend. Bei einem handgewebten Kelim bleibt die Oberfläche flach, wodurch sich die Zeichnung deutlich ablesen lässt und die Webstruktur sichtbar bleibt.
Die Verarbeitung wird in der Beschreibung als sorgfältig und mit hoher Knotendichte bezeichnet. Für die Einordnung dieses Stücks ist außerdem die Handwebtechnik maßgeblich. Ein handgewebter Kelim entsteht nicht als industrielles Serienprodukt, sondern durch das schrittweise Eintragen der Schussfäden in die Kette. Kleine Unterschiede in der Spannung oder im Verlauf der Webarbeit gehören zu dieser Herstellungsweise. Das beidseitig identische Muster ist dabei ein besonderes Merkmal des vorliegenden Teppichs.
Herkunft und Tradition
Der Ursprung dieses Kelims liegt in Fars im Iran. Fars gehört zu den Regionen Irans, deren textile Tradition eng mit ländlichen und nomadischen Lebensformen verbunden ist. Die Landschaft im Süden des Landes umfasst unterschiedliche Lebensräume, und die dort entstandenen Webarbeiten stehen in Verbindung mit einer langen Geschichte handwerklicher Textilherstellung. Kelims aus dieser Tradition wurden nicht nur als Teppiche genutzt, sondern auch als praktische textile Gegenstände im täglichen Leben.
Die Kelimweberei des Vorderen Orients entwickelte sich aus dem Bedarf, strapazierfähige und vielseitig verwendbare Stoffe von Hand herzustellen. Nomadische Gruppen verwendeten flach gewebte Textilien unter anderem als Zeltboden, Wandbehang oder zur Ausstattung des Wohnbereichs. Weil ein Kelim vergleichsweise leicht bewegt und gefaltet werden kann, eignete er sich für eine mobile Lebensweise. Die Herstellung verband dabei eine praktische Funktion mit der Weitergabe von Formen, Farben und Symbolen innerhalb der Familie.
In Fars treffen verschiedene kulturelle Einflüsse aufeinander. Die dortige Webtradition wird häufig mit geometrischen Kompositionen, stilisierten Pflanzenformen und einer eigenständigen Farbauffassung verbunden. Solche Merkmale sind nicht bei jedem einzelnen Kelim gleich ausgeprägt, gehören aber zum größeren Zusammenhang der regionalen Textilkunst. Die Motive werden nicht ausschließlich dekorativ verstanden. Sie können Vorstellungen von Natur, Gemeinschaft, Schutz und Alltag aufnehmen und so auf die Lebenswelt der Weberinnen und Weber verweisen.
Die Geschichte des Kelims reicht über einzelne Herkunftsgebiete hinaus. Ähnliche flach gewebte Teppiche wurden in verschiedenen Teilen des Vorderen Orients, in Afghanistan, der Türkei und im Iran hergestellt. Dennoch besitzt jede Region ihre eigenen Arbeitsweisen und Bildsprachen. Ein Kelim aus Fars ist deshalb in den iranischen Zusammenhang einzuordnen, ohne dass sich aus der allgemeinen Kelimtradition jedes Detail dieses konkreten Stücks ableiten lässt. Seine Herkunft Fars und seine handgewebte Ausführung bilden die eindeutigen Bezugspunkte.
Traditionelle Kelims wurden oft im familiären oder gemeinschaftlichen Umfeld gefertigt. Das Wissen über das Spannen der Kette, die Auswahl der Wolle, die Führung des Schusses und den Aufbau der Muster wurde mündlich und praktisch weitergegeben. Die Webarbeit erforderte Geduld und ein gutes Verständnis für die geplante Zeichnung. Bei geometrischen Formen konnten sich die Weber an wiederkehrenden Rapporten orientieren, während die konkrete Ausführung durch die Handarbeit geprägt wurde. So verbindet die Kelimkunst überlieferte Gestaltung mit der Eigenart jedes einzelnen Webstücks.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Dadurch bleibt die Zeichnung unabhängig von der gewählten Seite sichtbar, und der Teppich kann gewendet werden, ohne dass sich die Gestaltung verändert. Bei einem flach gewebten Teppich entsteht das Muster aus der Anordnung der farbigen Schussfäden und der sichtbaren Kette. Die Gestaltung ist daher unmittelbar mit der Webtechnik verbunden und nicht nachträglich auf eine fertige Oberfläche aufgebracht.
Kelim-Muster sind häufig geometrisch aufgebaut. Linien, Rauten, Haken, Stufen und wiederkehrende Felder können zu einer rhythmischen Gesamtordnung verbunden werden. Daneben kommen stilisierte florale Formen vor, bei denen Blätter, Blüten oder Zweige in vereinfachter Weise dargestellt werden. Die Darstellung muss nicht naturgetreu sein. Ihre Wirkung beruht vielmehr auf der Abstraktion, der Wiederholung und dem Verhältnis von Fläche und Kontur.
Die überlieferte Motivsprache der Kelims kann Bezüge zu Natur, Familie, Lebensumständen und religiösen oder kosmologischen Vorstellungen enthalten. Solche Bedeutungen sind regional und kulturell unterschiedlich und lassen sich nicht jedem einzelnen Zeichen eindeutig zuordnen. Allgemein dienen die Motive jedoch dazu, Erfahrungen und Vorstellungen in eine textile Bildsprache zu übertragen. Gerade die Verbindung aus geometrischer Ordnung und symbolisch verstandenen Formen gehört zu den prägenden Eigenschaften vieler Kelims.
Für Kelims werden traditionell kräftige und erdverbundene Farbbereiche verwendet. In der Beschreibung werden tiefe Rottöne, sanfte Beigetöne und lebhafte Grüntöne genannt. Diese Farbgruppen können sich zu klar abgegrenzten Feldern oder zu einer zusammenhängenden Komposition verbinden. Rot kann in vielen regionalen Textiltraditionen mit Wärme, Leben oder Schutz verbunden werden, während Beige eine ruhigere Grundfläche bildet. Grün wird häufig mit Pflanzen und Landschaft in Verbindung gebracht. Solche Deutungen sind allgemeine kulturgeschichtliche Zusammenhänge, keine eindeutige Übersetzung jedes einzelnen Farbtons.
Die beidseitige Identität des Musters unterscheidet diesen Teppich von vielen Textilien, deren Rückseite nur als technische Unterseite dient. Beim vorliegenden Kelim gehört die Wiedererkennbarkeit beider Seiten zu seiner Gestaltung. Das flache Gewebe lässt die Zeichnung in einer klaren, textilen Form erscheinen. Dadurch kann der Teppich in unterschiedlichen Einrichtungszusammenhängen eingesetzt werden, ohne dass seine ornamentale Struktur ihre Bedeutung verliert.
Ein Kelim wirkt sowohl in traditionell eingerichteten Räumen als auch neben moderneren Möbeln. Seine geometrische oder floral beeinflusste Formensprache kann als verbindendes Element zwischen verschiedenen Materialien und Stilrichtungen dienen. Dabei steht nicht eine bestimmte Raumwirkung im Vordergrund, sondern die Lesbarkeit des handgewebten Musters. Die Farbflächen und Linien bleiben als eigenständige textile Gestaltung erkennbar.
Besonderheiten
Der Teppich besitzt zwei nutzbare Seiten mit identischem Muster. Er kann deshalb gewendet werden, ohne dass sich das sichtbare Motiv verändert. Zusätzlich eignet er sich nicht nur als Bodenbelag, sondern auch als Wandbehang. An der Wand kann die flache Webstruktur vollständig sichtbar bleiben und als textile Gestaltung eingesetzt werden. Diese Verwendung entspricht der traditionellen Mehrfachfunktion von Kelims, die neben dem Boden auch Wände und andere Bereiche des Wohnraums ausstatteten.
Der Zustand des Teppichs wird als sehr gut angegeben. Seine Vielseitigkeit ergibt sich aus der Kombination von flacher Handweberei, beidseitiger Musterung und der Möglichkeit zur Nutzung als Wandbehang. Wolle und die überlieferte Webtechnik werden außerdem mit Langlebigkeit und einfacher Pflege verbunden. Für die praktische Verwendung bleibt eine schonende Behandlung wichtig, damit die Farben, die Fasern und die Webkanten erhalten bleiben.
FAQ
Wie reinige ich einen handgewebten Kelim?
Staub lässt sich regelmäßig mit einem Staubsauger entfernen. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle zeitnah mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Aggressive Mittel sind zu vermeiden, weil sie die Wolle und die Farben beeinträchtigen können. Eine professionelle Reinigung kann in größeren Abständen sinnvoll sein, um die textile Struktur zu schonen und die Nutzungsdauer des Kelims zu unterstützen.
Ist der Kelim für eine Fußbodenheizung geeignet?
Ja. Der handgewebte Kelim wird aufgrund seiner Wolle und seiner Webtechnik als für Räume mit Fußbodenheizung geeignet beschrieben. Wolle besitzt isolierende Eigenschaften und kann dadurch zu einem angenehmen Wärmeempfinden beitragen. Wichtig ist, dass die Fußbodenheizung fachgerecht betrieben wird und die Luft unter dem Teppich ausreichend zirkulieren kann. So bleibt die Wärmeabgabe des Bodens erhalten, während der Kelim als flaches textiles Element aufliegt.
Woran erkenne ich die Qualität eines handgewebten Kelims?
Bei einem handgewebten Kelim geben die verwendeten Materialien, die Webdichte und die Verarbeitung wichtige Hinweise. Eine sorgfältige Ausführung zeigt sich in einem gleichmäßig aufgebauten Gewebe, klar erkennbaren Mustern und stabilen Kanten. Auch die verwendete Wolle und die Haltbarkeit der Farben spielen eine Rolle. Natürliche Farbstoffe gelten traditionell als langlebig und umweltverträglich. Der Preis kann ein Hinweis auf den Arbeitsaufwand sein, ersetzt aber nicht die Betrachtung von Material, Muster und handwerklicher Ausführung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Material | |
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft |














