Orientteppich Fars 148 x 100 cm Wolle handgewebt

492$

Handgewebter Fars Orientteppich | Material: Wolle | Größe: 148 x 100 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut | Verwendung: Wandbehang oder Teppich

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Inventarnummer: 89ACDE6B

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und aus Wolle gefertigt. Beim Kelim entsteht das textile Bild nicht durch geknüpfte Florreihen, sondern durch das Weben der farbigen Wollfäden. Dadurch bleibt die Oberfläche flach und die Darstellung klar lesbar. Die Wolle ist hier das angegebene Material des Gewebes. Sie verbindet eine textile, griffige Oberfläche mit der für handgefertigte Wollarbeiten typischen natürlichen Struktur.

Die handgewebte Ausführung macht den Kelim zu einem eigenständigen Gewebe und unterscheidet ihn von einem handgeknüpften Teppich. Jeder Arbeitsgang wird unmittelbar am Webstuhl ausgeführt. Die Gestaltung entsteht aus dem Zusammenspiel von Kette und eingetragenen Schussfäden, während die Farbflächen und Muster Schritt für Schritt aufgebaut werden. Bei einem Kelim kann die Rückseite die Konstruktion des Gewebes erkennen lassen, ohne dass ein aufgesetzter Flor die Struktur verdeckt.

Ein besonderes Merkmal dieses Stücks ist, dass das Muster beidseitig identisch ist. Beide Seiten zeigen somit dieselbe Gestaltung und können betrachtet werden. Die Verarbeitung eignet sich deshalb nicht nur für die Nutzung auf dem Boden, sondern ebenso für eine Präsentation, bei der beide Flächen zugänglich oder sichtbar bleiben. Als handgewebter Wollkelim verbindet das Stück eine flache textile Form mit einer klaren, beidseitig gleichen Musterwirkung.

Herkunft und Tradition

Der Kelim wird Fars zugeordnet. Fars ist eine Region im Süden Irans und besitzt eine lange Tradition der handgefertigten Textilien. In der dortigen Teppichkultur begegnen sowohl geknüpfte Teppiche als auch flach gewebte Arbeiten. Kelims gehören zur zweiten Gruppe: Ihr Erscheinungsbild entsteht durch Weben und nicht durch das Einsetzen einzelner Knoten. Die Bezeichnung Fars verweist damit auf einen regionalen Gestaltungskontext, während die Bezeichnung Kelim die textile Technik beschreibt.

Flachgewebe haben in vielen orientalischen Webtraditionen eine praktische und kulturelle Bedeutung. Sie lassen sich vergleichsweise leicht ausrollen, zusammenlegen und transportieren. Deshalb wurden sie traditionell für unterschiedliche häusliche Zwecke verwendet. Je nach Ausführung konnten sie als Bodenauflage, Abdeckung oder dekoratives Textil dienen. Auch als Wandbehang besitzen Kelims eine lange Verwendungstradition, weil ihre Muster auf der flachen Fläche deutlich hervortreten.

Die Herstellung eines handgewebten Kelims verlangt eine sorgfältige Abstimmung der Fäden. Das Grundgerüst wird auf dem Webstuhl gespannt. Danach werden farbige Wollfäden in Abschnitten eingetragen und verdichtet. Der Wechsel der Farben und Formen erfolgt nicht durch ein nachträgliches Aufmalen, sondern wird während des Webvorgangs in die Struktur eingebunden. Auf diese Weise ist das Muster Teil des Gewebes. Die Arbeit erfordert Aufmerksamkeit, weil kleine Veränderungen in der Fadenspannung, der Farbfolge oder der Form unmittelbar sichtbar werden können.

Fars ist außerdem mit einer vielfältigen textilen Kultur verbunden, in der regionale Muster, handwerkliche Erfahrung und die Verwendung von Wolle zusammenwirken. Bei handgewebten Arbeiten steht nicht die Knotendichte im Mittelpunkt, sondern der Aufbau des Gewebes und die Art, wie Kette, Schuss und Farbflächen miteinander verbunden sind. Der Kelimtyp ist dadurch konstruktiv von einem Flor­teppich zu unterscheiden. Seine flache Ausführung macht die grafische Seite der Gestaltung besonders unmittelbar wahrnehmbar.

Die regionale Einordnung ersetzt keine Aussage über eine einzelne Werkstatt oder einen bestimmten Herstellungsort innerhalb von Fars. Sie bezeichnet den im Angebot genannten Bezug zu Fars. Sicher festgehalten sind bei diesem Stück die Zuordnung als Kelim aus Fars, die handgewebte Herstellung, das Wollmaterial und die beidseitig identische Darstellung. Diese Merkmale verbinden das konkrete Stück mit der Tradition flach gewebter Textilien aus dem Fars-Kontext.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Dadurch wirkt die Gestaltung nicht wie eine Vorderseite mit einer davon abweichenden Rückseite, sondern als ein beidseitig gleiches textiles Bild. Diese Eigenschaft ist für die Präsentation besonders relevant: Der Kelim kann als Wandbehang so angebracht werden, dass seine sichtbare Fläche klar zur Geltung kommt, und er behält auch beim Wenden dieselbe Musterwirkung.

Bei Kelims werden Muster durch Farbflächen, Linien und geometrisch oder floral wirkende Formen innerhalb des Gewebes aufgebaut. Die Konturen entstehen aus der Anordnung der Schussfäden. Je nach Webweise können Übergänge zwischen einzelnen Farbbereichen unterschiedliche Kanten bilden. Gerade diese unmittelbar aus dem Webprozess hervorgehende Zeichnung gehört zum Charakter flach gewebter Teppiche. Sie unterscheidet sich von einem geknüpften Flor, bei dem die Oberfläche zusätzlich durch die Höhe der Knoten geprägt wird.

Der Hinweis auf ein Fars-Design beschreibt den regionalen Musterbezug des Angebots. Fars-Kelims können in der allgemeinen Textiltradition der Region mit wiederholten Formen, rhythmischen Feldern und klar gegliederten Flächen arbeiten. Solche Gestaltungsmittel erleichtern die Lesbarkeit des Musters auf einem flachen Gewebe. Zugleich erlaubt die Webtechnik eine deutliche Abgrenzung der einzelnen Bereiche, weil die Farben direkt in die Struktur eingetragen werden.

Ein Kelim-Muster kann sowohl aus regelmäßigen Wiederholungen als auch aus stärker voneinander abgegrenzten Feldern bestehen. Die Anordnung führt den Blick über die Fläche und gibt dem Gewebe eine visuelle Ordnung. Bei einem beidseitig identischen Muster bleibt diese Ordnung unabhängig davon erhalten, welche Seite nach oben oder nach außen zeigt. Das ist bei einer Verwendung als Teppich ebenso relevant wie bei der Nutzung an der Wand.

Die flache Struktur macht die Musterzeichnung auch aus größerer Entfernung gut erkennbar, während die Wollfäden der Oberfläche eine textile Tiefe verleihen. Das Design ist dadurch eng mit der Technik verbunden: Nicht nur die Farben und Formen, sondern auch ihre Einbindung in das Gewebe bestimmen den Gesamteindruck. Die regionale Bezeichnung Fars und die Gattungsbezeichnung Kelim geben gemeinsam den Rahmen für diese Gestaltung vor, ohne eine zusätzliche, nicht genannte Einzelinterpretation des Motivs zu behaupten.

Besonderheiten

Dieses Stück wird als Kelim aus Fars angeboten und ist handgewebt. Als Material ist Wolle angegeben. Das Muster ist beidseitig identisch, wodurch beide Seiten dieselbe Gestaltung zeigen. Der Kelim kann traditionell als Wandbehang oder als Teppich verwendet werden. Sein Zustand ist als sehr gut angegeben. Diese Kombination aus flacher Webtechnik, Wollmaterial, beidseitig gleicher Musterwirkung und vielseitiger Verwendung kennzeichnet das konkrete Stück.

Die Nutzung als Wandbehang hebt die textile Seite des Kelims hervor, während die Verwendung als Teppich seine traditionelle Funktion aufnimmt. Da beide Seiten identisch gestaltet sind, bleibt das Erscheinungsbild beim Wechsel der Seite gleich. Der ausgewiesene sehr gute Zustand ergänzt die Beschreibung des erhaltenen Stücks, ohne eine weitergehende Aussage über Alter, Restaurierungen oder Gebrauchsspuren zu machen.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebtes textiles Stück. Im Unterschied zu einem handgeknüpften Teppich entsteht seine Oberfläche durch das Weben von Kette und Schuss, nicht durch einen geknüpften Flor. Dieses Exemplar ist ein handgewebter Kelim aus Fars und besteht aus Wolle. Sein Muster ist auf beiden Seiten identisch.

Wie kann dieser Kelim verwendet werden?

Der Kelim kann traditionell als Wandbehang oder als Teppich verwendet werden. An der Wand kommt die flache, gewebte Musterfläche zur Geltung. Als Teppich nimmt er eine klassische textile Funktion auf. Da beide Seiten identisch gestaltet sind, bleibt das Muster auch beim Wenden gleich. Der angegebene Zustand des Stücks ist sehr gut.

Wodurch unterscheidet sich dieser Kelim von einem geknüpften Teppich?

Dieser Kelim ist handgewebt und nicht handgeknüpft. Sein Muster wird beim Weben in die flache Struktur eingearbeitet. Dadurch unterscheidet sich die Oberfläche von einem Teppich mit geknüpftem Flor. Hinzu kommt die beidseitig identische Gestaltung. Als Material ist Wolle angegeben; der Kelim wird Fars zugeordnet.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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