






Orientteppich 262 x 151 cm Wolle handgewebt
1127$
Handgewebter Orientteppich | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 262 x 151 cm | Muster: Beidseitig identisch, Fars-Design | Zustand: Sehr gut erhalten
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Beschreibung
Orientteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim ist handgewebt und besteht aus 100% Wolle. Damit ist das Material des Flors eindeutig angegeben. Die Herstellung im Flachgewebe unterscheidet ihn von einem handgeknüpften Teppich: Beim Kelim entsteht die Fläche durch das Weben von Kette und Schuss, während bei einem geknüpften Teppich einzelne Knoten in den Flor eingearbeitet werden. Der Kelim besitzt daher keine Knotendichte wie ein klassischer Knüpfteppich. Seine textile Struktur bleibt flach und klar lesbar.
Die handgewebte Ausführung verweist auf eine Arbeitsweise, bei der das Muster während des Webvorgangs aufgebaut wird. Wolle ist dabei das vollständig angegebene Material dieses Stücks. Im Vergleich zu einem hohen, geknüpften Flor liegt die Oberfläche eines Kelims flacher an. Das macht die Webstruktur unmittelbar sichtbar und erklärt die besondere, textile Anmutung des Teppichs. Eine zusätzliche Materialangabe für die Kette liegt nicht vor und wird deshalb nicht ergänzt.
Das Stück ist sehr gut erhalten. Diese Zustandsangabe beschreibt den überlieferten Erhaltungszustand, ohne darüber hinausgehende Aussagen zu einzelnen Gebrauchsspuren oder Reparaturen zu machen. Als handgewebter Kelim kann es auf dem Boden verwendet werden; zugleich eignet es sich als Wandbehang. Die Webtechnik und die beidseitig identischen Muster verbinden dabei die praktische Nutzung mit einer deutlich sichtbaren Gestaltung.
Herkunft und Tradition
Der Kelim gehört zur Tradition orientalischer Flachgewebe. Im Gegensatz zu einem Teppich mit Flor entsteht ein Kelim nicht durch das Einsetzen vieler einzelner Knoten, sondern durch das Verkreuzen von Kette und Schuss. Diese Technik ermöglicht eine vergleichsweise flache, wendbare Textilfläche. Muster werden nicht nachträglich aufgetragen, sondern aus dem Aufbau des Gewebes heraus entwickelt. Dadurch ist die Rückseite eng mit der Vorderseite verbunden.
Das Design dieses Stücks wird als Fars-Design bezeichnet. Fars ist als kultureller und textiler Bezugsraum bekannt; der Begriff im Artikelnamen bezeichnet hier jedoch das Design und nicht automatisch den Herstellungsort dieses einzelnen Kelims. Der genaue Ursprung des Teppichs bleibt verborgen. Festgehalten ist, dass er handgewebt von Nomadenvölkern wurde. Diese Angabe verweist auf eine mobile Webtradition, in der textile Arbeiten für den eigenen Gebrauch, für den Transport und für die Ausstattung von Wohnräumen eine wichtige Rolle spielten.
In den Teppichtraditionen Irans und des weiteren Orients haben Kelims eine lange Geschichte. Flachgewebe konnten leichter bewegt, gerollt und vielseitig eingesetzt werden als schwere Hochflorteppiche. Sie dienten je nach Ausführung als Bodenauflage, Raumtextil oder Wandbehang. Nomadische Webtraditionen entwickelten dabei Muster, die mit begrenzten Webmitteln klar erkennbar bleiben. Die Gestaltung beruht häufig auf wiederkehrenden Formen, rhythmischen Feldern und einer sorgfältig geplanten Abfolge von Farben.
Die Bezeichnung Fars-Design stellt dieses Stück in den Zusammenhang einer bekannten iranischen Musterwelt, ohne eine nicht belegte Provenienz zu behaupten. Fars wird mit einer vielfältigen textilen Kultur verbunden, in der sowohl nomadische als auch sesshafte Traditionen ihren Platz haben. Für diesen Kelim ist jedoch ausschließlich die Designbezeichnung Fars-Design und die handgewebte Herstellung durch Nomadenvölker festgehalten. Herkunft, Werkstatt und genaue regionale Entstehung werden nicht näher angegeben.
Die Handweberei ist eine über Generationen weitergegebene textile Praxis. Sie verlangt die Vorbereitung des Webstuhls, die Führung der Kettfäden und das sorgfältige Einbringen der Schussfäden. Bei einem Kelim wird das Muster unmittelbar aus diesen Arbeitsschritten entwickelt. So entsteht ein Gewebe, bei dem Konstruktion und Ornament nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. Die Tradition liegt deshalb nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Herstellungsweise.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist als Fars-Design ausgewiesen und auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft ist ein wesentliches Merkmal des Stücks: Die Rückseite zeigt dasselbe Muster wie die Vorderseite. Der Teppich muss für die jeweilige Verwendung daher nicht auf eine einzige Schauseite festgelegt werden. Je nach Einsatz kann die sichtbare Seite gewählt werden, ohne dass sich das Motiv verändert.
Kelim-Muster werden traditionell in einer flachen, zweidimensionalen Form gestaltet. Linien, Felder und wiederkehrende Zeichen erscheinen dabei unmittelbar im Gewebe. Anders als bei einem hohen Flor, der Konturen durch die unterschiedliche Höhe der Knoten und die Ausrichtung des Flors betont, beruht die Wirkung eines Kelims auf der Anordnung der farbigen Webbereiche. Die Muster bleiben dadurch grafisch und deutlich strukturiert.
Ein Fars-Design steht allgemein für eine Musterwelt, die mit der textilen Tradition von Fars verbunden wird. Dabei können geometrische Gliederungen, gereihte Formen und rhythmische Wiederholungen eine Rolle spielen. Für diesen einzelnen Kelim werden keine weiteren konkreten Einzelformen oder Farben genannt. Sicher beschrieben werden können daher das Fars-Design, die handgewebte Ausführung und die identische Musterung auf beiden Seiten.
Die beidseitige Übereinstimmung erweitert die gestalterischen Möglichkeiten im Raum. Als Bodenbelag kann der Kelim mit jeder der beiden identisch gemusterten Seiten nach oben liegen. Als Wandbehang bleibt das Motiv ebenfalls von beiden Seiten aus derselben Gestaltung aufgebaut. Diese Wendbarkeit ist nicht nur eine technische Folge des Flachgewebes, sondern hier ausdrücklich als Eigenschaft des Musters festgehalten.
Die klare Oberfläche eines Kelims lässt das Ornament als zusammenhängende Fläche erscheinen. Das Auge nimmt nicht zuerst einen weichen Flor, sondern die Beziehung zwischen Gewebe, Linien und Feldern wahr. In einem traditionellen Umfeld kann das Design an andere textile Elemente anknüpfen; in einer schlichteren Einrichtung kann es als eigenständige grafische Fläche gelesen werden. Diese Einordnung beschreibt die Wirkung der Kelimgestaltung allgemein und ergänzt keine nicht genannten Details zu diesem Muster.
Die Gestaltung verbindet somit drei klar benannte Merkmale: das Fars-Design, die handgewebte Konstruktion und die identische Musterung auf der Rückseite. Aus dieser Verbindung ergibt sich ein Textil, dessen Ornament nicht an eine einzelne Betrachtungsrichtung gebunden ist. Die beidseitige Ausführung macht das Muster beim Wechsel zwischen Boden und Wand gleichermaßen relevant und erhält seine visuelle Ordnung unabhängig von der gewählten Seite.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Kelims ist seine vielseitige Verwendung. Er kann als Bodenbelag eingesetzt oder als Wandbehang aufgehängt werden. Die identische Musterung auf der Rückseite unterstützt beide Möglichkeiten, weil Vorder- und Rückseite dasselbe Motiv zeigen. Dadurch lässt sich die sichtbare Seite flexibel wählen, ohne die Gestaltung des Stücks zu verändern.
Der Kelim ist sehr gut erhalten und handgewebt von Nomadenvölkern. Zusammen mit dem Material 100% Wolle und dem Fars-Design ergibt sich ein klar beschriebenes Profil: ein orientalisches Flachgewebe mit beidseitig identischem Muster, das sowohl funktional als auch dekorativ verwendet werden kann.
Bei der Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen auf niedriger Stufe. Schmutz und Staub können so entfernt werden, ohne die textile Fläche unnötig zu beanspruchen. Flecken sollten bei Bedarf zügig mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben erhalten bleiben.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einem handgewebten Kelim und einem handgeknüpften Teppich?
Ein handgewebter Kelim wird im Flachgewebe hergestellt. Kette und Schuss bilden dabei direkt die textile Fläche, weshalb kein geknüpfter Flor entsteht. Ein handgeknüpfter Teppich wird dagegen aus einzelnen Knoten aufgebaut. Diese aufwendigere Knüpftechnik führt zu einer Knotendichte und häufig zu einer weicheren, dickeren Oberfläche. Der Kelim bleibt flacher und vielseitiger einsetzbar.
Wie kann ich meinen Kelim am besten pflegen?
Staubsaugen Sie den handgewebten Kelim regelmäßig auf niedriger Stufe, um Staub und Schmutz zu entfernen. Behandeln Sie Flecken bei Bedarf möglichst schnell mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gut erhalten bleiben.
Kann ich den Kelim auch als Wandbehang verwenden?
Ja. Dieser handgewebte Kelim eignet sich auch als Wandbehang. Seine Rückseite zeigt ein identisches Muster, sodass beide Seiten dieselbe Gestaltung aufweisen. Dadurch kann das Stück flexibel an der Wand oder auf dem Boden verwendet werden, und die sichtbare Seite lässt sich nach dem jeweiligen Einsatz auswählen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














